Neue Stromspeicher-Inspektion der HTW Berlin

Mehrzahl der 16 Solarstromspeicher im Test 2019 überzeugt mit sehr guter Effizienz

„Die Ergänzung von Photovoltaik-Anlagen um Batteriesysteme zur Stromversorgung von Wohngebäuden ist sinnvoll; wichtig ist allerdings, dass die Speicherverluste gering sind. Überhaupt hängt es maßgeblich von der Energieeffizienz eines Batteriesystems ab, ob die Kohlendioxid-Emissionen (CO2) durch das Speichern des Solarstroms verringert werden.“ Zu diesem Ergebnis kommt die Stromspeicher-Inspektion 2019 – eine neue Untersuchung der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin, gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). Dafür hat die Forschungsgruppe Solarspeichersysteme der HTW Berlin zum zweiten Mal die Effizienz von Batteriesystemen für Solarstromanlagen verglichen. Die erste Stromspeicher-Inspektion war 2018 durchgeführt worden. weiterlesen…

40 Grad Hitze in Deutschland – bald Normalität?

PIK-Forscher zur aktuellen Hitzewelle

Weite Teile Europas leiden unter einer Hitzewelle. In Deutschland könnten in diesen Tagen 40 Grad erreicht werden. Ist das noch eine übliche Sommerhitze oder steckt schon der Klimawandel dahinter? Dazu die Klimaforscher Stefan Rahmstorf und Dim Coumo vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und den Universitäten Potsdam und Amsterdam am 24.06.2019. weiterlesen…

Unionsfraktion entdeckt E-Fuels

Verbrenner-Verbot vom Tisch?

Der Autogipfel im Kanzleramt am 24.06.2019 ging außer der losen Verabredung zu verstärktem Ladesäulenbau ergebnislos zu Ende – übrigens ohne Natur- oder Klimaschützer. Wenn es nach der Unionsfraktion im Bundestag geht, bekommt der Verbrennungsmotor dennoch eine neue Zukunft – mit synthetischen Kraftstoffen, auch E-Fuels oder Designer-Kraftstoffe genannt (siehe: solarify.eu/alternative-kraftstoffe-synthetische-treibstoffe-desinger-fuels-e-fuels); die wollen die Autoren eines Papiers, aus dem der SPIEGEL zitiert, jetzt auch fördern und nicht ausschließlich Elektroautos. Die synthetischen Kraftstoffe – werden aus Grünstgrom, Wasserstoff und Kohlendioxid erzeugt. weiterlesen…

„Eher eine Lösung aus der Vergangenheit“

Regierung gegen generelles Tempolimit

Die Bundesregierung, genauer: das Bundesverkehrsministerium, hält ein generelles Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen nicht für sinnvoll – weder im Hinblick auf den Klimaschutz noch als Beitrag zur Senkung der Zahl von Verkehrstoten – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Das habe der Parlamentarische Staatssekretär im BMVI, Steffen Bilger (CDU), am 24.06.2019 während einer öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses deutlich gemacht. Das BMVI setze in Sachen Klimaschutz mehr auf Innovationen und Anreize als auf Verbote, sagte Bilger in der Sitzung und verwies unter anderem auf die Bemühungen des Ministeriums zur Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), der Stärkung der Radinfrastruktur und einer besseren Verkehrslenkung durch Möglichkeiten der Digitalisierung. weiterlesen…

Polens Versagen, groß zu denken

Kommentar von Sam Morgan und Alexandra Brzozowski auf EURACTIV

„Wir wissen nicht, worauf sie hinauswollen“. „Es ist unmöglich, eine Debatte darüber zu führen“. „Wir waren bereit, uns die Haare auszureißen“ – nur einige der diplomatischen Reaktionen auf die Blockade eines Klimaplans durch Polen beim Gipfel des Rates vergangene Woche. Polen weigerte sich am 20.06.2019, die Idee zu unterstützen, dass die EU bis 2050 klimaneutral wird, und scheute sich vor der Idee, im Klartext der Schlussfolgerungen des Rates eine ausdrückliche Frist zu setzen. weiterlesen…

Erneuerbare-Energien-Kraftstoffgesetz erwogen

BMVI-Studie vorgelegt: Klimaziele brauchen integriertes Energiekonzept

Um die Treibhausgasreduktionsziele zu erreichen, müssen Erneuerbare Energien in allen Sektoren eingesetzt werden – so das Ergebnis einer am 24.06.2019 vorgelegten Studie, die vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) beauftragt und von der NOW GmbH koordiniert wurde. weiterlesen…

Lesehinweis: Batterien für die Energiewende

Speichertechnologien entfesseln – Übertragungsnetzbetreiber bändigen!

Clemens Triebel fordert im Fachblatt ERNEUERBARE ENERGIEN, die Netzbetreiber müssten sich in den Dienst der Energiewende stellen, wenn wir zu einer stärker dezentralisierten Energiewelt kommen wollten: „Ein Erneuerbares Energiesystem ist ohne Speicher technisch gesehen eine Illusion. Das war schon in den frühen 2000er Jahren klar, als wir mit Solon Labs und später Younicos die Protagonisten des Energiespeichermarktes mit gegründet haben. Unsere Motivation war es, die Systemgrenze beim Ausbau der volatilen Wind- und Solarkraftwerke durch die Markteinführung von Speichern zu überwinden.“ weiterlesen…

Höhere Versorgungssicherheit, geringere Kosten, mehr Klimaschutz

Mit Erneuerbaren Energien das Stromsystem in Südosteuropa verbessern

Ein Anteil von 50 Prozent Erneuerbarer Energien am Strommix und der Ausbau der Stromnetze bis 2030 würde in den Ländern Südosteuropas sowohl die Kosten des Stromsystems verringern als auch die Versorgungssicherheit erhöhen. Zudem löst sich so das Problem, dass aktuell in der Region mehr als die Hälfte des Stroms in alten, ineffizienten und klimaschädlichen Braunkohlekraftwerken produziert wird, die jedoch in den nächsten Jahren ersetzt werden müssen. Das zeigt eine Analyse für den Berliner Thinktank Agora Energiewende. Darin wurde modelliert, wie sich die Stromnachfrage des Jahres 2030 bei einer Reduktion der Kohleverstromung um rund 60 Prozent bei gleichzeitiger Verdoppelung der Wind- und Photovoltaikkapazitäten decken lässt. weiterlesen…

Ärzte-Mahnwache in Berlin-Pankow

„Patientin Erde auf der Intensivstation“

Die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG) hat vom 22. bis 23.06.2019 eine Mahnwache mit dem Titel „Klimawandel macht krank – Patientin Erde auf der Intensivstation“ an der Kirche in Berlin-Pankow abgehalten. Die fiebernde Erde wurde als Intensivpatientin, mit Infusion versehen, auf einer Trage liegend, von Ärzten und Pflegepersonal rund um die Uhr versorgt. Diese Metapher hat sich bei den bisherigen Mahnwachen bewährt, da es den komplexen Sachverhalt der Erderhitzung verständlich macht. KLUG will aufmerksam machen und Nachdenklichkeit schaffen, nicht konfrontieren und abgrenzen. weiterlesen…