Klimawandel trotz Corona immer noch drängendstes Problem

Vattenfall-Studie

Trotz Corona wird der Klimawandel in mehreren europäischen Ländern immer noch als das größte Problem der Menschheit angesehen. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung in insgesamt sieben europäischen Ländern, die am 18.08.2020 von Vattenfall veröffentlicht wurde und eine Studie vom Dezember 2019 ergänzt, in der Vattenfall Haltung und Emotionen zum Klimawandel und dessen öffentlicher Debatte untersuchte. Der erste Bericht vom Dezember 2019 hatte ergeben, dass der Klimawandel als das drängendste Problem weltweit angesehen wird – noch vor allen anderen globalen Themen wie Armut, Krieg und Konflikt oder wirtschaftlicher Rezession. Eine Folgestudie aus dem Juni 2020 sollte zeigen, ob und wie sich vor dem Hintergrund der weltweiten Pandemie die Ansichten zum Klimawandel geändert haben. weiterlesen…

BVerfG: Windenergie-auf-See-Gesetz zum Teil verfassungswidrig

Bundesverfassungsgericht stärkt Vertrauensschutz

Das Bundesverfassungsgericht hat am 20.08.2020 „festgestellt, dass das Windenergie-auf-See-Gesetz insoweit verfassungswidrig ist, wie es das Vertrauen der Beschwerdeführer in ihre Investitionen zur Realisierung von Offshore-Windparks verletzt“, so die Berliner Energie-Fachkanzlei GGSC. Das Wirtschaftsministerium dagegen sieht durch den „Beschluss zu mehreren Verfassungsbeschwerden gegen das Windenergie-auf-See-Gesetz … das Windenergie-auf-See-Gesetz grundsätzlich bestätigt. Die Umstellung beim Ausbau der Windenergie auf See auf das zentrale System ist mit dem Grundgesetz vereinbar und wird durch das Urteil bestätigt.“ weiterlesen…

Erdüberlastungstag 2020 mehr als drei Wochen später

Aber kein Trost

Vom 1. Januar bis zum 22. August 2020 hat die Menschheit der Natur so viel abverlangt, wie die Erde im ganzen Jahr erneuern kann. Das zeigen Berechnungen des Global Footprint Networks und der York University. Die Corona-Lockdowns haben den ökologischen Fußabdruck der Menschheit um fast 10 Prozent schrumpfen lassen. Aber wir verbrauchen immer noch zu viele ökologische Ressourcen: wir leben so, als wäre unsere Erde 60 Prozent größer oder als ob wir 1,6 Erden zur Verfügung hätten. weiterlesen…

Anthropogener CO2-Anstieg einzigartig

Sechsmal größer und fast zehnmal schneller als frühere Sprünge

Auch in früheren Warmzeiten gab es sprunghafte Erhöhungen der CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Der heutige, vom Menschen verursachte CO2-Anstieg ist allerdings mehr als sechsmal größer und fast zehnmal schneller als die damaligen Sprünge. Zu diesem Schluss kommt ein europäisches Forschungsteam unter der Leitung der Universität Bern – so eine Medienmitteilung. Eine dort entwickelte neue Messtechnologie ermöglicht einen ungeahnt detaillierten Einblick in die Klimavergangenheit. weiterlesen…

Mercosur-Freihandel wird nicht ohne Regenwald-Schutz ratifiziert

Bundeskanzlerin Merkel traf Vertreterinnen von Fridays for Future

Bundeskanzlerin Angela Merkel empfing am 20.08.2020 im Bundeskanzleramt vier Vertreterinnen von Fridays for Future, Greta Thunberg, Luisa Neubauer, Anuna de Wever und Adélaïde Charliér. Zentrales Thema seien die „klimapolitischen Schwerpunkte in der laufenden EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands, die angestrebte EU-Klimaneutralität bis 2050 und die Konkretisierung eines verschärften Zwischenziels für die Treibhausgas-Emissionen bis 2030“ gewesen, teilte Regierungssprecher Seibert anschließend mit. weiterlesen…

„Subventionen für CO2-Abscheidung sind verschwendetes Geld“

Lesehinweis auf Handelsblatt-Querdenker-Kolumne

„Die beiden Verfahren, die am meisten gefördert werden, setzen bei richtiger Rechnung mehr Kohlendioxid frei, als sie entnehmen. Das ist ein Problem“, schreibt June Sekera, Gastwissenschaftlerin an der New School for Social Research und Senior Research Fellow am University College London in der Handelsblatt-Querdenker-Kolumne (und Ende Juni in einer ausführlichen Untersuchung, siehe unten).
weiterlesen…

„…begonnen, Studien zum Stand der Technik beauftragen zu lassen“

Expertenkommission legt zweiten Fracking-Bericht vor

Die Expertenkommission Fracking hat am 11.08.2020 den zweiten Bericht über ihre Tätigkeit als Unterrichtung (19/21536) vorgelegt – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag (hib 829/2020) Darin heißt es, die Kommission habe begonnen, Studien zum Stand der Technik beauftragen zu lassen, „um die Umweltauswirkungen von Fracking bei der Aufsuchung und Gewinnung von Kohlenwasserstoffen aus unkonventionellen Lagerstätten erfassen zu können“. Für den Abschlussbericht 2021 sollen die Erkenntnisse der Studien zusammengefasst und eingeordnet werden. weiterlesen…

Milliarden-Subventionen gegen Klimaziele

Allein 11,5 Mrd. für Dieselprivileg

Mit einem ambitionierten Plan wollte die EU in diesem Jahr die Klima-Krise lösen. Doch Mitgliedsstaaten unterwandern diese Bemühungen, wie eine „Investigate Europe„-Recherche zeigt. Denn die EU-Regierungen sowie die Großbritanniens, Norwegens und der Schweiz subventionieren fossile Brennstoffe jährlich mit mindestens 137 Milliarden Euro. Allein die Bundesregierung unterstützt fossile Brennstoffe jährlich mit mindestens 37 Milliarden Euro und ist damit EU-weit Spitzenreiter. Dazu gehören 12,5 Milliarden Euro Steuervergünstigungen für Flugbenzin, 11,5 Milliarden Euro für das Dieselprivileg (siehe: solarify.eu/dieselprivileg) sowie 5,4 Milliarden Euro für die energieintensive Industrie. weiterlesen…

Bundeskabinett beschließt Klimaschutzbericht 2019

Treibhausgasemissionen seit 1990 um 35,7 Prozent gesunken – teils kritische Stellungnahmen

Das Bundeskabinett hat einer Medienmitteilung aus dem BMU folgend am 19.08.2020 den Klimaschutzbericht 2019 beschlossen. Nach den vorliegenden Schätzungen hat Deutschland im Jahr 2019 rund 35,7 Prozent weniger Treibhausgase ausgestoßen als 1990. Zum Vergleich: 2018 lag die Minderung bei rund 32 Prozent, 2017 bei 27,5 Prozent. Die Gesamtemissionen 2019 sanken demnach gegenüber dem Vorjahr 2018 um fast 54 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente (-6,3 Prozent) auf rund 805 Mio. t. VKU-Hauptgeschäftsführer Liebing: „Licht und Schatten – die Richtung stimmt“. Kritisch der Verein CO2-Abgabe, Greenpeace und die DUH: „Politikversagen“. weiterlesen…

Speicher für die Energiewende

Neue AEE-Animation

„Die Energiewende erfordert einen Ausbau der Speicherkapazitäten“, betont Robert Brandt, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). „Sonnen- und Windenergie stehen zwar auch in Deutschland reichlich zur Verfügung, aber nicht jederzeit.“ Die Stromerzeugung richtet sich nach dem Wetter sowie den Tages- und Jahreszeiten. Damit bei bewölktem Himmel und Windflaute die Versorgung sicher ist, muss die Energie an sonnen- oder windreichen Tagen gespeichert werden. Dafür steht eine ganze Palette von Optionen zur Verfügung – vom Pumpspeicherkraftwerk, über flexible Biogasanlagen bis zur Batterie. Neue Speichertechnologien wie Wasserstoff und Großwärmespeicher ermöglichen zudem eine Verknüpfung der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr, wie eine neue Animation der AEE aufzeigt. weiterlesen…