Kabinett beschließt Kohleausstiegsgesetz

Dazu Löschung freiwerdender CO2-Zertifikate – kritische Stimmen

Das Bundeskabinett hat am 29.01.2020 einer Medienmitteilung des Bundespresseamtes zufolge den Gesetzesentwurf zum Kohleausstieg beschlossen. Genau heißt die Vorlage, die jetzt in den Bundestag geht: „Gesetz zur Reduzierung und zur Beendigung der Kohleverstromung und zur Änderung weiterer Gesetze“. Frei werdende CO2-Zertifikate sollen aus dem Markt genommen und durch den Kohleausstieg eventuell verursachte Strompreiserhöhungen für Verbraucher ausgeglichen werden. Ältere Beschäftigte sollen ein Anpassungsgeld für den Übergang in den Ruhestand erhalten. Schließlich wird das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz verlängert und weiter einwickelt. weiterlesen…

Neue Software für Windkraftanlagen

Stabiles Netz für volatile Energie

Deutschland will in den nächsten Jahren viel mehr Strom vermehrt aus Wind und Sonne produzieren. Das stelle erhöhte Anforderungen an das Stromnetz, erklärt Holger Wrede von der Hochschule Düsseldorf: „Um die Stabilität des Netzes zu gewährleisten, ist es notwendig, dass Kraftwerke auf schwankenden Stromverbrauch reagieren.“ Für Windenergie und Photovoltaikanlagen sei das derzeit noch schwierig. Das Projekt in Zusammenarbeit mit W2E Wind to Energy (Rostock) will durch das Weiterentwickeln der Anlage im Zusammenspiel mit dem sogenannten Umrichter neue Lösungsansätze bieten. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt fachlich und finanziell mit 395.000 Euro. weiterlesen…

Gebäude können zu einer globalen CO2-Senke werden

…mit dem Baustoff Holz statt Zement und Stahl

Eine Materialrevolution, die im Städtebau Zement und Stahl durch Holz ersetzt, kann doppelten Nutzen für die Klimastabilisierung haben. Das zeigt jetzt die Studie eines internationalen Teams von Wissenschaftlern u.a. des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Erstens könne sie Treibhausgasemissionen aus der Zement- und Stahlproduktion vermeiden. Zweitens könne sie Gebäude in eine Kohlenstoffsenke verwandeln, da im Bauholz das von den Bäumen zuvor aus der Luft aufgenommene und in ihren Stämmen eingelagerte CO2 gespeichert werde. Obwohl die erforderliche Menge an Holz theoretisch verfügbar sei, würde eine solche Ausweitung eine sehr sorgfältige nachhaltige Waldbewirtschaftung erfordern, wie die Autoren der Studie betonen. weiterlesen…

Energie künftiger Heizsysteme in Salz speichern

Solarthermische Kollektoren und Energiespeicherung in Salzbatterien können 71 Prozent des Heizbedarfs decken

Ein Behälter mit flüssigem Salz, unterkühltem Natriumacetat-Trihydrat, kann Energie aus erneuerbaren Energiequellen speichern, ohne Energie zu verlieren, schreibt Peter Aagaard Brixen auf der Webseite der Dänischen Technischen Universität (DTU). Neue Forschungsergebnisse der DTU zeigen, dass Salzbatterien die Herausforderung der kurz- und langfristigen Speicherung von Energie aus Sonnenkollektoren und Windenergie lösen können. Experimente haben gezeigt, dass ein Solarheizsystem mit 22 m² Sonnenkollektoren, einem Warmwasserspeicher und Salzbatterien bis zu 71 Prozent des Wärmebedarfs in einem energieeffizienten Drei-Personen-Haus im dänischen Klima decken kann. weiterlesen…

Geheimnis der Cyanobakterien entschlüsselt

Bald künstliche Photosynthese? Wie genau Cyanobakterien CO2 effizient umwandeln

Ein internationales Forschungsteam konnte das Geheimnis der Cyanobakterien lüften. Künftig wird es so möglich sein, bei ihnen „abzuschauen“, wie sie Luft-CO2 in wasserlösliche Kohlensäure umwandeln und vor dem Aufbau von Biomasse in der Zelle zwischenspeichern. Das hat jetzt ein Forscherteam unter Beteiligung der Ruhr-Universität Bochum in der Zeitschrift Nature Communications erläutert. (Foto: Jacqueline Thiemann und Marc Nowaczyk waren überrascht, dass die molekularen Details der biologischen CO2-Umwandlung bei Cyanobakterien doch anders sind als zuvor gedacht und wollen demnächst bei Cyanobakterien abgucken – © RUB, Marquard) weiterlesen…

Historischer Tiefstand für Wind-Onshore

BWE: Durch mehr Genehmigungen und Flächen schnellstmöglich überwinden

Der Brutto-Zubau der Windenergie an Land von 1.078 Megawatt (MW) bzw. 325 Anlagen im Gesamtjahr 2019 liegt auf dem niedrigsten Stand seit Einführung des EEG im Jahr 2000, meldete der Bundesverband WindEnergie am 28.01.2020. Der Zubau sei um 55 Prozent geringer als 2018 und 80 Prozent geringer als 2017 gewesen. Daher fordert der Branchenverband, Bund und Länder müssten das Ausbautief durch Sofortmaßnahmen für mehr Genehmigungen und Flächen überwinden helfen. Zudem müssten pauschale Abstandsregeln vor allem für bestehende Regional-, Flächen- und Bauplanungen sowie Repowering-Projekte vermieden werden. Nachdem der Bedarf an Erneuerbaren Energien für klimaneutrale Produktion, Sektorenkopplung und Wasserstofferzeugung steigt, müsse die Bundesregierung die Ausbaupfade anpassen. weiterlesen…

RWE will runden Tisch zum Windkraftausbau

Auch unpopuläre Vorschläge erwünscht – Anrainer beteiligen?

Der Ausbau der Windenergie in Deutschland ist praktisch zusammengebrochen – 2019 nur 276 neue Windenergieanlagen. Der Stromriese RWE schlägt deshalb einen runden Tisch vor, um den Bau von Windgeneratoren an Land wieder in Gang zu bringen. Die Forderung (unter anderem von der SPD), dass Anrainer finanziell beteiligt werden, ist nicht mehr ganz neu, aber auch nicht völlig unumstritten. weiterlesen…

Sektorkopplung mit ES-FLEX-INFRA

Fraunhofer vernetzt Produktion und Speicherung von Energie

Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromproduktion erreicht mittlerweile fast 50 Prozent – mit dem großen Nachteil, dass sie sich dem tagsüber wechselnden Strombedarf kaum anpassen können. Sie liefern nur dann elektrische Energie, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint. Ideal wäre es, erzeugte Erneuerbare Energie in großem Maße speichern und die Produktion und Speicherung von Energie aufeinander abstimmen zu können. Dies ist das Ziel von ES-FLEX-INFRA, einem Gemeinschaftsprojekt unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI. (Grafik: Sektorkopplungen in städtischen Netzen – © Fraunhofer SCAI) weiterlesen…

Industrielle Power-to-Gas-Groß-Anlage in der Schweiz

Deutsche Partner: microbEnergy, Schmack Biogas und Siemens

Die Viessmann-Töchter microbEnergy und Schmack Biogas bauen eben die nach eigenen Angaben weltweit größte Power-to-Gas-Anlage zur mikrobiologischen Umwandlung von Wasserstoff in Biomethan. Siemens liefert die die Elektrolyse-Technologie. Der schweizerische Energieversorger Limeco (Limmattal) startet das Projekt unter den Prämissen der „Energiestrategie 2050“, die für die Eidgenossenschaft auf Atomausstieg, die Reduktion von Treibhausgasen und den Ausbau von Erneuerbarer Energie wie Solar- oder Windkraft setzt. weiterlesen…

„Connecting the Dots“

EIB-Präsident Werner Hoyer bei Konferenz über Digitalisierung, Finanzen & nachhaltige Entwicklung

Um die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) zu erreichen, ist es entscheidend, private Finanzmittel in größerem Umfang und mit größerer Geschwindigkeit zu mobilisieren. Finanzinnovationen, neue Technologien und die Digitalisierung haben das Potenzial, wesentlich zu dieser Aufgabe beizutragen. Vor diesem Hintergrund hat der Generalsekretär der Vereinten Nationen die Task Force für die digitale Finanzierung der SDGs eingesetzt, um zu untersuchen, wie dieses Potenzial erschlossen und gleichzeitig die damit verbundenen Risiken bewältigt werden können. weiterlesen…