Betrügerische Wortschöpfungen

Clean Energy: Ihr seid doch nicht ganz sauber!
Kommentar von Matthias Hüttmann, DGS – 04.08.2017

Für manchen ist es nur eine Frage der Sprachregelung in der Öffentlichkeitsarbeit, neudeutsch „Wording“ genannt, für andere haben Begriffe wie ‚Clean Coal‘ oder ‚Clean Diesel‘ aber eine Funktion. Sie sollen uns glauben machen, dass die Prämisse „Augen zu und durch“ noch immer als Leitlinie unserer Lebensweise funktioniert und wir guten Gewissens weiter destruktiv in der Welt herumtollen dürfen. Aber wer genauer liest und hört, kann vermehrt Wortschöpfungen entdecken die für einen Betrug stehen, der große Teile unserer Gesellschaften erfasst hat. Der Betrug hat dabei zwei Komponenten: den aktiven Schwindel und den passiven Selbstbetrug. Das Schema der Gehirnwäsche ist meist ähnlich: Dreckige Technologien, die das Klima und somit alle Spezies und Ressourcen wie auch Biosphären etc. negativ tangieren, werden verharmlost und als notwendig tituliert. Der Trick: Anstatt etwas grundsätzlich zu ändern oder Veränderungen anzustoßen, wird es sprachlich reingewaschen. Dabei geht es jedoch nicht um einen zeitweiligen Akt, vielmehr ist die Basis unseres Wirtschaftens damit verknüpft. Zunächst drei Beispiele. weiterlesen…

Paris ade!

Trump tut es wirklich: Er ließ den Vereinten Nationen offiziell mitteilen, dass seine Regierung das COP21-Übereinkommen aufkündigt

Trump hatte den Ausstieg damit begründet, dass die Pariser Klimavereinbarung die US-Wirtschaft verheeren und Amerika bis zum Jahr 2025 rund 2,7 Millionen Arbeitsplätze, vor allem in der Bauindustrie, kosten würde. Diese Kalkulation stammte, laut Trump von „den National Economic Research Associates.“ (s.u.) weiterlesen…

Stanford-Doktorand entlarvt Klimaleugner

Gebetsmühlenartig die gleichen falschen Argumente
Benjamin Franta – mit freundlicher Genehmigung von Project Syndicate

Was ist die Wurzel der Klimaleugnungsbewegung? Benjamin Franta, Forscher an der kalifornischen Stanford Universität (heute Smith School of Enterprise and the Environment, University of Oxford), verfolgte die Geschichte der heimtückischen Kräfte, welche die Bewegung formten, die echtes Handeln gegen die Klimakrise behindert. Er fand: Zwei Wirtschaftswissenschaftler als willige Helfer – Paul Bernstein und W. David Montgomery. weiterlesen…

Nach Diesel-Gipfel: Fahrverbote werden wahrscheinlicher

Greenpeace-Aktivisten projizieren „Aktenzeichen NOx ungelöst“ auf Kanzleramt

Für mehr Engagement von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im weiter schwelenden Abgasskandal protestierten Greenpeace-Aktivisten am 03.08.2017 – einen Tag nach dem Dieselgipfel in Berlin – vor Tagesanbruch am Bundeskanzleramt. „Aktenzeichen NOx ungelöst“ projizierten die Umweltschützer in großen Leuchtzeichen zusammen mit der Silhouette der Kanzlerin auf die Fassade. In Anlehnung an eine TV-Serie über unaufgeklärte Verbrechen kritisierten sie das enttäuschende Ergebnis des Dieselgipfels am Vortag, heißt es in der Greenpeace-Pressemitteilung vom 03.08.2017. weiterlesen…

Umweltaspekte in Handelsabkommen

Quo vadis Umweltschutz im Welthandel? Neues Online-Tool

Wie halten es TTIP, TPP, CETA mit Umwelt und Klimaschutz, was genau steht dazu in den Handelsabkommen, und wie hat sich die Aufnahme von Umweltschutzklauseln in Handelsabkommen in den letzten Jahren entwickelt? Wissenschaftler haben einer Medienmitteilung des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) zufolge im Projekt „Klimalog – Forschung und Dialog für eine klimagerechte Transformation“ gemeinsam mit dem Research Chair for International Political Economy der Laval Universität, Kanada, ein datenbasiertes Online-Tool für Umweltaspekte in den internationalen Abkommen entwickelt – TREND analytics. weiterlesen…

Falsche Prophezeiungen

„Es gibt keinen Grund dafür, dass jemand einen Computer zu Hause haben sollte.“

Diesel – Benzin – Elektro – Wasserstoff – Designer Fuels: Zeiten der Unsicherheit sind Zeiten für Prophezeiungen, und die Geschichte ist voll davon. 2008, im Rahmen der WIREC (Washington International Renewable Energy Conference) hielt der Milliardär und Champions of Earth Award-Preisträger Vinod Khosla, ein Pionier in Umwelttechnologien, einen Vortrag über falsche Prophezeiungen – es war faszinierend, welche, heute haarsträubend bis lustig klingende Vor-Urteile im doppelten Wortsinn im Lauf der Technik-Geschichte abgegeben wurden. Sie mahnen zur Bescheidenheit beim Blick in die Zukunft. weiterlesen…

Zwei Stimmen zum Nationalen Forum Diesel

Werner Eckert (Tagesschau) und Klaus Müller (vzbv)
ARD-Umweltexperte zum Diesel-Gipfel: Autobauer sind die Gewinner

Die auf dem Diesel-Gipfel beschlossenen Maßnahmen werden kaum zur Luftverbesserung beitragen, meint SWR-Umweltexperte Werner Eckert von der SWR-Umweltredaktion im nachtmagazin. Die Autobauer kommen billig davon – dass die betroffenen Autobesitzer dadurch keine Nachteile haben, glaubt er nicht. weiterlesen…

Der Berg gebiert eine Maus

Dieselgipfel mit magerem Ergebnis – Experten und Umweltverbände enttäuscht

Die Journalisten und Demonstranten warteten vergebens. Der Gipfel war nämlich kurz vor Beginn am 02.08.2017 um 11.30 Uhr vom Verkehrsministerium ins Bundesinnenministerium verlegt worden. Dies habe „technische Gründe“, hieß es von offizieller Seite, in Wirklichkeit hatte die Sicherheit versagt: Ein Beamter sagte unter der Hand, man wisse nicht, wie die Greenpeace-Aktivisten auf das BMVI-Dach gekommen seien, um sich mit einem großen Transparent mit der Parole „Willkommen in Fort NOx“ gegen die von der Automobilindustrie verschuldeten jährlich mehr als 10.000 vorzeitigen Todesfälle zu demonstrieren. weiterlesen…

Neue EU-Emissionsregeln – Todesstoß für Kohlekraftwerke?

Mehr als 3.000 Großfeuerungsanlagen in EU müssen bis 2021 strengere Grenzwerte einhalten

Von: Sam Morgan | EURACTIV.com | translated by Ama Lorenz

Nach den am 31.07.2017 vereinbarten EU-Regeln, müssen Kraftwerke ihre Schadstoff-Emmissionen reduzieren. Geschätzte Kosten für die notwendige Umstellungen – über 15 Milliarden Euro. Umweltverbände sehen als nächsten logischen Schritt, die weitreichende Schließung der grössten Umweltsünder – die Kohlekraftwerke, wie Sam Morgan am 02.08.2017 in EURACTIV schreibt. weiterlesen…

Solarstrom-Nachfrage 75 Prozent über Vorjahr


Solarwirtschaft fordert Beseitigung von Photovoltaik-Ausbaudeckeln

Der deutsche Solarmarkt befindet sich wieder auf Wachstumskurs. In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden laut Bundesnetzagentur Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 900 Megawatt errichtet, rund 75 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (515 Megawatt). Gesunkene Anschaffungskosten führten nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) dazu, dass die Nachfrage nach Solarstromanlagen insbesondere bei mittelständischen Unternehmen in den letzten Monaten stark zugenommen hat. weiterlesen…