Bund übernimmt atomare Zwischenlager

Ab 01.08.2017 ist die Gesellschaft für Zwischenlagerung im Bundesbesitz

Nach der Neuordnung der Zuständigkeiten für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle organisiert Bundesumweltministerin Barbara Hendricks auch den Betrieb von atomaren Zwischenlagern neu. Diese bisher von den Atomkonzernen wahrgenommene Aufgabe fällt laut einer Medienmitteilung ab sofort in die Verantwortung des Bundes. Die zu diesem Zweck im März 2017 gegründete Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) ist am 01.08.2017 zu 100 Prozent in den Besitz des Bundes übergegangen. Die Übernahme der BGZ ist ohne Zahlung eines Kaufpreises erfolgt. weiterlesen…

Autogipfel: Hersteller in die Verantwortung nehmen

Mehrzahl der Verbraucher ist der Meinung, dass die Politik im VW-Dieselskandal Interessen der Autohersteller bevorzugt

Zum Dieselgipfel der Bundesregierung am Mittwoch, 02.08.2017, fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) politische Konsequenzen aus möglichen Kartellabsprachen. Betroffene Verbraucher müssten entschädigt werden. „Die Bundesregierung muss Fehlentwicklungen in der Autobranche endlich ausbremsen“, sagt Klaus Müller, Vorstand des vzbv. Laut einer repräsentativen forsa-Umfrage im Auftrag des vzbv hat die Mehrzahl der Verbraucher das Gefühl, dass ihre Interessen im VW-Dieselskandal bislang zu kurz kommen. weiterlesen…

19.807 vorzeitige Sterbefälle, seit Dieselgate bekannt wurde

Greenpeace-Aktivisten demonstrierten an Verkehrsministerium für mehr Gesundheitsschutz

Für besseren Schutz der Gesundheit vor Dieselabgasen demonstrierten Greenpeace-Aktivisten am 31.07.2017 vor Tagesanbruch am Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur von Alexander Dobrindt (CSU) in Berlin: Sie projizierten mit ein Meter großen Leuchtzeichen die Zahl der vorzeitigen Todesfälle durch Stickoxide (NOx) seit Bekanntwerden des Abgasskandals an die Fassade des BMVI.
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Autobatterien für Windstrom-Speicher

Alfen liefert Mega-Energiespeichersystem für Nuon

„Use it or loose it“ („Nutze oder verliere sie) war bisher das Dilemma für Erneuerbare Energie aus Sonne und Wind. Ein holländisches Mega-Energiespeichersystem hilft nun, Spitzen und Tiefen in der Öko-Stromversorgung auszugleichen und besser auf die Energienachfrage abzustimmen. So entsteht mehr Flexibilität und Stabilität im System, um die Nutzung Erneuerbarer Energien zu erleichtern. weiterlesen…

Frankreich und Spanien genehmigen Mega-PV-Leistung

Spanien erteilt Zuschläge für Solaranlagen mit 3,9 Gigawatt – Frankreich für 500 MW

Das spanische Ministerium für Energie, Tourismus und digitale Agenda hat dem Branchendienst pv magazine zufolge die Liste der Gewinner der jüngsten Ausschreibung für neue Wind- und PV-Kraftwerken – mit mehr als 5 GW – veröffentlicht. Demnach haben am 26.07.2017 30 PV-Projekte mit Größen zwischen 100 kW und 1.550 MW einen Zuschlag erhalten. Der Gesamtleistung der Kraftwerke beträgt 3.909 MW. Dazu zehn Windparkprojekte mit einer Leistung von zusammen 1.127 MW ausgezeichnet. weiterlesen…

DUH mit „Acht-Punkte-Sofortprogramm für saubere Luft“

Konsequenz aus Stuttgarter Richterspruch zu Diesel-Fahrverboten

Nachdem durch Gerichtsentscheidungen (siehe: solarify.eu/ruege-fuer-kretschmann-aus-dem-auspuff) Diesel-Fahrverbote in Düsseldorf, München und Stuttgart als erforderlich bestätigt wurden, fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH), dass sich die Politik endlich von den in Hinterzimmern verabredeten unzureichenden Software-Updates verabschiedet und wirklich wirksame Maßnahmen ergreift. Angesichts der anstehenden Verhandlungen beim „Nationalen Forum Diesel“ am 02.08.2017 legte die DUH am 31.07.20176 in Berlin ein „Acht-Punkte-Sofortprogramm für saubere Luft“ vor. weiterlesen…

Kann ein CO2-Preis nachhaltige Entwicklung finanzieren?

CO2-Bepreisung kann für viele Länder geeignetes Mittel sein, um SDGs teilweise zu finanzieren
von Ottmar Edenhofer mit Max Franks – mit freundlicher Genehmigung von Lutz Meyer, Fullberry Foundation

Prof. Dr. Ottmar Edenhofer (55) ist Lehrstuhlinhaber für die Ökonomie des Klimawandels an der Technischen Universität Berlin und ehemaliger Co-Chair der Arbeitsgruppe III des Weltklimarates IPCC, der im Jahr 2014 seinen 5. Sachstandsbericht veröffentlichte. Er ist stellvertretender Direktor und Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change. Dr. Max Franks (32) forscht am Potsdam-­Institut für Klimafolgenforschung im Fach­be­reich „Nachhaltige Lösungsstrategien“ zu den Themen Klima- und Finanzpolitik, Vermögens­ungleichheit und Nachhaltige Entwicklung.Für seine Dissertation wurde ihm der Potsdamer Nachwuchswissenschaftler-Preis verliehen. weiterlesen…

Forschungspreis mit 1,5 Millionen Euro

Neue gemeinsame Auszeichnung von Max-Planck-Gesellschaft und Humboldt-Stiftung ab 2018

Die Alexander von Humboldt-Stiftung und die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) setzen ihre gemeinsame Auszeichnung neu auf: Der Max-Planck-Humboldt-Forschungspreis ist künftig mit 1,5 Millionen Euro dotiert und wird ab 2018 an Forscher aus dem Ausland verliehen, die sich durch herausragendes Zukunftspotenzial auszeichnen. Die neue vom BMBF finanzierte Auszeichnung löst den Max-Planck-Forschungspreis ab. weiterlesen…

Perowskit-Solarzelle in Aktion aufgenommen


Mögliche Erklärung des hohen Wirkungsgrades

Perowskit-Kristalle könnten die Produktionskosten für Solarzellen drastisch sinken lassen, schreibt Jan Oliver Löfken in Wissenschaft aktuell. Denn: „Binnen weniger Jahre ließ sich ihr Wirkungsgrad von knapp vier auf mehr als 20 Prozent steigern“. Warum, war bisher unklar. Einen „verblüffenden Einblick in die für die Stromerzeugung wichtigen Prozesse“ (Löfken) erlaubt nun ein Video der atomaren Bewegungen in dünnen Perowskit-Kristallen von Wissenschaftlern der Stanford-Universität – in Science Advances berichten sie über ungewöhnlich langlebige Verformungen der Kristallstruktur. Diese könnten zu einem besseren Verständnis des Transports elektrischer Ladungen in Perowskit-Solarzellen beitragen. weiterlesen…

Höchster Ökostrom-Anteil aller Zeiten: 35 %

ZSW und BDEW: Wind-Onshore (39 Mrd. kWh), Biomasse (23 Mrd. kWh) und PV (22 Mrd. kWh) Haupterzeugungsarten

Im ersten Halbjahr 2017 lag der Anteil von Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen an der Deckung des Strombedarfs in Deutschland erstmals bei 35 Prozent. Dies haben einer gemeinsamen Medienmitteilung des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zufolge vorläufige Berechnungen ergeben. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum legte der EE-Anteil um zwei Prozentpunkte zu. weiterlesen…