Neue EU-Ökodesign-Regelungen für Beleuchtungsprodukte

Beleuchtungen sollen sparsamer werden und länger halten

Die EU-Mitgliedstaaten und die Europäische Kommission haben sich auf neue Ökodesign-Regelungen für Beleuchtungsprodukte verständigt. Neue Beleuchtungen sollen demnach weniger Strom verbrauchen. Vorgesehen sind zudem erstmals Reparaturanforderungen für Hersteller. Das teilte das Bundesumweltministerium mit. Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Die neuen Regeln sind nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für Verbraucherinnen und Verbraucher. Künftig werden Beleuchtungen weniger Strom verbrauchen und länger halten. Die neuen Reparaturanforderungen helfen dabei, Ressourcen zu sparen und Abfall zu vermeiden.“ weiterlesen…

Gute Nachricht für Energiewende

Reversible Brennstoffzelle bricht Wirkungsgrad-Rekord

Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich haben ein hochgradig effizientes Brennstoffzellen-System in Betrieb genommen, das einen elektrischen Wirkungsgrad im Wasserstoffbetrieb von über 60 Prozent erzielt. Ein so hoher Wert wurde bis jetzt von keinem anderen Forscherteam weltweit berichtet. Und die Anlage weist noch eine weitere Besonderheit auf: Die neu entwickelten reversiblen Hochtemperatur-Brennstoffzellen können nicht nur Strom erzeugen, sondern lassen sich auch für die Herstellung von Wasserstoff durch Elektrolyse nutzen. weiterlesen…

Die Zukunft der Max-Planck-Gesellschaft: Stabiler Etat unerlässlich

MPG-Präsident vor Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung

„Intellektuelle Durchbrüche lassen sich nicht planen,“ sagte Professor Martin Stratmann, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, am 12.12.2018 vor dem Forschungausschuss in Berlin – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Die MPG zeichne sich durch eine international wettbewerbsfähige, erkenntnisgeleitete sowie risikoreiche Grundlagenforschung aus. Im Zentrum der MPG-Arbeit stehe die Förderung herausragender Forscherpersönlichkeiten, denn sie seien Garanten für maximalen Erkenntnisgewinn. Die MPG rekrutiere mittlerweile mehr als die Hälfte ihrer Direktoren aus dem Ausland und habe einen erheblichen Anteil daran, den viel beklagten Brain Drain aus Deutschland in einen Brain Gain zu verwandeln. weiterlesen…

Klimauhr um 50 Millionen Jahre zurückdrehen

Unsere Zukunft auf der Erde kann auch unsere Vergangenheit sein.

In einer am 10.12.2018 in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlichten Studie zeigen Forscher, dass der Mensch einen langfristigen, mindestens 50 Millionen Jahre zurückreichenden Abkühlungstrend umkehrt. Und das hat nur zwei Jahrhunderte gedauert. Bis 2030 wird erwartet, dass das Klima der Erde dem des Mittel-Pliozäns ähnelt und mehr als 3 Millionen Jahre in der Erdzeit zurückreicht. Ohne Reduzierung unserer Treibhausgasemissionen könnten unsere Klimata bis 2150 mit dem warmen und weitgehend eisfreien Eozän verglichen werden, einer Erdepoche vor 50 Millionen Jahren. weiterlesen…

Debatte über die Zukunft des Wissenschaftsstandorts Deutschland

Bundestag zu Anträgen

Deutschland muss mehr Spitzenforscher ausbilden, fördern, rekrutieren und diese auch im Land halten. Darüber waren sich nahezu alle Redner in der einstündigen Debatte zur Zukunft des Wissenschaftsstandortes Deutschland am 14.12.2018 einig. Dazu lagen drei Anträge der Opposition vor, die erstmals beraten und anschließend wurde mit der Mehrheit von 413 Stimmen bei einer Enthaltung zur federführenden Beratung an den Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung überwiesen wurden. weiterlesen…

„Heißzeit“ – Wort des Jahres 2018

Geprägt vom PIK-Potsdam

„Heißzeit“ ist von der Gesellschaft für deutsche Sprache zum Wort des Jahres gekürt worden. Dieser Begriff kam am 06.08.2018 zum ersten Mal in einer Medienmitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenabschätzung vor: „Die globale Erwärmung auf lange Sicht bei 1,5°C bis 2°C zu stoppen, könnte schwieriger sein als bisher angenommen“, hieß es da (siehe solarify.eu/auf-dem-weg-in-die-heisszeit). Selbst bei Umsetzung der COP21-Ziele bleibe ein Risiko, dass der Planet in einen Zustand gerät, den die Forscher als „Hothouse Earth“ bezeichnen. Eine solche Heißzeit wäre langfristig durch etwa 4° C bis 5° C höhere Temperaturen charakterisiert sowie durch einen Meeresspiegelanstieg um 10 bis 60 m, so die PIK-Veröffentlichung. weiterlesen…

Meilenstein für bERLinPro: Photokathode mit hoher Quanteneffizienz

Team am HZB hat Herstellungsprozess optimiert

Am Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) entwickeln Teams aus der Beschleunigerphysik und SRF (Superconducting Radio-Frequency Systems-Institut) im Rahmen des Projekts bERLinPro einen supraleitenden Linearbeschleuniger mit Energierückgewinnung (Energy Recovery Linac). Darin wird ein intensiver Elektronenstrahl beschleunigt, der dann für unterschiedliche Anwendungen genutzt werden kann – wie die Erzeugung brillanter Synchrotronstrahlung. Nach dieser Nutzung werden die Elektronenpakete zum Linearbeschleuniger zurückgeleitet, wo sie nahezu ihre gesamte restliche Energie abgeben. Diese Energie steht damit wieder für die Beschleunigung neuer Elektronenpakete zur Verfügung – so eine HZB-Medienmitteilung vom 07.12.2018. (Foto: Photokathode im supraleitenden Photoinjektorsystem – © J. Kühn, HZB) weiterlesen…

Die verborgene Struktur des globalen Wandels

Neue Wissenschaft: Geo-Anthropologie denkt Bereiche wie Erdsystem, Digitalisierung und Energiewende zusammen

Der Klimawandel ist vielleicht das gravierendste Beispiel: Durch die Industrialisierung prägen die Menschen die Evolution des Erdsystems heute mindestens in gleicher Weise wie natürliche Prozesse. Wissenschaftler sprechen daher vom beginnenden Erdzeitalter des Anthropozäns. Ein bislang unbeachtet gebliebener Motor in dieser Entwicklung sei die Digitalisierung, wie die Max-Planck-Wissenschaftler Christoph Rosol, Benjamin Steininger, Jürgen Renn und Robert Schlögl einer Medienmitteilung der Max-Planck-Gesellschaft zufolge in einem White Paper ausführen, das in einer Sonderveröffentlichung des Nature-Verlages zur digitalen Revolution erschienen ist. weiterlesen…

Same procedure: Klimagipfel geht in Verlängerung

Schulze trotzdem optimistisch – Euractiv schaut hinter Kulissen

Ursprünglich hätte der Weltklimagipfel COP24 in Katowice am 14.12.2018 enden sollen. Die Vertreter aus fast 200 Staaten müssen – wie nicht anders erwartet – noch bleiben: Die Staaten feilschen über den Entwurf einer Abschlusserklärung und die Umsetzung des bei der COP23 in Bonn mit ca. 200 Seiten vereinbarten „Regelbuchs“ zur Umsetzung des 2015 in Paris verabschiedeten „Weltklimaabkommens“ einleiten. weiterlesen…

„Wichtigstes Instrument zur Ausgestaltung der Energieunion“ aber: „zu weiche Steuerung“

ESYS mit Stellungnahme „Verordnung über das Governance-System für die Energieunion und für den Klimaschutz“

Nur mit einer gemeinsamen klima- und energiepolitischen Strategie kann die EU ihren Beitrag zum Pariser Klimaübereinkommen COP21 leisten. Die „Verordnung über das Governance-System für die Energieunion und für den Klimaschutz“ soll in Kürze in Kraft treten und die Steuerung einer gemeinsamen europäischen Klima- und Energiepolitik sicherstellen. Wie aber kann die EU angesichts begrenzter Gesetzgebungskompetenzen in der Energiepolitik ein CO2-neutrales Energiesystem in Europa schaffen? Diese Fragen standen – auch angesichts der Mitte Dezember zu Ende gehenden UN-Klimakonferenz in Katowice – im Mittelpunkt der Veranstaltung, in deren Rahmen am 13.12.2018 in Berlin die Stellungnahme „Governance für die Europäische Energieunion“ von ESYS vorgestellt wurde. weiterlesen…