CO2-Emissionen sanken um 41 Prozent gegenüber 1990

Finale Klimabilanz 2020:

Umweltbundesamt befürchtet für 2021 allerdings wieder Anstieg 2020 wurden in Deutschland insgesamt 728,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ausgestoßen. Das sind rund 71 Mio. t bzw. 8,9 Prozent weniger als 2019 und 41,3 Prozent weniger im Vergleich mit 1990. Dies zeigen die Ergebnisse der finalen Berechnungen, die das Umweltbundesamt (UBA) an die Europäische Kommission übermittelt hat. weiterlesen…

2021: 24,4 Mrd. Euro Investitionen in Solarenergie

91 % Zuwachs gegenüber 2020

Das US-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Mercom Capital hat seinen Bericht zu weltweiten Investitionen sowie Firmenakquisen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2021 vorgelegt; in dem 131seitigen Bericht, der 108 Diagramme, Grafiken und Tabellen enthält, werden die Aktivitäten von 367 Unternehmen und Investoren analysiert. weiterlesen…

Unerwartete Energiespeicherfähigkeit, wo Wasser auf Metall trifft

Neues Verständnis

Mit einer neuen Methode kann die elektrische Umladung von Grenzschichten zwischen sehr kleinen, metallischen Partikeln und wässrigen Lösungen gemessen und auf molekularer Ebene verstanden werden: Forschende des Exzellenzclusters RESOLV (eines Forschungsverbundes aus RUB, TU Dortmund und vier weiterer wissenschaftlichen Einrichtungen) haben mit Strom- und Spannungsmessungen an einzelnen Nanopartikeln ermittelt (und am 19.01.2022 veröffentlicht), dass die kapazitiv gespeicherte Ladung an Platingrenzflächen deutlich höher sein kann als bisher angenommen. (Grafik: Gelöste geladene Teilchen sammeln sich vermehrt in Zwischenräumen einer kompakten an Platin gebundenen Wasserschicht an – © open access, wiley.com) weiterlesen…

Elektrolyseure sollen Massenware werden

Bisher noch weitgehend von Hand produziert

Wer Wasserstoff als Energiequelle nutzen will, braucht Elektrolyseure. Doch die sind rar und teuer, weil sie bisher noch weitgehend von Hand gefertigt werden. Damit sie künftig im industriellen Maßstab produziert werden können, entwickelt ein Forschungsteam vom Fraunhofer IPA einer Medienmitteilung vom 19.01.2022 zufolge derzeit eine durchgängig automatisierte Elektrolyseurfabrik. (Foto: H-TEC-Elektrolyseur in Haurup – m. frdl. Genehmigung © H-TEC SYSTEMS GmbH, Fraunhofer IPA) weiterlesen…

Trägersubstanzen beeinflussen katalytische Aktivität

Ausglühen kann Umwandlung von CO2 in Methan verbessern

Die katalytische Hydrierung von Kohlendioxid (CO2) ist eine umweltfreundliche und nachhaltige Methode zur Synthese von Methanol, Schlüssel zur Realisierung der „Methanolwirtschaft“. Jüngste Studien haben das Potenzial einer Familie von Metalloxiden zur Katalyse dieser Reaktion aufgezeigt. Die weitere Optimierung ihrer katalytischen Leistung für industrielle Anwendungen blieb jedoch eine große Herausforderung. Dazu kommt: Trägersubstanzen können die katalytische Aktivität, Selektivität und Stabilität von Metallnanopartikeln durch verschiedene Metall-Träger-Wechselwirkungen (MSI) stark beeinflussen oder sogar dominieren. Die zugrundeliegenden Prinzipien sind jedoch noch nicht vollständig geklärt, da die MSI von der Zusammensetzung, Größe und Facette sowohl der Metalle als auch der Träger beeinflusst werden. Anhand von Ru/TiO2 auf Rutil- und Anatas-Trägern (beide Formen des TiO2) als Modellkatalysatoren zeigen Forscher des State Key Laboratory of Chemical Resource Engineering an der Beijing University of Chemical Technology, dass die Grenzflächenkompatibilität zwischen Metall und Träger die MSI-Modi und die katalytische Leistung bei der CO2-Hydrierung entscheidend beeinflussen kann, und publizieren das in Nature Communications. (Grafiken: Rutil- und Anastase-Bindungen © nature communications, open access) weiterlesen…

Verkehr emittiert viele kleinste Partikel

Neue Hereon-Studie: Hamburger Luft weist teils hohe Konzentrationen Ultrafeinstaub auf

Forscher des Geesthachter Helmholtz-Zentrums Hereon haben im vergangenen Jahr Luftmessungen an verschiedenen verkehrsrelevanten Orten in Hamburg vorgenommen und dazu Modellierungen für die ganze Stadt erstellt. Das Ergebnis laut einer Medienmitteilung vom : Die Belastung durch ultrafeine Partikel (UFP), die generell als gesundheitsgefährdend eingestuft werden, ist lokal sehr hoch und weist in der Nähe von Fähren ähnlich hohe Werte wie an viel befahrenen Straßen auf. Die Ergebnisse der Studie sind im Fachjournal Toxics erschienen und lassen sich auf andere Hafenstädte übertragen. weiterlesen…

CO2-arme Umwandlung von Biomasse in Erdgas

Katalysator ermöglicht Produktion aus land- und forstwirtschaftlichen Produkten

Erdgas kann als Brennstoff für die Stromerzeugung, zum Heizen und für den Transport verwendet werden, auch als Rohstoff für die Herstellung von Wasserstoff und Ammoniak. Gegenwärtig sind biogene und thermogene Verfahren weithin akzeptierte Methoden zur Erdgasgewinnung. Dabei ist jedoch ein hoher CO2-Gehalt in den Gaserzeugnissen unvermeidlich, der die Anforderungen an die Zusammensetzung von Pipeline-Erdgas nicht erfüllen kann. Eine Forschergruppe unter Leitung von Prof. LU Fang vom Dalian Institute of Chemical Physics (DICP) der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) schlug einen effizienten katalytischen Ansatz vor, um mit geringem CO2-Ausstoß feste Biomasse direkt in Erdgas zu verwandeln. weiterlesen…

Energetische Sanierungen zentral für Klimaschutz und bezahlbares Wohnen

Untersuchung von IÖW und Öko-Institut

Wer mit Heizöl oder Erdgas heizt, muss in diesem Winter für seine warme Wohnung so viel bezahlen wie noch nie. Besonders betroffen sind Haushalte in schlecht sanierten Altbauten mit einem hohen Energiebedarf. Bislang wurde vor allem aus Gründen des Klimaschutzes gefordert, den Gebäudebestand zügig energetisch zu sanieren. Aber Sanierungen schützen auch längerfristig vor einem Anstieg der Heizkosten, wie Untersuchungen des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und des Öko-Instituts im Forschungsverbund Ecornet Berlin vom 18.01.2022belegen. weiterlesen…

Koalition legt Grundstein für geringere CO2-Emissionen

Perspektiven für Gaskraftwerke und Erneuerbare

SPD, Grüne und FDP haben Ende November den Koalitionsvertrag 2021 – 2025 unterzeichnet. Zu den wesentlichen Schwerpunkten des neuen Regierungsbündnisses zählt, neben der Gesundheitspolitik, die Klima- und Energiepolitik. Sehr prominent wird bereits in der Präambel der 177 Seiten umfassenden Grundlage des Regierungshandels klargestellt, dass die Erreichung der Pariser Klimaschutzziele oberste Priorität hat und die Energiewende bis 2030 konsequent beschleunigt werden soll. Unterlegt wurden die hohen energiewirtschaftlichen Ambitionen Anfang 2022 in der Eröffnungsbilanz Klimaschutz des BMWi. Eine Medienmitteilung von enervis vom 18.01.2022. weiterlesen…

Energieimporte aus Sonnenstaaten

Einfuhr grünen Wasserstoffs kein Selbstläufer

Viele Regierungen und auch die Europäische Kommission streben die Klimaneutralität für das Jahr 2050 oder früher an. Ein Baustein in vielen Plänen ist der Import von grünem Wasserstoff und Methan aus Nordafrika oder dem Mittleren Osten, wo der verlässliche Sonnenschein geringe Stromkosten für den Betrieb von Elektrolyseuren verspricht. Doch noch ist unklar, wie Regierungen den internationalen Handel mit grünen Kraftstoffen wirtschaftlich gestalten. Eine Studie unter Beteiligung der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie (IEG, Cottbus und Bochum) hat nun die wesentlichen Aspekte zusammengestellt. Sie bewertet das Potenzial von Energieimporten aus benachbarten Sonnenstaaten am 18.01.2022 im Fachjournal Computers & Industrial Engineering. (Foto: Gas-Tanker ARCTIC PRINCESS vor Hammerfest_(N) – © JoachimKohlerBremen – Eig. Werk, commons.wikimedia.orgCC BY-SA 4.0) weiterlesen…