Der Berg gebiert eine Maus

Dieselgipfel mit magerem Ergebnis – Experten und Umweltverbände enttäuscht

Die Journalisten und Demonstranten warteten vergebens. Der Gipfel war nämlich kurz vor Beginn am 02.08.2017 um 11.30 Uhr vom Verkehrsministerium ins Bundesinnenministerium verlegt worden. Dies habe „technische Gründe“, hieß es von offizieller Seite, in Wirklichkeit hatte die Sicherheit versagt: Ein Beamter sagte unter der Hand, man wisse nicht, wie die Greenpeace-Aktivisten auf das BMVI-Dach gekommen seien, um sich mit einem großen Transparent mit der Parole „Willkommen in Fort NOx“ gegen die von der Automobilindustrie verschuldeten jährlich mehr als 10.000 vorzeitigen Todesfälle zu demonstrieren. weiterlesen…

Neue EU-Emissionsregeln – Todesstoß für Kohlekraftwerke?

Mehr als 3.000 Großfeuerungsanlagen in EU müssen bis 2021 strengere Grenzwerte einhalten

Von: Sam Morgan | EURACTIV.com | translated by Ama Lorenz

Nach den am 31.07.2017 vereinbarten EU-Regeln, müssen Kraftwerke ihre Schadstoff-Emmissionen reduzieren. Geschätzte Kosten für die notwendige Umstellungen – über 15 Milliarden Euro. Umweltverbände sehen als nächsten logischen Schritt, die weitreichende Schließung der grössten Umweltsünder – die Kohlekraftwerke, wie Sam Morgan am 02.08.2017 in EURACTIV schreibt. weiterlesen…

Solarstrom-Nachfrage 75 Prozent über Vorjahr


Solarwirtschaft fordert Beseitigung von Photovoltaik-Ausbaudeckeln

Der deutsche Solarmarkt befindet sich wieder auf Wachstumskurs. In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden laut Bundesnetzagentur Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 900 Megawatt errichtet, rund 75 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (515 Megawatt). Gesunkene Anschaffungskosten führten nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) dazu, dass die Nachfrage nach Solarstromanlagen insbesondere bei mittelständischen Unternehmen in den letzten Monaten stark zugenommen hat. weiterlesen…

Leben auf Pump – Earth Overshoot Day 2017

Alarmierend: Sechs Tage früher als 2016

Ab heute, Dienstag, dem 02.08.2017, sind die natürlichen Ressourcen aufgebraucht, welche die Erde 2017 regenerieren und damit ohne Schaden zur Verfügung stellen kann. Ab dann muss die Menschheit bis Jahresende bei der Natur einen Kredit aufnehmen. Ein Parameter für diesen Kredit ist der „Earth Overshoot Day“ (EOD) – deutsch: Weltüberlastungstag oder -erschöpfungstag), jährlich berechnet vom footprintnetwork. weiterlesen…

Bund übernimmt atomare Zwischenlager

Ab 01.08.2017 ist die Gesellschaft für Zwischenlagerung im Bundesbesitz

Nach der Neuordnung der Zuständigkeiten für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle organisiert Bundesumweltministerin Barbara Hendricks auch den Betrieb von atomaren Zwischenlagern neu. Diese bisher von den Atomkonzernen wahrgenommene Aufgabe fällt laut einer Medienmitteilung ab sofort in die Verantwortung des Bundes. Die zu diesem Zweck im März 2017 gegründete Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) ist am 01.08.2017 zu 100 Prozent in den Besitz des Bundes übergegangen. Die Übernahme der BGZ ist ohne Zahlung eines Kaufpreises erfolgt. weiterlesen…

Autogipfel: Hersteller in die Verantwortung nehmen

Mehrzahl der Verbraucher ist der Meinung, dass die Politik im VW-Dieselskandal Interessen der Autohersteller bevorzugt

Zum Dieselgipfel der Bundesregierung am Mittwoch, 02.08.2017, fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) politische Konsequenzen aus möglichen Kartellabsprachen. Betroffene Verbraucher müssten entschädigt werden. „Die Bundesregierung muss Fehlentwicklungen in der Autobranche endlich ausbremsen“, sagt Klaus Müller, Vorstand des vzbv. Laut einer repräsentativen forsa-Umfrage im Auftrag des vzbv hat die Mehrzahl der Verbraucher das Gefühl, dass ihre Interessen im VW-Dieselskandal bislang zu kurz kommen. weiterlesen…

19.807 vorzeitige Sterbefälle, seit Dieselgate bekannt wurde

Greenpeace-Aktivisten demonstrierten an Verkehrsministerium für mehr Gesundheitsschutz

Für besseren Schutz der Gesundheit vor Dieselabgasen demonstrierten Greenpeace-Aktivisten am 31.07.2017 vor Tagesanbruch am Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur von Alexander Dobrindt (CSU) in Berlin: Sie projizierten mit ein Meter großen Leuchtzeichen die Zahl der vorzeitigen Todesfälle durch Stickoxide (NOx) seit Bekanntwerden des Abgasskandals an die Fassade des BMVI.
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Frankreich und Spanien genehmigen Mega-PV-Leistung

Spanien erteilt Zuschläge für Solaranlagen mit 3,9 Gigawatt – Frankreich für 500 MW

Das spanische Ministerium für Energie, Tourismus und digitale Agenda hat dem Branchendienst pv magazine zufolge die Liste der Gewinner der jüngsten Ausschreibung für neue Wind- und PV-Kraftwerken – mit mehr als 5 GW – veröffentlicht. Demnach haben am 26.07.2017 30 PV-Projekte mit Größen zwischen 100 kW und 1.550 MW einen Zuschlag erhalten. Der Gesamtleistung der Kraftwerke beträgt 3.909 MW. Dazu zehn Windparkprojekte mit einer Leistung von zusammen 1.127 MW ausgezeichnet. weiterlesen…

DUH mit „Acht-Punkte-Sofortprogramm für saubere Luft“

Konsequenz aus Stuttgarter Richterspruch zu Diesel-Fahrverboten

Nachdem durch Gerichtsentscheidungen (siehe: solarify.eu/ruege-fuer-kretschmann-aus-dem-auspuff) Diesel-Fahrverbote in Düsseldorf, München und Stuttgart als erforderlich bestätigt wurden, fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH), dass sich die Politik endlich von den in Hinterzimmern verabredeten unzureichenden Software-Updates verabschiedet und wirklich wirksame Maßnahmen ergreift. Angesichts der anstehenden Verhandlungen beim „Nationalen Forum Diesel“ am 02.08.2017 legte die DUH am 31.07.20176 in Berlin ein „Acht-Punkte-Sofortprogramm für saubere Luft“ vor. weiterlesen…

Kann ein CO2-Preis nachhaltige Entwicklung finanzieren?

CO2-Bepreisung kann für viele Länder geeignetes Mittel sein, um SDGs teilweise zu finanzieren
von Ottmar Edenhofer mit Max Franks – mit freundlicher Genehmigung von Lutz Meyer, Fullberry Foundation

Prof. Dr. Ottmar Edenhofer (55) ist Lehrstuhlinhaber für die Ökonomie des Klimawandels an der Technischen Universität Berlin und ehemaliger Co-Chair der Arbeitsgruppe III des Weltklimarates IPCC, der im Jahr 2014 seinen 5. Sachstandsbericht veröffentlichte. Er ist stellvertretender Direktor und Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change. Dr. Max Franks (32) forscht am Potsdam-­Institut für Klimafolgenforschung im Fach­be­reich „Nachhaltige Lösungsstrategien“ zu den Themen Klima- und Finanzpolitik, Vermögens­ungleichheit und Nachhaltige Entwicklung.Für seine Dissertation wurde ihm der Potsdamer Nachwuchswissenschaftler-Preis verliehen. weiterlesen…