Umwandlung von atmosphärischem CO2 in energiereiche Chemikalien

Ameisensäure aus CO2 mithilfe einer auf Aluminiumoxid basierenden Verbindung

Die Photoreduktion von CO2 in transportable Brennstoffe wie Ameisensäure (HCOOH) ist eine „großartige Möglichkeit, dem steigenden CO2-Gehalt in der Atmosphäre zu begegnen“ – so eine Medienmitteilung Tokyo Institute of Technology (Tokyo Tech) vom 16.05.2022. Zu diesem Zweck hat ein japanisches Forschungsteam ein leicht verfügbares Mineral auf Eisenbasis ausgewählt und auf einen Aluminiumoxidträger aufgebracht, um einen Katalysator zu entwickeln, der CO2 mit einer Selektivität von 90 % effizient in HCOOH umwandeln kann. Ähnliches berichteten chinesische Wissenschaftler vor einem halben Jahr: solarify.eu/ameisensaeure-aus-kohlendioxid-und-wasser. weiterlesen…

Bosch schiebt beim Wasserstoff an

Technik für klimaneutrale Fabriken und CO2-freien Verkehr

Um den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft „mit Nachdruck“ voranzutreiben, will die Stuttgarter Robert Bosch GmbH nach eigenen Angaben ein Projekthaus zur Industrialisierung von Wasserstoff-Aktivitäten gründen. So will Bosch im Industrie 4.0-Leitwerk in Homburg den ersten sektorgekoppelten Wasserstoffkreislauf in Betrieb nehmen und Komponenten für Elektrolyseure zur Wasserstofferzeugung entwickeln. Gleichzeitig schließt Bosch Rexroth eine Partnerschaft mit Maximator Hydrogen zum Aufbau von weltweit 4.000 Wasserstofftankstellen bis 2030. Der Bosch-Pilotkunde Telekom wird mit stationären Brennstoffzellen ausgestattet. (Foto: Wasserstofftank – © Bosch) weiterlesen…

Auf dem Weg zur Super-Batterie

Forschungs-Neutronenquelle ermöglicht Einblick in Lithium-Akkus

Mit Neutronen hat ein Forschungsteam unter Leitung der Technischen Universität München (TUM) tief in das Innere von Batterien geblickt, während diese geladen und entladen wurden. Die aus den Beobachtungen gewonnenen Erkenntnisse könnten dabei helfen, Ladevorgänge zu optimieren. Wird ein Elektro-Auto aufgeladen, steigt die Ladeanzeige anfangs schnell, zum Schluss .aber deutlich langsamer. „Das ist wie beim Einräumen eines Schranks: Am Anfang ist es einfach, Gegenstände in den Schrank zu stellen, aber je voller er wird, desto mehr muss man sich anstrengen einen freien Platz zu finden“, erklärt Anatoliy Senyshyn von der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) der Technischen Universität München (TUM). weiterlesen…

Europäisches Parlament bremst Klimaschutz aus – vorerst

EU-Parlament stimmt gegen strengere CO2-Flottengrenzwerte, aber für Verbrenner-Aus 2035 – zurück an Ausschuss

Das EU-Parlament hat am 08.06.2022 dagegen gestimmt, Autohersteller bei Neuwagen zu stärkeren CO2-Reduktionen zu verpflichten. Stattdessen will das Parlament den Vorschlag der EU-Kommission umsetzen, der eine CO2-Minderung von 55 Prozent bis 2030 und ein Ende der Neuzulassung von Autos mit Verbrennungsmotor erst 2035 vorsieht. Ende Juni wollen die EU-Staaten ihre Position zum Verbot für den Verkauf von Benzin- und Dieselautos festlegen. Dann müssen die beiden EU-Institutionen noch einen Kompromiss finden, damit es in Kraft treten kann. Deutschland hat sich schon zum Ausstiegsdatum 2035 bekannt. weiterlesen…

Photokatalytische Wasserspaltung: Licht statt Strom

Neue Art von Grünem Wasserstoff

Wasserstoff könnte ein wichtiger Teil unserer zukünftigen Energieversorgung sein: Man kann ihn lagern, transportieren und bei Bedarf verbrennen. Der Großteil des heute verfügbaren Wasserstoffs entsteht allerdings als Nebenprodukt der Erdgasförderung – das kann aus Klimaschutzgründen nicht so bleiben. Grüner Wasserstoff wird heute meist durch Elektrolyse mit Erneuerbarem Strom erzeugt, also Aufspaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff mit Hilfe von elektrischem Strom, der aus erneuerbaren Energiequellen kommt, zum Beispiel von Photovoltaikanlagen. An der TU Wien wurde einer Medienmitteilung vom zufolge eine photokatalytische Methode entwickelt, die diesen Vorgang direkter und kontrollierbarer macht. weiterlesen…

Bund will Fläche für Windgeneratoren vervierfachen

Bis 2032 zwei Prozent

Die Bundesregierung will die Bundesländer durch ein neues „Wind-an-Land-Gesetz“ dazu zwingen, schnell deutlich mehr Windkraftanlagen zu ermöglichen, schreibt der Berliner Tagesspiegel. Bis 2026 sollen auf insgesamt 1,4 Prozent Windkraftanlagen gebaut werden können, 2032 sollen es dann zwei Prozent sein. Aktuell sind nur 0,5 Prozent der Landesflächen verfügbar. Länderspezifische Abstandsregelungen werden ausgebremst. weiterlesen…

Deutschland braucht Starkregen-Management

Experten warnen vor erheblichen Defiziten beim Schutz vor Unwetter-Katastrophen

Wachsendes Unwetter-Risiko: Immer häufiger würden nach einem Starkregen Sturzfluten über Deutschland hereinbrechen. Ein entscheidender Grund dafür sei der Klimawandel. Die Folgen seien fatal: milliardenschwere Schäden und sogar der Verlust von Menschenleben. Harmlose Bäche, die zu reißenden Strömen würden, zerstörte Häuser. Deutschland habe beim effektiven Schutz vor Unwetter-Katastrophen erhebliche Defizite. Zu diesem Ergebnis kommt die Technische Universität Kaiserslautern in der Unwetter-Studie: „Starkregen und urbane Sturzfluten – Agenda 2030“. (Broschüre: Urbane Sturzfluten – Titel © Initiative Verantwortung Wasser und Umwelt) weiterlesen…

Weiterer Durchbruch auf dem Weg zu nachhaltigerer Photochemie

Forschungsteam aus Mainz und Berlin realisiert mittels Chromverbindungen erstmalig effiziente Energieumwandlung

Nachhaltige chemische Anwendungen müssen erneuerbare Energiequellen, erneuerbare Rohstoffe und reichlich vorhandene Elemente einsetzen können. Bislang funktionieren viele Techniken jedoch nur mit teuren Edelmetallen oder Seltenerdmetallen, deren Gewinnung gravierende Auswirkungen auf die Umwelt haben kann. Einem Forscherteam aus Mainz und Berlin ist laut einer Medienmitteilung vom 02.06.2022 ein Durchbruch bei der Verwendung von Chrom gelungen. (Foto: Reines, aluminothermisch gewonnenes Chromstück – © Tomihahndorf – ‚Foto aus meiner Elementesammlung‘ Gemeinfrei, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Mehr als die Hälfte neuer Wohngebäude mit Wärmepumpen beheizt

Erneuerbare auf dem Vormarsch

Die Zahl von Heizsystemen mit erneuerbaren Energien in neu gebauten Wohngebäuden ist zuletzt angestiegen. So werden 70,7 Prozent der 2021 fertiggestellten Gebäude ganz oder teilweise mit nachhaltigeren Energien beheizt, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. 2020 lag der Anteil bei 68,8 Prozent, 2015 waren es noch 61,5 Prozent. In 55,1 Prozent aller Fälle waren den neuen Daten zufolge Holz, Umluft- oder Erdwärme sowie Biomasse sogar die primäre Energiequelle. weiterlesen…

„Enorme Herausforderung“

BMWK veröffentlicht Fortschrittsbericht zur Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie

Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, sein gesamtes gesellschaftliches und wirtschaftliches Handeln ab 2045 treibhausgasneutral zu gestalten. Der Weg zur Treibhausgasneutralität ist im Klimaschutzgesetz vorgezeichnet. Das Erreichen der Ziele des Klimaschutzgesetzes ist eine enorme Herausforderung, zu der alle Sektoren einen anspruchsvollen Beitrag leisten müssen. Die Bundesregierung hat im Juni 2020 die Nationale Wasserstoffstrategie (NWS) verabschiedet und am 03.06.2022 einen Fortschrittsbericht vorgelegt. Die NWS schafft den Rahmen für private Investitionen in die wirtschaftliche und nachhaltige Erzeugung, den Transport und die Nutzung von grünem Wasserstoff. (Titel: Fortschrittsbericht zur Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie – © BMWK) weiterlesen…