Emissionsbilanzen im Lebensmittelsektor

Gemeinsame Verantwortung entlang der Wertschöpfungskette

Ein neuer Ansatz für die Bilanzierung der im Lebensmittelsektor verursachten Emissionen, der auch den Agrarhandel berücksichtigt, könnte dazu beitragen, die Ziele der Treibhausgas-Reduzierung zu erreichen. Eine Studie, die jetzt open access in Nature Communications veröffentlicht wurde, kommt zu dem Schluss, dass es erhebliche Auswirkungen haben könnte, wenn die Verantwortung für die Emissionsminderung auf alle Länder entlang der Wertschöpfungskette eines Produkts verteilt wird. weiterlesen…

Katalysator-Technologie für mobilen Einsatz flüssiger Wasserstoffspeicher

Fraunhofer HHI und Helmholtz-Institut ERN ermöglichen mobile LOHC

Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) und das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg (HI ERN) haben im Forschungsprojekt „Leistungsdichte Wasserstoff-Freisetzung aus LOHC-Systemen auf mobilen Plattformen“ einen effizienten und stabilen Flächen-Katalysator für die Freisetzung von Wasserstoff aus flüssigen Speichermaterialien entwickelt und am 02.06.2022 veröffentlicht. Mit diesem Katalysator legen die Forschenden den Grundstein für den mobilen Einsatz der Liquid-Organic-Hydrogen-Carrier (LOHC)-Technologie am Beispiel des Schienenverkehrs. weiterlesen…

Mit Stahl zu grüner Prozesswärme

Neue Speicherungsform

Energiespeicher bilden die Brücke zwischen regenerativer Energieerzeugung und stabiler Energieversorgung. Thermische Speicher können klimafreundliche Prozesswärme liefern und sind gleichzeitig eine sofort verfügbare Antwort auf steigende Preise für fossile Energieträger. Während technische Lösungen für Stromspeicher – ob als Batteriespeicher oder Pumpenspeicher – schon sehr bekannt sind, rücken Speicher für grüne Wärmeversorgung jetzt verstärkt in den Fokus. Die preisgekrönte Technologie des Berliner Startups Lumenion kann Prozesswärme CO2-frei bereitstellen. Dies gelingt über einen Speicher aus Stahl. (Bild: Stahlspeicher von Lumenion CAD am Bottroper Weg in Berlin – Grafik © lumenion.com) weiterlesen…

Mehrwertsteuer ökologisch und sozial gestalten!

UBA schlägt vor: Null Prozent auf pflanzliche Grundnahrungsmittel und öffentlichen Verkehr

Das Umweltbundesamt (UBA) schlägt vor, die Mehrwertsteuer stärker an ökologischen und sozialen Kriterien auszurichten. Kern des „Entlastungspaket Klima und Umwelt“ ist es, pflanzliche Grundnahrungsmittel wie Obst, Gemüse, Getreideerzeugnisse und pflanzliche Öle und den öffentlichen Personenverkehr ganz von der Mehrwertsteuer zu befreien. (Grafik: UBA-Vorschläge für eine umweltorientierte Reform der Mehrwertsteuer – © UmweltBundesamt) weiterlesen…

VW-geführtes Team will Batterien erstmals mehrfach recyceln

Projekt zu geschlossenem Rohstoffkreislauf startet

Ein Konsortium von zwölf Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft startet unter Führung der Volkswagen AG das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte Projekt zu geschlossenem Rohstoffkreislauf „HVBatCycle“. Ziel ist die dauerhafte Rückgewinnung wertvoller Materialien zur Erhöhung von Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit. Die gewonnenen Rohstoffe können in einem geschlossenen Kreislauf wiederverwendet werden. Die Partner wollen gemeinsam nachweisen, dass die wertvollsten Bestandteile von Antriebsbatterien durch Recycling mehrfach nacheinander zurückgewonnen und wiedereingesetzt werden können. weiterlesen…

Gesunder Boden, gesunder Planet

Bodenqualität als Schlüsselfaktor für eine bessere Pflanzenproduktion und ein widerstandsfähiges Klima

Gesunde, hochwertige Böden führen zu robusteren und beständigeren Ernteerträgen und sind der Schlüsselfaktor für die Anpassung an den Klimawandel, wie eine neue Studie zeigt. In China könnten geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Bodenqualität den durch den Klimawandel bedingten Rückgang der Pflanzenproduktion um 20 % verringern. „Böden werden oft nur als Kohlenstoffspeicher betrachtet, die auf den Klimawandel und die Bewirtschaftung reagieren. Die Bodenqualität ist jedoch entscheidend, wenn es um die Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel und die künftige Ernährungssicherheit geht. Die Bedeutung der Bodenqualität für die Produktivität der Böden und damit das Potenzial, Kohlenstoff in Ökosystemen zu binden, wurde bisher nicht ausreichend berücksichtigt“, sagt Christoph Müller vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), Mitautor der Studie. weiterlesen…

Mit Sonnenlicht Chemie-Industrie nachhaltiger machen

Solargetriebene Katalysatoren erhöhen Effizienz<

Einem Forschungsteam der Universitäten Ulm und Jena ist es gelungen, die Entwicklung solargetriebener Katalysatoren entscheidend voranzutreiben. Ihre optimierten Photokatalysatoren sind effektiver als herkömmliche thermische Katalysatoren und legen damit einen Grundstein für die nachhaltige Nutzung regenerativer Energien in der Chemie-Industrie, haben sie am 09.07.2022 veröffentlicht. Der Vorteil: Für eine Umstellung der Prozesstechnik auf sonnenbasierte Verfahren brauche es keine großen Investitionen. weiterlesen…

Neue Plug-in Hybridfahrzeuge fressen mehr Sprit als Vorgänger

9.000 Autos untersucht: Im Schnitt deutlich über den offiziellen Testzyklen

Auf Plug-in-Autos entfielen im ersten Quartal 2022 etwa 9 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen in Europa. Ausgestattet mit einem Verbrennungsmotor und einem Elektroantrieb ist ihr Beitrag zur Emissionsminderung stark abhängig vom realen Nutzungsverhalten. Für eine gemeinsame, am 09.06.2022 publizierte Studie untersuchten das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI sowie die gemeinnützige Forschungsorganisation International Council on Clean Transportation (ICCT) umfangreiches Datenmaterial zur realen Nutzung von etwa 9.000 Plug-in-Hybridfahrzeugen aus ganz Europa. Das Kernergebnis zeigt: Die Fahrzeuge verbrauchen im Schnitt deutlich mehr als in den offiziellen Testzyklen – und sind zuletzt sogar angestiegen. weiterlesen…

SDG-7 – 733 Millionen Menschen weltweit ohne Stromversorgung

Weltbank-Bericht: COVID-19 und Ukrainekrise verlangsamen Fortschritte auf dem Weg zum universellen Energiezugang

COVID-19 hat die Fortschritte auf dem Weg zu einem universellen Zugang zu Energie entscheidend verlangsamt. Weltweit haben immer noch 733 Millionen Menschen keinen Zugang zu Elektrizität, und 2,4 Milliarden Menschen kochen immer noch mit gesundheits- und umweltschädigenden Brennstoffen. Bei den derzeitigen Fortschritten werden bis 2030 noch 670 Millionen Menschen ohne Strom sein – 10 Millionen mehr als im letzten Jahr prognostiziert. Das stellt die Ausgabe 2022 von Tracking SDG 7: The Energy Progress Report („SDG 7 im Blick: Fortschrittsbericht Energie“) fest. weiterlesen…

Nachhaltigkeit braucht neue Art der Interessenvermittlung

Lehren aus dem Kohleausstieg

„Trotz ehrgeiziger Rhetorik bleibt die Nachhaltigkeitspolitik in Deutschland derzeit hinter dem Notwendigen zurück“. So das Fazit einer Untersuchung, in der IASS-Forscher nachweisen , dass die etablierte Art der Interessenvermittlung zwischen Politik, Industrie und Gewerkschaften einer ambitionierten Agenda im Wege steht. Für einen erfolgreichen Wandel müsse die Politik das Verhältnis zwischen Kapitalismus, Demokratie und Nachhaltigkeit neu gestalten. weiterlesen…