Gut verdrahtet

Mikroorganismen meistern Energieversorgung über Nano-Stromnetze und knacken Methan

Strom wie aus der Steckdose – diese bequeme Art der Energieversorgung bewahrheitet sich anscheinend für bestimmte Mikroorganismen – so eine Pressemitteilung des Bremer Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie. Die Zellen können ihren Energiebedarf in Form von elektrischem Strom über Nano-Drahtverbindungen decken. weiterlesen…

EE im Aufwind

Erneuerbare Energien in Zahlen

Der Anteil regenerativer Energien am Stromverbrauch lag 2014 bei knapp 28 Prozent. Damit entwickelt sich der Ausbau Erneuerbarer Energien weiterhin positiv. Eine Broschüre der „Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik“ dokumentiert die Fortschritte. Seit 2004 erhebt die Arbeitsgruppe detailliert Statistiken und Daten zu den erneuerbaren Energien. Sie arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Die nunmehr 15. Ausgabe der Broschüre „Erneuerbare Energien in Zahlen – Nationale und internationale Entwicklung im Jahr 2014“; Stand Ende August 2015, zeigt, dass die Nutzung der Erneuerbaren Energien in Deutschland weiter gestiegen ist. weiterlesen…

Greenpeace-Erfolg: „Öl auf Eis gelegt“

Shell stoppt zwar die umstrittenen Ölbohrungen in der Arktis – aber nicht der Umwelt zuliebe. Greenpeace wertet das als einen Erfolg auch seiner Proteste, die seit langem die Gefahr und Verantwortungslosigkeit der Ölsuche anprangern

Wie der Ölkonzern am 28.09.2015 bekanntgab (siehe solarify.eu/shell-schliesst-tschuktschen-bohrloch), zieht er seine Bohrflotte auf absehbare Zeit aus der arktischen Tschuktschensee ab. Seit Wochen hatte Shell vor der Küste Alaskas mögliche Ölvorkommen erkundet. Diese zu erschließen, würde nicht nur den Lebensraum der ansässigen Tierwelt stören, ein Öl-Unfall hätte auch kaum beherrschbare Folgen für das Ökosystem der Arktis. Die Gründe für den plötzlichen Sinneswandel sind laut Shell finanzieller Natur: Die Kosten seien schlicht zu hoch bei zu geringen Erfolgsaussichten, so lautet die Erkenntnis aus den Probebohrungen. Außerdem gebe es seitens der US-Regierung unklare Umweltauflagen. Die öffentliche Meinung dürfte aber auch eine Rolle gespielt haben, das kontroverse, pannengeplagte Projekt endlich einzustampfen. Seit dem Bekanntwerden der Pläne sah sich Shell erheblichem Gegenwind ausgesetzt – auch Greenpeace protestierte seit Jahren mit zahlreichen Aktionen gegen die gefährlichen Ölbohrungen. weiterlesen…

EU-Treibhausgas-Emissionen zurückgegangen

Klimaschutz: Im Vorfeld von Paris übernimmt EU Führungsrolle mit 23 % Emissionsminderungen

Nach einem am 20.10.2015 veröffentlichten Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) ist die Europäische Union auf Kurs, ihr Ziel für 2020, Emissionen an Treibhausgasen (THG) um 20 % zu senken, zu erreichen und selbst zu übertreffen. Der Bericht „Trends and projections in Europe 2015“ zeigt, dass die THG-Emissionen von 1990 bis 2014 um 23 % zurückgegangen sind und ihren bisher niedrigsten Stand erreicht haben. weiterlesen…

„Mobilität von morgen ist elektrisch, vernetzt und automatisiert“

acatech-Festveranstaltung: Big Data – neue Mobilität – neue Energie

Vor rund 800 Gästen im Berliner Konzerthaus erläuterten die acatech-Präsidenten Reinhard Hüttl und Henning Kagermann im Rahmen der diesjährigen Festveranstaltung am 20.10.2015 den Stand des Umbaus der Energiesysteme und die Mobilität der Zukunft; der frischgebackene Präsident der Berlin-Brandenburger Akademie der Wissenschaften, Martin Grötschel sprach über Hype, Realität und Chancen einer datengetriebenen Wissenschaft. weiterlesen…

Deutschland abgeschlagen: Norweger fahren elektrisch

Staatlich geförderte E-Mobilität boomt in Norwegen

Die norwegische Regierung fördert Elektroautos mit großzügigen Subventionen. Die Initiative ist Teil des Maßnahmenpakets, um den Ausstoß von CO2 zu reduzieren und die UN-Klimaziele zu erreichen, schreibt Nicole Weinhold auf erneuerbareenergien.de. Die New York Times dazu: „In Zeiten, in denen der Skandal um Emissionsmanipulation bei Volkswagen Europas Glaube an den Dieselmotor schwächt, wird Norwegens Modell als Vorreiter bei der Frage, wie man die Öffentlichkeit für E-Mobilität begeistert, weltweit von Wissenschaftlern und Gesetzgebern beobachtet.“ weiterlesen…

Stromverbrauch steigt bis 2050 um 20 %

Energiewende im Wärme- und Verkehrssektor lässt Stromverbrauch steigen – Wenn Verkehr und Heizungen immer häufiger elektrisch betrieben werden, sind mehr Erneuerbare-Energien-Anlagen nötig als bislang geplant

Damit Deutschland seine nationalen und die europäischen Klimaschutzziele einhalten kann, wird es möglicherweise notwendig sein, einen rund 20-prozentigen Anstieg des Stromverbrauchs bis 2050 zu akzeptieren – von derzeit 545 TWh/a (netto = ohne Eigenverbrauch von Kraftwerken) im Jahr auf dann etwa 620 TWh/a. Das sagt eine Studie des Fraunhofer Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES im Auftrag von Agora Energiewende. weiterlesen…

Sektorübergreifende Energiewende

IWES hat Konzept erarbeitet – Rahmen für den Einsatz von Wind- und Solarstrom auch im Wärme- und Verkehrssektor schaffen

„Um die Klimaschutzziele auf dem volkswirtschaftlich günstigsten Weg zu erreichen, müssen Wind- und Sonnenenergie die wichtigsten Primärenergiequellen werden. Und das nicht nur im Bereich der Stromversorgung, sondern auch in der Wärmeversorgung und der Mobilität. Strom würde damit zum Hauptenergieträger.“ Zu diesem Ergebnis kommen die Forscher eines im Auftrag des BMWi vom Fraunhofer IWES durchgeführten dreijährigen Projekts mit dem Titel „Interaktion EEStrom-Wärme-Verkehr“. weiterlesen…

BMWi: „Positives Signal für erste deutsche Gleichstromverbindung“

HGÜ kann beginnen

Die Übertragungsnetzbetreiber Amprion GmbH und TransnetBW GmbH haben am 21.10.2015 laut einer Pressemitteilung aus dem BMWi den Auftrag für die Planung und den Bau der Konverter für das Gleichstromvorhaben ULTRANET vergeben: „Die Verbindung von Osterath in Nordrhein-Westfalen nach Philippsburg in Baden-Württemberg ist damit das erste Gleichstromvorhaben, bei dem die technischen Details für die zwei Konverteranlagen am Anfang und Ende der Gleichstromverbindung geplant werden können.“ weiterlesen…

Neues Wertstoffgesetz in der Kritik

BMUB will Recyclingquoten erhöhen – VKU kritisiert Festhalten am dualen System

Das Bundesumweltministerium strebt deutlich höhere Recyclingquoten an. Mit dem Arbeitsentwurf eines Wertstoffgesetzes will das Ministerium „unter anderem dafür sorgen, dass mindestens 72 % der Kunststoffabfälle, die bei privaten Haushalten anfallen, als Rohstoff weiterverwendet werden“. Die Sammlung und das Recycling von Wertstoffen sollen deshalb „noch effizienter und einfacher werden“. Katherina Reiche vom VKU kritisiert, dass mit dem  dualen Systemen „ein intransparentes und ineffizientes System weiter gefördert werden“ solle, das kurz vor dem Kollaps gestanden habe und nur eine magere Recyclingquote erreiche. weiterlesen…