Fraunhofer ISE entwickelt neuartige Hochdurchsatz-Anlage für funktionalen Druck

Metallisierung von Silizumsolarzellen

Bisher nicht gekannte Präzision und Geschwindigkeit sind die herausragenden Merkmale einer neuartigen Hochdurchsatz-Anlage für die Metallisierung von Silizumsolarzellen sowie andere funktionale Druckverfahren. Die Anlage ist in der Lage, hochpräzise Beschichtungsprozesse im Rotationssiebdruck- und Flexodruckverfahren mit einer Druckgeschwindigkeit zu realisieren, die im industriellen Maßstab einem Durchsatz von bis zu 8000 Bauteilen pro Stunde entspricht. Entwickelt wurde sie von einem Projektkonsortium unter der gemeinsamen Federführung der Asys Automatisierungssysteme GmbH und dem Fraunhofer ISE. Neben Solarzellen kann die Anlage funktionale Bauteile z.B. für Anwendungen im Bereich Wasserstofftechnologie, Sensorik oder Leistungselektronik beschichten. (Rotationsdruck-Demonstrator – Foto © ASYS Automatisierungssysteme GmbH) weiterlesen…

BMBF: Forschung ermöglicht klimafreundliche Stahlproduktion – Beispiel Carbon2Chem

Bundesregierung verabschiedet „Handlungskonzept Stahl“

Hochwertiger Stahl ist zentraler Rohstoff zahlreicher deutscher Schlüsselbranchen. Ob für den Anlagen- und Maschinenbau oder die Automobilindustrie – die Stahlindustrie ist Erfolgsgarant für den Standort Deutschland. Dabei steht die Stahlbranche in starkem globalem Wettbewerb und vor tiefgreifenden Herausforderungen, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Am 15.07.2020 hat das Bundeskabinett einer BMBF-Medienmitteilung zufolge das Handlungskonzept Stahl verabschiedet. weiterlesen…

Windparks sollen leiser werden

Forschungsprojekt Inter-Wind startet Anwohner-Begleitforschung zur Geräuschbelästigung durch Windkraftanlagen auf der Schwäbischen Alb

Lärm aus Windkraftanlagen sorgt immer wieder für Ärger, trotz eingehaltener Immissionsschutzrichtwerte. Doch während sich manche Menschen durch die Geräusche stark belastet fühlen, nehmen andere sie kaum wahr. Welche Faktoren bei der Belästigung durch Anlagengeräusche zusammenspielen und welche Ansätze zur Verbesserung sich ableiten lassen, untersucht das Forschungsprojekt Inter-Wind (Interdisziplinäre Analyse und Minderungsansätze – Anwohnererleben akustischer und seismischer Windenergieanlagen-Emissionen), an dem auch die Universität Stuttgart beteiligt ist. weiterlesen…

Methan mit alarmierendem Aufwärtstrend

Atmosphärische Konzentrationen des zweitschädlichsten Treibhausgases erreichen Rekordniveau

Methan (CH4) ist nach Kohlendioxid (CO2) das wichtigste Treibhausgas, das zum anthropogenen Klimawandel beiträgt. Methan ist für 23% der durch CO2, CH4 und N2O verursachten globalen Erwärmung verantwortlich. Seine Konzentration in der Atmosphäre liegt 150% über dem vorindustriellen Niveau. Weil Methan rascher aus der Atmosphäre verschwindet (atmosphärische Lebensdauer 9 ± 2 Jahre), wirkt es auf 20 Jahre berechnet 86mal, auf 100 Jahre gerechnet 28mal stärker als CO2 auf die Atmosphäre. Methan trägt auch zur troposphärischen Produktion von Ozon bei, das Gesundheit, Lebensmittelproduktion und Ökosysteme schädigt. Wissenschaftler des Global Carbon Project haben die Zahlen in Earth System Science Data und Environmental Research Letters publiziert (s.u.). weiterlesen…

Erde steuert auf höchsten CO2-Wert seit 3,3 Millionen Jahren zu

Drei bis vier Grad Erderwärmung – Meeresspiegel 15-20 m höher

Die Erforschung des Pliozäns gilt als Blick zurück in die Zukunft, sie lässt Rückschlüsse auf die heutige Entwicklung des Planeten zu. Jetzt haben Klimaforscher Daten über die damalige CO2-Konzentration ausgewertet, die Aussichten sind deprimierend, schreibt Joschua Katz auf energiezukunft. weiterlesen…

„CO2 drastisch senken, dann abwarten – und abwarten, bis Temperaturen sinken“

Erfolge beim Klimaschutz dauern wegen „Klima-Trägheit“ sehr lange

Selbst wenn die Menschheit ab sofort Jahr für Jahr fünf Prozent weniger Kohlendioxid emittieren würde, wäre der Erfolg erst nach rund einem Vierteljahrhundert messbar, wie Roland Knauer am 08.07.2020 im Berliner Tagesspiegel Background berichtet. Und E&E News-Autorin Chelsea Harvey am 09.07.2020 in Scientific American: „Wegen der ‚Trägheit des Klimas‘ wird es Jahrzehnte dauern, bis sich das heutige Klimageschehen in globalen Temperaturen manifestiert“. weiterlesen…

16 Millionen Euro für innovative CO2-Vermeidung

Startschuss für Projekt „Zero Emission – Wasserstoffstandort Lampoldshausen“ – DLR-Forschungs- und Demonstrationsplattform H2ORIZON

„Das Raketentestgelände im Harthäuser Wald soll den Wasserstoff, den es massenhaft verbraucht, demnächst selbst herstellen. Und nicht nur das: Es könnte der Startschuss für eine Wasserstoff-Region Heilbronn-Franken sein“, meldete die Heilbronner Stimme am 09.07.2020. Und: Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) überreichte einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 16 Millionen Euro dafür, dass das DLR-Raketentestzentrum im Harthäuser Wald in zwei Jahren mit grünem Wasserstoff weitgehend CO2-frei betrieben wird. weiterlesen…

Steinstaub bindet tonnenweise CO2

Auch Äcker könnten CO2 aufnehmen

In der Luft ist zu viel CO2 – und das ist ein Problem, weil es zur Erderwärmung beiträgt. Britische Forscher arbeiten nun an einer neuen Methode, Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu entfernen – die sogenannten negativen Emissionen. Sie haben in Nature eine Methode vorgestellt, wie man CO2 aus der Luft entfernen könnte: Man überzieht Felder mit einer dünnen Schicht Vulkangestein (Basalt). Dadurch nimmt der Boden CO2 aus der Luft auf. Die Forschenden haben errechnet, dass das ziemlich viel bringen kann. weiterlesen…

Aerosole beeinflussen Solarstromertrag in Europa

Ertragsprognosen für PV-Anlagen

Im Forschungsprojekt PermaStrom von KIT, dem Deutschen Wetterdienst und meteocontrol untersucht, wie winzige Schwebeteilchen in der Luft das Wetter und die Sonneneinstrahlung verändern, wie sich solche Ereignisse besser in Wettervorhersagen berücksichtigen lassen. Denn hoch oben in der Atmosphäre führen kleinste Partikel zur Bildung von Wolken. Tragen Luftströmungen Saharasand nach Europa, wirkt sich das auch auf unser Wetter aus. Die Erkenntnisse sollen helfen, genauere Ertragsprognosen für PV-Anlagen zu erstellen. Das BMWi fördert das Projekt mit 2,5 Millionen Euro. weiterlesen…

Alle Menschen ans Straßennetz – das könnte das Klima noch aushalten

Studie beleuchtet UN-Entwicklungsziel: 4 Millionen zusätzliche Kilometer Fahrwege für 3 Billionen Dollar und 1,5 Prozent des CO2-Budgets bei 2-Grad-Grenze

Den Zugang zur Verkehrsinfrastruktur zu gewährleisten, ist eines der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung. Dieses Ziel (SDG 9.1, siehe solarify.eu/sdgs) umzusetzen, würde zwar die Staatshaushalte stark belasten, nicht so sehr aber das globale CO2-Emissionsbudget. Zu diesem Fazit kommt ein Forscherteam in einer Studie – unter der Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und unter Mitwirkung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). Die Studie wurde jetzt in der Fachzeitschrift Environmental Research Letters veröffentlicht. weiterlesen…