Abberior Instruments lizenziert nächste Generation der STED-Technologie

Protected STED-Technologie bringt Mikroskopie lebender Zellen voran

Die STED-Mikroskopie ist eine mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Technologie, mit der sich hoch aufgelöste Fluoreszenzbilder weit unterhalb der Beugungsgrenze erzeugen lassen. Forscher des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie (Karl-Friedrich-Bonhoeffer-Institut) in Göttingen haben Anfang des Jahres ihr innovatives „Protected STED“-Konzept vorgestellt – jetzt hat Abberior Instruments laut einer Pressemitteilung der Max-Planck-Gesellschaft die Exklusivlizenz erworben. STED verbessert nicht nur den Bildkontrast, sondern verhindert auch das Ausbleichen der Bilder in der STED-Mikroskopie um bis zu eine Größenordnung. Diese Erfindung, so die Erwartungen, wird insbesondere Anwendungen im Life Cell Imaging und in der Medizintechnik Auftrieb verleihen. weiterlesen…

Gute Nachricht: Ozonloch schrumpft

FCKW-Verbot wirkt

Nachdem im vergangenen Herbst Horrormeldungen über gleich zwei Ozonlöcher (Antarktis und Arktis) um die Welt gingen, kommt jetzt endgültige Entwarnung: Das Ozonloch (über der Antarktis) schließt sich. Von 2000 bis 2015 sei es um mehr als vier Millionen km2 geschrumpft, die Fläche Indiens, berichteten Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge bei Boston gemeinsam mit Kollegen aus Boulder, Colorad, und dem britischen Leeds in Science. Dass sich das Ozonloch offenbar schließe, liege zu mehr als 50 Prozent am Rückgang zerstörerischer Chemikalien. weiterlesen…

SRU fast völlig neu

Sachverständigenrat für Umweltfragen beginnt Periode 2016 bis 2020 in neuer Zusammensetzung

Der neu besetzte Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) nahm am 01.07.2016 seine Arbeit auf. Die sieben Sachverständigen des SRU werden vom BMUB nach Zustimmung durch das Bundeskabinett für die Dauer von vier Jahren berufen. Zwei Mitglieder (Callies und Niekisch) wurden für eine weitere Amtsperiode bestätigt, fünf Mitglieder neu ernannt. Dem SRU gehören jetzt die folgenden Professorinnen und Professoren an: weiterlesen…

Klimawandel bringt Regen in Sahelzone

Warmes Mittelmeer lässt Sahel ergrünen

Der Klimawandel kann auch zwiespältige Folgen haben: So führt die Erwärmung im Mittelmeerraum, die den dortigen Ländern seit etwa 20 Jahren größere Hitze und Trockenheit bringt, in der Sahelzone offenbar zu mehr Niederschlag. Denn wie Forscher des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg laut einer Pressmitteilung der Max-Planck-Gesellschaft in der aktuellen Ausgabe Nature Climate Change berichten, sind höhere Temperaturen des Mittelmeers die Hauptursache dafür, dass zu Beginn des westafrikanischen Monsuns im Juni mehr feuchte Luft aus dem östlichen Mittelmeer an den Südrand der Sahara gelangt. Und ihrer aktuellen Studie zufolge wird von der Erwärmung des Mittelmeers auch künftig entscheidend abhängen, wie sich der Niederschlag in der Sahelzone entwickelt. weiterlesen…

Erderwärmung reduziert N2O

Klimawandel verringert den Beitrag von Lachgas zum Treibhauseffekt

Distickstoffmonoxid (N2O), auch als Lachgas bekannt, ist das drittwichtigste anthropogene Treibhausgas und die bedeutendste, derzeit emittierte ozonabbauende Substanz. Die vom Menschen verursachten N2O-Emissionen betragen heutzutage etwa ein Drittel des weltweit emittierten N2O und stammen vor allem aus dem zunehmenden Einsatz von Dünger. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Meteorologie (MPI-M) und des Forschungszentrums Jülich identifizieren in einer in den Geophysical Research Letters publizierten Studie einen atmosphärischen Mechanismus, der den Beitrag von N2O zur globalen Erwärmung bei steigenden globalen Temperaturen verringert. Mit ihrer Studie heben die Autoren eine Klima-N2O-Kopplung hervor, die bisher ignoriert wurde. weiterlesen…

Carbon2Chem – von CCS zu CCU

Robert Schlögl im Solarify-Selbst-Gespräch
„Ich möchte einen Beitrag leisten, dass wir über die Energiewende nicht immer nur reden, sondern endlich etwas tun.“

Das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) in Mülheim an der Ruhr hat am 27.06.2016 im Landschaftspark Duisburg-Nord gemeinsam mit dem BMBF, der Thyssen AG und 16 weiteren Partnern ein Projekt eingeweiht, das einen entscheidenden Schritt von der umstrittenen CCS (Carbon Capture and Storage) hin zur CCU (Carbon Capture and Utilization, bzw. Use) unternimmt. Robert Schlögl, Gründungs-Direktor am MPI CEC und Direktor Anorganische Chemie am Fritz-Haber Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin, erklärt im Solarify-Selbst-Gespräch, was es mit „Carbon2Chem“ (=“Carbon to Chem“) auf sich hat, und warum er das macht. weiterlesen…

BGR im Zwielicht

Bundesbehörde unter Korruptionsverdacht

Die Unabhängigkeit der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), einer der wichtigsten Unterbehörden der Bundesregierung für Beratungs- und Forschungsdienste, steht im Zwielicht. Über eine Stiftung wurden „verdiente Mitarbeiter“ mit Geldern aus der Industrie belohnt – schreibt Jürgen Döschner vom WDR auf tagesschau.de. weiterlesen…

CO2 als Rohstoff: „Carbon2Chem“ als „Technologie-Brüller“

18 Partner aus Industrie und Wissenschaft starten groß angelegte Klimaschutz-Initiative

Das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) hat gemeinsam mit dem BMBF, dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, der thyssenkrupp AG und 14 weiteren Partnern im Rahmen einer Pressekonferenz und mit einer aufwändigen Präsentation am 27.06.2016 im Landschaftspark Duisburg-Nord ein Projekt vorgestellt, das einen entscheidenden Schritt von der umstrittenen CCS (Carbon Capture and Storage) hin zur CCU (Carbon Capture and Utilization/Use) unternimmt. weiterlesen…

Atempause für den Golfstrom

Kieler Meeresforscher berechnen den Weg des grönländischen Schmelzwassers

Der Salzgehalt in den Gewässern um Grönland spielt eine große Rolle für den Antrieb des Golfstroms im Nordatlantik. Deshalb gibt es Befürchtungen, dass Süßwasser aus dem schmelzenden grönländischen Inlandeis das Strömungssystem beeinflussen und abschwächen könnte. Neue Modellrechnungen einer internationalen Forschergruppe unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel haben jetzt aber ergeben, dass große Teile des Süßwassers entlang der kanadischen Küste nach Süden abtransportiert werden und die Abschwächung des Golfstroms so hinauszögern. Die Studie erschien am 23.06.2016 in der internationalen Fachzeitschrift Nature Geoscience. weiterlesen…

Schaden viermal höher als Nutzen

Hendricks: Brauchen übergreifende Strategie für Stickstoffemissions-Minderung

Die erhöhten Emissionen reaktiver Stickstoffverbindungen, wie zum Beispiel Nitrat im Grund- und Oberflächenwasser oder Stickoxide und Ammoniak in der Luft, gehören zu einem der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit. Dennoch werden sie vergleichsweise wenig beachtet. Um den Problemen begegnen zu können und dem Thema mehr Gewicht in der umweltpolitischen Debatte zu geben, erarbeitet das Bundesumweltministerium eine nationale Strategie zur Minderung reaktiver Stickstoffverbindungen in Wasser, Luft und Boden. weiterlesen…