EU-Parlament will mehr Erneuerbare und Energieeffizienz

Parlament unterstützt Förderung

Bis 2030 sollen nach dem Willen des Europäischen Parlaments Erneuerbare Energien deutlich mehr genutzt und der Energieverbrauch stark reduziert werden. Am 14.09.2022 stimmten die Abgeordneten dafür, den Anteil der Erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch der EU bis 2030 auf 45 % zu erhöhen – so eine Medienmitteilung aus dem EU-Parlament. Das sieht die Überarbeitung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie vor – ein Ziel, das auch von der Europäischen Kommission im Rahmen ihres „RepowerEU“-Pakets unterstützt wird. weiterlesen…

TU Wien: Recycling für Treibhausgase

Kreislaufwirtschaft mittels Perowskit

Überall dort, wo man die Entstehung schädlicher Treibhausgase nicht verhindern kann, sollte man sie in etwas Nützliches umwandeln: Aus CO2 und Methan können wertvolle Synthesegase hergestellt werden – mit Katalysatoren, die bisher allerdings rasch an Wirkung verloren. An der TU Wien entwickelten Forscher nun stabilere Substanzen. Für Carbon Capture and Utilization sind spezielle Katalysatoren nötig. Bisher hatte man allerdings mit dem Problem zu kämpfen, dass sich auf diesen Katalysatoren rasch eine Schicht aus Kohlenstoff bildet, man spricht von „verkoken“, der Katalysator verliert dadurch seine Wirkung. Die Lösung: Perowskit. (Foto: Perovskite – Fundort Perovskite-Hill, Magnet Cove, Hot Spring Co, Arkansas, USA – © Kelly Nash – www.mindat.org, CC BY 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Regierung stellt Rosneft Deutschland unter Treuhandverwaltung

Bundesnetzagentur übernimmt Kontrolle

Die Bundesregierung hat am 16.09.2022 laut einer Medienmitteilung aus dem BMWK auf Grundlage des Energiesicherungsgesetzes die Rosneft Deutschland GmbH (RDG) und die RN Refining & Marketing  GmbH (RNRM) unter die Treuhandverwaltung der Bundesnetzagentur gestellt. Damit übernimmt die Bundesnetzagentur die Kontrolle über Rosneft Deutschland und damit auch über den jeweiligen Anteil in den drei Raffinerien PCK Schwedt, MiRo (Karlsruhe) und Bayernoil (Vohburg). (Foto: PCK-Raffinerie Schwedt – Foto © Uckermaerker – Eig. Werk, CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Brandaktueller Bericht mahnt, chemische Industrie muss Betrieb drastisch umgestalten

Sonst droht globale Erwärmung von 4° C

Die am 13.09.2022 veröfentlichte Untersuchung „The Planet Positive Chemicals report“ von Systemiq  und des Center for Global Commons der Universität Tokio zeigt glaubwürdige Wege auf, wie die Industrie zum Motor einer nachhaltigen globalen Wirtschaft werden, ihre Größe verdoppeln und 29 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen kann: Die Industrie kann sich selbst als Lösung für das Problem des Klimawandels neu erfinden, indem sie bis Anfang der 2040er Jahre kohlenstoffnegativ wird und bis 2050 als Kohlenstoffsenke fungiert. (Titel: Planet Positive Chemicals, 2020913 © ifi.u-tokyo.ac.jp) weiterlesen…

Klimaschutz und Klimaanpassung sollen kommunale Pflichtaufgaben werden

Klima-Bündnis präsentiert Politik Positionspapier

Das Klima-Bündnis hat am 14.09.2022 mit Unterstützung zahlreicher Organisationen, unter anderem dem Städtetag Baden-Württemberg, Germanwatch, WWF, der Deutschen Umwelthilfe und der Klima-Allianz Deutschland, den Bundestagsabgeordneten und Regierungen der Bundesländer eine zentrale Forderung für den kommunalen Klimaschutz vorgelegt. In einem gemeinsamen Positionspapier rufen sie die Politik dazu auf, Klimaschutz und Klimaanpassung als kommunale Pflichtaufgabe(n) zu verankern. Entwickelt wurden die Forderungen vom Klima-Bündnis, das mehr als 560 Mitgliedskommunen (rund 54 % der Bevölkerung) in Deutschland vertritt. Diese Forderungen kommen rund eine Woche nach Veröffentlichung des dritten Entlastungspakets, das von vielen Seiten als unzureichend in Sachen Klimaschutz kritisiert wurde. (Bild: Titel: des Positionspapiers Klimaschutz- © Klimabündnis) weiterlesen…

Ganzheitliches Management von Energie- und Ressourceneffizienz in Unternehmen (MERU-Projekt)

Der Rebound-Effekt

Die ökologischen Belastungsgrenzen des Planeten werden immer weiter überschritten. Dazu tragen die gegenwärtigen Konsum- und Produktionsmuster der Industrieländer maßgeblich bei. Zwar konnten Innovationen die Energie- und Ressourceneffizienz in den letzten Jahren beachtlich steigern, allerdings sank dadurch der absolute Energie- und Rohstoffverbrauch nicht im nötigen Umfang. Ein Grund dafür, das MERU-Projekt ins Leben zu rufen.  (Bild: Globus – © eikira auf Pixabay) weiterlesen…

Aus alten Batterien werden neue

Energieeffizientes Materialrecycling im Verbundprojekt LiBinfinity für Lithium-Ionen-Batterien – KIT übernimmt Bewertung der Rezyklate

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Mercedes-Benz AG, die Daimler Truck AG, die Primobius GmbH, die SMS group GmbH, die Technische Universität Clausthal und die Technische Universität Berlin sind maßgeblich an einem neuen Projekt zum Batterierecycling beteiligt: In „LiBinfinity“ erarbeiten die Partner aus Forschung und Industrie ein ganzheitliches Konzept zur Wiederverwertung der Materialien von Lithium-Ionen-Batterien. Dazu wird ein mechanisch-hydrometallurgisches Verfahren ohne energieintensive Prozessschritte vom Labor in einen für die Industrie relevanten Maßstab überführt. weiterlesen…

„Bahnbrechende Entdeckung“: Umwandlung von Kohlendioxid für Ethylenproduktion

Neue Methode wandelt CO2 in Chemikalien um

Während Forscher seit mehr als einem Jahrzehnt die Möglichkeit der Umwandlung von CO2 in Ethylen erforschen, ist der Ansatz eines Teams der University of Illinois Chicago der erste, der eine nahezu 100 %ige Nutzung von CO2 zur Herstellung von Kohlenwasserstoffen erreicht. Das Forscherteam unter der Leitung von Meenesh Singh hat einen Weg gefunden, um aus Industrieabgasen abgeschiedenes CO2 zu 100 % in Ethylen umzuwandeln, einen wichtigen Baustein für Kunststoffprodukte. Ihr System nutzt die Elektrolyse zur Umwandlung von abgeschiedenem Kohlendioxidgas in hochreines Ethylen, wobei andere kohlenstoffbasierte Brennstoffe und Sauerstoff als Nebenprodukte anfallen. Die Ergebnisse wurden laut einer Medienmitteilung vom 08.09.2022 in Cell Reports Physical Science open access veröffentlicht. (Grafik: Abstrakte Illustration von Atomen, die unter einer strahlenden Sonne durch Wasser und eine elektrifizierte Membran strömen – © Meenesh Singh) weiterlesen…

10 Jahre SDSN

„Nobody left behind“

Beim Rio+20-Gipfel vor einem Jahrzehnt haben die UN-Mitgliedsstaaten einen Prozess zur Entwicklung einer Reihe von Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) eingeleitet, um die Welt auf den Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung zu bringen, die wirtschaftlichen Wohlstand, soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit miteinander verbindet. Wir befinden uns jetzt – so eine Medienmitteilung – mitten in den großen globalen Bemühungen, einen globalen Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung zu schaffen, der „niemanden zurücklässt“. weiterlesen…

6,8 km Kühlrohre und 657 Kühlkreisläufe führen Wärme ab

Wendelstein 7-X vor neuen Höchstleistungen

Verdoppelte Heizleistung, 40 neue Diagnostiken und 6,8 Kilometer Kühlrohre: Der Greifswalder Stellarator hat seine volle Ausbaustufe erreicht und beginnt laut einer Medienmitteilung vom 14.09.2022 in diesem Herbst wieder mit wissenschaftlichen Experimenten. In wenigen Jahren soll ein Plasmabetrieb bis 30 Minuten möglich sein. Drei Jahre lang hatten bei Wendelstein 7-X vor allem Ingenieure und Techniker das Sagen. Es ging darum, das Kernfusionsexperiment des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) am Standort Greifswald auf seine volle Ausbaustufe zu heben. (Foto: Experimentierhalle mit Wendelstein 7-X in Greifswald – © IPP, Jan Hosan) weiterlesen…