Tropenböden als CO2-Quelle

Neue Erkenntnisse: Erwärmung setzt CO2 frei

Nicht nur der Permafrost in arktischen Regionen könnte beim Klimawandel eine wichtige Rolle spielen, berichten Forscher nun laut SPIEGEL und in einer Medienmitteilung der Universität Edinburgh. Die Kohlenstoffemissionen aus den Böden in den Tropenwäldern – die ein Viertel des Bodenkohlenstoffs der Welt speichern – könnten dramatisch zunehmen, wenn die Temperaturen entsprechend den aktuellen Vorhersagen weiter ansteigen. Werde der Untergrund in den Tropen erwärmt, emittiere er erheblich mehr Kohlendioxid als bei kühleren Temperaturen, berichten Andrew Nottingham von der schottischen University of Edinburgh und Benjamin Turner vom Smithsonian Tropical Research Institute in Panama et al. in Nature. weiterlesen…

Medienschelte – wissenschaftlich

Oeko-News.at polemisiert: „Journalistische Verantwortung beinhart ausgeblendet“

Fritz Binder-Krieglstein, Energieexperte, Ex-Chefredakteur des Fachmagazins energie:bau und Chef von Renewables Energy Consulting schreibt auf oekonews.at bissig: „Das Verhalten von Journalisten in der Energiewende, die sich seit 20 Jahren mit stetig steigender Geschwindigkeit vollzieht und noch zwei bis drei Jahrzehnte andauern wird, ist gelinde gesagt – fast ausnahmslos – erbärmlich. Diejenigen, die über die Energiewende in Massenmedien berichten, interviewen und diskutieren, sind einerseits, selbst wenn sie das seit Jahren tun, im Grunde fast immer mit Halbwissen gesegnet. Andererseits verbreitet die vorwiegende Mehrheit fortwährend sachlich Unrichtiges und stellen den fossil-atomaren Wahnsinn nach wie vor als ‚ganz normales Marktgeschehen‘ dar“. Binder- Krieglstein bezieht sich auf eine jüngst in den PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America) erschienene Untersuchung von Rachel Wetts, die in Bezug auf die amerikanische Demokratie festgestellt hat, dass in Klima-Nachrichten Aussagen von großen Unternehmen und Klimazweiflern erhöhte Sichtbarkeit bekommen. Doch das gilt auch für uns. weiterlesen…

Noch ’n Expertenrat

Unabhängiges Fachgremium für Klimafragen: Expertenrat soll Bundesregierung bei Anwendung des Bundesklimaschutzgesetzes unterstützen

Das Bundeskabinett hat einer Medienmitteilung aus dem BMU zufolge am 12.08.2020 fünf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den neuen unabhängigen Expertenrat für Klimafragen berufen, der die Bundesregierung bei der Anwendung des Bundesklimaschutzgesetzes unterstützen wird: Prof. Marc Oliver Bettzüge, Köln; Prof. Thomas Heimer, Wiesbaden; Prof. Hans-Martin Henning, Freiburg; Brigitte Knopf, Berlin; Barbara Schlomann, Karlsruhe. weiterlesen…

Investitionsbeschleunigungsgesetz beschlossen

Scheuer: „Schneller bauen für starke Wirtschaft und klimafreundliche Mobilität“

Das Kabinett hat am 12.08.2020 den von Bundesminister Scheuer vorgelegten Entwurf für ein Investitionsbeschleunigungsgesetz beschlossen. Er basiert einer Medienmitteilung aus dem BMVI zufolge auf einem Beschluss des Koalitionsausschusses. Das BMVI verstärkt damit seine Maßnahmen für schnelleres Planen und Bauen in Deutschland. Für bestimmte Baumaßnahmen an der Schiene soll künftig keine Genehmigung durch ein Planfeststellungsverfahren mehr notwendig sein. Umweltprüfungen werden erleichtert. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) fordert Nachbesserungen, vor allem bei der Windenergie. weiterlesen…

BigBattery: Stromspeicher für die Energiewende

Riesenbatterie von Schwarze Pumpe in der Lausitz

„Schwarze Pumpe“ mal anders: Nicht mehr schmutzig, klimaschädlich und umstritten, sondern sauber und vorbildlich: In Brandenburgs geht dieser Tage im Lausitzer Industriepark Schwarze Pumpe einer der größten Batteriespeicher Europas in Betrieb. Unter dem Namen „BigBattery“ soll der 50-MW-Großspeicher das Stromnetz bei wechselnder Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen stabilisieren. Die Investition von 25 Millionen Euro wird vom Land Brandenburg gefördert, wie der Berliner Tagesspiegel berichtet. weiterlesen…

Einblicke in Struktur eines rätselhaften Katalysators

Mit einzigartiger selbst gebauten Forschungsapparatur Cu/ZnO/Al2O3 aufgeklärt

Methanol ist eine der wichtigsten Basischemikalien, etwa um Kunststoffe oder Baumaterialien herzustellen. Um den Produktionsprozess noch effizienter gestalten zu können, wäre es hilfreich, mehr über den Kupfer/Zinkoxid/Aluminiumoxid-Katalysator (Cu/ZnO/Al2O3) zu wissen, der bei der Methanolherstellung im Einsatz ist. Bislang war es jedoch nicht möglich, seine Oberfläche unter Reaktionsbedingungen mit strukturaufklärenden Methoden zu untersuchen. Einem Team der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) ist es dennoch gelungen, Einblicke in den Aufbau seines aktiven Zentrums zu gewinnen. Diese beschreiben die Wissenschaftler in der Zeitschrift Nature Communications vom 04.08.2020.
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Industrie zahlt CO2-Abgabe erst mal doppelt

Zwei Milliarden Euro Mehrbelastung in den ersten 18 Monaten

Die im Klimapaket der Bundesregierung beschlossene CO2-Abgabe auf Energieträger wie Erdgas und Benzin trifft auch Betriebe, die im EU-Emissionshandel schon für CO2 zahlen. Die versprochene Kompensation gibt es erst mit 18 Monaten Verspätung – schreibt am 11.08.2020 in der Frankfurter Allgemeine Zeitung. Vom 01.01.2021 an müssen Importeure, Großhändler und Raffinieren für die von ihnen in Verkehr gebrachte Menge an fossilen Treib- und Brennstoffen Emissionszertifikate kaufen. Der Preisaufschlag soll an die Endverbraucher weitergereicht werden, das klimaschädliche Heizen mit Öl oder Tanken mit Benzin und Diesel verteuern – und im Idealfall eine Lenkungswirkung hin zu erneuerbaren Technologien entfalten. weiterlesen…

Integrierte WärmeWende Wilhelmsburg IW3

Startschuss für nächstes Reallabor der Energiewende

Mit dem Reallabor „Integrierte WärmeWende Wilhelmsburg IW3 “ zeigt Hamburg-Wilhelmsburg neue Lösungen für eine sichere und günstige Wärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energien im urbanen Raum. Die Kopplung der Bereiche Wärme, Strom und Mobilität ermöglicht eine energieeffiziente und CO2-neutrale Versorgung des stark wachsenden Stadtteils. Mit der feierlichen Übergabe des Zuwendungsbescheids durch den zuständigen Staatssekretär für Energiepolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Andreas Feicht, ist nun der offizielle Startschuss für das Reallabor der Energiewende gefallen.
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1912: „Kohleverbrennung beeinflusst Klima“

Vor 108 Jahren sagte eine neuseeländische Zeitung den Klimawandel durch CO2 vorher

Wir wussten es schon mehr als 124 Jahre – oder hätten es wissen können: Wissenschaftliche Analysen, die auf eine menschliche Rolle bei der Erwärmung des Klimas durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe hinwiesen, gehen auf das Jahr 1896 zurück, mit Svante Arrhenius‘ bemerkenswertem Aufsatz „Über den Einfluss der Kohlensäure [Kohlendioxid] in der Luft auf die Temperatur des Bodens“. Bald darauf – so die New York Times – erschienen populärwissenschaftliche Texte zum Thema menschengemachter Klimawandel, so hieß er aber erst später. weiterlesen…

Offener Brief „zur Unzeit“

vbw und DGB Bayern schreiben an Staatsregierung wg. Energiewende

„Zur Unzeit“, so die Süddeutsche Zeitung am 06.08.2020, kam ein gemeinsamer Offener Brief der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw) und des DGB Bayern an Staatsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler): In dem Schreiben fordert die ungleiche Allianz unter anderem die geplanten HGÜ-Leitungen SuedLink und SuedOstLink schnell zu realisieren sowie international wettbewerbsfähige Strompreise. Sonst drohe eine „schleichende Deindustrialisierung Bayerns“. weiterlesen…