BMWi meldet Wind-Erfolg

Umsetzungsstand Aktionsprogramm Wind an Land vorgelegt – 12 von 18 Maßnahmen aufs Gleis gesetzt – Kritik vom BWE: „Guter Wille allein reicht nicht“

Das Bundeswirtschaftsministerium hat am 25.08.2020 eine aktualisierte Übersicht zum „Aktionsprogramm zur Stärkung der Windenergie an Land“ veröffentlicht. Von den dort genannten 18 Maßnahmen sind 12 Maßnahmen umgesetzt beziehungsweise befinden sich in der Umsetzung. Sechs Maßnahmen sind bereits vollständig umgesetzt, drei Maßnahmen sind in der Umsetzung weit fortgeschritten. Weitere drei Maßnahmen sollen mit der EEG-Novelle umgesetzt werden. weiterlesen…

thyssenkrupp setzt auf Staatsknete

Anstehender Umbau der Stahlwerke auf Wasserstoffeinsatz mit Steuergeld?

thyssenkrupp will Steuergeld für die Umstellung auf grünen Stahl und drängt auf schnelle Entscheidungen. Stahlproduzenten könnten die klimaneutrale Stahlherstellung nicht aus eigener Kraft stemmen. Das sei „eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, meinte der neue Thyssenkrupp-Steel-Chef Bernhard Osburg gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Er halte es für sinnvoll, dass Corona-bedingt zur Verfügung gestelltes Geld für Zukunftsprojekte eingesetzt werde. Bis zum Geschäftsjahr 2020/21 strebt der thyssen-Chef so schwarze Zahlen an. weiterlesen…

Erster deutscher Wasserstoff-Stahl

Saarland vorn

Selbst BILD hat den Nachrichtenwert der Medienmitteilung vom 21.08.2020 erkannt: Das Stahlunternehmen Dillinger und Saarstahl verkündete, die deutschlandweit erste Anlage zur wasserstoffbasierten Stahlproduktion über die Hochofenroute gehe in Dillingen in Betrieb. Mit der Investition in Höhe von 14 Millionen Euro verringern Dillinger und Saarstahl ihre CO2-Emissionen um 120.000 t CO2 pro Jahr und schaffen die Voraussetzung, grünen Wasserstoff in der Praxis einzusetzen. weiterlesen…

taz: „Fracking-Land ist abgebrannt“

USA droht Umwelt- und Klimadesaster

„In den USA bahnt sich ein Umweltdesaster an“, schrieb die taz am 18.08.2020. Die Corona-Pleitewelle der Frackingfirmen lasse unzählige Bohrlöcher ohne Sicherungsmaßnahmen verwaist zurück, durch die große Mengen Methan ausströmen – „rohes“ Erdgas, wenn man so will. Nachdem die im Juli auf ihrer Titelseite groß über 250 bevorstehende Pleiten von Öl- und Gasfirmen und die gefährliche Hinterlassenschaft der Fracker berichtet hatte, griff nun laut dem neoliberalen (und nicht eben als Biden/Harris-freundlich verschrienen) Blatt Forbes der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden das Thema auf. weiterlesen…

Lesehinweis: „Deutsche Industrie in der Klimakrise – verzweifelt“

SPIEGEL-Kolumne von Christian Stöcker

„Als Greta Thunberg diese Woche Angela Merkel traf, wurden Lobbyisten nervös. Flugs wurde die neue Strategie der Industrie angewandt, um Einschnitte zu verhindern: Argwohn säen. Nur auf neue Weise. …Die Strategie der deutschen Industrie in Sachen Klima … geht ungefähr so: Man muss den menschengemachten Klimawandel als Faktum akzeptieren und als Problem anerkennen. Offen Zweifel am Klimawandel säen wirkt inzwischen peinlich. Man muss den notwendigen Wandel also anders bremsen. Zum Beispiel, indem man Zweifel an den Gegenmaßnahmen sät.“ weiterlesen…

Auch nachts Grünstrom

Temperaturdifferenz aus Umgebungsluft und Strahlungskühlungseffekt

Forscher der Stanford University haben eine netzunabhängige, kostengünstige modulare Energiequelle entwickelt, die nachts effizient Strom erzeugen kann. Das System nutzt kommerziell erhältliche Technologie und könnte schließlich dazu beitragen, den Bedarf an nächtlicher Beleuchtung in städtischen Gebieten zu decken oder in Entwicklungsländern für Beleuchtung zu sorgen – so ein Artikel in Science Daily. weiterlesen…

Zunehmende Klimafolgen bedrohen US-Kernreaktoren

Aber nicht Klima und Umwelt im Mittelpunkt, sondern Kreditrisiken

Höhere Temperaturen, steigende Überschwemmungsrisiken und erhöhter Wasserstress bedeuten, dass Einrichtungen zusätzliche Maßnahmen zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit ergreifen müssen, schrieb Avery Ellfeldt in den E&E News am 20.08.2020. Demnach werden in den nächsten 20 Jahren 57 US-Atomkraftwerke bedroht sein und die Betreiber zu zusätzlichen Maßnahmen zwingen, heißt es in einem neuen Bericht. weiterlesen…

Klimaschäden für Weltwirtschaft dreimal so hoch wie gedacht

Bis 2100 drohen 14 Prozent Verlust der Wirtschaftsleistung

Die menschengemachte Erwärmung des Planeten wird Produktion und Wohlstand in aller Welt voraussichtlich deutlich stärker beeinträchtigen als durch bisherige Modellstudien beziffert: Eine empirische Untersuchung unter MCC-Federführung kommt auf 7 bis 14 Prozent Verlust der Wirtschaftsleistung im Jahr 2100. Jede Tonne CO2, die 2020 emittiert wird, verursacht umgerechnet 76 bis 148 Euro Schäden. Zu diesem Ergebnis kommt, auf Basis empirischer Daten aus 1.500 Regionen in 77 Ländern der Erde, eine neue Studie des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). weiterlesen…

Erdogan eröffnete integrierte PV-Gigawattfabrik

Solarpark mit 1 GW für 1,2 Mrd. Euro

PV-Modul - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyWie Sandra Enkhardt in pv magazine schreibt, wurde am 20.08.2020 in Gegenwart des türkischen Staatspräsidenten Erdogan und weiterer Minister in Ankara die erste PV-Gigawattfabrik der Türkei eingeweiht. Das Projekt umfasst eine PV-Modulfabrik mit einer Gesamtfläche von 91.645 m2 mit einer jährlichen Produktionskapazität von 50 MW in der Baikent OIZ-Region der Provinz Ankara, eine FuE-Einrichtung und die Installation eines Solarkraftwerks mit einer Leistung von 1 GW 260 km entfernt in der Region Konya Karapinar. Unter einem Dach finden sich alle Schritte zur Herstellung von Solarmodulen, für die auch deutsche Maschinen zum Einsatz kommen. Die Gesamtinvestitionssumme liegt bei 1,2 Milliarden Euro. Der Bau der Fabrik war Teil einer Ausschreibung vom März 2017, zu der auch die Realisierung eines Photovoltaik-Kraftwerks mit 1.000 Megawatt in Konya gehörte. weiterlesen…

Neues Fachportal Industrie-Energieforschung ist online

Vom Projektträger Jülich betreut

Das Fachportal wird einer Medienmitteilung vom 17.08.2020 zufolge vom Projektträger Jülich betreut und bietet Informationen rund um Forschungsthemen mit dem Schwerpunkt Energiewende in Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. Industrie-Energieforschunug ergänzt die Portalwelt des BMWi unter dem Dach Energieforschung.de. weiterlesen…