Bakterien fressen Plastik auf

Enzym MHETase zerlegt PET-Kunststoff

Ein Team der Universität Greifswald und des Helmholtz-Zentrums Berlin (HZB) hat einer Medienmitteilung vom folgend an der Synchrotronlichtquelle BESSY II (Foto) die Struktur eines wichtigen Enzyms namens MHETase entschlüsselt. Die MHETase wurde in einem Bakterium entdeckt. Sie ist in der Lage, zusammen mit einem zweiten Enzym, der PETase, den weit verbreiteten Kunststoff PET in seine Grundbausteine zu zerlegen. Die 3D-Struktur der MHETase ermöglichte es den Forschern bereits, die Aktivität dieses Enzyms gezielt zu optimieren, um es zusammen mit der PETase für das nachhaltige Recycling von PET zu nutzen. Die Ergebnisse wurden am gleichen Tag in Nature veröffentlicht. weiterlesen…

Eckpunkte der Bundesregierung durchgesickert

Energiekonzept 2038 aus dem BMF für Klimakabinett

Einem in der Ressortabstimmung befindlichen, aber durchgesickerten Eckpunktepapier der Bundesregierung zufolge sollen die vom Braunkohleausstieg betroffenen Bundesländer bis 2038 insgesamt 40 Milliarden Euro Förderung bekommen,14 Milliarden als direkte Finanzhilfen, der Rest in Form von weiteren Maßnahmen. Das entspricht dem Abschlussbericht der Kohlekommission. Die hatte Ende Januar 2109 ein Konzept für den Ausstieg aus der Kohleverstromung bis spätestens 2038 vorgelegt. An der gleichen Jahreszahl orientierte sich ein Papier des Finanzministers für die erste Sitzung des neu gebildeten sogenannten Klimakabinetts am 10.04.2019 unter dem Titel „Energiekonzept 2038“, mit dem Olaf Scholz offenbar seiner Kabinettskollegin Svenja Schulze den Rücken stärken wollte. weiterlesen…

Hitze- und Dürreperioden künftig auch auf der Nordhalbkugel

Anthropogener Klimawandel verantwortlich

Ohne Klimawandel hätte es die Dürren und die großflächige Hitze des letzten Sommers nicht gegeben. Zu diesem Schluss kamen jetzt Klimaforscher der ETH Zürich. Derartige, gleichzeitig über mehrere Monate von Hitze betroffene Gebiete seien nur aufgrund des vom Menschen in Gang gesetzten Klimawandels möglich. Die ETH-Klimaforscherin Martha Vogel hat am 09.04.2019 im Rahmen einer Pressekonferenz der European Geosciences Union in Wien Beobachtungs- und Modelldaten ihrer aktuellen Studie vorgestellt. weiterlesen…

Uruguay vollendet seine Energiewende

Erfolgsgeschichte, an der auch deutsche Unternehmen beteiligt sind

Sein Energiewende-Kapitel hat Uruguay bereits vor vielen Jahrzehnten gestartet. 1945 wurde das erste von vier großen Wasserkraftwerken zur erneuerbaren Stromerzeugung errichtet. Es hat eine Leistung von 152 Megawatt (MW) und wurde nach dem ehemaligen Präsidenten „Dr. Gabriel Terra“ benannt. Planer des Kraftwerks war Adolf Ludin, ein deutscher Ingenieur und Spezialist auf dem Gebiet des Wasser- und Talsperrenbaus. Rund 70 Jahre später sollten erneut deutsche Unternehmen eine wichtige Rolle bei der uruguayischen Energiewende spielen, berichtet Joschua Katz in seinem Artikel auf energiezukunft.eu. weiterlesen…

15 Unternehmen vereinbaren freiwillige Klimaziele

Industrieverband Hamburg (IVH) und Senat starten Energieeffizienz-Netzwerk für weniger CO2

15 große Hamburger Unternehmen haben sich beim Klimaschutz unter Schirmherrschaft von Umwelt- und Energiesenator Jens Kerstan vernetzt. Im Rahmen der Bundesinitiative Energieeffizienz haben die Firmen das „IVH-Energieeffizienz-Netzwerk der Hamburger Industrie“ gegründet. Die Laufzeit des Netzwerks ist für drei Jahre vorgesehen. Die Unternehmen haben vereinbart, gemeinsam eine CO2-Reduktion von jährlich 75.000 Tonnen zu erzielen – das entspricht 335.000 MWh Energieverbrauch. Die angestrebte Effizienz resultiere aus Investitionen in die Anlagentechnik sowie der Optimierung von Prozessen. „Die Unternehmer setzen damit ihr freiwilliges Engagement für den Klimaschutz in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Senat erfolgreich fort“, heißt es in einer Pressemitteilung der Hamburger Behörde für Umwelt und Energie. weiterlesen…

Breites Bündnis fordert Tempolimit vom Klimakabinett

Scheuer kategorisch dagegen

Mehrere Umwelt- und Verkehrssicherheitsverbände forderten am 11.04.2019 vom eben von der Bundesregierung einberufenen „Klimakabinett“, so schnell wie möglich Tempo 130 auf deutschen Autobahnen einzuführen. „Deutschland muss sich endlich einreihen in den Kreis der auch auf den Straßen zivilisierten Staaten“, sagte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch in Berlin. Die Bundesrepublik sei aktuell mit Nordkorea, Somalia und Afghanistan der letzte Flächenstaat ohne generelle Geschwindigkeitsbeschränkung. Neben der DUH sind auch Greenpeace, die Gewerkschaft der Polizei in Nordrhein-Westfalen, die Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und der ökologische Verkehrsclub für Tempo 130. weiterlesen…

Leopoldina empfiehlt bundesweite Strategie zur Luftreinhaltung

Stellungnahme „Saubere Luft – Stickstoffoxide und Feinstaub in der Atemluft: Grundlagen und Empfehlungen“ veröffentlicht

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina fordert zusätzliche Anstrengungen, um die Konzentration von Schadstoffen in der Luft weiter zu reduzieren. Dabei solle der Schwerpunkt mehr auf Feinstaub als auf Stickstoffoxiden liegen. Von kurzfristigen oder kleinräumigen Maßnahmen, etwa von Fahrverboten, sei keine wesentliche Entlastung zu erwarten. Vielmehr sei eine bundesweite ressortübergreifende Strategie zur Luftreinhaltung erforderlich, heißt es in der veröffentlichten Stellungnahme „Saubere Luft – Stickstoffoxide und Feinstaub in der Atemluft: Grundlagen und Empfehlungen (2019)“. weiterlesen…

„Statt Flickschusterei an Einzelmaßnahmen kluge Neuregelung nötig“

Bundesregierung will umstrittene Änderungen bei Power-to-Gas korrigieren

Das BMWi hat am 10.04.2019 laut Medienberichten angekündigt, Änderungen im so genannten Netzausbau-Beschleunigungs-Gesetz (NABEG) zu Lasten der Power-to-Gas-Technik korrigieren zu wollen. Durch eine zusammen mit dem NABEG beschlossene Präzisierung einer Regelung im Energiewirtschaftsgesetz hätten viele Power-to-Gas-Anlagen künftig Netzentgelte zahlen müssen und wären so unwirtschaftlich geworden. Dagegen gab es Proteste aus der Branche. Das Bundeswirtschaftsministerium will nun bald einen überarbeiteten Entwurf der Regelung vorlegen. Ein Kommentar von Marcel Keiffenheim, Leiter Politik und Kommunikation beim Ökoenergieanbieter Greenpeace Energy. (Foto: Von Greenpeace Energy genutzter Elektrolyseur in Haßfurt – © Florian Jänicke, Greenpeace Energy e.G.) weiterlesen…

Zahl der Woche: Fast 50 Terawattstunden…

… Strom lieferten Windkrafträder und PV-Anlagen im ersten Quartal 2019

Die Windkrafträder an Land und auf See sowie die Photovoltaikanlagen haben von Januar bis März 2019 zusammen 49,4 Milliarden Kilowattstunden (fast 50 TWh brutto) Strom erzeugt. Das ist ein Plus von fast 25 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2018 (39,6 Mrd. kWh) und ein absoluter Rekordwert für die Jahreszeit. Das zeigt eine Berechnung des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Der Zuwachs sei größtenteils durch ungewöhnliche Witterungsbedingungen zustande gekommen – es habe für die Jahreszeit viel Sonne und starken Wind gegeben, heißt es in der gemeinsamen Pressemeldung vom 11.04.2019. weiterlesen…