Rekord: Erneuerbare decken 38 Prozent des Stromverbrauchs

ZSW und BDEW zum Bruttostromverbrauch 2018

Erneuerbare Energien werden 2018 voraussichtlich gut 38 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland decken – ein Anstieg um 2 Prozentpunkte gegenüber 2017. Im Januar, April und Mai haben die Erneuerbaren sogar bis zu 43 Prozent erreicht – voraussichtlich wird das auch im Dezember der Fall sein. Zu diesem Ergebnis kommen das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in einer ersten Schätzung für das Gesamtjahr 2018. Bis Jahresende könnten fast 229 Mrd. kWh Strom aus regenerativen Quellen erzeugt werden. weiterlesen…

Holzweg Bioenergie

Großflächiger Anbau von Energiepflanzen genauso schädlich wie Klimawandel

Lange galt die Bioenergie als wichtige Option für den Klimaschutz. Eine Studie von Forschenden des Senckenberg Biodiversität und Klima-Forschungszentrums (BiK-F), der Technischen Universität München (TUM) und der Durham University zeigt jedoch, dass eine massive Ausweitung der Anbauflächen für Energiepflanzen die Lebensräume von Wirbeltieren ähnlich negativ beeinflusst wie der Klimawandel. weiterlesen…

Ökosystem Wald unerlässlich beim Klimaschutz

Deutschland investiert in nachwachsenden Klimaschutz

Wälder und andere Ökosysteme sind für den Klimaschutz von zentraler Bedeutung. Das Bundesumweltministerium unterstützt deshalb über die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) weltweit Vorhaben zum Schutz und Wiederaufbau von Wäldern. Zur Weltklimakonferenz in Kattowitz kommen vier neue Förderprojekte und Maßnahmen in Asien, Afrika und Südamerika hinzu mit einem Fördervolumen von insgesamt 25 Millionen Euro. weiterlesen…

Wichtige Zusage für den Anpassungsfonds – nun muss Deutschland beim Klimaschutz aufholen

Germanwatch kommentiert Rede von Bundesumweltministerin Svenja Schulze bei COP24

Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch: „Umweltministerin Schulze ist hier mit einer schweren Hypothek vor die Weltöffentlichkeit getreten: Deutschlands Emissionen sind seit neun Jahren nicht gesunken, ein Sofortprogramm zum Klimaschutz und ein Fahrplan zum sozialverträglichen Kohleausstieg bis etwa 2030 liegen noch immer nicht vor. Es ist gut, dass die Ministerin diesen Rückstand anerkannt hat. Im kommenden Jahr muss endlich gehandelt werden: Mit Ergebnissen der Kohlekommission, die im Einklang mit den Pariser Klimazielen stehen, mit dem Einstieg in die Verkehrswende und mit einem verbindlichen Klimaschutzgesetz.“ weiterlesen…

CO2-Ausstoß steigt stark weltweit weiter

Projektion des Global Carbon Project: 2018 globales Allzeithoch der CO2-Emissionen

Um den Klimawandel zu bremsen, müssen Wirtschaftswachstum und Treibhausgas-Ausstoß entkoppelt werden. Klimaschützer hatten bereits gehofft, dass es schon so weit sein könnte. Aber während in Polen gerade die UN-Klimakonferenz COP24 läuft, gibt es schlechte Nachrichten. Der CO2-Ausstoß hat einer Studie zufolge in diesem Jahr deutlich zugenommen und wird 2018 ein Allzeithoch erreichen – so die Forscher des Tyndall Cente for Climate Research an der University of East Anglia (UEA) und des Forschungsverbundes „Global Carbon Project“. Ein prognostizierter Anstieg von mehr als zwei Prozent wurde durch ein „solides Wachstum“ der Kohle verursacht; weil aber auch mehr Öl und Gas verbrannt würden, seien die Emissionen 2018 laut einer Projektion um mehr als zwei Prozent angestiegen, warnte Global Carbon Project am 05.12.2018. weiterlesen…

Lokale Stromnetze mit höherer Flexibilität

Letztes BINE-Projektinfo: Neue Konzepte für Smart Grids auf den unteren Spannungsebenen

Auf der Mittel- und Niederspannungsebene des Stromnetzes nehmen die technischen und ökonomischen Anforderungen zu: Das künftige Netz muss flexibler sein, verbesserte Kommunikation zwischen Erzeugern und Verbrauchern ermöglichen und Stabilität garantieren. Insbesondere eine dezentrale Einspeisung muss möglich sein. Das BINE-Projektinfo „Flexible lokale Stromnetze“ (15/2018 vom 06.12.2018) stellt dazu innovative Konzepte und Betriebsmittel vor. weiterlesen…

Diesel aus Schweinejauche

Flüssiger Bioabfall als Rohstoff für erneuerbaren Kraftstoff

Von einem Schritt in Richtung Herstellung erneuerbarer Motorkraftstoffe, die mit der bestehenden Dieselkraftstoff-Infrastruktur kompatibel sind, berichten Forscher an der Universität von Illinois, Champaign, in der Zeitschrift Nature Sustainability, nämlich dass sie flüssige Bioabfälle, wie Schweinejauche und Speisereste, in Treibstoff umwandeln können, der mit Diesel vermischt werden kann und der das gleiche Verbrennungswirkungs- und Emissionsprofil wie Diesel hat – schreibt Diana Yates am 04.12.2018 im Pressedienst der University of Illinois. weiterlesen…

„Die Natur macht es uns vor“

thyssenkrupp-CTO im Solarify-Selbstgespräch

Reinhold Achatz, seit 2013 CTO bei thyssenkrupp – Head of Corporate Function Technology, Innovation & Sustainability, und in dieser Funktion zuständig für das innovative Projekt Carbon2Chem (s. solarify.eu/co2-als-rohstoff-carbon2chem), in dem 18 Partner aus Politik, Industrie und Wissenschaft bereits erfolgreich erproben, wie aus Hüttengasen Chemieprodukte oder Treibstoffe gewonnen werden können. Nachhaltigkeit und Technologie müssten einander unterstützen, so Achatz. Die Natur mache es uns vor: Hier habe über Millionen Jahre ein Gleichgewicht zwischen CO2-Emission und CO2-Verbrauch bestanden. Der Mensch habe dann aber fossile Energieträger in kurzer Zeit viel schneller genutzt, als sie in der Erdgeschichte aufgebaut worden seien. Damit sei das System des Kohlenstoffkreislaufes nicht mehr stabil. Achatz schließt daraus: „Wir müssen genau so viel CO2 stofflich nutzen und damit der Atmosphäre entziehen, wie wir in die Atmosphäre abgeben.“ Dazu gehöre „Carbon Capture and Utilization“ (CCU). weiterlesen…

Größte Batterie der Welt vorerst auf Eis

Strom aus Sole – nicht im Weltmaßstab

Die Oldenburger hatten den Mund etwas zu voll genommen. Das Prinzip war zwar bekannt, doch die Zutaten waren neu und die Größenordnung einzigartig: Zusammen mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena*) wollte Deutschlands fünftgrößter Energieversorger EWE die größte Batterie der Welt bauen. Daraus wird vorerst nichts. Einer Meldung von mdr-info zufolge wurde „das riesige Projekt zunächst einmal abgesagt“. EWE wollte ausgediente Salzkavernen dafür nutzen. Projektleiter di Nardo sagt, man sei überzeugt, dass die Technologie Potenzial hat. Nur der Kavernen-Akku als größte Batterie der Welt sei „doch eine Nummer zu groß gewesen“. weiterlesen…

Smogbekämpfung fördert Solarstrom

Chinesische Solarenergieindustrie würde von sauberer Luft profitieren

In Peking ist die Luft oft sehr schlecht. Die Stadt versinkt unter einem braunen Deckel aus Abgasen aus der Industrie, von Autos und Kohlenfeuerungen, die besonders viel schädlichen Feinstaub, Russ, Schwefeldioxid und Stickoxide in die Luft pusten. Gemäss der WHO sterben pro Jahr allein in China rund 1,6 Millionen Menschen verfrüht an den Folgen der Luftverschmutzung, weltweit sind es über sieben Millionen. Die Opfer erleiden Hirnschläge, Herzinfarkte oder Lungenkrankheiten. Würde China den Smog vehement bekämpfen, könnte das Land die Produktion von Solarstrom massiv erhöhen. Das zeigen Modellrechnungen von Forschern der ETH-Zürich, die Peter Rüegg am 06.12.2018 näher erläuterte. weiterlesen…