„Wir haben es selbst in der Hand“

Der Meeresspiegel könnte bis 2100 um mehr als 1 Meter ansteigen: Umfrage unter 100 Experten

Chinesisches Meer von Vietnam aus - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyDer globale mittlere Anstieg des Meeresspiegels könnte bis zum Jahr 2100 mehr als einen Meter und bis 2300 sogar mehr als fünf Meter betragen, wenn die Menschheit weiter so viel Treibhausgase ausstößt wie bislang. Das ist Ergebnis einer Umfrage unter gut 100 führenden internationalen Meeresspiegel-Experten. Die neue Risikoabschätzung basiert auf dem zunehmenden Wissen über die beteiligten Systeme, also Ozeane, Eismassen, Wasserkreisläufe. Die Wissenschaftler zeigen die verbleibenden Unsicherheiten auf, erklären aber auch, wie klar jetzt sei, dass frühere Schätzungen des Meeresspiegelanstiegs zu niedrig waren. Die von Wissenschaftlern der Nanyang Technological University (NTU) in Singapur geleitete Studie erscheint in dem Nature Partner Journal Climate and Atmospheric Science. weiterlesen…

MPG-Forscher finden 3D-Beleg für Existenz von Skyrmion-Röhren

Einsatz in spintronischen Speichergeräten möglich

Zum ersten Mal ist es einem internationalen Forscherteam aus Deutschland (vom Stuttgarter Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme), Großbritannien und Frankreich gelungen, die bislang unbekannte Struktur von magnetischen Skyrmion-Röhren – 100 Nanometer kleine Wirbelstrukturen, die in magnetischem Material vorkommen – dreidimensional sichtbar zu machen. Dieses (bereits am 07.04.2020 in Nature Communications publizierte) Wissen ermöglicht es, die Bildung und Vernichtung von Skyrmionen besser zu verstehen und die magnetischen Strukturen in sogenannten spintronischen Speichergeräten einzusetzen. Am 24.04.2020 erschien in Science eine Untersuchung der Uni Stuttgart über die Dynamik von Skyrmionen aus Licht auf ultraglatten Goldplättchen. weiterlesen…

„Systemsicherheit jederzeit gegeben“

Strommarktanteile 2020: Windenergie liefert über ein Drittel des deutschen Stroms

Sonne und Wind - Foto © Agentur Zukunft für Solarify2020 starten die Erneuerbaren Energien voll durch. Vor allem die Windenergiebranche sticht nach den ersten vier Monaten hervor: 61,5 TWh sauberen Strom speisten deutsche Windenergieanlagen laut Angaben von Fraunhofer ISE bisher ins Netz ein (Stand: 6. Mai 2020, 8:15 Uhr). Das entspricht 34,9 Prozent Anteil an der Nettostromerzeugung für das bisherige Jahr 2020. Gut ein Sechstel der Windstromerzeugung entfiel dabei auf den Offshore-Bereich. Insgesamt konnten die Erneuerbaren Energien einen Gesamtanteil von 56 Prozent am Strommix für das bisherige Jahr erreichen, wie der Bundesverband WindEnergie am 06.05.2020 mitteilte. weiterlesen…

Pionierarbeit für Prototyp eines neuen Brennelements

Neuer Brennstoff aus Uran-Molybdän-Legierung mit niedriger Anreicherung

Technische Universität München (TUM) und der französische Brennelemente-Hersteller Framatome haben eine Zusammenarbeit mit dem Ziel vereinbart, neue, niedrig angereicherte Brennelemente herzustellen. Einer Medienmitteilung zufolge arbeiten sie gemeinsam an der Entwicklung eines neuen Brennstoffs für die Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibniz (FRM II). Der Brennstoff soll aus niedrig angereichertem Uran-Molybdän (U-Mo) bestehen. Die ersten Prototypen sollen Anfang 2021 hergestellt werden. Sind die Tests erfolgreich, könnte die Produktion bereits 2022 beginnen. weiterlesen…

Buch: „Diese Zivilisation ist gescheitert“

Innere ökologische Widersprüche zerstören kapitalistisches System

Bücher - Foto © SolarifyWie sollen wir damit umgehen, dass sich die pessimistischsten Szenarien angesichts des Nichthandelns der (industrialisierten) Menschheit in der Klimakrise als realistisch zu erweisen beginnen? Rupert Read und Samuel Alexander, ein britischer Philosoph und ein australischer Nachhaltigkeitsforscher, sprechen in dem Buch mit dem pessimistischen Titel über technologische Illusionen und zivilen Ungehorsam – und, damit es nicht nur pessimistisch bleibt, die gesellschaftlichen Chancen, welche die Krise trotz allem eröffnet. weiterlesen…

CO2– und NO2-Ausstoß gesunken – Streit

Diesel zu Unrecht verteufelt?

Dichter Verkehr auf der Berliner Ringautobahn bei Nacht - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDer CO2-Austoß in den vom EU-Emissionshandel erfassten Sektoren ist im vergangenen Jahr um 8,7 Prozent gesunken, meldete das Branchenportal energate. Weil es das natürlich mehr oder weniger weltweit gibt, verschiebt sich – zum ersten Mal – der Earth Overshoot Day nach hinten – dank COVID-19; die Pandemie verursachte bekanntlich eine Verringerung des Ökologischen Fußabdrucks und zeigte, dass es möglich ist, die Trends beim Ressourcenverbrauch innerhalb kurzer Zeit zu verschieben. Echte Nachhaltigkeit, die es allen Menschen auf der Erde ermöglicht, gut zu leben, kann jedoch nur durch Entwicklung (Design) erreicht werden, nicht infolge von Katastrophen (Desaster) – so das Global footprint Network am 07.05.2020 in Kalifornien. weiterlesen…

Fotosynthese im Tropfen

MPG-Forscher entwickelten künstlichen Chloroplasten

Pflanzen - Foto © SolarifyPflanzen können es bereits seit Jahrmillionen: Kohlendioxid aus der Luft mithilfe von Sonnenenergie nutzbar machen. Künstliche Zellen als nachhaltige und umweltschonende Bioreaktoren zu bauen, dieser Herausforderung ist das Max-Planck-Forschungsnetzwerk MaxSynBio auf der Spur. Ein Max-Planck-Forscherteam um Tobias Erb vom Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg hat nun eine Plattform für den automatisierten Bau zellgroßer Fotosynthese-Module entwickelt. Die künstlichen Chloroplasten sind in der Lage, das Treibhausgas Kohlendioxid mittels Lichtenergie zu binden und umzuwandeln. weiterlesen…

Regierung streitet weiter über Wasserstoffstrategie

Unionsabgeordnete fordern mehr Tempo

Reichstag - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyWährend eine Gruppe von Unionsabgeordneten im Bundestag die Bundesregierung zu mehr Dynamik und Tempo bei der geplanten Wasserstoffstrategie aufforderte, können sich die federführenden Ministerien nach wie vor nicht auf die längst überfällige Wasserstoffstrategie der Bundesregierung einigen. Gestritten wird zwischen BMWi, BMVI, BMU und BMBF vor allem darüber, wo der benötigte grüne Wasserstoff eingesetzt werden soll. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will auch Pkw-Motoren mit Wasserstoff antreiben. Die anderen wollen Wasserstoff vor allem in der Industrie, in der Luftfahrt und im Schwerlastverkehr einsetzen. weiterlesen…

Weit gefehlt: Auswirkungen der Mindestabstandsregelung auf Windkraft-Einsatz

Extremer Rückgang der Neuinstallationen – Akzeptanz nicht erhöht

Jan Stede und Nils May vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin haben in einer 27seitigen Untersuchung unter dem Titel: „Way Off: The Effect of Minimum Distance Regulation on the Deployment of Wind Power“ die Konsequenzen der Mindestabstandsregelung für Windgeneratoren dargestellt und sind zu dem Schluss gekommen, dass die Genehmigungen etwa in Bayern bis 90 Prozent zurückgegangen sind, ebenso die Verringerung der für Windenergieanlagen zur Verfügung stehenden Landfläche. Die Ergebnisse deuten zudem darauf hin, dass Mindestabstände die Akzeptanz der Windenergie in der Bevölkerung nicht erhöhen, sondern lediglich dem Ausbau der Onshore-Windenergie schaden. weiterlesen…

Neue Gesetzmäßigkeit in Eigenschaften chemischer Elemente entdeckt

Zusammenhang mit Entstehung des Universums vermutet

Physiker der Universität Rostock haben eine überraschende Gesetzmäßigkeit in den Spektrallinien aller bekannten chemischen Elemente entdeckt. Obwohl jedes Element bei Erhitzung ein einzigartiges Strahlungsspektrum aussendet, das es mit keinem anderen Element gemeinsam hat, folgt die Gesamtheit dieser Muster farbigen Lichtes der Strahlungsregel einer Glühlampe, wenn ihr Glühfaden auf eine Temperatur von 9.000 Kelvin (heißer als die Sonnenoberfläche) erhitzt werden würde. Die Forscher des Teams von Professor Alexander Szameit vermuten einer Medienmitteilung zufolge einen Zusammenhang mit der Entstehung des Universums, bei der auch alle chemischen Elemente „geboren“ wurden. weiterlesen…