Keine EU-Förderung für Atomkraftwerke!

Bundesrat beriet 315-Mrd.-EU-Fonds für Investitionen

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 06.03.2015 die von der EU Kommission angekündigte Investitionsoffensive in Höhe von 315 Milliarden Euro beraten. In seiner umfangreichen Stellungnahme macht er deutlich, dass er jegliche Förderung von Investitionen in Atomkraftwerke – wie das geplante britische AKW Hinkley Point – ablehnt. Die Länder fordern, die bereitgestellten Mittel einzusetzen, um die Technologieführerschaft in wichtigen Zukunftsbranchen – wie zum Beispiel der Informations- und Kommunikationstechnologie oder der Umwelttechnik – zu erreichen. weiterlesen…

Bundesrat billigt Energieaudits für Unternehmen

Energieeinsparpotenziale nutzen

Große Unternehmen müssen künftig ihren Energieverbrauch alle vier Jahre mit Energieaudits überprüfen – erstmals zum 05.12.2015. Dies sieht ein Bundestagsbeschluss vor, den der Bundesrat am 06.03.2015 billigte. In einer begleitenden Entschließung fordern die Länder, den Aufwand für die Unternehmen so gering wie möglich zu halten. Gerade wegen der kurzen Frist bis zum Jahresende stellten die Audits eine große organisatorische und finanzielle Herausforderung dar. weiterlesen…

DIW: Speicherbedarf steigt mit EE-Zunahme

Stromspeicher können Energiewende längerfristig absichern

Die Stromerzeugungsmöglichkeiten von Windkraft- und PV-Anlagen schwanken je nach Wetter, Tageszeit und Saison. Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien steigt der Bedarf, diese Schwankungen auszugleichen und Stromangebot und -nachfrage jederzeit in Einklang zu bringen. Hierzu können Stromspeicher beitragen und somit die Energiewende längerfristig absichern. Eine Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zeigt, dass der Speicherbedarf bei sehr hohen Anteilen erneuerbarer Energien stark steigen kann. weiterlesen…

politische ökologie mit „Forschungswende“

Ökologische und soziale Herausforderungen wichtiger als wirtschaftliche Verwertbarkeit von Forschungsergebnissen

Der aktuelle Band der Zeitschrift politische ökologie beschreibt, wie sich Forschungsinhalte und Hochschulsystem ändern müssen, damit die Wissenschaft ihrer Verantwortung für die Gesellschaft gerecht werden kann. Denn ohne die Forschung wird es nicht gelingen, ein ressourcenleichtes Wirtschaftsmodell zu etablieren oder die Welternährung zu sichern. Band 140 erscheint am 06.03.2015 im oekom verlag. (Titel: Politische Ökonomie – Forschungswende – Oekom Verlag) weiterlesen…

Polen mit Mini-EEG

Polnisches Parlament beschließt völlig überraschend EEG für bürgerliche Kleinanlagen

Polen bekommt wohl ein Klein-EEG – „endlich kommt Bewegung in die Erneuerbaren Energien“, schreibt Hans-Josef Fell in seinem jüngsten Newsletter. Polen stand in den letzten Jahren in der EU immer als Blockierer gegen den Ausbau der regenerativen Energien und gegen stärkere Klimaschutzziele da. Vor allem der jetzige EU-Ratspräsident Donald Tusk hatte in seiner früheren Eigenschaft als polnischer Ministerpräsident stets versucht, eine Energiewende in Polen nur ja nicht hochkommen zu lassen. Polen beschloss unter ihm den Bau von Atomkraftwerken und hielt vor allem an der schmutzigen Kohlenutzung fest.
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Uneinigkeit über Divestment

Umweltschützer uneins über Rückzug aus Geldanlagen in fossile Rohstoffe

Die Forderung des Kapitalabzugs aus fossilen Energien ist unter Umwelt- und Energie-Experten umstritten. Organisationen und Politiker, die Divestment propagieren, differenzieren bisher kaum zwischen den klimaschädlichen Energieträgern Erdöl und Kohle sowie umweltfreundlicherem Erdgas. Bei den weltweiten Aktionstagen zum Divestment zeigte sich, dass die Kampagne an Schwung gewinnt. Eine Zusammenstellung des Rats für Nachhaltige Entwicklung. weiterlesen…

E.ON vor Milliardenverlust

2014 drei Mrd. Euro

Wie das Handelsblatt unter Berufung auf Konzernkreise berichtet, hat die E.ON AG im vergangenen Jahr mit rund drei Milliarden Euro den größten Verlust der Konzerngeschichte eingefahren. „Der Radikalumbau E.ONs verwüstet die Bilanz des Energiekonzerns,“ schreibt das manager-magazin dazu. Offiziell wird E.ON seine Bilanz erst am 11.03.2015 vorlegen. weiterlesen…

Mieter beeinflussen Effizienz von Sanierungen

Einsatz der Heiz- und Lüftungstechnik wirkt auf Energieverbrauch

Häufig liegt bei Sanierungen der tatsächliche Verbrauch über den vorab errechneten Bedarfswerten. Welche Ursachen dieser „Rebound-Effekt“ hat, untersuchen Wissenschaftler ausführlich in einem Wohnquartier in Karlsruhe. Die BINE-Projektinfo „Nutzerverhalten bei Sanierungen“ (02/2015) schildert erste Ergebnisse der Bewohnerbefragungen und technischen Ursachenforschung. weiterlesen…

Sonnenfinsternis – Blackout?

Stromnetze: Sicher in die Sonnenfinsternis – Ersatzleistung gleicht Schwankungen aus – Solarstromspeicher helfen künftig mit

Am 20.03.2015 wird sich der Mond vor die Sonne schieben und sie in Deutschland fast zu 80 Prozent verdecken. Der riesige Schatten auf der Erdoberfläche bleibt nicht folgenlos: Die partielle Sonnenfinsternis bewirkt einen deutlichen Einbruch der Solarstromleistung hierzulande. Ist der Himmel frei von Wolken, sinkt der Ertrag der rund 1,4 Millionen PV-Anlagen von 17,5 GW Leistung auf nur noch 6,2 GW gegen 10:45 Uhr. Danach steigt die Leistung bis 12 Uhr wieder auf knapp 25 GW an, haben Forscher der HTW-Berlin berechnet (Solarify berichtete). Eine Herausforderung für die Stromnetze ist besonders der kurze Zeitraum, in dem die Solarstromleistung sinkt und wieder ansteigt. Angst vor einem Netzblackout müssen die Deutschen jedoch nicht haben, sagt Carsten Tschamber vom Solar Cluster Baden-Württemberg. Die Auswirkungen der Sonnenfinsternis seien den Netzbetreibern bis in die Einzelheiten bekannt, es gebe genug Ersatzleistung sowie Regelungsstrategien. weiterlesen…