Erste Professur für Klimawandel und Gesundheit in Deutschland

Sabine Gabrysch vom PIK an Charité berufen

Macht der Klimawandel krank? Um die Zusammenhänge zwischen Klimaveränderungen und der Bevölkerungsgesundheit zu erforschen, hat die Charité – Universitätsmedizin Berlin gemeinsam mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) die bundesweit erste Professur für Klimawandel und Gesundheit eingerichtet. Für die neue Position wurde die Medizinerin und Epidemiologin Prof. Sabine Gabrysch gewonnen. Am 17.06.2019 trat sie ihr Amt an. weiterlesen…

„Wer über Klimawandel redet, muss auch über Mikroben reden“

Appell aus der Mikrobiologie, die kleinsten Erdbewohner nicht zu übersehen

Nicht nur generell in der dynamischen Erdgeschichte, sondern gerade auch beim menschengemachten Klimawandel spielen Mikroorganismen eine wichtige Rolle. Sie können seine Auswirkungen verstärken, aber auch verringern. Mehr als 30 führende Mikrobiologinnen und -biologen aus der ganzen Welt appellieren nun in einem in den Nature Reviews Microbiology publizierten Aufruf, die kleinsten Bewohner der Erde in wissenschaftlichen Studien und technologischen Maßnahmen zur Anpassung nicht zu vergessen. Auch Antje Boetius, Gruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie und Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), hat den Appell unterzeichnet. (Foto: Eisbären auf dem Meereis des Arktischen Ozeans © Alfred-Wegener-Institut/Mario Hoppmann, CC BY 4.0) weiterlesen…

Viele Worte, wenig Taten: UN-Nachhaltigkeitsziele könnten scheitern

Aktueller SDG-Report: Welt redet zwar viel über Nachhaltigkeitsziele, tut aber zu wenig

Was als historischer Gipfel begann, könnte als reines Lippenbekenntnis enden. Vor vier Jahren haben sich 193 Staaten auf die Umsetzung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs – siehe solarify.eu/sdgs) geeinigt. Die Bekämpfung von Armut und Hunger gehört ebenso dazu wie die Verpflichtung zu mehr Klimaschutz oder besseren Bildungschancen. Dieses Jahr wollen die Staats- und Regierungschefs erstmals für eine Zwischenbilanz zusammenkommen. Wie die Bertelsmann-Stiftung am 19.06.2019 mitteilte, dürften die Ergebnisse ernüchternd ausfallen: Die aktuelle Ausgabe des SDG-Reports zeigt, dass kein Land auf dem Weg ist, alle Ziele bis 2030 zu erreichen. weiterlesen…

SDGs

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (englisch Sustainable Development Goals, SDGs; französisch Objectifs de développement durable) sind verabschiedete Ziele der UN, die der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene dienen sollen. Die Ziele wurden in Anlehnung an den Entwicklungsprozess der Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs) entworfen und traten am 01.01.2016 mit einer Laufzeit von 15 Jahren (bis 2030) in Kraft. Im Unterschied zu den MDGs, die vor allem auf Entwicklungsländer zielten, gelten die SDGs für alle Staaten. weiterlesen…

Lesehinweis: „Klimawandel zerreißt Ölindustrie“

Europa pro – US contra Klimaschutz

Kontrapunktisch beschreiben zwei FAZ-Autoren die Situation der Ölriesen angesichts des Klimawandels: Der Londoner Wirtschaftskorrespondent Marcus Theurer stellt fest, dass „Europas Ölriesen zunehmend in Windparks und Batteriehersteller investieren“. Dagegen setze die Konkurrenz aus Amerika noch voll auf fossile Brennstoffe – und fürchte ganz andere Folgen, schreibt sein New Yorker Kollege . weiterlesen…

UBA: Endenergieverbrauch und Energieeffizienz des Verkehrs

Beide steigen seit 2010 an

Lkw und Flugzeuge benötigten 2017 deutlich mehr Energie als noch 1995. Das Verkehrswachstum im Güter- und Personenverkehr kompensierte die technischen Verbesserungen an den Fahr- und Flugzeugen. Nur im Schienenverkehr sanken seit 1995 sowohl der spezifische wie der absolute Energieverbrauch. Mit 29,6 Prozent liegt der Energieverbrauch des Verkehrs 2017 bei 754 Mrd. kWh. Zahlen aus dem Umweltbundesamt vom 29.05.2019. weiterlesen…

Starkes Signal für nachhaltiges Finanzwesen aus Brüssel

EU-Expertengruppe (TEG) streicht Kohle und Atomkraft aus grünen Finanzprodukten

Am 18.06.2019 hat die technische Expertengruppe (TEG) der EU-Kommission Empfehlungen zu nachhaltigem Finanzwesen veröffentlicht. Letztes Frühjahr hatte die EU-Kommission im Rahmen ihres Aktionsplans für ein nachhaltiges Finanzwesen dazu verschiedene Gesetzesvorschläge vorgelegt. Die Empfehlungen der Expertengruppe beziehen sich auf die Ausgestaltung der Klassifizierung für nachhaltige Anlagen (Taxonomie), eine Methodik für nachhaltige Vergleichsindizes, Maßgaben für klimabezogene Offenlegungspflichten und die Ausgestaltung eines EU-Standards für grüne Anleihen (Green Bonds). weiterlesen…

Reallabore voll im Trend

Neuer In Brief vom Wuppertal-Institut zum vielversprechenden Forschungsformat erschienen

Seit fünf Jahren werden Reallabore immer populärer. Das Wuppertal Institut prägte den Weg des Forschungsformats entscheidend mit. Welche Perspektiven eröffnen Reallabore für die künftige Forschung? Antworten darauf geben die Mitglieder des Wuppertal Instituts einer Pressemitteilung vom 18.06.2019 zufolge im neuen In Brief. weiterlesen…

Fragen und Antworten zum Kohleausstieg

Gesetzgebung zum Kohleausstieg noch 2019 – Deutschland bleibt Stromexporteur

Das geplante Kohleausstiegsgesetz (offiziell „Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen“) soll aus zwei Teilen bestehen – einmal das „Investitionsgesetz Kohleregionen“, zum anderen Änderungen an bestehenden Gesetzen. Die Eckpunkte für das Gesetz habe das Bundeskabinett beschlossen, auf dieser Basis solle ein Referentenentwurf erstellt werden. Das steht in der Antwort der Bundesregierung (19/10557) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/10270). Aus einer weiteren Antwort auf eine FDP-Anfrage (19/10556) geht hervor, dass Deutschland selbst bei einem schrittweisen Ausstieg aus der Kohleverstromung und gleichzeitigem Ausbau der Erneuerbaren Energien Netto-Stromexporteur bleibt – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag in zwei Artikeln (hib/648524 und hib/648370). weiterlesen…

Regierung: Energiepreise werden überprüft

Finanzpolitische Aspekte des Klimakabinetts

Die Bundesregierung überprüft eben die Auswirkungen von bestehenden, hoheitlich veranlassten Energiepreisbestandteilen in Form von Abgaben, Umlagen und Steuern. Dies teilt sie in ihrer Antwort (19/10845) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/10119) mit, die sich nach den finanzpolitischen Aspekten des Klimakabinetts erkundigt hatte. Es existiere allerdings noch keine abschließende Übersicht von Maßnahmen beziehungsweise Initiativen – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Kurzfristig beabsichtige das Finanzministerium, die steuerliche Förderung der Elektromobilität in die Beratungen des Klimakabinetts einzubringen. Außerdem werde das Thema „Sustainable Finance“ in verschiedenen Zusammenhängen aktiv eingebracht. (hib/HLE) weiterlesen…