„Chance für ökologisches Wirtschaftswunder“ oder „viel Tamtam, wenig Substanz“

Reaktionen auf Green New Deal

„Was für ein Tag, was für ein Konzept! Mit dem Europäischen Green Deal hat die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schnell und konsequent erfüllt, was sie im Juli bei ihrer Antrittsrede versprach: Einen umfassenden Plan für den klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft in Europa vorzulegen. Das Vorhaben umweht der Nimbus des New Deal von Franklin D. Roosevelt. Mit seinen Wirtschafts- und Sozialreformen boten die USA der Wirtschaftskrise die Stirn, das Land schöpfte angesichts der „Großen Depression“ neue Hoffnung“, so der Tagesspiegel-Background zum Green New Deal der neuen EU-Kommissions-Chefin Ursula von der Leyen. Solarify stellt Reaktionen zusammen. (Bild: Blühende Landschaften – © Tilgnerpictures auf Pixabay) weiterlesen…

Klimaforscher Gerald Haug neuer Leopoldina-Präsident

Nachfolge von Jörg Hacker

Gerald Haug wird neuer Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, meldete die Max-Planck-Gesellschaft am 11.12.2019. Der Klimaforscher übernimmt das Amt am 01.03.2020 von Jörg Hacker, der die Akademie seit 2010 leitet. Haug ist geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz und Professor an der Eidgenössisch-Technischen Hochschule (ETH) Zürich und seit 2012 Mitglied der Leopoldina. weiterlesen…

Klimaneutral und CO2-frei ist ein Unterschied

Wer diesen Unterschied nicht macht, verwässert (un-)absichtlich die Begrifflichkeiten

Bis zum Jahr 2050 werden wir klimaneutral werden, verkündete die Bundeskanzlerin und wollte damit ihre Klimapolitik auf einen Nenner bringen. Als studierte Naturwissenschaftlerin dürfte ihr dabei klar gewesen sein, dass es einen Unterschied zwischen klimaneutral und CO2-frei gibt. Das thematisierte sie aber nicht. Seither wird der Begriff klimaneutral in den Medien wie auch im privaten Sprachgebrauch häufig verwendet und suggeriert eine klimafreundliche Wirtschaftsweise, sowohl in der Wirtschaft selbst wie auch im privaten Leben. Tatsächlich handelt es sich dabei aber nur um ein Kompensieren, einen bilanziellen Ausgleich und um ein Verschieben auf der Zeitachse. Man könnte es auch so formulieren: da nicht alle Emissionen vermieden werden oder vermieden werden sollen, musste ein Weg erfunden werden, der diese vermeidbaren Emissionen kompensiert. Eine zornige Klarstellung von Klaus Oberzig, die seit 06.12.2019 auf dem Internetportal der Deutschen Gesellschaft für Sonnenernergie e.V. zu lesen ist. weiterlesen…

„Städte stärker als System verstehen“

Anpassungsstrategie an den Klimawandel

Die von der Bundesregierung 2008 beschlossene „Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel“ ist aus Sicht der Klimawissenschaftlerin Daniela Jacob, Direktorin des Climate Service Centers Germany (GERICS) „gut und sinnvoll“. Das machte sie am 11.12.2019 während einer öffentlichen Sitzung des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung deutlich – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Insbesondere im Bereich der interministeriellen Zusammenarbeit sei die Anpassungsstrategie „extrem wertvoll“ und funktioniere gut, befand sie. Gestärkt werden müsse jedoch der „cross-sektorale Ansatz“ ebenso wie die Datentransparenz. Markus Schröder von der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft (DWA) sah das ähnlich, aber: Wasserwirtschaft müsse im Planungsprozess weiter nach vorne gerückt werden. weiterlesen…

EIB finanziert eines der größten Solarkraftwerke Spaniens

Ankündigung während COP25

Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat während der 25. UN-Klimakonferenz (COP 25) in Madrid bekannt gegeben, dass sie 76,5 Millionen Euro für eines der größten Solarprojekte in Spanien bereitgestellt hat. Sie unterstreicht damit, dass sie die Erzeugung sauberer Energie in dem Land entschlossen fördern will. Projektträger sind die Encavis AG, ein führender unabhängiger Produzent erneuerbarer Energien, und Solarcentury, ein globales integriertes Solarunternehmen. Geplant sind der Bau und Betrieb eines Fotovoltaikkraftwerks mit einer Leistung von 300 Megawatt Peak in Talayuela in der Kohäsionsregion Extremadura. Die Finanzierung wird durch den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) besichert, das Kernstück der Investitionsoffensive für Europa, auch bekannt als „Juncker-Plan“. (Foto: Planung Solarkraftwerk Talayuela – © solarcentury.com) weiterlesen…

Attributionswissenschaft (auch Zuordnungsforschung) …

…untersucht die Zusammenhängen zwischen Klima und extremen Wetterbedingungen

Attributionswissenschaft (auch Zuordnungsforschung) ist eine neue Form der Forschung allem im Bereich der Klimawissenschaften. Sie untersucht, ob und inwieweit der Klimawandel für bestimmte extreme Wetterereignisse wie Dürren, extreme Überschwemmungen, Hurrikane, übermäßige Hitze oder ungewöhnliche Stürme verantwortlich sein kann. weiterlesen…

Immer mehr Links zwischen Klimawandel und Extremwetter

Zuordnungsforschung wächst schnell

Extreme Wetterereignisse auf der ganzen Welt waren 2018 vom Klimawandel gekennzeichnet: Waldbrände in Kalifornien, Hitzewellen in Europa und Asien sowie extrem niedriges Meereis in der Arktis. Das fasst der am 09.12.2019 im Bulletin der American Meteorological Society veröffentlichte jährliche Sonderbericht zusammen. Der nun zum achten Mal erschienene Bericht enthält eine Sammlung von Studien und Analysen, die fragen, ob der Klimawandel beim Extremwetter eine Rolle gespielt hat – ein Forschungsgebiet, das als Attributionsforschung (auch Zuordnungswissenschaft) bekannt ist. weiterlesen…

Berlin erkennt die Klimanotlage an

Senat forciert Gegenmaßnahmen: Schärferes Energiewendegesetz und Klima-Check für alle Senatsbeschlüsse

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teil aus der Sitzung des Senats am 10. 12.2019 mit: „Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage der Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, die Anerkennung der Klimanotlage für das Land Berlin beschlossen. Der Senat stellt damit ausdrücklich fest, dass die fortschreitende Erderhitzung eine Klimanotlage darstellt, die zusätzliche Anstrengungen zugunsten des Klimaschutzes auch auf Berliner Landesebene erforderlich macht.“ weiterlesen…

Hamburg beschließt Klimaplan und Klimaschutzgesetz

Senat beschließt Maßnahmen für zehn Jahre und setzt CO2-Ziele für 2030 und 2050

Der Hamburger Senat hat 03.12.2019 mit einer Fortschreibung seines Klimaplans und einem neuen Klimaschutzgesetz zwei entscheidende Weichen gestellt, um die Klimaziele Hamburgs zu erreichen. Bis 2030 soll der CO2-Ausstoß um 55 Prozent sinken, bis 2050 soll Hamburg klimaneutral werden. Der Klimaplan beschreibt die Verantwortung und die jeweiligen CO2-Minderungsziele in den Sektoren „Verkehr“, „Private Haushalte“, „Gewerbe, Dienstleistung, Handel“ und „Industrie“. Er enthält eine Vielzahl konkreter Maßnahmen, die zu der erforderlichen Verringerung der CO2-Emissionen bis 2030 führen sollen. Der Entwurf des neuen Klimaschutzgesetzes soll hierfür einen verbindlichen rechtlichen Rahmen schaffen. weiterlesen…

Klimaschutz-Index sieht Chance auf Wendepunkt

Mehrheit der Industrie- und Schwellenländer mit sinkenden Emissionen

Wie die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch mitteilte, zeigt der am 10.12.2019 beim Klimagipfel in Madrid vorgestellte Klimaschutz-Index 2020 ein äußerst zwiespältiges Bild: In 31 von 57 untersuchten Staaten sind die Treibhausgasemissionen rückläufig. Deutschland hat sich nur leicht verbessert, ist von Platz 27 auf Platz 23 gerutscht, verweilt aber immer noch in der Kategorie „mäßig“. Schweden verteidigt weiter seinen ersten Platz und die USA lösen erstmals Saudi-Arabien als Schlusslicht ab. weiterlesen…