Machine Learning verbessert Klimamodelle

Realistischere Klimasimulationen dank Künstlicher Intelligenz

KKlimamodelle sagen vorher, wie sich das Erdklima über Jahrzehnte bis Jahrhunderte hinweg verändern könnte. Doch die akkurate Modellierung extremer Niederschlagsereignisse bleibt für Klimamodelle eine große Herausforderung. Um das zu ändern, haben Forschende der Technischen Universität München zur Verbesserung der Klimamodellierung nun auf Methoden des Machine Learnings gesetzt, die sonst auch bei der Erstellung von Bildern zum Einsatz kommen können – so eine Medienmitteilung der TU München vom 04.10.2022. weiterlesen…

Wie das Langzeitgedächtnis auf Treibhausgasemissionen reagiert

Klimakrise untersucht

Die globale Erwärmung beeinflusst das Erdsystem stark – die Klimakrise ist sowohl für die Klimawissenschaft als auch für die Öffentlichkeit von größter Bedeutung. Trotz der jüngsten Fortschritte prognostizieren die Erdsystemmodelle immer noch eine große Bandbreite möglicher Erwärmungsgrade. Daher verwenden die Forscher Naiming Yuan, Christian L. E. Franzke, Feilin Xiong, Zuntao Fu und Wenjie Dong aus China und Korea ein verallgemeinertes stochastisches Klimamodell, um einen Reaktionsoperator abzuleiten, der die globale mittlere Oberflächentemperatur bei bestimmten Antriebsszenarien berechnet, um die Auswirkungen vergangener Emissionen auf die aktuelle Erwärmung zu quantifizieren. Dieser Ansatz ermöglicht es ihnen, systematisch zwischen den „direkten“ und den „indirekten“ Trends zu unterscheiden, die durch das Gedächtnis induziert werden. Ihr Artikel „Der Einfluss des Langzeitgedächtnisses auf die Reaktion des Klimas auf Treibhausgasemissionen“ wurde im Portal npj – climate and atmospheric science veröffentlicht. (Bild: „Warming Stripes“ – Klima-Strichcode – Durchschnittstemperaturen in Deutschland von 1881 bis 2017 von 6.6°C (Dunkelblau) bis 10.3°C (Dunkelrot) – © Climate Lab Book) weiterlesen…

RWE steigt acht Jahre früher aus der Kohle aus

Eckpunktevereinbarung: Meilenstein für den Klimaschutz, Stärkung der Versorgungssicherheit und Klarheit für die Menschen in der Region

Das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen hat sich laut einer Medienmitteilung vom 04.10.2022 mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und der RWE AG auf Eckpunkte für das Vorziehen des Kohleausstiegs um acht Jahre auf 2030 verständigt. Die mindestens eingesparten 280 Millionen Tonnen CO2 sind ein Meilenstein für den Klimaschutz in Deutschland und Nordrhein-Westfalen. Ministerin Neubaur: „Mit den vereinbarten Eckpunkten zum Kohleausstieg 2030 setzen wir einen Meilenstein unseres Koalitionsvertrages in puncto Klimaschutz verantwortungsvoll um.“ weiterlesen…

Mit der industriellen Wärmewende Erdgas einsparen und das Klima schützen

Zur Unterstützung von Wärmewende in der Industrie muss Politik zügig regulatorische Hemmnisse beseitigen

Rund 90 Terawattstunden Erdgas könnten bis 2030 eingespart werden, wenn die Industrie ihre Prozesswärme bis 500 Grad Celsius künftig elektrisch erzeugte. Das geht aus einer Studie des Think Tanks Agora Industrie hervor. Mittels Wärmepumpen und Elektrodenkesseln könne der Sektor in den kommenden acht Jahren bis zu drei Viertel der durch den europäischen RePowerEU-Plan vorgegebenen Erdgaseinsparungen erzielen und so einen wichtigen Schritt zur Energiesicherheit leisten, heißt es in einer Medienmitteilung vom 30.09.2022. weiterlesen…

Wundergestein bindet massenhaft Kohlendioxid

CO2-Verringerung: Welchen Beitrag können Olivine leisten?


Durch den Einsatz von zerkleinertem Olivin in 0,1 % bis 0,25 % der globalen Schelfmeere könnten 1 Milliarde Tonnen CO2 aus der Atmosphäre entfernt werden. Das Coastal Carbon Capture-Projekt könnte den Säuregehalt der Ozeane verringern und die Küsten vor dem Anstieg des Meeresspiegels schützen. In größerem Maßstab könnten die Kosten für die Beseitigung von Kohlendioxid bei 35 Dollar pro Tonne liegen. Olivin, ein grüner Sand, kann Kohlendioxid binden. Ähnliches wird laut Wirtschaftswoche soeben in Puerto Rico untersucht. (Foto: Grüner Olivinsand auf Hawaii – © Brocken Inaglory – Eig. Werk, commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0) weiterlesen…

Neues Enzym spaltet Wasser

Erfolg mit künstlicher Tasche

Die Menschheit steht vor einer zentralen Herausforderung: Sie muss den Übergang zu einer nachhaltigen und kohlendioxidneutralen Energiewirtschaft bewältigen. Auf dem Weg zur sonnenlichtgetriebenen Produktion von Wasserstoff ist ein Fortschritt gelungen. Ein Team aus der Chemie der Würzburger Julius-Maximilians-Universität präsentierte laut einer Medienmitteilung vom 03.10.2022 einen enzymähnlichen molekularen Katalysator für die Wasseroxidation. (Grafik: Enzym-ähnliche Wasserorganisation vor einem Ruthenium-Wasseroxidations-Katalysator – © Team Würthner, Uni Würzburg) weiterlesen…

Deutsch-französische Position zu EU-Gesetz über kritische Rohstoffe

Stärkung des Krisenmanagements, Prüfung und Bewertung bestehender Finanzierungsinstrumente, Gewährleistung weltweit gleicher Wettbewerbsbedingungen

Kritische Rohstoffe wie etwa verschiedene Metalle sind entscheidend für die grüne und digitale Transformation der EU. Der Krieg in der Ukraine hat deutlich gemacht, wie wichtig eine gesicherte Versorgung mit diesen kritischen Rohstoffen ist, um die Resilienz der europäischen Lieferketten insgesamt zu stärken. Gleichzeitig ist die Sicherung einer nachhaltigen Versorgung mit einer breiten Palette von Rohstoffen wichtiger denn je, während wir auf dem doppelten Weg in eine grüne und digitale Zukunft voranschreiten. Vor diesem Hintergrund wurden die kritischen Rohstoffe in einer gemeinsamen Erklärung mit Frankreich am 29.09.2022 in die sechs Sektoren aufgenommen, die in der Erklärung von Versailles vom März 2022 als strategisch eingestuft wurden. weiterlesen…

Erneuerbare Energien wirken klar preisdämpfend

Ein durchschnittlicher Haushalt hätte in den vergangenen zwölf Monaten rund 130 Euro weniger für Strom ausgeben müssen

Erneuerbare Energien wirken klar preisdämpfend. Das zeigt eine Studie, die die Energiemarktexperten von Energy Brainpool im Auftrag von GP JOULE erstellt haben. Wären 20 Gigawatt (GW) Windenergie an Land und 30 GW Solarenergie mehr installiert gewesen, hätte im August 2022 der Preis pro Kilowattstunde am Day-Ahead-Markt um mehr als 8 Cent niedriger gelegen. weiterlesen…

Berlin soll Klimaneutralität vorziehen

Volksbegehren gestartet

Eine 2021 gegründete Initiative namens Klimaneustart Berlin will der Hauptadtadt per Volksbegehren bereits bis 2030 statt 2045 Klimaneutralität verordnen. Die Initiatoren nennen „Verpflichtungen statt Ziele“ und veröffentlichten bereits Umformulierungen des einschlägigen Gesetzestextes, „damit aus unverbindlichen Zielen Verpflichtungen werden: Dadurch sollen Lücken für politisches Nicht-Handeln geschlossen sowie Sanktionsmechanismen bei Pflichtverstößen eingeführt werden“. weiterlesen…

Blick in die Glaskugel der kommenden Jahre

…und: Blick zurück in die Zukunft

Zeitfenster 2022 aus „Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt“: Das Wuppertal Institut hat  die damaligen „Zeitfenster“ in fünf zentrale Themenfelder der Nachhaltigkeitstransformation gebündelt und mit dem Jetzt verglichen. In acht Factsheets erläutern die Forschenden die früheren Annahmen, was in der Zwischenzeit tatsächlich passiert ist und warum wir aktuell wo stehen und wagen erneut einen kurzen Blick in die Glaskugel der kommenden Jahre. (Titel: In einer globalisierten Welt – © Wuppertal Institut, M. Hartmann) weiterlesen…