Hypos: „Neue Technologien mit Energiesystem verknüpfen“

Deutschland will Leitmarkt für grünen Wasserstoff werden

Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie will Deutschland zum weltweiten Leitmarkt für Grünen Wasserstoff werden. Das sagte der Wasserstoffbeauftragte der Bundesregierung, Stefan Kaufmann, in seiner Keynote zum Auftakt des 6. HYPOS-Forums (HYPOS = Hydrogen Power Storage & Solutions East Germany) am 03.11.2020 in Leipzig, wo HYPOS-Mitglieder und Gäste über die nächsten Schritte zur Anwendung und Skalierung von Technologien rund um Grünen Wasserstoff diskutierten. „Wir sehen hier eine einmalige Chance, einen globalen Zukunftsmarkt mitzugestalten“, so Kaufmann, „aber die Konkurrenz etwa in Japan oder China schläft nicht.“ Kaufmann betonte, heute komme jeder fünfte Elektrolyseur aus Deutschland ein Marktanteil, den man auch in Zukunft mindestens halten wolle. weiterlesen…

Solarchemie kann Kohlendioxid in Werkstoffe umwandeln

Universität Alicante und CEC: Sichtbares Licht kann industrielle Prozesse antreiben

Javier Garcia Martinez, Chemieprofessor an der Universität von Alicante, nutzt Sonnenlicht, um Abfall-CO2 in Werkstoffe umzuwandeln. Dadurch können, so schreibt er am 10.11.2020 in den Portalen ezanime.net und auf Scientific American, die zum Klimawandel beitragenden CO2-Emissionen auf zwei Arten reduziert werden: durch die Verwendung des unerwünschten Gases als Rohstoff sowie Sonnenlicht und nicht fossile Brennstoffe als Energiequelle für die Produktion. Dieser Prozess werde dank der Fortschritte bei Photokatalysatoren zunehmend möglich. weiterlesen…

Eine Frage der Affinität

Wie man Materialien für organische Solarzellen entwirft

Eine wissenschaftliche Zusammenarbeit des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz mit der King Abdullah University of Science and Technology (KAUST) in Thuwal, Saudi-Arabien hat organische Solarzellen untersucht und Designregeln für lichtabsorbierende Farbstoffe abgeleitet, die dazu beitragen können, diese Zellen effizienter zu machen und gleichzeitig das Absorptionsspektrum der Zellen an die Bedürfnisse der gewählten Anwendung anzupassen – so das MPI-P auf seiner Internetseite und die KAUST auf der ihren. weiterlesen…

Wachstumswunder in der Wüste

Startup verwandelt Wüstensand in fruchtbaren Boden

Wüstenbildung, die vielfach vom Menschen verursachte Degradierung von Land in trockenen Klimazonen, ist im Steigen begriffen. Dies ist einer der Faktoren, die zu der Herausforderung beitragen, eine wachsende Weltbevölkerung in einem sich verändernden Klima zu ernähren. Das norwegische Start-up Desert Control (Motto „Making Earth green again!“) aus Stavanger versucht, dieses Problems Herr zu werden, indem es trockene Böden in nährstoffreiche, nahrhafte Böden verwandelt, auf denen Nahrungsmittel wachsen.
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Sprung nach vorn für Perowskit-Silizium-Solarzellen

Eingekapselte Perowskit-/Silizium-Tandemsolarzellen in saudischer Freilandtestanlage getestet

Perowskit-Silizium-Tandemsolarzellen versprechen Leistungsumwandlungswirkungsgrade, die weit über der theoretischen Grenze von reinem Silizium liegen. Aber ihre Leistung im Freien in einem heißen und sonnigen Klima ist noch nicht vollständig untersucht worden – bis jetzt. Ein Team der King Abdullah University of Science and Technology (KAUST) unter Leitung von Professor Stefaan De Wolf hat effiziente, monolithische Perowskit-Silizium-Tandemsolarzellen mit zwei Anschlüssen hergestellt und im Freien getestet. Die aus dieser Forschung hervorgegangene Tandemzelle ist sowohl stabiler als herkömmliche Perowskit-Zellen als auch für den Einsatz in der Industrie optimiert.
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Noch kurz die Welt retten?

Warum die Defossilierung von der Chemie abhängt – stoffliche Nutzung von CO2 als Rohstoff

„Wenn die Defossilierung gelingen soll, werden Chemie und Anlagenbau eine Hauptrolle spielen“, schrieb Dominik Stephan am 06.11.2020 auf process.vogel.de.“Will die Gesellschaft weg von ihrer verhängnisvollen Abhängigkeit von fossilen Ressourcen, braucht es mehr als ein paar Windräder und Solarzellen. Auch Emissionszertifikate oder das Elektro-Auto werden die Welt nicht im Alleingang retten.“ In Stephans lesenwertem Artikel geht es um Carbon2Chem. weiterlesen…

E-Fuels anstelle von Wasserstoff „Öl der Zukunft“

Zwei Mineralölverbände brechen Lanze für synthetische Kraftstoffe

„Mitunter gibt es Studien, die haben es wirklich schwer, zum gewünschten Ergebnis zu kommen“, spöttelte bizzenergy am 07.11.2020. Anlass: Die Effizienz strombasierter Kraftstoffe, E-Fuels, alternativer Treibstoffe oder auch von Designer Fuels nähere sich batterieelektrischen Antrieben an, die den Ökostrom direkt nutzen, wenn sie kostengünstig importiert werden. Diese These wollen die zwei Mineralölverbände MWV und UNITI mit ihrer am 26.10.2020 veröffentlichten Studie zu klimafreundlichen Kraftstoffen von Frontier Economics belegen. weiterlesen…

MPIKG erhält Millionen-Forschungspreis für Batterieforschung

6,5 Mio. an Potsdamer Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung

Das Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung (MPIKG) in Potsdam hat einen mit 6,5 Millionen Euro dotierten Forschungspreis des Europäischen Forschungsrats (ERC) gewonnen. Damit soll die Forschung an neuartigen Batterien gefördert werden, die ohne Lithium auskommen. weiterlesen…

Radikal in der Blackbox

LIKAT-Chemiker lüften Betriebsgeheimnis eines Katalysators

Forschende am Rostocker Leibniz-Institut für Katalyse konnten bei einer Redoxreaktion die molekulare Arbeitsweise des Katalysators beobachten und wichtige Zwischenschritte aufklären. Zu diesem Zweck koppelten sie, erstmals weltweit, vier hochmoderne Messmethoden miteinander, die in unterschiedlichen Bereichen von Wellenlängen arbeiten: mit Infrarot-, UV-und Röntgenstrahlen sowie mit Mikrowellen im magnetischen Feld. Sie deckten auf diese Weise den kompletten katalytischen Mechanismus für die selektive Oxidation von Benzylalkohol zu Benzaldehyd auf. Als Grundchemikalie wird Benzaldehyd, das intensiv nach Bittermandel riecht, vor allem für Parfums und Kosmetik gebraucht. (Foto: Blick in ein EPR-Spektroskopim Forschungsbereich „Katalytische In situ-Studien“ von Prof. Angelika Brückner – © catalysis.de) weiterlesen…

Rußpartikel beeinflussen Erderwärmung

Auswirkung auf Wolkenbildung

Wolken über Avinyonet de Puigventós, Katalonien - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyEin Forscherteam der ETH Zürich hat mit Simulationen auf dem CSCS – Centro Svizzero di Calcolo Scientifico) untersucht, wie sich Alterungsmechanismen von Rußpartikeln in der Atmosphäre auf die Wolkenbildung auswirken. Die Wolkenbildung wird durch alternde Rußpartikel in der Atmosphäre stärker beeinflusst als erwartet. Die am 03.11.2020 publizierten Ergebnisse (auch in Nature Geoscience) zeigen, dass Rußalterung die Wolkenbildung und somit das Klima verändert. weiterlesen…