Vorerst keine Innovationsausschreibung

Termin 01.09.2019 nicht zu halten

Eigentlich sollte es zum 01.09.2019 die erste technologieneutrale Innovationsausschreibung geben. Aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen geht jetzt allerdings hervor, dass der Termin nicht zu halten ist. Angeblich wird aber angestrebt, die Auktion noch in diesem Jahr zu öffnen. Die ersten Gerüchte waren bereits beim BDEW-Kongress Anfang Juni durchgesickert: Jetzt räumte die Bundesregierung ein: „Der 1. September 2019 wird als erster Gebotstermin voraussichtlich nicht gehalten werden können.“ Der Gründe sind gleich mehrere. weiterlesen…

eROSITA – Jagd nach der Dunklen Energie beginnt

Raumsonde „Spektrum-Röntgen-Gamma“ vor gigantischster kosmischer Inventur

Am 21.06.2019 um 14:17 Uhr MESZ ist die Raumsonde Spektrum-Röntgen-Gamma (SRG) von der kasachischen Steppe aus zu einer spannenden Reise aufgebrochen, meldet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Eine Proton-Rakete bringt unterdessen die Raumsonde vom Kosmodrom Baikonur mit dem deutschen Röntgenteleskop eROSITA und seinem russischen Partnerinstrument ART-XC zu ihrem 1,5 Millionen Kilometer entfernten Ziel – dem Lagrange-Punkt 2. Von diesem Ort des Kräftegleichgewichts aus wird eROSITA (extended Roentgen Survey with an Imaging Telescope Array) die gigantischste kosmische Inventur des heißen Universums beginnen. weiterlesen…

Vulkansteine als Energiespeicher?

Mögliche Lösung des Speicher-Problems

„Tanz auf dem Vulkan“ titelte Sandra Enkhardt auf pv magazine. „Billiger als Batterien, schnell verfügbar und aus einfachem Material: Ein weltweit einmaliger Energiespeicher nimmt im Hamburger Hafen seine Arbeit auf. Das Herz des elektrothermischen Speichers ist ein Bunker mit Tausend Tonnen Vulkangestein,“ textete Clemens Weiß auf energiezukunft. pv magazine: „In der Pilotanalage in Hamburg können 130 MWh Energie bis zu einer Woche gespeichert werden. Ziel der Projektpartner ist eine Speicherkapazität im Gigawattstunden-Bereich zu erreichen. Die beteiligten Partner sprechen von einer Weltpremiere“. (Foto: Vulkanstein-Speicher im Hamburger Hafen – Foto © Siemens-Gamesa) weiterlesen…

Waldböden bessere Kohlenstoffspeicher als erwartet

Uni Hohenheim erforscht Mikroorganismen in bisher unerforschten Tiefen – Werkstattbericht

Pilze in tiefen Waldbodenschichten sind winzig klein – doch sie besitzen eine große Fähigkeit: Sie können Kohlenstoffe nachhaltig speichern. Dies hat ein Forscherteam der Universität Hohenheim in Stuttgart herausgefunden. Mit einem aufwändigen Verfahren sind die Wissenschaftler in bislang unerforschte Tiefen vorgedrungen. Das Ergebnis kann für konkrete Maßnahmen gegen die globale Erderwärmung bedeutend sein. weiterlesen…

Permafrost der kanadischen Hocharktis taut stark

Klimawandel treibt weit verbreitete Thermokarst-Entwicklung schnell voran

„Wie im Sommer 2090 – In der Arktis weicht der Permafrostboden derzeit mit ungeheurer Geschwindigkeit auf“, schrieb Hanno Charisius am 17.06.2019 in der Süddeutschen Zeitung. Messungen zufolge sei in einigen kanadischen Regionen der Boden bereits so stark aufgetaut, wie es Experten erst für 2090 erwartet hätten. An einzelnen Stellen sei der Boden zwischen 2003 und 2016 gar um 90 Zentimeter abgesackt. Ursache für das große Schmelzen sei eine Reihe ungewöhnlich heißer Sommer, schreibt eine Gruppe um die britische Geologin Louise Farquharson im Fachblatt Geophysical Research Letters. weiterlesen…

EU nicht bis 2050 treibhausgas-neutral

Ostländer machen nicht mit – BEE und Germanwatch fordern Nachbesserung

Gestern (20.06.2019) titelte n-tv noch optimistisch: „Gipfel könnte CO2-Plan fassenMerkel bekennt sich zu klimaneutraler EU“. Nach einigem Zögern unterstütze die Bundesregierung nun doch „ausdrücklich“ die Verpflichtung, „Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 zu erreichen“, so Merkel kurz vor Beginn des EU-Gipfels in Brüssel. Doch daraus wurde nichts: „EU-Klimaziel wird zur Fußnote“ – die Verhandlungen seien vor allem am Widerstand aus Osteuropa gescheitert, so derSpiegel tags darauf. weiterlesen…

BDEW: Massiver EE-Ausbau erforderlich

Erneuerbare Energien: Szenarien zur Erreichung des 65-Prozent-Ziels – Flächenrestriktionen gefährden Zielerreichung

Der BDEW schlägt Alarm: Die Frage, wie Deutschland sein Ziel von 65 Prozent Erneuerbaren Energien bis 2030 erreichen kann, werde aktuell intensiv diskutiert. Klar sei: Eine reine Fortschreibung der bisherigen Pfade aus dem EEG 2017 reiche nicht aus – dies würde lediglich zu einem Erneuerbare-Energien-Anteil von 54 Prozent führen. Der BDEW hat deshalb zwei Szenarien berechnet, wie diese Lücke geschlossen werden könnte.„Aus den Rechnungen geht hervor, dass das 65-Prozent-Ziel grundsätzlich auf mehreren Pfaden erreichbar ist. Die erforderliche installierte EE-Leistung für 2030 bewegt sich zwischen 215 und 237 Gigawatt (GW)“, sagte Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung, am 18.06.2019 in Berlin. 2018 waren insgesamt 120 GW Erneuerbare-Energien-Anlagen installiert. weiterlesen…

Geoengineering neue Gefahr fürs Ozonloch?

Diskussion beginnt im Juli in Bangkok

Die Nationen werden sich im Juli treffen, um die Risiken und den Nutzen von Geo-Engineering zu erörtern. Dabei soll eine Länder-Arbeitsgruppe für das Montrealer Protokoll soll in Bangkok mit der Diskussion über einen Vorschlag zur Untersuchung der Risiken und Vorteile von Geo-Engineering beginnen – Lösungen, die helfen könnten, den überhitzten Planeten zu kühlen, wenn die globalen Bemühungen zur Reduzierung der vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen nicht ausreichen, schreibt John Fialka am 18.06.2019 auf Climate Wire/eenews. weiterlesen…

Bakterien können Grünstrom speichern

Dopplung: Mikroorganismen wandeln Energie in Treibstoffe oder Biokunststoff um – Cornell und Colorado

Künstlich veränderte Bakterien könnten fehlende Glieder in der Energiespeicherung sein. Forscher der Cornell University (einer der renommiertesten der Welt) in Ithaca, New York, wollen Strom auf höchst ungewöhnliche Art speichern. Sie arbeiten mit elektroaktiven Bakterien, die Elektronen einfangen. Diese Energie nutzen sie, um CO2 aus der Luft aufzuspalten. Den dabei entstehenden Kohlenstoff wandeln sie in Isobutanol oder Propanol um, Flüssigkeiten, die in Motoren genutzt werden können, entweder in reiner Form oder als Beimischung zu Benzin und Diesel. weiterlesen…

„Zweite Chance für Klimapolitik durch mehr Demokratie“

IASS-Kommentar: COP21 wiederbeleben

Die Hoffnung war groß, als 2015 das Pariser Klimaabkommen verabschiedet wurde. Die Staaten verpflichten sich darin, die Erderwärmung unter zwei Grad Celsius zu halten. Die Bilanz seither ist jedoch ernüchternd: Fünf Jahre später steigen noch immer die Emissionen von CO2 und anderen klimarelevanten Stoffen. und Stefan Schäfer vom Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) argumentieren in Science, dass das zentralisierte System gescheitert sei. Jedoch könne mehr demokratische Beteiligung die globale Klimapolitik reanimieren. weiterlesen…