Wie weit verschlimmert Auftauen arktischen Permafrosts den Klimawandel?

Keine Klärung durch IPCC-Bericht (Lesehinweis)

Die globale Erwärmung setzt Kohlenstoff frei, der vor langer Zeit in den gefrorenen Böden der Arktis gebunden wurde, aber die Auswirkungen auf die Klimakrise sind unklar. Die Dauerhaftigkeit des gefrorenen Bodens in der Arktis ist nicht mehr gewährleistet, da die Temperaturen auf der Erde weiter steigen. Doch wie sehr die Zerstörung des sogenannten Permafrosts den Klimawandel verschlimmern wird, ist laut dem diese Woche veröffentlichten Sechsten Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) noch unklar. Diese Ungewissheit hinterlasse bei den Forschern eine frustrierende Lücke in ihren Klimaprojektionen, schreibt Jordan Wilkerson am . (Foto: Tauender Permafrostboden – Foto © Florence D. auf Pixabay) weiterlesen…

Wasserkraft stabilisieren mit Schwungmassen Netz nach Atom- und Kohleausstieg

Momentanreserve für künftige Versorgungssicherheit

Wenn im kommenden Jahr die letzten Kernkraftwerke in Deutschland vom Netz gehen, fällt damit dem Stromversorgungssystem auch Momentanreserve weg. Diese Systemdienstleistung sichert – neben der Regelleistung – die Stabilität der Netze im Falle von Störungen. Wie eine am 13.08.2021 veröffentliche Untersuchung der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen nun ergeben hat, können die Wasserkraftwerke in Deutschland eine Störung, zum Beispiel durch einen ungeplanten Kraftwerksausfall bis 500 MW, hinsichtlich der Momentanreserve ausgleichen. Das entspricht der Leistung eines mittelgroßen Kohlekraftwerkes. Damit leisten sie einen relevanten Beitrag zur künftigen Netzstabilität und Versorgungssicherheit. weiterlesen…

Mit Online-Tool persönliche Energiewende ermitteln

Gemeinsames Projekt „Mensch in Bewegung“

Wie soll Ihre persönliche Energiewende aussehen? Mehr Photovoltaik, dafür weniger Windkraft? Mit dem digitalen Energiewende-Tool „Energiewende regionalisieren“, das Forscher der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) entwickelt und am 28.07.2021 publiziert haben, können die Menschen der Region 10 (von 18 bayerischen ihren persönlichen Energiemix zum Erreichen der Klimaziele zusammenstellen. weiterlesen…

Kohleverstromung bis 2038 verbraucht fast halbes CO2-Restbudget

Greenpeace Energy ließ Energy Brainpool nachrechnen

Fast die Hälfte der CO2-Menge, die Deutschland zur Einhaltung internationaler Klimaziele künftig maximal noch ausstoßen darf, würde laut einer Presseerklärung von Greenpeace Energy vom 12.08.2021 nach heutigem Stand durch die Kohleverstromung bis zum Jahr 2038 verbraucht (Experten sagen, es gebe überhaupt kein „Restbudget“ mehr – solarify.eu/einspruch-es-gibt-kein-restbudget-mehr). Das zeigen neue Berechnungen des Analyseinstituts Energy Brainpool im Auftrag der Ökoenergiegenossenschaft Greenpeace Energy. Steigt Deutschland wie geplant erst 2038 aus der Kohle aus, so addieren sich die künftigen CO2-Emissionen aus Kohlekraftwerken unter aktuellen Rahmenbedingungen auf fast zwei Milliarden Tonnen – das sind 45 Prozent des deutschen CO2-Restbudgets. Dieser Anteil könnte sogar auf 74 Prozent steigen, sollte die Energiewende hierzulande ins Stocken geraten. weiterlesen…

Ruhrgebiet kann grünste Industrieregion der Welt werden

Studie des Wuppertal Instituts entwickelt Leitbild und Indikatorenset, schätzt die Vorreiterpotenziale der Metropole Ruhr ein und benennt Schlüsselmaßnahmen

Industrieregionen stehen vor besonderen Herausforderungen für eine nachhaltige und klimagerechte Entwicklung, sie müssen zu „grünen Industrieregionen“ werden. Doch was macht eine „grüne Industrieregion“ überhaupt aus? Eine am 12.08.2021 publzierte Untersuchung des Wuppertal Instituts verdeutlicht, worauf es besonders ankommt, wie Fortschritte gemessen werden können und welche Maßnahmen die erforderliche Transformation beschleunigen können. Das Autorenteam schätzt die Vorreiterpotenziale der Metropole Ruhr für sieben Indikatoren ein, die besonders deutlich bei der Umweltwirtschaft und der Entwicklung der Grün- und Erholungsflächen herausstechen. weiterlesen…

Zukünftige Batteriekosten

Erfolg der Mobilitäts- und Energiewende hängt davon ab

Seit Jahren gibt es bei den Kosten von Batterien einen deutlichen Abwärtstrend. Diese Entwicklung ist wichtig, da Batterien als zentrale Bauteile den Großteil der Kosten von Elektrofahrzeugen und stationären Energiespeichern ausmachen. Heute sind diese Produkte noch nicht vollständig wettbewerbsfähig und weitere Batteriekostenreduktionen sind erforderlich, damit eine ökonomisch tragfähige Wende zur Kohlendioxid-neutralen Gesellschaft gelingen kann. Für eine Weichenstellung durch die Politik und Industrie sind möglichst exakte Batteriekostenvorhersagen notwendig. Ein Forschungsteam der Universität Münster veröffentlichte am 02.08.2021 in Energy & Environmental Science (open access) einen umfangreichen Vergleich von Batteriekostenvorhersagen. weiterlesen…

Bestimmte Katalysatoren steigern sich im Betrieb

HZB-Forscher erklären Phänomen

Kristallines Kobalt-Arsenid (Erythrit oder Erythrin) ist ein Katalysator für die Sauerstoffentwicklung bei der elektrolytischen Wasserspaltung für die Erzeugung von Wasserstoff. Das Material gilt als Modellsystem für eine interessante Gruppe von Katalysatoren, deren Leistungen sich im Lauf der Elektrolyse unter bestimmten Bedingungen steigern. Nun hat ein Team um Marcel Risch an BESSY II in Berlin-Adlershof aufgeklärt, dass zwei gegenläufige Entwicklungen dafür verantwortlich sind. (Foto: Erythrit aus Bou Azzer, Tazenakht, Provinz Ouarzazate, Marokko – © Rob Lavinsky, iRocks.comCC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

„PR-Lobbyverband verwässert deutsche Klimapolitik“

Eine Recherche von Lobby Control

Es klingt irgendwie bekannt*: Das Recherche-Netzwerk Correctiv weist auf eine Untersuchung von Lobby Control (LC) hin, die zeige, wie der PR-Verband „Zukunft Gas“ systematisch darauf hinwirke, Gas als sauberen Energieträger zu positionieren. Mit einem Budget von zehn Millionen Euro im Jahr und besten Verbindungen in die Politik sei der Verband „ein mächtiger Player“. So habe Zukunft Gas bereits erreicht, dass die Bundesregierung mit Flüssiggas betriebene Lkw subventioniere, obwohl es starke Zweifel am Klimanutzen aufgrund des CO2-Ausstoßes gebe. weiterlesen…

DIW-Analyse: Effektivität der internationalen Klimafinanzierung steigern

Industriestaaten sollten Unterstützung an Schwellenländer mit eigenen Verpflichtungen verbinden

Vor dem Weltklimagipfel in Glasgow im Herbst dieses Jahres stellt sich die Frage, wie die Industrieländer die Entwicklungs- und Schwellenländer besser bei klimapolitischen Maßnahmen unterstützen können, um die globalen Klimaziele zu erreichen. Eine Analyse der Abteilung Klimapolitik am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) kommt auf Basis von Experteninterviews zu dem Ergebnis, dass vor allem die internationale Klimafinanzierung überarbeitet werden muss. (Grafik: Reformvorschlag der internationalen Klimafinanzierung – © diw-berlin 2021) weiterlesen…

AEE: Erneuerbare schaffen Wertschöpfung

Arbeitsplätze, Investitionen, Steuereinnahmen, Senkung von Brennstoffkosten und Treibhausgasausstoß

Erneuerbare Energien schaffen regionale Wertschöpfung, etwa durch Arbeitsplätze, Investitionen und Steuereinnahmen in Kommunen. Regionen können sich unabhängig von Brennstoffkosten und -importen machen, stattdessen klimafreundliche Energie dezentral produzieren und damit die kommunalen Haushalte stärken. Wie am 28.07.2021 in Renews, dem Newsletter der Agentur für Erneuerbare Energien veröffentlicht, senken die Erneuerbaren gleichzeitig den Treibhausgasausstoß – was sie zur effektivsten Maßnahme für den Klimaschutz macht. weiterlesen…