Gorlebener Mauer wird abgerissen

Erhalt eines Teilstücks als Ort der Erinnerung

Symbolisches Datum für die Anti-Atom-Bewegung: Die Mauer rund um das Gelände des Bergwerks Gorleben wird abgerissen, so eine gemeinsame Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums mit der Bundesgesellschaft für Endlagerung. Ein Teilstück soll auf Initiative des Landkreises Lüchow-Dannenberg und der Bürgerinitiative (BI) Lüchow-Dannenberg als Ort der Erinnerung erhalten werden. (Foto: Gorleben – © Bundesgesellschaft für Endlagerung(BGE)) weiterlesen…

Internationale „Klimakoalition“ für CO2-Bepreisung

Finanzminister gründen Kohlenstoffsteuer-Club – ohne USA

Viele Finanzminister wollen sich weltweit für eine wirksame Bepreisung von Kohlendioxid einsetzen und im Kampf gegen den Klimawandel international besser zusammenarbeiten. Das vereinbarten – einer Medienmitteilung am 13.04.2019 zufolge – Ressortchefs aus allen Teilen der Welt, darunter Bundesfinanzminister Olaf Scholz, im Rahmen der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank in Washington. Zu den Unterzeichnern der Allianz gehören neben Deutschland unter anderem Frankreich, Großbritannien, Spanien und Schweden – nicht aber die USA. weiterlesen…

Blindflug durch das Entgeltsystem

Agora Energiewende kritisiert Fehlentwicklungen und empfiehlt grundlegende Neuordnung des Stromnetzentgelt-Systems

Das System der Stromnetzentgelte steuere auf immer gravierendere Fehlentwicklungen zu: Zum einen stiegen die Netzkosten und könnten schon bald der größte Einzelposten auf der Stromrechnung sein. Zum anderen behinderten die aktuellen Regeln für die Netzentgelte den Umbau des Stromsystems im Zuge der Energiewende – sie wirkten ihm zum Teil sogar entgegen. Hierbei könnten Politik und Wissenschaft aber nicht nachzuvollziehen, wofür die Netzentgelte in der Höhe von bundesweit jährlich rund 24 Milliarden Euro genau ausgegeben und wie sie auf die unterschiedlichen Gruppen von Stromverbrauchern umgelegt würden. Die Netzausgaben würden daher de facto im Blindflug gesteuert, kritisiert Agora Energiewende. Damit die Politik die Steuerbarkeit wiedererlangt, empfiehlt der Berliner Thinktank in einem am 15.04.2019 veröffentlichten Impuls-Papier dringend eine umfassende Reform der Netzentgelte. weiterlesen…

Sydney: 100-prozentige Nutzung erneuerbarer Energien bis 2030

Für Sydneys Bürgermeisterin hat Klimawandel oberste Priorität

Die Stadt Sydney hat ihre Vorgaben im Bereich der Nutzung Erneuerbarer Energien erhöht: Sie hat sich dazu verpflichtet, ihren Strombedarf bis 2030 zu 100 % aus Wind- und Solarenergie zu beziehen. Damit erneuert die australische Metropole ihre Ziele zur Nutzung erneuerbarer Energien, die zuvor bei 50 % bis 2030 lagen. Unter der Rubrik „Marktnachrichten“ preist das Bundeswirtschaftsministerium in einer Pressemeldung vom 09.04.2019 die vorbildliche Klimapolitik der Stadtverwaltung Sydney an. weiterlesen…

Enge deutsch-französische Zusammenarbeit im Klima- und Artenschutz

Schulze und de Rugy unterzeichnen Aachener Vertrag

Bundesumweltministerin Svenja Schulze und der französische Umweltminister François de Rugy haben sich am 08.04.2019 in Berlin getroffen, so eine Medienmitteilung aus dem BMU, und die enge deutsch-französische Zusammenarbeit für Klima- und Artenschutz bekräftigt. Laut Schulze und de Rugy ist die deutsch-französische Partnerschaft für die Ausgestaltung eines gerechten ökologischen Wandels in Europa grundlegend. Sie verpflichteten sich, bei der Gestaltung der europäischen Agenda in den kommenden Jahren eng zusammenzuarbeiten, insbesondere während der EU-Ratspräsidentschaften der beiden Länder. weiterlesen…

Transpolardrift geschwächt – Meereis schmilzt bereits in seiner Kinderstube

Neue AWI-Studie zeigt extremes Ausmaß der Arktis-Meereisschmelze

Der starke Eisrückgang in der Arktis beeinflusst das Meereis auf seiner Wanderung über den Arktischen Ozean. Wie Forschende des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung einer Medienmitteilung vom 02.04.2019 zufolge in einer neuen Studie berichten, erreichen heutzutage nur noch 20 Prozent des Meereises, das in den flachen, russischen Randmeeren des Arktischen Ozeans entsteht, tatsächlich die zentrale Arktis und begeben sich dort auf die sogenannte Transpolardrift. 80 Prozent des jungen Eises dagegen schmelzen, bevor es seine Kinderstube verlassen hat. (Foto: Untersuchung von in Eis eingeschlossenen Sedimenten, beobachtet während einer Kreuzfahrt des Forschungsschiffes Polarstern in der Transpolaren Drift 2014 – © AWI – Ruediger Stein) weiterlesen…

Agrophotovoltaik: hohe Ernteerträge im Hitzesommer

ISE: Steigerung der Landnutzungsrate auf 160 Prozent

Das Verbundprojekt „Agrophotovoltaik – Ressourceneffiziente Landnutzung“ (APV-RESOLA) erprobt seit mehr als zwei Jahren die Kombination von Solarstromproduktion und Landwirtschaft auf der gleichen Fläche. Über einer 0,3 Hektar großen Ackerfläche am Bodensee wurden in 5 m Höhe Solarmodule mit einer Leistung von 194 Kilowatt installiert. Im ersten Projektjahr 2017 konnte das Projektkonsortium unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesystem ISE in Freiburg bereits eine Steigerung der Landnutzungsrate auf 160 Prozent nachweisen. Im Hitzesommer 2018 wurde dieses Ergebnis noch deutlich übertroffen: Die Teilverschattung unter den Solarmodulen steigerte die landwirtschaftlichen Ernteerträge, die hohe Sonneneinstrahlung die Solarstromproduktion. So lag die Landnutzungseffizienz bei 186 Prozent. (Grafik: Schemazeichnung der Agro-PV-Anlage Heggelbach – Durch die kombinierte Flächennutzung beträgt die Landnutzungseffizienz der APV- Anlage 186 Prozent – © Fraunhofer ISE) weiterlesen…

„Netzwerk Reallabore der Nachhaltigkeit“ gegründet

KIT, Wuppertal Institut, Leuphana Uni Lüneburg und Ecornet: „Interaktion und Kooperation von Wissenschaft und Gesellschaft erhöhen Sichtbarkeit“

Gemeinsam mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, der Leuphana Universität Lüneburg und dem Ecological Research Network (Ecornet) hat das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) am 9. April das „Netzwerk Reallabore der Nachhaltigkeit“ gegründet. Das Netzwerk versteht sich einer Pressemitteilung vom 11.04.2019 zufolge als Plattform über und für Reallabore, die im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung forschen und handeln – und lädt zum Mitmachen ein. weiterlesen…

Deutschland hofft, mit CO2-Bepreisung Klimaziele zu erreichen

Regierung ändert Standpunkt

Die Bundesregierung prüft die Einführung eines CO2-Preises, um die ehrgeizigen Ziele der Emissionssenkung doch zu erreichen, schreibt Kerstine Appunn am 11.04.2019 auf Clean Energy Wire. An einem Wendepunkt in der Haltung der Regierung zur CO2-Reduktion erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel dem Parlament, dass ihr neues „Klimakabinett“ bei der Ausarbeitung von Gesetzen zur Erreichung der deutschen Klimaziele für 2030 die neuesten Vorschläge und Forschungen zur CO2-Preisgestaltung im Verkehrs- und Heizungsbereich berücksichtigen werde. Prominente CDU-Mitglieder hatten zuvor darauf bestanden, dass ein CO2-Preis nicht auf der Agenda der Regierung stehe.
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Erste sektorenübergreifende stundenscharfe Simulation des globalen Energiesystems

100% Erneuerbare kostengünstiger als derzeitiges Energiesystem

Die neue Studie der Energy Watch Group und LUT University skizziert als erste ihrer Art ein 1,5°C-Szenario mit einem kostengünstigen, sektorenübergreifenden und auf hoher Technologievielfalt beruhenden globalen 100% Erneuerbare-Energien-System, welches ohne negative CO2-Emissionstechnologien auskommt. Die wissenschaftliche Modellierungsstudie simuliert eine vollständige weltweite Energiewende in den Bereichen Strom, Wärme, Verkehr und Meerwasserentsalzung bis 2050. Sie basiert auf viereinhalb Jahren Forschung und Analysen von Datenerfassungen und technischen und finanziellen Modellierungen von 14 Wissenschaftlern. Dadurch wird bewiesen, dass die Wende hin zu 100% Erneuerbaren Energien mit dem heutigen, konventionellen fossil-nuklearen System wirtschaftlich konkurrenzfähig ist und die Treibhausgasemissionen im Energiesystem noch vor 2050 auf Null reduziert werden können. weiterlesen…