Zahlen und Fakten: Juli 2012

Energiewirtschaftliches Datenblatt des BDEW

Die Stromerzeugung aus Kernkraftwerken lag revisionsbedingt etwas unter dem Vorjahreswert, die Stromerzeugung aus mit fossilen Brennstoffen befeuerten Kraftwerken etwas höher.
Photovoltaik im Juli 2012 weiterhin auf hohem Niveau (3,7 TWh), Stromerzeugung aus Wind durchschnittlich (2,6 TWh). weiterlesen…

Bioenergie kann „Bio“ werden

UFZ-Forscher entwickeln Beratungswerkzeug

Aus Mais, Raps oder anderen Pflanzen kann Energie gewonnen werden, der großflächige Anbau von Energiepflanzen ist jedoch nicht automatisch umweltfreundlich. „Bioenergie wird in vielen Regionen der Erde eine Rolle spielen, aber es wird sehr darauf ankommen, wie diese Bioenergie gewonnen wird“, sagt Dr. Daniela Thrän vom Department Bioenergie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung – UFZ in Leipzig. Die UFZ-Forscher arbeiten dabei eng mit dem Deutschen Biomasse-Forschungszentrum zusammen und untersuchen, wie sich durch den Anbau von Energiepflanzen die Böden und der Wasserhaushalt verändern und wie sich dies auf Landschaften und ihre Artenvielfalt auswirkt. Dabei schätzen sie auch die Klimagasbilanzen ab, bewerten die unterschiedlichen Nutzungstechnologien und ihre Märkte und arbeiten Empfehlungen für die Politik aus. weiterlesen…

Erneuerbare Energien „zum Anfassen“

Ein Abendessen auf dem Windrad
Studierende der FH FFM wollen Erneuerbare Energien erlebbar machen

Zehn Studierende des Bachelor-Studiengangs „Geoinformation und Kommunaltechnik“ der Fachhochschule Frankfurt am Main (FH FFM) haben ein Erholungsgebiet, den „ErneuerPark“, entworfen. Ziel des Projekts war es, Erneuerbare Energien erlebbar zu machen und dadurch die ländliche Entwicklung und den dortigen Tourismus zu stärken. Betreut wurden sie von Prof. Dr. Martina Klärle vom Fachbereich 1: Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik der FH FFM. Kooperationspartner waren der Main-Kinzig-Kreis und SPESSARTregional e.V. weiterlesen…

Shell flieht aus dem Euro

SAP, Daimler, BASF, Allianz lassen Geld in Europa

Wohin mit dem Geld in Zeiten der Krise? Der Rohölriese Shell findet auf diese Frage eine einfache Antwort. Der britisch-niederländische Öl-Multi lagert seine Barvorräte künftig lieber in den USA als in den Depots europäischer Banken. Insgesamt geht es für Shell um mehr als 12 Milliarden Euro. weiterlesen…

IZT-Führung wechselt

Opielka neuer Wissenschaftlicher Direktor

Ab August 2012 leitet Prof. Dr. habil. Michael Opielka als Wissenschaftlicher Direktor und Geschäftsführer das IZT- Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung in Berlin. Professor Opielka lehrt seit dem Wintersemester 2000/2001 am Fachbereich Sozialwesen der Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena (EAH Jena) und vertritt das Fachgebiet Sozialpolitik. Zudem ist er Privatdozent für Soziologie an der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg. Der Soziologe und Erziehungswissenschaftler ist ein international ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Sozialreformanalyse und Politikberatung, seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Kultur- und Religionssoziologie, der Sozialpolitikforschung und der qualitativen Sozialforschung. Die Leitung des Berliner Instituts erfolgt neben seiner Tätigkeit an der EAH Jena. weiterlesen…

Erde und Meere speichern mehr CO2 als angenommen

Ozeane und Wälder schlucken mehr Treibhausgas

Der Treibhauseffekt wäre heute bereits deutlich stärker zu spüren, wenn die Erde nicht die menschengemachte Klimaschuld teilkompensieren würde. Wissenschaftler der Universität von Colorado um den Geologen Ashley Ballantyne (http://spot.colorado.edu/~ballanta/) haben die CO2-Speicherfähigkeit der Natur untersucht und die Ergebnisse in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature vorgestellt. Demnach hat sich das jährliche Absorptionsvermögen an Land und im Wasser binnen der letzten 50 Jahre von 2,4 Milliarden Tonnen auf rund fünf Milliarden Tonnen verdoppelt. Allerdings hat sich die menschgemachte Produktion von Treibhausgasen in dieser Zeit vervierfacht. weiterlesen…

„Die Behauptung, dass keine Gesundheitsfolgen zu erwarten seien, ist unwissenschaftlich und unmoralisch.“

Gesundheitliche Auswirkungen der Atomkatastrophe von Fukushima
von Dr. med. Alex Rosen, Universitätskinderklinik Düsseldorf

Aus Anlass des Hiroshima- und Nagasaki-Tages am 6. August dokumentiert Solarify den Artikel eines Düsseldorfer Konderarztes:

Bis heute gibt es noch keine epidemiologische Studie über die Gesundheitskonsequenzen des Supergaus in Nordost-Japan. Im Gegenteil: Erste Untersuchungsergebnisse über Schilddrüsenveränderungen bei Kindern werden systematisch verharmlost. Die Studie der WHO zum Ausmaß der Strahlenexposition vom Mai diesen Jahres blieb hinter den Erwartungen der Wissenschaft zurück: Nach Ansicht der deutschen IPPNW-Sektion ist die Auswahl der Lebensmittelproben im Bericht fragwürdig, da sich die zitierten Strahlenwerte signifikant von denen des japanischen Wissenschaftsministeriums unterscheiden. Dies führe zu einer selektiven Unterschätzung der inneren Strahlenexposition. Auch die Schätzungen der Strahlenemissionen aus dem havarierten Kraftwerk lägen deutlich unterhalb der Werte, die von unabhängigen Forschungsinstitutionen und TEPCO selbst angegeben werden. weiterlesen…