Kehrseite der Energiewende

Lithium-Abbau in Südamerika

Im Dreiländereck Bolivien, Chile, Argentinien sollen 70 Prozent der weltweiten Lithium-Vorkommen lagern. Der Rohstoff wird gebraucht, um E-Auto-Batterien herzustellen. In Zeiten der Energiewende wächst der Bedarf nach Lithium rasant. Doch dessen Abbau zerstört die Lebensgrundlage der indigenen Bevölkerung. Susanne Götze ist für den Deutschlandfunk in die argentinischen Anden gefahren und hat sich die Not der Kolla-Gemeinden schildern lassen. Die Reportage wurde am 30.04.2019 in der Reihe „Hintergrund“ des Deutschlandfunks ausgestrahlt. weiterlesen…

Bündnis 90/Die Grünen: Solarstrom-Ausbau stärken

10 GW pro Jahr notwendig – Deckel streichen

Bündnis 90/Die Grünen wollen den Ausbau der Solarenergie beschleunigen – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Laut dem Antrag 19/9698 der Bundestagsfraktion muss ein „nachhaltiger, solidarischer und schwungvoller Ausbau“ von jährlich 10.000 Megawatt erreicht werden, davon 3.000 MW in Ausschreibungen für Großanlagen. Dafür sollen die Ausbaudeckel für Solarenergie ersatzlos gestrichen und Bürgerenergie-Projekte sowie Mieterstrom durch entsprechende Neuregelungen attraktiver ausgestaltet werden. weiterlesen…

Dresden und Wittenberg bei Bus und Bahn vorn

Ranking für Ostdeutschland vergleicht Haltestellen-Netz in Städten und Landkreisen

ICE im Bahnhof Spandau - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDresden bietet seinen Bürgern unter allen ostdeutschen Städten und Landkreisen die kürzesten Wege zu Bus und Bahn. In der sächsischen Landeshauptstadt ist der öffentliche Verkehr laut offiziellen Daten des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) sogar besser erreichbar als in Berlin oder in den westdeutschen Millionenstädten Köln und Hamburg. Unter den ostdeutschen Landkreisen belegt Wittenberg den ersten Platz und lässt mit seinem dichten Netz an Haltestellen und Bahnhöfen auch die Stadt Suhl hinter sich. Den folgenden Ländervergleich hat Allianz pro Schiene am 03.05.2019 veröffentlicht. weiterlesen…

Erfolg für „Fridays for Future“: Konstanz beschließt Klimanotstand

…als erste Stadt in Deutschland: alle Entscheidungen unter Klima-Vorbehalt

Als erste deutsche Stadt in Deutschland hat Konstanz den Klimanotstand ausgerufen. Wie ein Sprecher der Schüler-Bewegung „Fridays for Future“ Konstanz am 02.05.2019 mitteilte, fasste der Gemeinderat auf deren Initiative hin dazu einen einstimmigen Beschluss. Die Stadt Konstanz stellt damit alle Entscheidungen unter einen Klima-Vorbehalt. Mit England, Schottland und Wales haben in den vergangenen Tagen bereits die ersten Staaten, mit London, Los Angeles, Oakland, Vancouver und Basel die ersten Städte den Klimanotstand ausgerufen. weiterlesen…

03.05.2019: Ab heute leben wir auf Pump

Deutscher Erdüberlastungstag

Am 03.05.2019 ist deutscher Erdüberlastungstag (earth overshoot day) – an diesem Tag hat Deutschland bereits nach vier Monaten so viele Ressourcen verbraucht wie unserem Land rechnerisch für das ganze Jahr zustehen. „Der frühe deutsche Erdüberlastungstag ist ein Alarmsignal und ein klares Zeichen für die verfehlte Umwelt- und Naturschutzpolitik der vergangenen Jahre. Die Bundesregierung muss endlich handeln und wirksame Maßnahmen wie eine sozialverträgliche CO2-Steuer umsetzen, um Deutschlands Ressourcenverbrauch dauerhaft zu senken“, fordert Olaf Bandt, Geschäftsführer Politik und Kommunikation des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) laut einer Medienmitteilung vom 02.05.2019. (Flyer: Erde am Limit – Es geht auch anders – © – © BUND; BUNDjugend) weiterlesen…

Großbritannien ruft Klimanotstand aus

WindEnergie verlangt gesetzliche Verankerung des Klimaschutzes

Mit England, Schottland und Wales haben in den vergangenen Tagen europaweit die ersten Staaten den Klimanotstand ausgerufen – inzwischen auch die Stadt Konstanz. Auch andere Staaten sind aufgerufen, diesem Beispiel zu folgen, rät der deutsche Bundesverband WindEnergie. Durch die Ausrufung des Klimanotstandes sollten politische Maßnahmen zum Klimaschutz leichter umsetzbar werden. Während das Vereinigte Königreich beim Klimaschutz vorangehe, tue sich die deutsche Regierungskoalition weiterhin schwer, Absichtserklärungen in konkrete Maßnahmen umzusetzen. Ein Kommentar von Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie vom 02.05.2019. weiterlesen…

Lesehinweis auf SZ: Wie ein CO2-Preis funktionieren könnte

Wie einen CO2-Preis ermitteln und was geschieht mit dem Geld?

Plötzlich ist er da, der Preis auf Kohlendioxid – zumindest in der politischen Debatte. Bei Bürgerdialogen haben sich Kanzlerin und Vizekanzler dieser Tage der Frage gewidmet, beide noch mit leisen Zweifeln. Eine Steuer auf CO2 wolle sie nicht, erklärte Angela Merkel in Schwedt, einem Raffineriestandort. „Mein Ansatz ist, über Zertifikate zu gehen.“ Und in Erfurt befand Olaf Scholz, Vizekanzler und als Finanzminister für jede Art von Steuer zuständig: „Es gibt viele Vorschläge, aber noch keinen, der überzeugt.“ Vor allem dürfe das Unterfangen nicht „zu einer realen Mehrbelastung der Leute“ führen. Wie aber könnte es gehen? Ein Überblick von Michael Bauchmüller vom Berliner Büro der Süddeutschen Zeitung am 01.05.2019. weiterlesen…

1.474 MW weniger Reserve benötigt

Bundesnetzagentur gibt Bedarf für Winter bekannt

Im Winter 2019/2020 werden Erzeugungskapazitäten aus Netzreservekraftwerken von 5.126 MW gebraucht. Verglichen mit dem für den vergangenen Winter festgestellten Bedarf in Höhe von 6.600 MW reduziert sich der Netzreservebedarf um 1.474 MW. Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, dazu laut einer Medienmitteilung: „Erst der weitere Netzausbau wird den Reservebedarf signifikant senken“. weiterlesen…

Designer Fuels aus Luft und Wasser

„Crowd Oil“: Kraftstoffe aus der Klimaanlage

Klima- und Lüftungsanlagen, die mit CO2 aus der Umgebungsluft und Wasser synthetische Kraftstoffe herstellen – ein solches Verfahren haben Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der University of Toronto vorgeschlagen. Dabei sollen kompakte Anlagen direkt in Gebäuden mit CO2 synthetische Kohlenwasserstoffe herstellen, die sich dann als erneuerbare synthetische Öle nutzen lassen. Dieses „crowd oil“-Konzept stellt das Team nun in Nature Communications vor (Übersetzung mit DeepL von Solarify). weiterlesen…

RWE will mit Ökostrom zu Weltmarktführern aufschließen

Grüne Energie soll helfen – Erträge aus Windanlagen zurückgegangen

Für die Umweltaktivisten vor und in der Grugahalle wird RWE wieder das optimale Feindbild abgeben. Seit Deutschlands größter Stromproduzent die Tochter Innogy 2016 abgespalten und an die Börse gebracht hat, ist er selbst nur noch auf die alte Energiewelt konzentriert: einerseits den Energiegroßhandel, andererseits die Stromproduktion, die ausschließlich in konventionellen Kraftwerken erfolgt – neben Gasanlagen sind das eben Atom- und Kohlekraftwerke, wie Jürgen Flauger am 30.04.2019 im Handelsblatt schreibt. weiterlesen…