Wirtschaftsministerium behindert Energiewende

Gastkommentar: Blockade-Republik Deutschland

„Die Transformation unserer Energiesysteme wäre ein gigantisches Investitions- und Konjunkturprogramm. Doch das Wirtschaftsministerium bremst sie mit unsinniger Bürokratie aus“ – das ist die These eines Gastkommentars von Klaus Mindrup und Eicke Weber am 17.12.2019 im Handelsblatt. (Fotos: Klaus Mindrup – © Thomas Imo; Eicke Weber – © Solarify) weiterlesen…

Energiewende: Windenergie überholt Braunkohle

Dennoch Warnung vom Bundesverband WindEnergie

Bedingt durch weltweit gute Windbedingungen haben 30.000 Windgeneratoren bis Mitte Dezember 118 Terawattstunden Strom geliefert – das sei zum ersten Mal mehr als aus der Verbrennung von Braunkohle gewonnen wurde. Damit werde die Windenergie erstmals wichtigster Energieträger in der Stromerzeugung – aber die „Zahlen dürfen nicht über die aktuelle Krise hinwegtäuschen“, so der Bundesverband WindEnergie (BWE) am 13.12.2019 in einer Medienmitteilung. weiterlesen…

„Von der Leyens Green Deal – viel heiße Luft“

Kommentar von Klaus Oberzig

Ein neues Gespenst geht um in Europa. Es nennt sich „European Green Deal“ und wird von einer CDU-Politikerin Ursula von der Leyen verantwortet. Sie ist inzwischen EU-Kommissionschefin und behauptet ganz große Brocken rocken zu können. Dieser europäische Deal soll als großes Investitions-, Gesetzes- und Strategiepaket verstanden werden, mit dem viele Lebensbereiche „klimafreundlich“ umgestaltet werden sollen. Also etwa die Landwirtschaft, der Verkehr, die Energiewirtschaft und das Bauwesen. Dazu vorgesehen sind unterschiedliche Instrumente. So soll etwa der Emissionszertifikatehandel (ETS) ausgeweitet werden, der Seeverkehr, der seine Emissionen bislang völlig frei in den Himmel über den Ozeanen pustet, soll erstmals eingebunden werden und bei den Lenkungsinstrumenten könnte möglicherweise auch ein anderer Weg gegangen werden. Da ist inzwischen sogar eine CO2-Grenzsteuer im Gespräch. (Foto: Klaus Oberzig – © privat) weiterlesen…

Vor lauter Bäumen auch den noch Wald sehen

Um den Klimawandel zu bekämpfen, aufs große Ganze schauen (See the Forest for the Trees)!

Während sich die Welt um die Bekämpfung der Entwaldung bemüht, warnen Experten davor, dass unsere Bemühungen weitaus weniger Nutzen bringen könnten, als wir denken, schrieb Isabella Kaminski am 12.11.2019 im Portal Undark. Sie begann malerisch: „Wenn sich die meisten Menschen einen Wald vorstellen, haben sie ein dichtes Netz von Bäumen vor Augen, deren Kronen sich hoch oben bogenförmig wölben, und zwischen den Blättern blinkt und blinzelt die Sonne hindurch. Manchem kommt vielleicht auch Vogelgezwitscher in den Sinn und Insektensurren, oder er denkt an dicke Laubschichten im Unterholz, das Knirschen und Knacken kleiner Äste unter den Füßen, oder an überwucherte Pfade, die durch das Dickicht mäandern.“- (Foto: Österreichischer Bergwald – © Dieter Fichtner für Solarify) weiterlesen…

Erhöhung des CO2-Preises setzt richtiges Signal

Fairen Wettbewerb für saubere Technologien schaffen

„Die Energiewende auf Basis Erneuerbarer Energien ist die kostengünstigste Form der Energieerzeugung und die wirksamste Form des Klimaschutzes. Der am 16.12.2019 bekannt gewordene Kompromiss im Vermittlungsausschuss zum Klimapaket der Bundesregierung ist deshalb ein Schritt in die richtige Richtung, der zwingend geboten war. Bundesländer und Opposition haben die klimapolitische Ambition durch die Festlegung auf einen höheren CO2-Einstiegspreis und einen schnelleren Anstieg der CO2-Bepreisung bis 2026 erhöht, auch wenn der vorgesehene Einstiegspreis noch unter den Erwartungen der Branche liegt. Insgesamt muss die deutsche Politik die Energiewende jedoch viel entschlossener angehen, Hindernisse beim Ausbau der Erneuerbaren abbauen und endlich faire Wettbewerbsbedingungen für saubere Technologien liefern“, kommentiert Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. (BEE) den Kompromiss. weiterlesen…

Klimagipfel zeigt Stärken und Schwächen des Pariser Abkommens

Staaten können tiefe Gräben bei Schlüsselthemen nicht überwinden

Das Ergebnis der Weltklimakonferenz (COP25) in Madrid zeigt nach Einschätzung der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch die Stärken und Schwächen des Pariser Klimaabkommens. „Dieses Ergebnis in Madrid zeigt, dass die Zeiten nur kosmetischer Klimapolitik vorbei sind. Einige Staaten, deren Regierungen eng mit der Kohle- und Öl-Lobby verbandelt sind, spüren die Wirkung des Pariser Abkommens und versuchen massiven Widerstand dagegen zu organisieren“, sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. weiterlesen…

25. Weltklimakonferenz: „Jetzt nach vorne schauen“

BMU: Erklärung von Ministerin Svenja Schulze

Die Medienmitteilung aus dem BMU: „Die Weltklimakonferenz in Madrid ist mit zwei Tagen Verspätung zu Ende gegangen. Zu den Beschlüssen zählte ein Aufruf zu höheren Klimaschutzzusagen im nächsten Jahr. Die Europäische Union hatte bereits beim Europäischen Rat beschlossen, bis 2050 klimaneutral zu werden und ihr Klimaziel für 2030 zu überarbeiten. Dafür gab es viel Anerkennung, gerade von kleinen Inselstaaten, die besonders vom Klimawandel bedroht sind. Bis zur nächsten Weltklimakonferenz Ende 2020 in Glasgow sollen alle Vertragsstaaten überarbeitete Klimaschutzzusagen für das nächste Jahrzehnt sowie eine Langfriststrategie bis 2050 vorlegen. weiterlesen…

COP25: Fortschritte trotz fehlender Einigung über die Erhöhung der Klimaziele

Guterres enttäuscht

Die Verhandlungen der UN-Klimakonferenz COP25 in Madrid gingen am 15.12.2019 endgültig zu Ende, mit dem Schlussplenum, bei dem der Privatsektor sowie die nationalen, regionalen und lokalen Regierungen große Fortschritte erzielt haben – so eine Medienmitteilung der UN. Allerdings herrschte weit verbreitete Enttäuschung darüber, dass kein allgemeiner Konsens über erhöhte Klimaziele erzielt wurde. Interessanterweise wurde die offizielle Erklärung mit dem Bild einer Demonstration von Fridays for Future illustriert. weiterlesen…

COP25 endet enttäuschend

Nach zähem Ringen ein Kompromisslein

Noch nie hat eine Weltklimakonferenz ihre Beratungen so lange überzogen wie die COP25 in diesem Jahr: Am späten Vormittag des 15.12.2019, nach zwei Wochen und 40stündiger Verlängerung haben die fast 200 am UN-Klimagipfel teilnehmenden Länder in Madrid eine magere politische Abschlusserklärung erzielt. Darin erinnerte das Plenum alle rund 200 Staaten an ihre Zusage, im nächsten Jahr ihre Klimaschutzziele für 2030 möglichst zu verschärfen. Um den Emissionshandel wird weiter gestritten (nach tagesschau.de. (Bild: Totale der Schlussitzung der COP25 – Screenshot – © UNFCC, news.un.org) weiterlesen…

In zwei Jahren 50.000 Ladepunkte

Altmaier und Scheuer: „Gemeinsam bauen wir ein verlässliches und nutzerfreundliches Ladesäulennetz auf“

Am 13.12.2019 hat auf Einladung der Bundesminister Peter Altmaier und Andreas Scheuer ein Spitzengespräch mit der Energiewirtschaft zur Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge stattgefunden. Das BMWi, das BMVI und die Vertreter der Energiewirtschaft bekräftigten einer BMWi-Medienmitteilung zufolge, dass sie bei dem Aufbau einer bedarfsgerechten und wettbewerbsorientierten, verbraucherfreundlichen und verlässlichen Ladeinfrastruktur in Deutschland eng zusammenarbeiten werden. weiterlesen…