Klimaschutz zur Post-Corona-Wiederbelebung

Wirtschaftsweise Veronika Grimm setzt auf Wasserstoff

Die eben ernannte neue „Wirtschaftsweise“ Veronika Grimm glaubt, der Klimaschutz könne die Wirtschaft nach der Corona-Krise wiederbeleben. Grimm, seit April 2020 im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, erwartet tief greifende Änderungen von Lieferketten bis zur Energiewirtschaft: „Wir werden internationalen Lieferketten weniger vertrauen“, sagte sie dem Handelsblatt. Die Professorin für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftstheorie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg hält es „richtig, dass man für bestimmte Produkte auch heimische Produktion braucht“. Dies gelte etwa für das Gesundheitswesen und den Energiesektor. weiterlesen…

Offshore-Windparkplanung im Zweifel

Gastbeitrag von Martin Dörenkämper (IWES) auf blogs.helmholtz.de/kuestenforschung

Im Forschungsprojekt X-Wakes werden die bisher existierenden Modellierungsansätze für Nachlaufeffekte erstmals im realen Maßstab für den Betrieb von Offshore-Windparkclustern validiert. Mit Blick auf die zu diesem Thema am 28.02.2020 unter dem Titel „Windenergie auf See braucht Platz, um sie optimal zu nutzen“ veröffentlichte Studie von Agora Energie- und Verkehrswende befürchtet das Forscherteam (vom Fraunhofer IWES, der Technischen Universität Braunschweig, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Universität Oldenburg mit dem Zentrum für Windenergieforschung (ForWind), die Universität Tübingen, das Helmholtz-Zentrum Geesthacht und die UL International GmbH) nun voreilig abgeleitete, nicht ausreichend validierte Handlungsempfehlungen für die Offshore-Windparkplanung. weiterlesen…

Kommentare zur Corona-Stellungnahme der Leopoldina

„Blaupause für Ausstieg aus dem Stillstand“

Auf geteiltes Echo stieß – wie nicht weiter verwunderlich – die am 13.04.202 publizierte Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zum Thema Corona-Pandemie. Darin werden die psychologischen, sozialen, rechtlichen, pädagogischen und wirtschaftlichen Aspekte der Pandemie erläutert und Strategien beschrieben, die, schrittweise, zur Rückkehr in die gesellschaftliche Normalität beitragen können.Besonders an den in der Schrift erwogenen Möglichkeiten für eine Exit-Strategie aus dem Corona-Lockdown entzündet sich laut Handelsblatt Kritik – und an den Vorschlägen zur digitalen Datenerhebung. Eine – zufällig ausgewählte – Presseschau von Solarify. weiterlesen…

Corona als Sündenbock für Fossile

„Anschlag auf die Energiewende“
von Christfried Lenz, Bürgerenergie Altmark

Eine „gigantische, revolutionäre Zerstörung der Energiewende und damit des Klimaschutzes“ resumiert Frank Farenski sein Gespräch mit Andreas Piepenbrink, Geschäftsführer von E3/DC, dem zu entnehmen ist, dass mit dem „Barometer-Gutachten“ des Bundeswirtschaftsministeriums beabsichtigt wird, einer dem dezentralen Wesen der Erneuerbaren Energien entsprechenden Struktur aus autonomen, in sich autarken, aber zusätzlich miteinander vernetzten Energiezellen den Riegel vorzuschieben. Die von Millionen klimaschutzengagierten Menschen über Jahrzehnte hin dezentral und demokratisch vorangetriebene Energiewende soll demnach zur Sackgasse erklärt werden – schreibt Christfried Lenz in einem Kommentar auf pv magazine. weiterlesen…

Tricksen und Täuschen

Corona als Vorwand, Klimaschutz und Energiewende erst einmal zu verschieben
von Klaus Oberzig

„Im Schatten von Corona wird auch beim Thema Energiewende getäuscht und getrickst. Die für viele Solarfreunde erst einmal schlüssig scheinende Auskunft, wegen des Virus habe man in den Ministerien keine Zeit, sich um Erneuerbare Energie und Klimaschutz zu kümmern, stellt sich als Schwindel heraus,“ schreibt Klaus Oberzig auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie. weiterlesen…

Grünen Wasserstoff für die Mobilität wirtschaftlicher erzeugen

Industrielle Power-to-Gas-Anlage im Megawattmaßstab am Hochrhein arbeitet zuverlässig

Erneuerbarer Wasserstoff kann die Mobilität grüner machen. Dafür müssen jedoch die Kosten sinken. Wie das geht, erproben Energiewirtschaft und Forschung derzeit in einer industriellen Power-to-Gas-Anlage im süddeutschen Grenzach-Wyhlen. Die Megawattanlage ist im April 2020 seit vier Monaten in Betrieb und funktioniert zuverlässig. Auch ein daran angeschlossener Forschungselektrolyseur läuft sehr erfolgreich. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) koordiniert das Vorhaben. Betreiber der kommerziellen Anlage ist der Energieversorger Energiedienst AG. (Foto: Die industrielle Power-to-Gas-Anlage am Wasserkraftwerk in Grenzach-Wyhlen – © Energiedienst) weiterlesen…

SPIEGEL: „Brennstoffzelle verändert weltweite Mobilität“

Lesehinweis: „Was dem Wunderantrieb Wasserstoff zum Durchbruch fehlt“

„Wunderantrieb“ nennt der SPIEGEL am 23.03.2020 eine Gesamtübersicht seines Autoren Christian Frahm: Brennstoffzellen-Autos sind rar, die Produktion des nötigen Wasserstoffs kompliziert. Dabei könnte er den Verkehr revolutionieren – zu Land, zu Wasser, in der Luft. Viel fehle den Forschern dazu nicht mehr. weiterlesen…

Corona, gut fürs Klima, aber…

… schlecht für die Energiewende

„Stillstehende Fabriken, kaum noch Autos auf den Straßen und nur wenige Flugzeuge in der Luft. Corona sorgt dafür, dass die Treibhausgasemissionen zurückgehen und Millionen von Tonnen CO2 eingespart werden. Auf das Klima wirkt sich die Epidemie also positiv aus – zumindest kurzfristig“, schreibt Kathrin Witsch im Handelsblatt. Doch die langfristigen Folgen dürften weniger umweltfreundlich ausfallen. Experten warnen schon jetzt vor Einsparungen bei dringenden grünen Investitionen. weiterlesen…

Wie grün kann Wasserstoff die Industrie machen?

Lesehinweis: Weg zur Klimaneutralität

Es ist ein simples Experiment, das jedem Chemielehrer die Aufmerksamkeit eines jeden noch so gelangweilten Schülers garantiert. Einen Luftballon mit gasförmigem Wasserstoff explodieren zu lassen – am besten vor einer Tafel, damit man den Wasserfleck, der dabei entsteht, gut erkennen kann. Aufmerksamkeit bekommt der Wasserstoff inzwischen auch von Politik und Industrie. Denn es ist dieser Wasserfleck, der großes Potential verspricht: Verbrennt Wasserstoff, entsteht Wasserdampf. Kein klimaschädliches Kohlenstoffdioxid, kein Feinstaub, keine anderen Gase, die unsere Atmosphäre aufheizen. Energie ohne Emissionen, das ist ein Traum, der technologisch schon längst möglich wäre. Lange galt Wasserstoff als Nischentechnologie. Das ändert sich gerade. Für die Schwerindustrie ist das eine Chance auf dem Weg zur Klimaneutralität, wie Anna Steiner in der FAZ vom 08.04.2020 schrieb. weiterlesen…

Leopoldina plädiert für nachhaltigen Ansatz bei Coronavirus-Bewältigung

Dritte Ad-hoc-Stellungnahme behandelt psychologische, soziale, rechtliche, pädagogische und wirtschaftliche Aspekte

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat am Ostermontag (13.04.2020) eine dritte Ad-hoc-Stellungnahme zur COVID-19-Pandemie veröffentlicht. Das Papier mit dem Titel „Coronavirus-Pandemie – Die Krise nachhaltig überwinden“ behandelt die psychologischen, sozialen, rechtlichen, pädagogischen und wirtschaftlichen Aspekte der Pandemie und beschreibt Strategien, die zu einer Rückkehr einzelnen Schritten in die gesellschaftliche Normalität beitragen können und gibt konkrete Handlungsempfehlungen. weiterlesen…