Methan nutzen statt abfackeln

Umwandlung in flüssiges Methanol

Leuna, Gasfackel - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftMethan ist ein häufig vorkommendes und billiges Gas. Obschon es als Energieträger und als Ausgangsstoff für die chemische Industrie geeignet wäre, werden weltweit riesige Mengen davon einfach verbrannt – vor allem auf Erdölfeldern und in Raffinerien. „Auf Satellitenaufnahmen der nächtlichen Erde ist der Mittlere Osten hell erleuchtet. Und dies nicht etwa, weil es dort besonders viele und große beleuchtete Siedlungen gibt, sondern wegen der Methanabfackelung auf den Ölfeldern“, sagt Jeroen van Bokhoven, Professor für heterogene Katalysatortechnik an der ETH Zürich und Leiter des Labors für Katalyse und nachhaltige Chemie am PSI. weiterlesen…

Strom auch durch Regentropfen

Graphen-Schicht könnte neuen Solarzellen Strom bei Regenwetter entlocken

Obwohl Solarzellen in den vergangenen Jahren immer effektiver und kostengünstiger geworden sind, leiden sie nach wie vor unter einem großen Nachteil: Nachts und bei Regenwetter fließt kein Strom. Chinesische Forscher haben jetzt einen Teil-Ausweg gefunden: in der Fachzeitschrift Angewandte Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker stellten sie am 21.03.2016 eine neuartige Allwetter-Solarzelle vor, die nicht nur unter Sonnenlicht, sondern auch durch auftreffende Regentropfen Strom erzeugt. weiterlesen…

Wenig Freude an EEG-Novelle 2016

BMWi leitet Länder- und Verbände-Anhörung ein – scharfe Kritik

Das BMWi hat laut einer Mitteilung am 14.04.2016 die Länder- und Verbände-Anhörung zum EEG 2016 eingeleitet. Letztere reagierten spontan mit scharfer Kritik. Der Anteil der Erneuerbaren am Stromverbrauch solle steigen, schreibt das Ministerium. Das EEG 2016 sei das zentrale Instrument, um das Ausbauziel (bis 2050 von derzeit 32 auf mindestens 80 %) „geordnet zu erreichen“. Künftig sollen die EEG-Vergütungen nicht mehr staatlich festgelegt, sondern durch Ausschreibungen wettbewerblich am Markt bestimmt werden. weiterlesen…

Einig über anthropogenen Klimawandel

Klimawandel: „97-Prozent-Einhelligkeit“ (erneut) bestätigt – alter Streit beendet?

Eine soeben in den Environmental Research Letters veröffentlichte Masterstudie belegt erneut, dass – im Gegensatz zu einer Handvoll Unbelehrbarer – die Übereinstimmung der einschlägigen Wissenschaftler darüber, dass der Klimawandel anthropogen ist, bei annähernd 100 Prozent liegt. Und sie zeigt: Je kompetenter die befragten Wissenschaftler sind, desto größer ist die Einigkeit. weiterlesen…

Stromgestehungskosten sinken ab 2020

…durch Einsatz von Lastmanagement, Wärme- und Pumpspeicher – Studie vergleicht wirtschaftliche und technische Optionen

2050 sollen mindestens 80 Prozent des Stroms erneuerbar erzeugt werden – so will es die Regierung. Wissenschaftler des Öko-Instituts erforschten nun den Weg dorthin, nämlich, wie sich der steigende Anteil Erneuerbarer Energien mit Speichern, Netz- und Lastmanagement optimal in das Energiesystem integrieren lässt. Das jetzt erschienene BINE-Projektinfo „Stromversorgung für 2050 modellieren“ (02/2016) stellt mögliche Grundstrukturen der Stromerzeugung und -verteilung für die Jahre 2020, 2030 und 2050 vor. weiterlesen…

Neues E-Auto ohne Reichweitenproblem

Fraunhofer LBF stellt generator-elektrisches Versuchsfahrzeug GEV/one vor

Forscher am Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF haben das Reichweitenproblem des generator-elektrischen Versuchsfahrzeugs „GEV/one“ gelöst. GEV/one hat laut einer Mitteilung aus dem LBF „Potenzial, die Akzeptanz für E-Fahrzeuge im motorisierten Individualverkehr zu erhöhen“. Das neuartige Elektro-Auto unterschreitet die jetzigen und künftigen CO2-Emissionsgrenzwerte deutlich und nutzt ausschließlich alternative Kraftstoffe. weiterlesen…

Energieeffizienz ist Wachstumsmarkt

Branche setzt 10% mehr um – Wichtigster Markttreiber jetzt Politik, nicht mehr Energiepreise

Anbieter von Energieeffizienzlösungen haben 2015 einen Umsatz von hochgerechnet 135 Milliarden Euro in Deutschland erwirtschaftet. Der Markt ist damit laut dem am 12.04.2016 in Berlin vorgestellten Branchenmonitor Energieeffizienz 2016 zwischen 2014 und 2015 um knapp 10 Prozent gewachsen. Die Marktanalyse basiert auf einer Unternehmensbefragung der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC). Sie erscheint bereits im vierten Jahr in Folge. weiterlesen…

Fracking belastet Trinkwasser

US-Untersuchung legt Schluss nahe

Einem US-Forscher ist der Nachweis gelungen, dass Fracking in der Tat das Trinkwasser belasten kann. Die Studie des Wissenschaftlers Dominic DiGiulio ist Ende März 2016 im Fachmagazin „Environmental Science and Technology“ erschienen – und besagt, dass das Grundwasser im 231-Seelen-Dörfchen Pavillon in Wyoming mit Fracking-Schadstoffen belastet ist, dass diese nach oben wandern und mit der Zeit die Trinkwasserbrunnen erreichen. Ein Bericht von Christoph Seidler auf SPIEGEL-Online. weiterlesen…

Die Vermessung der PV-Welt

Solar-Materialien: Aktuelle Effizienz und künftige Herausforderungen

Entwicklung und Bereitstellung von PV-Großanlagen haben sich in den vergangenen Jahren beispiellos beschleunigt. Da deren Kosten nur zum Teil durch die Kosten der Solarzellen bestimmt werden, ist Effizienz ein Schlüsselfaktor für die Kostenverringerung der Solarenergie. Mehrere Materialien und Systeme werden derzeit erforscht um hohe Effizienz bei geringen Kosten zu erreichen. Polman et al. untersuchen in ihrem Artikel „Surveying the solar cell landscape„, der jetzt in Science erschien, umfassend und systematisch die führenden in Frage kommenden Stoffe, stellen die Grenzen einzelner Systeme vor und analysieren, wie diese Einschränkungen überwunden und die Gesamtzellleistung verbessert werden können. weiterlesen…