BMDV veröffentlicht Förderaufruf zur Herstellung erneuerbarer CNG- und LNG-Kraftstoffe

Thema „biologische Methanisierung“

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) hat am 25.04.2022 den neuen Förderaufruf „Biologische Methanisierung unter Nutzung von CO2-Quellen aus der Bioenergieproduktion und Wasserstoff an einem zentralen Standort zur Produktion von regenerativem Kraftstoff“ veröffentlicht. Der Aufruf soll dazu beitragen, biologische Methanisierung als innovative Technologie zur Herstellung von CNG- und LNG-Kraftstoffen (CNG = Compressed Natural Gas, LNG = Liquefied Natural Gas) zur Marktreife zu führen. Vorhaben können sowohl die Errichtung und den Betrieb von Pilotanlagen, deren Bezug von grünem Wasserstoff als auch eine wissenschaftliche Begleitung zur Optimierung und zur Abschätzung des ökologischen und ökonomischen Potenzials beinhalten. (Bild: Synthetische Kraftstoffe: Zapfhähne für OME, H2 und Solarstrom – © PPP Schlögl, MPI CEC) weiterlesen…

Novelle des Energiesicherungsgesetzes von 1975

Bundeskabinett beschließt notwendiges Update zur Stärkung der Vorsorge

Die Bundesregierung „wappnet sich weiter für eine Zuspitzung der Lage auf den Energiemärkten“, so eine Medienmitteilung aus dem BMWK vom 25.04.2022. Dazu hat das Bundeskabinett am 25.04.2022 in einem schriftlichen Umlaufverfahren die Novelle des Energiesicherungsgesetzes beschlossen. Das Gesetz sieht bei einer Gefährdung oder Störung der Energieversorgung weitreichende Handlungsmöglichkeiten zur Krisenbewältigung vor. Das reicht von Möglichkeiten der Treuhandverwaltung von Unternehmen der kritischen Energieinfrastruktur über eine Stärkung der europäischen Solidarität bis hin zu einer digitalen Plattform, die eine bessere Steuerung der Gasreduktion bei Unternehmen erlaubt. weiterlesen…

Schneller Markthochlauf von Wasserstofftechnologien erwartet

acatech und DECHEMA veröffentlichen komplette Auswertung ihrer Umfrage zu Wasserstoff-Technologien in Deutschland

In einem gemeinsamen Projekt „Wasserstoff-Kompass“ untersuchten acatech und DECHEMA Entwicklungspfade für den Markthochlauf einer Wasserstoffwirtschaft. Am 25.04.2022 veröffentlichten sie den vollständigen Bericht zur Umfrage unter dem Titel „Wasserstoffwirtschaft 2030/2050: Ziele und Wege“, an der im Herbst 2021 rund 600 Personen aus Wissenschaft, Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung und der Zivilgesellschaft teilgenommen hatten. weiterlesen…

BaWü: Flaute beim Windstrom

Nötig wären bis 2040 siebenmal mehr Genehmigungen

Nicht nur in Bayern: In Baden-Württemberg wurden im ersten Quartal 2022 nur drei neue Windgeneratoren errichtet. Der Windenergiezubau ist damit nach Angaben der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg „deutlich zu gering: Für die Versorgungssicherheit und den Klimaschutz im Südwesten sind bis 2030 im Schnitt 100 neue Windenergieanlagen pro Jahr erforderlich.“ Franz Pöter von der Plattform EE BW: „Im Land geht es bei der Windenergie nicht voran. Hier brauchen wir schnell deutlich mehr Genehmigungen.“ Einen kleinen Lichtblick gebe es lediglich bei der Photovoltaik: Bis Ende März seien in diesem Jahr knapp 10.000 neue Solarstromanlagen errichtet worden. weiterlesen…

Führende Klimawissenschaftler erkennen Zusammenhang

Neu im IPCC-Bericht: Kolonialismus und Klimawandel

Der sechste und letzte Bericht des Weltklimarats (IPCC) über die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf unseren Planeten, der Anfang dieses Monats veröffentlicht wurde, wiederholt viele der Warnungen seiner Vorgänger: vor allem, dass der Klimawandel eine globale Katastrophe bedroht, wenn wir nicht handeln, um ihn abzuwenden. Doch es gibt einen entscheidenden Unterschied. Zum ersten Mal in der Geschichte der Institution hat der IPCC den Begriff „Kolonialismus“ in die Zusammenfassung seines Berichts aufgenommen – schreibt Harriet Mercer, Mitglied des Projekts Making Climate History der Cambridge University, am 22.04.2022 auf The Conversation. (Foto: Buschfeuer in Australien – © bertknot_ flickr, CC BY-SA 2.0) weiterlesen…

dena-Studie zeigt Vorteile einer sektorintegrierten Energieversorgung im Quartier

Quartiersansatz ermöglicht niedrigere Gesamtkosten und höheren Selbstversorgungsgrad

Ein optimierter Ansatz für die Energieversorgung von Quartieren bietet gegenüber dezentral optimierten Versorgungsstrukturen auf Gebäudeebene viele Vorteile. Das ist das Ergebnis der am 21.04.2022 veröffentlichten dena-Studie „Modellierung sektorintegrierter Energieversorgung im Quartier“. Die Studie wurde vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE im Auftrag der Deutschen Energie-Agentur (dena) erarbeitet. Modellrechnungen anhand mehrerer verschiedener Quartiers­typen – Bestand und Neubau mit unterschiedlichen Nutzungsarten in urbanen sowie ländlichen Gebieten – haben ergeben, dass die quartiersoptimierte Versorgung Kostenvorteile von circa 30 bis 45 Prozent gegenüber der Versorgung von Einzelgebäuden aufweist.(Titel: Studie – Modellierung sektorintegrierter Energieversorgung im Quartier – © dena) weiterlesen…

Defossilisierung der Banken?

Sieben Gründe, warum die Finanzierung der Fossilen an einem Wendepunkt angelangt sein könnte

Das Climate Safe Lending Network erkennt die wichtige Rolle an, die der Bericht „Banking on Climate Chaos“ spielt, indem er dem Finanzsektor den Spiegel vorhält und die enorme Lücke zwischen den derzeitigen Aktivitäten und dem, was wir erreichen müssen, aufzeigt. Es ist dem Engagement engagierter Nichtregierungsorganisationen zu verdanken, dass die Problematik nun besser verstanden und anerkannt wird. Illuminem-Autor James Vaccaro ist überzeugt, dass die Banken allmählich aufhören, weiter fossile Energien zu finanzieren – er nennt am 04.04.2022 sieben Gründe dafür. weiterlesen…

Auf dem Weg zur GW-Industrie

Fraunhofer ISE liefert detaillierte Kostenanalyse für Wasserelektrolyse-Systeme

Die Erzeugung von grünem Wasserstoff durch Wasserelektrolyse hat in den letzten Jahren enorm an Interesse gewonnen, und in der Elektrolysebranche werden erhebliche Anstrengungen unternommen, um Zellen und Stacks zu vergrößern und die Produktionskapazitäten deutlich zu erhöhen. Parallel dazu ist die aktuelle Diskussion über die Kosten von Elektrolyseanlagen von widersprüchlichen Aussagen mit einer großen Bandbreite an Preisprognosen geprägt, was eine verlässliche Bewertung von Elektrolyseuren erschwert. Um in dieser Diskussion um die Investitionskosten der Wasserelektrolyse die notwendige Transparenz zu schaffen, hat das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE im Auftrag der NGO Clean Air Task Force (CATF) ein Bottom-up-Kostenmodell erstellt und eine Kostenstudie durchgeführt. Damit kann ein breites Verständnis für die Kostenstrukturen von Niedertemperatur-Wasserelektrolysesystemen aufgebaut werden. weiterlesen…

Stanford: Methanlecks viel schlimmer als angenommen

Zumindest in New Mexico, aber es gibt Hoffnung

Die Menge an Methan (das über 100 Jahre hinweg 30mal stärker Wärme speichert als Kohlendioxid, aber nicht so lange in der Atmosphäre verbleibt) die im Permian-Becken in New Mexico, einer der ausgedehntesten und förderstärksten Öl- und Gasregionen der Welt im Süden der USA, entweicht, ist um ein Vielfaches größer als von der US-Bundesregierung geschätzt, so eine neue Studie unter Leitung der Stanford University. Mit Hilfe von Flugzeugsensoren, die Methanlecks aus einzelnen Öl- und Gasförderanlagen aufspüren können, untersuchten die Forscher die Förderungsanlagen im Permian-Becken. weiterlesen…

Sonnenkollektoren erzeugen nachts Strom

In Stanford wurden Solarmodule entwickelt, die auch bei Dunkelheit funktionieren

Neue Forschungsergebnisse aus Stanford zeigen, so eine Veröffentlichung in Applied Letters in Physics, dass PV-Module auch nachts Stzrom erzeugen können. Dazu wurden handelsübliche Solarmodule so modifiziert, dass sie nachts eine kleine Menge Strom erzeugen, indem sie einen Prozess nutzen, der als Strahlungskühlung bekannt ist und sich auf das kalte Vakuum des Weltraums stützt weiterlesen…