Weniger Feinstaub beim Heizen mit Holz

Sensor- und Verbrennungsluft-Regelungssystem reduziert Emissionen bei Holz-Verbrennung deutlich

Heizen mit Holz liegt in Deutschland nach wie vor im Trend. Die steigenden Energiepreise und die Abhängigkeiten von internationalen Märkten machen den nachwachsenden Rohstoff noch attraktiver. Zudem stammt das Natur-Heizmittel aus heimischen Wäldern, ist gut verfügbar und verbrennt CO2-neutral. Doch bei der Verbrennung von Holz in Kaminöfen oder Scheitholzheizkesseln entstehen enorm viel Feinstaub und phasenweise hohe Konzentrationen potenziell toxischer Abgaskomponenten. Ein in Karlsruhe entwickeltes neues Sensor- und Verbrennungsluft-Regelungssystem reduziert Emissionen bei der Verbrennung von Holz deutlich. weiterlesen…

Katalysator für nachhaltige Herstellung wichtiger Ausgangsstoffe

Science: Erfolg für Bayreuther Forscher

Die aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehenden alpha-Olefine sind die wichtigsten Ausgangsstoffe der chemischen Industrie. Forscher der Universität Bayreuth stellten jetzt in Science eine Entdeckung vor, die ungeahnte Perspektiven für das Design und die selektive sowie nachhaltige Herstellung dieser chemischen Produkte eröffnet: Sie haben einen Katalysator entwickelt, der es erstmals erlaubt, potenziell unendlich viele Variationen von alpha-Olefinen zielgenau unter Verwendung von Ethylen herzustellen. Bisher standen nur für drei alpha-Olefine derart selektive Herstellungsverfahren zur Verfügung. Der neue Katalysator basiert einer Medienmitteilung der Uni Bayreuth vom 31.03.2022 zufolge auf Titan, einem der am häufigsten vorkommenden Metalle der Erdkruste. weiterlesen…

Erstmals Mikroplastik im menschlichen Blutkreislauf gefunden

Gesundheitsschädlichkeit noch offen

Ein Forscherteam der freien Universität Amsterdam und vom Amsterdam UMC um die Ökotoxikologin Heather Leslie und die analytische Chemikerin Marja Lamoree hat erstmals nachgewiesen, dass Plastikpartikel aus der Umwelt in die menschliche Blutbahn gelangen – so eine Medienmitteilung vom 24.03.2022. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts mit d, em Namen Immunoplast wurden am 29.03.2022 in Environment International veröffentlicht. Die Forschung zeigt, dass winzige Plastikteile aus der Umwelt in den Blutkreislauf des Menschen aufgenommen werden. weiterlesen…

2021 wieder zu warm

Klima-Pressekonferenz 2022 des Deutschen Wetterdienstes

Die Wetterbilanz des vergangenn Jahres bestätigt klar den Trend der weiter fortschreitenden globalen Erwärmung. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) nante es bei der Vorstellung seines Klimastatusberichts in Berlin am 29.03.2022 das elfte zu warme Jahr in Folge. Die Durchschnittstemperatur lag demnach mit 9,2 Grad um knapp ein Grad über dem Wert der Vergleichsperiode 1961 bis 1990. „Wir leben in Krisenzeiten. Der Krieg in der Ukraine und die andauernde globale Pandemie stehen dabei völlig zu Recht im Vordergrund. Trotzdem muss ich deutlich machen: Auch die globale Klimakrise hat uns weiterhin fest im Griff“, sagte Prof. Gerhard Adrian, Präsident der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und des Deutschen Wetterdienstes anlässlich der jährlichen Klima-Pressekonferenz. weiterlesen…

Neue „Wahrheit“ über den Regenwald

Wie Bolsonaro-Anhänger Satellitendaten missbrauchen

Satelliten spielen seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle bei der Überwachung der Abholzungsrate im Regenwald. Doch die Art und Weise, wie diese Daten genutzt werden, hat sich unter der Regierung von Präsident Jair Bolsonaro geändert. In einer Studie untersuchen M. Cecilia Oliveira (IASS) and Leandro Siqueira (Universidade Metropolitana de Santos, São Paulo, Brasilien), wie sich die Verwendung der Daten seit dem Amtsantritt Bolsonaros im Jahr 2019 geändert hat. weiterlesen…

Mehr als 40 Pro­zent we­ni­ger Emis­sio­nen durch elek­tri­sche Leicht­fahr­zeu­ge

DLR-Studie untersucht das Potenzial elektrischer Leichtfahrzeuge (LEV) für eine klimafreundlichere Mobilität

Elektrische Leichtfahrzeuge (Light Electric Vehicle, LEV) haben ein großes Potenzial, die Treibhausgas-Emissionen des Verkehrssektors erheblich zu reduzieren und so zum Klimaschutz beizutragen. Die Hälfte der derzeit in Deutschland mit dem Auto gefahrenen Kilometer könnte theoretisch auch mit elektrischen Leichtfahrzeugen zurückgelegt werden. Dies würde die Treibhaugas-Emissionen im Vergleich zu Fahrten mit konventionell angetriebenen Pkw um mehr als 40 Prozent senken. Pro Jahr wären das rund 57 Millionen Tonnen weniger Emissionen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Auftrag des Interessenverbands für elektrische Leichtfahrzeuge LEVA-EU. weiterlesen…

Leichte Elemente machen Unterschied in Edelmetallkatalyse

Gewisse Einzigartigkeit führt zur Optimierung katalytischer Eigenschaften

Edelmetalle werden häufig als heterogene Katalysatoren verwendet, da sie sich bei vielen Reaktionen von wissenschaftlichem und industriellem Interesse durch hohe Aktivität und Selektivität auszeichnen. Schon seit mindestens einem Jahrhundert ist bekannt, dass einige leichte Legierungselemente mit kleinen Atomradien problemlos in die Zwischenräume des Metallgitters eindringen können. Eine im Chinese Journal of Catalysis publizierte Untersuchung. weiterlesen…

Wasserstoff ohne teure Edelmetalle katalytisch gewinnen

Jenaer Forschende entwickeln molekulares Photosystem

Ein Forschungsteam der Friedrich-Schiller-Universität Jena hat ein von der Natur inspiriertes molekulares Photosystem entwickelt, das unter Einstrahlung von sichtbarem Licht Wasserstoff erzeugt. Anders als bisherige Systeme dieser Art kommt es ohne Edel- oder Schwermetalle aus. weiterlesen…

Unsicherheit in der deutschen Energiebranche stark gestiegen

World Energy Council veröffentlicht Energy Issues Monitor 2022

„Geopolitische Spannungen und steigende Rohstoffpreise standen bereits im Jahr 2021 ganz oben auf der Agenda deutscher Energieexpert:innen“, erklärt Carsten Rolle, Geschäftsführer des Weltenergierat – Deutschland, anlässlich der Veröffentlichung der neuen Ausgabe des World Energy Issues Monitor am 21.03.2022. „Insofern sind die bedauerlichen Entwicklungen der letzten Wochen eine dramatische Eskalation dessen, was bereits ansatzweise befürchtet wurde.“ (Titel: World Energy Issues Monitor 2022 – © World Energy Council) weiterlesen…

Zwei Extreme zur gleichen Zeit

Niederschläge entscheiden, wie oft Dürre- und Hitzewellen gemeinsam auftreten

Langanhaltende Dürren und Hitzewellen haben negative Folge für Mensch und Umwelt. Treten beide Extreme zur gleichen Zeit auf, können die Auswirkungen zum Beispiel in Form von Waldbränden, Baumschäden und Ernteverlusten noch gravierender ausfallen. Klimaforscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung in Leipzig – UFZ haben herausgefunden, dass unter Annahme eines globalen Temperaturanstiegs von zwei Grad im Zuge der Erderwärmung die Häufigkeit dieser gleichzeitig auftretenden Extremereignisse vor allem durch lokale Niederschlagstrends bestimmt wird. Das zu wissen ist wichtig, weil man so die Risikoanpassung an den Klimawandel und die Abschätzung seiner Folgen verbessern kann, schreiben sie open access in Nature Climate Change. weiterlesen…