Regierung will internationalen Klimaclub gründen

„Klimaschutz international ein Standortvorteil“

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat einer Medienmitteilung aus seinem Ministerium zufolge am 25.08.2021 im Bundeskabinett gemeinsame Eckpunkte mit AA, BMWi, BMU und BMZ für einen internationalen Klimaclub vorgestellt. Ziel ist es, der Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens international einen zusätzlichen Schub zu geben. Kern der Initiative ist die kooperative Zusammenarbeit von Ländern, die bei der Transformation voranschreiten wollen. Ein solcher offener und kooperative Klimaclub soll nach dem Willen der Bundesregierung eine Partnerschaft sein, in dem sich die Staaten auf ambitionierte Klimaziele und entsprechende Maßnahmen verpflichten. weiterlesen…

CO2-Grenzausgleich im europäischen Kontext

Votum des wissenschaftlichen Beirats

Der Wissenschaftliche Beirat (WB) beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) spricht sich nach Angaben der Bundesregierung „für ein multilaterales Vorgehen beim Klimaschutz aus und gegen Maßnahmen, die Handelsstreitigkeiten auslösen und die Effektivität der EU-Klimapolitik untergraben“. Auch die Bundesregierung setze sich für kooperative Lösungen mit internationalen Partnern beim Klimaschutz ein und beziehe das Votum des WB in ihre Klimapolitik ein, heißt es in der Antwort (19/32001) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/31732) vom 27.08.2021. (hib/HAU) weiterlesen…

Weiterentwicklung der Elektrodenfertigung

Forschungsfertigung Batteriezelle startet Forschungsbetrieb in Münster

Die Fraunhofer Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB) hat einer Medienmitteilung vom 25.08.2021 zufolge in Münster ihre Aktivitäten begonnen. Die Mitarbeitenden der Fraunhofer-Gesellschaft sowie des MEET Batterieforschungszentrums der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster haben im „FFB Workspace“ eine Misch- und Beschichtungsanlage zur Erprobung der Elektrodenfertigung in Betrieb genommen. Ziel ist die Weiterentwicklung des vollkontinuierlichen Mischverfahrens in Bezug auf Elektrodenmaterial, Prozesse und Digitalisierung. Mit der Infrastruktur im Reinraum des „AlexProWerk“ kann die Forschungsfertigung Batteriezelle erste Forschungsaufträge der Industrie ausführen. weiterlesen…

Wasserstoff-Verbrenner – fast ohne Emissionen

Deutz: „Reif für den Markt“

Der Kölner Motorenhersteller DEUTZ stellte jetzt mit dem TCG 7.8 H2 seinen ersten Wasserstoff-Verbrennungsmotor vor. Nach BMW erst der zweite in Deutschland – bisher wurde Wasserstoff stets in Brennstoffzellen in Strom verwandelt, waren also Elektro-Autos. Mit dem Wasserstoffmotor baut das Unternehmen sein Angebot an emissionsreduzierten und -freien Antrieben weiter aus: Der Motor auf Basis eines Otto-(Benzin)-Motors erfüllt den von der EU vorgegebenen CO2-Grenzwert für Zero Emission, ist also E-Autos gleichgestellt. (Foto: Mit dem TCG 7.8 H2 ist der erste Wasserstoffmotor von DEUTZ „reif für den Markt“ – Foto © deutz.com) weiterlesen…

DStGB fordert 100.000 Solardächer-Programm für öffentliche Gebäude

„Riesiges Potenzial im Bereich der kommunalen Liegenschaften“

Deutschland wird das Klimaziel im Gebäude- und im Verkehrssektor nicht erreichen. Dabei gibt es gerade im Bereich der kommunalen Liegenschaften ein riesiges Potenzial, das noch längst nicht ausgeschöpft ist, so der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Viele Kommunen gingen zwar seit Jahren mit Solaranlagen auf den Dächern ihrer Gebäude voran. Um aber die ambitionierten Ausbauziele des Klimaschutzgesetzes weitgehend flächendeckend zu erreichen, wird es allerdings ohne zusätzliche Förderung nicht gehen, um die Finanzierung der Investitionen zu ermöglichen. weiterlesen…

Wenige sind schuld an fast der Hälfte der Emissionen

Dritter Teil des IPCC-Reports geleakt

Eine kleine Gruppe von Forschern hat den Teil 3 des 6. IPCC-Entwurfs veröffentlicht – daraus geht hervor, dass vergleichsweise wenige Menschen verantwortlich für den Großteil der Emissionen sind: Die reichsten zehn Prozent der Menschheit sind für 36 bis 45 Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich. Die Wissenschaftlergruppe nennt sich Scientist Rebellion und ist ein Ableger der Bewegung Extinction Rebellion. Im Papier findet sich diese Zahl, die Reichsten verursachen mehr als zehnmal so viel Emissionen wie die ärmsten zehn Prozent. Dieses Zehntel der Weltbevölkerung habe lediglich drei bis fünf Prozent zu verantworten. (Titel: 1. Teil des 6. Sachstandsberichts (am 09.08.2021 veröffentlicht) – © ippc.com) weiterlesen…

Bebauungsplan für Datteln 4 unwirksam

Steinkohlekraftwerk läuft aber weiter

Der Bebauungsplan für das Steinkohlekraftwerk Datteln 4 ist unwirksam. Zu diesem Urteil kam das OVG Münster einer Medienmitteilung zufolge am 26.08.2021. Der Betrieb geht dennoch weiter. Der 10. Senat des Oberverwaltungsgerichts hat mit drei Urteilen auf die An­träge der Stadt Waltrop, des BUND Landesverband NRW sowie von vier Privatperso­nen den „vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 105a – Kraftwerk – der Stadt Dat­teln“ für unwirksam erklärt (Aktenzeichen: 10 D 106/14.NE, 10 D 40/15.NE und 10 D 43/15.NE). Das modernste deutsche Steinkohlekraftwerk ist seit Jahren ein Streitobjekt. Kraftwerksgegner wie der BUND sehen jetzt ihre kritische Haltung nach aktuellen Urteilen des Oberverwaltungsgerichtes für NRW bestätigt. (Foto: Kraftwerk Datteln 4 Neubau – © Maschinenjunge – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Guardian: Konzerne sackten mit „falschen Angaben“ Milliarden Steuergelder ein

Ex-Lobbychef: GB-Ölfirmen machten „unrichtige Behauptungen“ über Kosten fossilen Wasserstoffs

Chris Jackson, Vorsitzender der UK Hydrogen & Fuel Cell Association (UK HFCA) glaubt, dass die Unternehmen „nicht nachhaltige“ fossile Gasprojekte gefördert haben, um Milliarden an Steuergeldern zu erhalten. So hätten das Londoner Finanzministerium überzeugt, sagte Jackson zur Begründung seines Rücktritts als HFCA-Vorsitzender – laut Guardian im Vorfeld eines Strategiepapiers der Regierung, das Unterstützung für blauen Wasserstoff vorsieht, der aus fossilem Gas gewonnen wird und Kohlenstoffemissionen erzeugt, die via CCS unterirdisch entsorgt werden müssen. weiterlesen…

Rückschlag für Willow-Projekt von ConocoPhillips in Alaska

Bundesrichterin lehnt Genehmigungen der Trump-Regierung ab – auch von Biden unterstützt

Mehr als 160.000 Barrel pro Tag wollte der Konzern ConocoPhillips in der National Petroleum Reserve Alaskas westlich der Prudhoe Bay fördern. Eine Bundesrichterin hat am 25.08.2021 laut Washington Post die Genehmigungen für das umstrittene, an der Nordküste Alaskas geplante Ölprojekt verweigert. Sie bemängelte, wie die US-Regierung die Umweltauswirkungen des Projekts bewertet hatte, einschließlich der Frage, dass es Eisbären schaden könnte. (Foto: Central Gas Facility, Prudhoe Bay, Alaska – Foto © FairbanksMikeflickr.com photos, CC BY 2.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Nord Stream 2 unterliegt gegen Bundesnetzagentur

OLG Düsseldorf weist Beschwerde zurück

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat am 25.08.2021 eine Beschwerde der Projektgesellschaft Nord Stream 2 AG gegen die Bundesnetzagentur zurückgewiesen. Die Entscheidung kann beim Bundesgerichtshof angefochten werden. Die Gasleitung von Sibirien nach Deutschland soll dieses Jahr in Betrieb gehen. Die Nord Stream 2 AG hatte das Gericht angerufen, nachdem die Bundesnetzagentur im Mai 2020 erklärt hatte, die Gasleitung auf deutschem Hoheitsgebiet nicht von der Regulierung auszuklammern. Die DUH begrüßte das Urteil. weiterlesen…