„Corona-Notstand kein Modell für künftige Klimapolitik“

Weshalb wir aus der Corona-Not keine ökologische Tugend machen sollten

Derzeit erleben wir eine dramatische Unterbrechung unserer Routinen. Dieser Rückzug mag geboten sein, doch ökonomisch sind die Folgen fatal. Und wer im Notstand ein Modell für künftige Klimapolitik sieht, denkt zutiefst autoritär, sagt Ralf Fücks, Gastautor der Welt am 16.03.2020. weiterlesen…

Rückgang der Treibhausgasemissionen 2019 um 6,3 Prozent

Große Minderungen im Energiesektor, Anstieg im Gebäudesektor und Verkehr

In Deutschland wurden nach einer Medienmitteilung des Bundesumweltministeriums 2019 rund 805 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt – rund 54 Mio. t oder 6,3 Prozent weniger als 2018. Das zeige die vorläufige Treibhausgas-Bilanz des Umweltbundesamtes (UBA). Damit setze sich der positive Trend des Vorjahres auch 2019 fort. Mit Ausnahme des globalen Krisenjahres 2009 sei die Minderung im Jahr 2019 der größte jährliche Rückgang seit 1990. Die größten Fortschritte gab es in der Energiewirtschaft. Gründe für diese Entwicklung sind die erfolgreiche Reform des europäischen Emissionshandels, der niedrige Gaspreis, der Ausbau von Wind- und Sonnenenergie sowie die Abschaltung erster Kohlekraftwerksblöcke. Im Vergleich zu 1990 sanken die Emissionen in Deutschland um 35,7 Prozent. Bis 2030 will Deutschland seine Emissionen laut Klimaschutzgesetz um mindestens 55 Prozent mindern. weiterlesen…

Praxis kommunale Verkehrswende – ein Leitfaden

Heinrich-Böll-Stiftung mit guten Beispielen

Der Ruf nach einer besseren Mobilität wird immer lauter. Städte werden durch den zunehmenden und raumgreifenden Autoverkehr mehr und mehr unbewohnbar. Dessen CO2-Emissionen steigen, obwohl sie dringend sinken müssten. Die Menschen haben andere Erwartungen an Straßen und Plätze in ihren Kommunen, sie möchten keinen Stau, keine zugeparkten Fuß- und Radwege. Davon handelt der Leitfaden der Heinrich-Böll-Stiftung. weiterlesen…

Mehr als 70 Maßnahmen in umweltpolitischer Digitalagenda des BMU

IÖW: Wichtiger erster Schritt, aber noch kein Durchbruch

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat am 02.03.2020 in der Bundespressekonferenz in Berlin gemeinsam mit Wuppertal-Institut-Präsident Manfred Fischedick die umweltpolitische Digitalagenda ihres Ministeriums vorgelegt. Sie enthält mehr als 70 konkrete Maßnahmen. Zum einen soll die Digitalisierung in umweltverträgliche Bahnen gelenkt werden, und zum anderen sollen die Chancen der Digitalisierung für den Umweltschutz genutzt werden. Wissenschaftler des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) würdigen die Agenda als ersten Schritt: Sie stelle einen wichtigen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Gestaltung eines der bedeutendsten Innovationsfelder der heutigen Zeit dar, bedeute aber noch keinen Durchbruch.sche_Transformation_7c21976586.png“ alt=““ width=“210″ height=“118″ />wichtigen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Gestaltung eines der bedeutendsten Innovationsfelder der heutigen Zeit dar. weiterlesen…

EU-Kommission will mehr Macht für Klimaschutz

Ab 2030 eigenmächtig Vorgaben erhöhen?

Nach Ansicht der EU-Kommission sollen ab 2030 Experten aus der Wissenschaft den Ausschlag für weitere Anhebungen der Klimaziele geben – so Manuel Först am 05.03.2020 im Portal energiezukunft. Geht es nach der EU-Kommission, will sie ab 2030 eigenständig die Klimaziele anheben. Nur eine qualifizierte Mehrheit aus Parlament und Mitgliedstaaten soll dies ablehnen können. Die Ziele bis 2030 gehen Klimaaktivisten jedoch nicht weit genug. weiterlesen…

Rückblick aus dem Anthropozän

Inventur des fossilen Zeitalters

Der Klimawandel erfordert, dass wir uns von Erdöl und Kohle verabschieden. Doch unsere Gesellschaft, speziell unser Ideal von Freiheit und Wohlstand, ist in ungeahntem Maße von den fossilen Rohstoffen geprägt. Wie stark diese Abhängigkeit ist und welche Wege es gibt, davon loszukommen, untersuchen Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (MPIWG) in Berlin. Jeannette Goddar beschrieb am 10.03.2020 die Arbeit des MPI und mehr auf der Internetseite der Max-Planck-Gesellschaft. weiterlesen…

DIW: Kernenergie weltweit Auslaufmodell

Atomkraft international: Ausbaupläne von Newcomer-Ländern vernachlässigbar


Eine im DIW Wochenbericht 11/2020 publizierte Analyse aktueller AKW-Rückbau- und Neubauprojekte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW-Berlin) offenbart weltweit einen rückläufigen Trend bei der Nutzung der Atomenergie. Einen Einstieg verzeichnet die Analyse lediglich in vier Ländern, dort aber mit finanziellen Schwierigkeiten und erheblichen Verzögerungen. Eine ökonometrische Analyse legt ferner nahe, dass Länder, die als potenzielle Neueinsteiger klassifiziert sind, ein tendenziell geringes Ausmaß an demokratischen Freiheiten haben. Vielmehr seien auf der Angebotsseite geopolitische Interessen der Atomkraft-Exportländer treibende Kraft. Fazit der DIW-Autoren Lars Sorge, Claudia Kemfert, Christian von Hirschhausen und Ben Wealer: „Deutschland sollte im Rahmen internationaler Organisationen darauf hinwirken, dass ein Neueinstieg in die Atomkraft nicht unterstützt wird“. weiterlesen…

Zweites Klimaschutzgutachten, diesmal fürs BMWi

Beurteilungen für zwei Ministerien senken Daumen

„Ungenügend“ (in Schulnoten „sechs – Versetzung gefährdet“) wäre die Benotung des mit großem Buhei im September vergangenen Jahres von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten (und gleich heftig kritisierten – siehe: solarify.eu/vernichtend) Klimapakets. Denn auch nach den „Klimaschutzmaßnahmen“ würden immer noch 46 Millionen Tonnen CO2 mehr ausgestoßen als nötig, angestrebt und verkündet. Das prophezeien gleich zwei regierungsamtliche Gutachten – eines für das Umwelt- (schon am 05.03.2020 besprochen – siehe: solarify.eu/klimapaket-der-bundesregierung-verfehlt-ziele-frage-wie-weit) und eines fürs Wirtschaftsministerium. weiterlesen…

Bundesrat: Kohleausstieg muss sozialverträglich sein

Länderkammer sieht Änderungsbedarf

Der Bundesrat sieht Änderungsbedarf am Gesetzentwurf zum Kohleausstieg, der das Ende der Kohleverstromung in Deutschland bis zum Jahr 2038 regeln soll. Ausdrücklich betont er – unter anderem – in seiner am 13. 03.2020 beschlossenen Stellungnahme, dass die Stilllegung der Kohlewerke sozialverträglich sein muss. weiterlesen…

Unnötige Emissionen durch Geisterflüge

Coronavirus sorgt in Europa für Flüge ohne Passagiere

Immer weniger Menschen wollen fliegen. Für die Klimakrise eigentlich ein positives Signal – so Manuel Först am 13.03.2020 in energiezukunft. Doch zugleich heben Flüge ohne Passagiere ab, damit Luftfahrunternehmen nicht ihre Startberechtigungen verlieren. Die EU-Kommission nimmt sich der Sache an. Die größte deutsche Fluggesellschaft Lufthansa reagiert bereits auf den dramatischen Einbruch an Fluggästen. Sie will in den kommenden Wochen ihre Kapazität um bis zu 50 Prozent reduzieren, um negative Folgen des Nachfragerückgangs aufzufangen. weiterlesen…