Fossile Brennstoffe Kostentreiber Nummer eins

Ausgaben für Heizöl und Benzin belasten Privathaushalte am stärksten

Unverändert dominieren Wärme und Kraftstoffe die Energiekosten eines typischen deutschen Haushalts. „Ein kurzer Blick auf die Energierechnung zeigt schnell, dass die anhaltende Diskussion um die Strompreise am Kern des Problems vorbeigeht“, stellt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, fest. „Kostentreiber Nummer eins sind fossile Brennstoffe, die im Fall der Heizung gut und günstig durch erneuerbare Wärme ersetzt werden können“, so Vohrer. weiterlesen…

Buchtipp: Intelligente Verschwendung

The Upcycle: Auf dem Weg in eine neue Überflussgesellschaft

„Verschwendet! Aber richtig. Zum Beispiel die Sonne. Seid wie die Ameisen! Konsumiert. Aber macht keinen Müll.“ Michael Braungart

Abfall war gestern, ab sofort gibt es nur noch Nährstoffe. Alle Produkte verbleiben in einem steten Kreislauf, eingesetzt werden nur noch gesunde, unbedenkliche Materialien. Was wie eine Vision aus einer fernen Zukunft klingt, ist vielerorts bereits Realität, und das Konzept hat einen Namen: Cradle to Cradle. weiterlesen…

„Alle anderen mitreißen!“

Jörg Müller (ENERTRAG): „Erneuerbare Energien in Führungsposition bringen“

Das Solarify-Selbst-Gespräch – „also wenn Sie mich fragen…

1. Sind wir Menschen in unserem globalen Zusammenwirken zur Nachhaltigkeit fähig?

Wir sind dies nur, wenn die wirtschaftlich führenden Nationen hier weit vorangehen und alle anderen mitreißen. Das ist wie auf einem Schiff in Seenot – nur entschlossenes Handeln der Schiffsführung kann die Panik und das Rette-sich-wer-kann abwenden. Sollten wir das nicht schaffen, dann sehe ich keine Lösung. (Foto: Jörg Müller – Foto © Enertrag AG) weiterlesen…

Nicht jede Wärmepumpe trägt zum Klimaschutz bei

Siebenjähriger Feldtest zeigt: Erdgekoppelte Wärmepumpen sparen deutlich Primärenergie ein – Luft-Wärmepumpen weniger

Die unabhängige Lokale Agenda 21 – Gruppe Energie in Lahr (Schwarzwald) hat von 2006 bis 2013 unter realistischen Betriebsbedingungen die Energieeffizienz von 52 Heiz- und 13 Warmwasser-Wärmepumpen am Oberrhein untersucht. Das Ergebnis: Während erdgekoppelte Wärmepumpen das Energieeffizienzziel der Deutschen Energieagentur und des RWE mehr oder weniger deutlich übertrafen, sind Luft-Wärmepumpen im Hinblick auf den Beitrag zum Klimaschutz kritisch zu bewerten. Das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg kommt zu vergleichbaren Ergebnissen. Luft-Wärmepumpen tragen deshalb nur marginal zum Klimaschutz bei – oft überhaupt nicht. Die Agenda-Gruppe rät deshalb von deren Einsatz ab. weiterlesen…

Warum die EEG-Umlage nicht die ganze Wahrheit sagt

Hermann Falk über steigende Energiepreise

Eines scheint sicher: Die Strompreise steigen. Falsch! Zumindest kann man den Preisanstieg nicht immer den Erneuerbaren Energien in die Schuhe schieben. Schuld ist ein ganzes Bündel teils paradoxer Entwicklungen. Wenn die Industrie eine Teufelsfratze auf die Steckdosen malt und Politiker die Kostensumme von eine Billion Euro ausrufen, wenn Lobbyisten die baldige De-Industrialisierung Deutschlands beklagen und Wirtschaftsmagazine eine Umverteilung von „Unten nach Oben“ konstatieren – dann ist Unruhe unter der Bevölkerung gewollt und ein Schuldiger gemeint: die Erneuerbaren Energien. Eine Kampagne, die allerdings nicht fruchtet: Laut dem Forschungsinstitut Emnid sind 93 Prozent der Deutschen über 16 Jahre für einen weiteren raschen Ausbau der Erneuerbaren Energien. Und 73 Prozent sprechen sich gegen einen Förderstopp aus, selbst wenn dies zu einer Kostendämpfung führen würde.Erfreulicherweise hat das dauernde Zündeln der Großindustrie dazu geführt, dass die Bürgerinnen und Bürger informiert und entscheidungsfähig sind. Und sie haben sich den gesunden Menschenverstand und die Gewissheit bewahrt: Die Energiewende ist und bleibt richtig aus wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Gründen. weiterlesen…

Wälder in der Wüste pflanzen

Zweites Beispiel zur Global Soil Week

von Hans-Peter Schmidt

Würden in der Sahara und der australischen Wüste wieder Wälder wachsen, könnte jedes Jahr soviel CO2 aus der Atmosphäre entzogen werden, wie die Menschheit derzeit durch ihren Lebensstil verursacht. Neue Klimamodelle zeigen, dass die Pflanzung und nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern in den meeresnahen Wüsten eine der wirkungsvollsten Maßnahmen gegen den Klimawandel sein könnte. weiterlesen…

Gastkommentar: Energiesubventionen – mehr Ehrlichkeit bitte

mit freundlicher Genehmigung von Matthias Ruchser, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE)

Wie in jedem Jahr veröffentlichten die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber Mitte Oktober die Prognose für die Umlage, die die Stromverbraucher nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für das nächste Jahr bezahlen müssen. Der mediale Aufschrei war in diesem Jahr besonders groß, denn die Umlage soll von bisher 5,277 Cent auf 6,24 Cent pro Kilowattstunde steigen. Eine Meinungsäußerung von Matthias Ruchser vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE). weiterlesen…

Thema Energie: Einflussnahme auf die öffentliche Meinung

Täglich wird die Diskussion über die Energiewende lauter – nicht nur während des Wahlkampfs und der Regierungsbildung. Die Expertin für erneuerbare Energien Tina Ternus vom Photovoltaikbuero Rüsselsheim hat die Ergebnisse ihrer sehr dataillierten Recherchearbeit samt zahlreichen Querverweisen ins Netz gestellt – ihr Thema: Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch interessierte Stakeholder. Ternus fördert zum Teil überraschende Datails ans Tageslicht. Solarify dokumentiert die Arbeit. weiterlesen…

Sand im Ökostrom-Getriebe

Die EEG-Umlage steigt, um einen auf 6,3 Cent, obwohl weniger grüner Strom ins System eingespeist worden ist: Laut Leipziger Strombörse haben Wind- und PV-Anlagen in den ersten acht Monaten ca. 1,3 TWh (2,6 %) weniger produziert als von Januar bis August 2012. Es ist schon viel über die Strompreislüge geschrieben und gesprochen worden. Das hält aber die interessierten Kreise – die großen Energieversorger samt ihnen ergebener Politiker und Journalisten – nicht davon ab, gebetsmühlenartig (wieder besseres Wissen?) zu behaupten, der “Förderwahnsinn“ der Erneuerbaren lasse den Strompreis explodieren. Das ist schlicht falsch. Sonne und Wind sind nämlich nur für den kleinsten Teil des Strompreises verantwortlich: für ganze 13 %. Zu 25 % sind es z.B. die Ausnahmen: 6,7 Mrd. Euro. Und: Der 2010 von den Energieerzeugern durchgesetzten veränderten EEG-Systematik zufolge wird der (den Erzeugern zu erstattende) Unterschied zwischen einmal garantiertem (höherem) Ökostrom-Abnahmepreis und (niedrigerem) Börsen-Erlös den Verbrauchern abverlangt. Erst seit der EEG-Novelle steigt die Umlage spürbar. Denn vor der Gesetzesänderung wurde Öko-Strom nicht an der Börse gehandelt. Nach einer Berechnung von Brainpool ist der Anstieg inzwischen zu 52 % auf den Preisverfall an der Strombörse zurückführen. weiterlesen…