Bestimmte Katalysatoren steigern sich im Betrieb

HZB-Forscher erklären Phänomen

Kristallines Kobalt-Arsenid (Erythrit oder Erythrin) ist ein Katalysator für die Sauerstoffentwicklung bei der elektrolytischen Wasserspaltung für die Erzeugung von Wasserstoff. Das Material gilt als Modellsystem für eine interessante Gruppe von Katalysatoren, deren Leistungen sich im Lauf der Elektrolyse unter bestimmten Bedingungen steigern. Nun hat ein Team um Marcel Risch an BESSY II in Berlin-Adlershof aufgeklärt, dass zwei gegenläufige Entwicklungen dafür verantwortlich sind. (Foto: Erythrit aus Bou Azzer, Tazenakht, Provinz Ouarzazate, Marokko – © Rob Lavinsky, iRocks.comCC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

„PR-Lobbyverband verwässert deutsche Klimapolitik“

Eine Recherche von Lobby Control

Es klingt irgendwie bekannt*: Das Recherche-Netzwerk Correctiv weist auf eine Untersuchung von Lobby Control (LC) hin, die zeige, wie der PR-Verband „Zukunft Gas“ systematisch darauf hinwirke, Gas als sauberen Energieträger zu positionieren. Mit einem Budget von zehn Millionen Euro im Jahr und besten Verbindungen in die Politik sei der Verband „ein mächtiger Player“. So habe Zukunft Gas bereits erreicht, dass die Bundesregierung mit Flüssiggas betriebene Lkw subventioniere, obwohl es starke Zweifel am Klimanutzen aufgrund des CO2-Ausstoßes gebe. weiterlesen…

DIW-Analyse: Effektivität der internationalen Klimafinanzierung steigern

Industriestaaten sollten Unterstützung an Schwellenländer mit eigenen Verpflichtungen verbinden

Vor dem Weltklimagipfel in Glasgow im Herbst dieses Jahres stellt sich die Frage, wie die Industrieländer die Entwicklungs- und Schwellenländer besser bei klimapolitischen Maßnahmen unterstützen können, um die globalen Klimaziele zu erreichen. Eine Analyse der Abteilung Klimapolitik am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) kommt auf Basis von Experteninterviews zu dem Ergebnis, dass vor allem die internationale Klimafinanzierung überarbeitet werden muss. (Grafik: Reformvorschlag der internationalen Klimafinanzierung – © diw-berlin 2021) weiterlesen…

AEE: Erneuerbare schaffen Wertschöpfung

Arbeitsplätze, Investitionen, Steuereinnahmen, Senkung von Brennstoffkosten und Treibhausgasausstoß

Erneuerbare Energien schaffen regionale Wertschöpfung, etwa durch Arbeitsplätze, Investitionen und Steuereinnahmen in Kommunen. Regionen können sich unabhängig von Brennstoffkosten und -importen machen, stattdessen klimafreundliche Energie dezentral produzieren und damit die kommunalen Haushalte stärken. Wie am 28.07.2021 in Renews, dem Newsletter der Agentur für Erneuerbare Energien veröffentlicht, senken die Erneuerbaren gleichzeitig den Treibhausgasausstoß – was sie zur effektivsten Maßnahme für den Klimaschutz macht. weiterlesen…

Abfall als erneuerbare Energiequelle

Mali: Internationaler Austausch und Wissenstransfer

Die Stadt Bamako in Mali zählt heute mehr als zwei Millionen Einwohner und gehört zu den am schnellsten wachsenden Städten Afrikas. Die Urbanisierung stellt die Stadt vor Herausforderungen: eine funktionierende Abfallwirtschaft muss bereitgestellt und eine sichere Energieversorgung gewährleistet werden. Im internationalen Verbundprojekt ERA-SOLMAB arbeitet die TH Köln gemeinsam mit Projektpartnern daher an Konzepten und Strategien für eine energetische Verwertung von Reststoffen. (Foto: Müllhalde – © Karuvadgraphy auf pixabay) weiterlesen…

EE-Einbruch gefährdet Klimaziele und Standort

BEE: Neue Regierung muss Erneuerbare voranbringen

Der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) sieht die am 03.08.2021 veröffentlichten Zahlen der Zusammensetzung des deutschen Energie-Mixes im ersten Halbjahr 2021 mit großer Sorge und fordert die politische Konzentration auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Laut der AG Energiebilanzen (siehe solarify.eu/energieverbrauch-und-energiemix-veraendern-sich-durch-pandemie-und-wetter) hat sich der Anteil der Erneuerbaren Energien am gesamten Energiemix auf 16,8 Prozent im ersten Halbjahr verringert, das ist knapp ein Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (17,7). weiterlesen…

Lebensmittelabfälle verursachen 3,3 Milliarden Tonnen CO2

Mehr als alle Autos in den USA und Europa zusammen in einem Jahr

Jahr für Jahr werden schätzungsweise 2, 5 Milliarden Tonnen der weltweit erzeugten Lebensmittel verschwendet statt verzehrt. Allein in der Landwirtschaft gehen 1,2 Milliarden Tonnen aller global produzierten Lebensmittel vor, während und direkt nach der Ernte für den Verzehr verloren. Insgesamt erreichen etwa 40 Prozent der weltweit erzeugten Lebensmittel keinen Menschen. Neue Untersuchungen von FAO und WWF zeigen, dass Lebensmittelabfälle in einem Jahr mehr CO2 ausstoßen (und damit das Klima schädigen), als alle Autos in den USA und Europa zusammen. weiterlesen…

Der Weltklimarat hat versagt

Hans-Josef Fell: Menschheit wurde jahrelang unvollständig über Dramatik der Klimakrise informiert

Seit Jahrzehnten hat der Weltklimarat IPCC zwar immer wieder die Menschheit gewarnt, dass die Erderwärmung katastrophale Auswirkungen haben wird. Doch wie schnell die Krise voranschreitet und wie dramatisch die Lage ist und noch werden wird, hat der IPCC nie in aller Konsequenz prognostiziert. Wie schon früher von Bericht zu Bericht hat er sich auch im ersten Teil des sechsten Sachstandsberichts erneut korrigieren müssen, schreibt der Energie-Experte Hans-Josef Fell in einem Kommentar. weiterlesen…

„Nicht mehr fünf vor zwölf, fünf nach zwölf“

Reaktionen auf IPCC-Bericht

Von „Weckruf“ über Warnsignal“, „radikal umsteuern“, bis „hartes Umlenken“ und „noch heute muss gehandelt werden“ reichen die Reaktionen auf den 6. IPCC-Bericht. Sie enthalten wenig Neues. Die Bundesumweltministerin gibt sich überzeugt, dass es „noch nicht zu spät“ sei; die Forschungsministerin will „nochmals spürbarer in Wissenschaft und Forschung investieren, um dem Klimawandel mit aller Kraft entgegenzutreten“. Solarify dokumentiert einige Stimmen. weiterlesen…

„Über Jahrtausende unumkehrbar“

Alarmierender IPCC-Bericht

Zuletzt haben haben Forschende 2013 den wissenschaftlichen Stand der Erforschung des Klimawandels für den Weltklimarat (IPCC) zusammengefasst. Seitdem ist vor allem die Rolle des Menschen deutlicher hervorgetreten. Der am 09.08.2021 im Rahmen einer virtuellen Pressekonferenz vorgestellte Bericht über die naturwissenschaftliche Grundlagen des Klimawandels (3.949 Seiten) zeigt klarer als alle Vorgänger, wie der Treibhausgasausstoß den Temperaturanstieg beeinflusst. 234 Experten aus 66 Ländern haben 14.000 seit dem letzten IPCC-Bericht erschienene Untersuchungen gesichtet. Ihr Bericht, der sechste, ist erster Teil von vieren, eine von den 195 Mitgliedsländern abgesegnete Zusammenfassung der Erkenntnisse für politische Entscheidungsträger – Grundlage für die Weltklimakonferenz COP26 Anfang November in Glasgow. (Bild: Titel der „Zusammenfassung für Politiker“ des 6. IPCC-Sachstandsberichts – © ipcc.com) weiterlesen…