Hochmoderner Nickelkatalysator mit Kalziumträger zur Ammoniakspaltung

Wasserstoffproduktion bei relativ niedrigen Temperaturen

Eine Forschergruppe des Tokyo Institute of Technology (Technische Hochschule, Tokyo Tech) hat einen Katalysator entwickelt, der Ammoniak bei 100 °C weniger als herkömmliche Katalysatoren zur Wasserstofferzeugung aufspalten kann. Ammoniak (NH3), entscheidende Ressource auf dem Weltmarkt für den Transport von Wasserstoff über weite Strecken, lässt sich leicht verflüssigen, lagern und transportieren und wieder in Wasserstoff umwandeln. Trotzdem ist das aufgrund des hohen Energiebedarfs zum Aufheizen des Prozesses oft teuer. Denn die Herstellung von Wasserstoff aus Ammoniak ist eine langsame Reaktion mit sehr hohem Energiebedarf. weiterlesen…

Auf Effizienz gepolt

Methanogene Mikroben steuern Elektronen

Ein gigantischer Enzymkomplex ermöglicht es methanogenen Mikroorganismen (Archaeen), unter extrem energiearmen Lebensbedingungen zu gedeihen – sie nutzen ausgeklügelte Mechanismen, um in energiearmen und sauerstofffreien Umgebungen zu leben. Ein Schlüsselmechanismus zur Einsparung von Energie ist die sogenannte Elektronenbifurkation, eine Reaktion, bei der die Energie eines Elektronenpaares „aufgespalten“ wird, sodass ein Elektron auf Kosten des anderen energiereicher wird. Forschende der Max-Planck-Institute für terrestrische Mikrobiologie (Marburg) und Biophysik (Frankfurt am Main) haben entdeckt, wie Elektronen aus der Elektronenbifurkation direkt an CO2-Reduktion und -Fixierung übertragen werden. (Foto: kontakt-presse_pressebilder, wikipedia, CC-BY 4.0) weiterlesen…

Molekulare Handarbeit

Gießener Forscher entwickeln neue Methode zur Herstellung von maßgeschneiderten organischen Nanostrukturen

Physiker und Chemiker der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) haben eine Methode entwickelt, mit der sie organische Nanoarchitekturen Molekül für Molekül zusammenbauen können. Für die präzise Ausrichtung der Moleküle in der Ebene nutzen sie eine Salzoberfläche, auf der sich die Moleküle relativ leicht bewegen lassen. Als zweites Werkzeug dient die scharfe Spitze eines Rasterkraftmikroskops, die in einem einzelnen Atom bzw. Molekül endet. (Grafik: Molekül-für-Molekül-Herstellung von organischen Nanoarchitekturen mit Hilfe der Spitze eines Rasterkraftmikroskops auf einer Salzoberfläche – (CC_BY 4.0) © Daniel Ebeling) weiterlesen…

Erster programmierbarer Photokatalysator entwickelt

Mit smart materials zu nachhaltigerer Chemie

Forschende am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung haben einer Medienmitteilung aus dem Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung vom 02.09.2021 zufolge einen nachhaltigen und „intelligenten Photokatalysator“ entwickelt. Die Besonderheit: Als sogenanntes smart material kann er zwischen Lichtfarben (Blau, Rot und Grün) unterscheiden und ermöglicht als Antwort darauf eine bestimmte, ihm einprogrammierte chemische Reaktion. „Unser intelligenter Photokatalysator funktioniert wie eine Art Lotse, der auf bestimmte Lichtfarben reagiert und daraufhin einen bestimmten Weg einschlägt“, sagt Yevheniia Markushyna, Erstautorin des Artikels in Angewandte Chemie International Edition (CC-BY 4.0). (Grafik: Atomare Struktur des Kohlenstoffnitrid-Photokatalysators, dargestellt durch verschiedene Farben – © MPIKG, Aleksandr Savateev) weiterlesen…

Grenzen einer CO2-Bepreisung

Greenpeace-Studie: Wer sich allein auf den CO2-Preis verlässt, wird Klimaziele verpassen

Eine Bepreisung von CO2 kann nur gemeinsam mit anderen Maßnahmen die deutschen Klimaziele erreichen – für sich allein wirkt der Preis zu schwach. Das zeigt eine am 02.09.2021 veröffentlichte Untersuchung von DIW Econ, einer Tochter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin im Auftrag von Greenpeace. Mit dem Fokus auf Energiewirtschaft und Verkehr weisen die Autoren um Prof. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am DIW, eine Reihe von Hemmnissen nach, die einen CO2-Preis weitgehend wirkungslos machen und benennen flankierende Maßnahmen.(Titel: Greenpeace-Studie) weiterlesen…

„Frühbeete“ der Technologieentwicklung und selbsttragende Ökosysteme

Sechster Innovationsdialog in der 19. Legislaturperiode

Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sowie die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesfinanzminister, Sarah Ryglewski, und BMBF-Staatssekretär Christian Luft, sind am 02.09.2021 mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zur sechsten Sitzung des Innovationsdialogs in der 19. Legislaturperiode zusammengekommen. Im Fokus der Diskussion standen laut einer Medienmitteilung ausgehend von den für Deutschland zentralen künftigen Technologiefeldern Ansätze für die Weiterentwicklung der Innovationspolitik und ihres Instrumentenkastens sowie zur Stärkung von Innovationsökosystemen. weiterlesen…

Einzelne Atome verankern

Neuer Ansatz für die Katalyse

Unter Führung der TU Wien hat ein internationales Forschungsteam eine Möglichkeit gefunden, wie man einzelne Atome kontrolliert und stabil auf einer Oberfläche verankern kann – ein wichtiger Schritt zur Katalyse mit Einzelatomen. Die neue Methode präsentierten die Forschenden um Bernhard C. Bayer am 19.08.2021 open access in ACS Nano der American Chemical Society und am 31.08.2021 auf der Internetseite der TU Wien. (Grafik: Atomares Modell: Indium-Einzelatom (blau), das mittels Silizium-Atom (rot) in einem Graphen Kohlenstoff-Kristallgitter (schwarz) verankert ist – © tu-wien.at) weiterlesen…

Berlin auf Platz 1 im Städteranking „Klimaschutz und Klimaanpassung“

Einwohnerzahl hat starken Einfluss auf Aktivität

Forschende des Leibniz-Instituts für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) in Erkner und der Universität Potsdam haben erstmals ein vergleichendes Ranking für die Aktivität von Städten in den Bereichen Klimaschutz und Klimaanpassung erarbeitet. Sie betrachteten 104 Groß- und Mittelstädte in Deutschland. Dabei zeigte sich, dass größere Städte klimapolitisch aktiver sind als kleinere. Städtisches Engagement für den Klimaschutz zieht außerdem tendenziell Engagement für die Anpassung der Stadt an die Klimawandelfolgen nach sich. weiterlesen…

Alte Kontroverse, neu aufgelegt: Kernenergie gegen Klimakrise?

Minimale CO2-Einsparung

Während sich die meisten Politiker heute einig sind, dass eine Begrenzung der CO2-Emissionen notwendig ist, um den Klimawandel aufzuhalten, besteht keine Einigkeit darüber, wie dieses Ziel erreicht werden kann. In vielen Ländern spielt die Kernenergie nach wie vor eine wichtige Rolle bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung. Sie ist jedoch zunehmend zu einem Diskussionsthema geworden, und viele Länder haben beschlossen, aus der Kernenergie auszusteigen, nicht zuletzt aufgrund vergangener nuklearer Notfälle wie Fukushima. Eine in Energy Policy open access publizierte wissenschaftliche Untersuchung von Nikolaus Müllner, Nikolaus Arnold, Klaus Gufler und anderen hat dazu beigetragen, das Treibhausgas-Vermeidungspotenzial der Kernkraft zu ermitteln: Nur verschwindende 2-3 % des CO2 kann die Kernenergie vermeiden helfen. weiterlesen…

HyFaB – Forschungsfabrik für Brennstoffzellen und Wasserstoff

Zulieferindustrie stärken, Fertigungs- und Qualitätssicherungsverfahren für Brennstoffzellen entwickeln

Die Stuttgarter Landesregierung unterstützt mit dem Forschungsprojekt „HyFab Baden-Württemberg“ Vorhaben von Wissenschaft, Industrie und Politik, Brennstoffzellenprodukte serientauglich und damit günstiger zu machen. Das Land verspricht sich darüber hinaus wichtige Erkenntnisse für die Mobilitätswende und für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Automobilwirtschaft. Das Projekt „HyFaB-Baden-Württemberg – Forschungsfabrik für Brennstoffzellen und Wasserstoff“ soll die Zulieferindustrie stärken und ein offenes, flexibles Angebot schaffen, um automatisierte Fertigungs- und Qualitätssicherungsverfahren für Brennstoffzellen entwickeln und erproben zu können. weiterlesen…