CO2-Bepreisung und Finanztransfers

Kleine Änderungen können große Wirkung für mehr Klimagerechtigkeit haben

Der weltweite Ausstoß von Treibhausgasen kann durch überraschend kleine Änderungen wohlbekannter politischer Maßnahmen auf faire und kosteneffiziente Weise reduziert werden. Dies zeigt ein Team von Ökonomen des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) in einer quantitativen Studie, die jetzt in Nature veröffentlicht wurde. Differenzierte CO2-Preise in verschiedenen Ländern, kombiniert mit moderaten Finanztransfers von Industrieländern in Entwicklungsländer, würden dies leisten. weiterlesen…

Der klimaneutrale Verbrennungsmotor

Diesel raus – Wasserstoff rein – oder E-Fuels

Während alle nur noch von der Brennstoffzelle redeten, nehme der Verbrennungsmotor „einen Wasserstoff-Anlauf“, schrieb Rudolf Skarics am 06.12.2020 im Wiener Standard. Er sieht die Vorteile des Verbrenners „bei widrigen Umgebungsbedingungen“. Der schlechte Ruf des Verbrenners rühre von den fossilen Treibstoffen her – langkettigen Kohlenwasserstoffen. Das sei bei Wasserstoff anders. weiterlesen…

Wasserstoff bald weniger als 2 Euro?

Neue Power to Gas-Analyse von IHS Markit optimistisch

Grüner Wasserstoff wird in knapp drei Jahren wettbewerbsfähig. „Bis 2023 sinkt der Preis für grünen Wasserstoff unter zwei Dollar pro Kilogramm – die Schallmauer hin zur Wettbewerbsfähigkeit mit fossil produziertem Wasserstoff. Für die drastische Preissenkung gibt es mehrere Gründe“, schreibt Sven Ullrich am 07.12.2020 auf Erneuerbare Energien. Laut den Analysten von IHS Markit werden die Investitionen in die Produktion grünen Wasserstoffs bis 2023 eine Milliarde US-Dollar (€ 830 Mio.) übersteigen – das veröffentlichten sie am 03.12.2020. Wo produziert wird, spielt praktisch keine Rolle. weiterlesen…

Verpflichtungen zum AKW-Rückbau

Bericht: Keine Beanstandungen – Unterrichtung durch BMWi

Die Betreiber von Atomkraftwerken können ihren Rückbauverpflichtungen in den nächsten drei Geschäftsjahren nachkommen. Das geht – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – aus dem als Unterrichtung vorgelegten 48seitigen „Bericht gemäß § 7 des Gesetzes zur Transparenz über die Kosten der Stilllegung und des Rückbaus der Kernkraftwerke sowie der Verpackung radioaktiver Abfälle (Transparenzgesetz)“ – Bundestagsdrucksache 19/24770 – hervor. Die Prüfung der Rückstellungsbeträge durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) habe zu keinen Beanstandungen geführt, schreibt die Bundesregierung. weiterlesen…

Trotz COVID-19: Temperatur steigt auf mehr als 3 Grad

UNEP Emissions Gap Report 2020

Seit mehr als einem Jahrzehnt gibt der UNEP Emissions Gap Report jährlich einen Überblick über die Differenz zwischen dem prognostizierten Stand der Treibhausgasemissionen im Jahr 2030 und dem Stand, den sie erreichen sollten, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu vermeiden. Der Bericht 2020 stellt fest, dass die Welt trotz eines kurzen Rückgangs der Kohlendioxid-Emissionen durch die COVID-19-Pandemie immer noch auf einen Temperaturanstieg von mehr als 3°C in diesem Jahrhundert zusteuert – weit über die Ziele des Pariser Abkommens hinaus, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2°C zu begrenzen und 1,5°C anzustreben. (Grafik: THG-Emissionen aller Quellen – © wedocs.unep.org) weiterlesen…

„Effizienzlücke bei Wasserstoffgewinnung geringer als angenommen“

„Kann Grüner Wasserstoff unser Klima retten?“

Wissenschaftler wie der Chemiker Robert Schlögl, Direktor des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr (MPI CEC) und stellvertretender Vorsitzender des Nationalen Wasserstoffrats (siehe: solarify.eu/nationale-wasserstoffstrategie-verabschiedet-wasserstoffrat-berufen), wollen mithilfe Grünen Wasserstoffs das Energiesystem revolutionieren und den menschengemachten Klimawandel bekämpfen. Wie das weltweit funktionieren und vor allem für alle bezahlbar sein soll, erklärte er in einer Online-Veranstaltung der Q&A-Reihe „Neugier“ von #innovationsland Deutschland des BMBF am 08.12.2020. weiterlesen…

Audi will 2025 „bilanziell“ CO2-neutral werden

In fünf Jahren sollen alle Audi-Standorte klimafreundlich produzieren – Elektromobilität als Herausforderung

Die Ingolstädter Abgassünder üben tätige Reue und reden darüber: Bis 2025 sollen einer Medienmitteilung folgend die fahrzeug-spezifischen CO2-Emissionen sukzessive um 30 Prozent verringert werden – im Vergleich zum Referenzjahr 2015 und entlang des gesamten Produktlebenszyklus. „Im Lebenszyklus eines Autos fällt ein Großteil der Emissionen in der Nutzungsphase an. Doch mit dem steigenden Anteil an elektrifizierten Autos verschiebt sich das zunehmend in die Herstellungsphase“, sagt Peter Kössler, Vorstand für Produktion und Logistik beim Ingolstädter Autokonzern. (Foto: Audi stärkt bis 2025 Budget für Elektromobilität – © AUDI AG – Bild-Nr. A208922) weiterlesen…

Nur Grüner Wasserstoff klimafreundlich und kostengünstig

Neue Untersuchung von Greenpeace Energy

Deutschland kann seinen künftigen Wasserstoffbedarfs bei maximaler Klimaschutzwirkung und mit zugleich klaren Kostenvorteilen durch Grünen Wasserstoff decken. Das ist das Ergebnis einer am 09.12.2020 vom Ökoenergieanbieter Greenpeace Energy einer Medienmitteilung zufolge vorgestellten Untersuchung. Im Vergleich möglicher Wasserstoff-Ausbaupfade erweist sich erneuerbar produzierter Wasserstoff in Verbindung mit einem schnellen Erneuerbaren-Ausbau als die deutlich kostengünstigste und klimafreundlichste Variante. weiterlesen…

Dii Desert Energy wägt Chancen Grünen Wasserstoffs ab

Für Friedrich-Ebert-Stiftung aufbereitet

Am 07.12.2020 stellten die Dii Desert Energy (2009 unter großer Beteiligung der deutschen Industrie und erheblichem Interesse der internationalen Politik als Desertec Industrie Initiative gegründet) und die Friedrich-Ebert-Stiftung online eine Untersuchung zum Thema „Die Risiken und Chancen der Produktion und des Exports von grünem Wasserstoff aus der MENA-Region nach Europa“ vor. Solarify dokumentiert die Zusammenfassung der Studie.
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Klimawandel verschlimmert Biodiversitätsschwund

Studie in PNAS: Revidierte Ziele für biologische Vielfalt nach 2020 müssen Erderwärmung berücksichtigen

Der Klimawandel gefährdet massiv, dass viele bestehende und von internationalen Organisationen vorgeschlagene Ziele für die biologische Vielfalt nach 2020 erreicht werden – selbst wenn andere Hindernisse, wie die Ausbeutung von Lebensräumen, aus dem Weg geräumt werden. Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren einer Analyse unter Leitung der Ökosystemforscherin Almut Arneth vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Wie die nun in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) publizierte Studie zeigt, beschleunigt die Erderwärmung den Schwund der biologischen Vielfalt. Umgekehrt können Maßnahmen zum Biodiversitätsschutz auch dazu beitragen, die Folgen des Klimawandels abzumildern. Flexible Methoden im Naturschutz würden es möglich machen, dynamisch auf die Folgen des Klimawandels für Lebenräume und Arten zu reagieren. weiterlesen…