Klimawandel schadet Bruttoinlandsprodukt

NASA stellt Projektion zum Klimawandel ins Netz – beängstigende Schlüsse

Mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf Wirtschaft und Bruttoinlandsprodukt bis 2100 zeigt ein neues Datenmodell der US-Raumfahrtbehörde NASA. US-Forscher hätten eine Formel für die Klimaabhängigkeit der Gesamtwirtschaft ermittelt, teilte die Behörde am 20.10.2015 mit. Das elf Terabyte umfassende Modell zeigt zu erwartende Temperaturen, Regenfälle, Stürme und andere Wetterereignisse. Die Daten variieren je nach angewandtem CO2-Ausstoß-Szenario. Die Auflösung sei so groß, dass auf der Karte bis in einzelne Städte hineingezoomt werden könne. Das Datenset sei kostenlos einsehbar und richte sich nach Angaben der Nasa vor allem an Wissenschaftler und Behörden. weiterlesen…

Fossile Energien schröpfen Schwellen- und Entwicklungsländer

Erdölimporte und Subventionen für Öl, Gas und Kohle belasten Haushalte und Umwelt vieler Staaten massiv

Kostspielige und umweltschädliche Importe fossiler Energien kommen die Entwicklungs- und Schwellenländer ebenso wie die Industriestaaten teuer zu stehen. Wie aus aktuellen Daten Welthandelsorganisation (WTO) hervorgeht, belief sich im vergangenen Jahr der Import von Brennstoffen global auf 2,85 Milliarden Euro. Das waren trotz niedriger Ölpreise im zweiten Halbjahr nur knapp sieben Prozent weniger als im Vorjahr. „Ein Umstieg auf Erneuerbare Energien erspart teure Importe, entlastet die öffentlichen Haushalte und die Umwelt“, betont der Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE), Philipp Vohrer. weiterlesen…

Paris als Wegmarke der 2-Grad-Grenze

COP21 und Einstieg in kohlenstoffarme Wirtschaft

Die freiwilligen Beiträge der Länder (INDC = intended nationally determined contributions) zum geplanten Klimaabkommen in Paris reichen zwar (noch) nicht aus, um die globale Erwärmung auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen, warnt ein internationales Forscher-Team aus 16 Instituten, darunter das PIK-Potsdam. Aber sie könnten „zum Einstiegspunkt in eine kohlenstoffarme Wirtschaft werden, wenn COP21 einen Mechanismus zur Stärkung dieser Beiträge bis spätestens 2020 umfasst“. weiterlesen…

Mit Licht zu Wasserstoff

Mit organischer Gerüstverbindung als Katalysator aus Wasser photolytisch Wasserstoff herstellen

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Festkörperforschung in Stuttgart und von der Ludwig-Maximilians-Universität München haben neue poröse Materialien für die Photokatalyse entwickelt, die mittels Licht aus Wasser den vielseitigen Energieträger Wasserstoff erzeugen können. Dieser polymere Photokatalysator ist chemisch robust. Zudem lässt sich die Rate der Wasserstoffproduktion über kleine strukturelle Veränderungen am Katalysator regulieren. Die organischen Netzwerke eröffnen neue Wege zu polymeren Photokatalysatoren mit präzise einstellbaren Eigenschaften. weiterlesen…

Antidumping-Streit geht weiter

111 deutsche Solar-Installationsbetriebe treten EU ProSun bei

111 PV-Installationsbetriebe aus Deutschland haben sich dem Kampf des von SolarWorld gegründeten Industriebündnisses EU ProSun gegen chinesisches Preisdumping angeschlossen und treten für fairen Wettbewerb ein. EU ProSun will in eine Verlängerung der seit 2013 geltenden Antidumping-Maßnahmen in der Photovoltaik-Wirtschaft erreichen. ProSun-Präsident Milan Nitzschke freut sich über die Unterstützung der Handwerksbetriebe, wie eine Pressemitteilung wissen lässt. weiterlesen…

Kohle-KWK-Förderung wird beendet

Entwurf eines Gesetzes zur Neuregelung des Kraft-Wärme- Kopplungsgesetzes

Die Bundesregierung will mit dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) den Anteil von KWK-Strom an der Stromerzeugung steigern, um die Effizienz im Bereich der Strom- und Wärmeerzeugung zu erhöhen. Das KWKG fördert die Stromerzeugung von hocheffizienten KWK-Anlagen durch umlagefinanzierte Zuschläge auf den Marktpreis bei Modernisierung und Neubau von Anlagen und dem Neu- und Ausbau von Wärmenetzen und -speichern. Die von den Stromverbrauchern zu zahlende Umlage wird mit der Novelle (18/6419) auf maximal 0,53 ct/kWh (ca. 19 Euro im Jahr für den Durchschnittshaushalt) steigen. weiterlesen…

2,7 GW Braunkohle ab in die Reserve

Kohlekraftwerke gehen ab 2016 vom Netz

Das BMWi und die Energie-Konzerne RWE, Vattenfall und Mibrag haben sich auf die Stilllegung mehrerer Braunkohle-Kraftwerksblöcke geeinigt, wie das Ministerium mitteilte. Um das Klima zu schützen, sollen sie von Oktober 2016 bis Oktober 2019 nur noch als Notfall-Reserve gehalten und dann ganz stillgelegt werden. Mit der „Sicherheitsbereitschaft“ wird für Stromengpässe im Zuge der Energiewende eine zusätzliche Absicherung geschaffen. weiterlesen…

Bonner COP21-Entwurf fertig

Klima-Vorkonferenz beendet – Kritik von MISEREOR

„Die Bemühungen um den weltweiten Klimaschutz sind einen Schritt vorangekommen“, meldete der WDR am frühen Morgen des 24.10.2015. In Bonn hatten sich die Unterhändler aus 195 Staaten nach fünftägigen Verhandlungen auf einen Rahmen-Entwurf für den neuen globalen Klimapakt geeinigt. Anfang Dezember soll beim UN-Klimagipfel COP21 in Paris (30.11.-11.12.2015) ein endgültiger Vertrag ausgehandelt werden. Unter anderem soll der Ausstoß klimaschädlicher Gase bis 2020 um 20 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 sinken – und eine Obergrenze für die Erwärmung der Erdatmosphäre festgeshrieben werden. Offen bleibt nach wie vor, wie der Vertrag durchgesetzt werden soll. weiterlesen…

Elektro- und Elektronikgerätegesetz tritt in Kraft

Handel muss alte Elektrogeräte zurücknehmen – Kritik vom DUH – PV-Module registrierungspflichtig

Heute (24.10.2015) tritt das neue Elektro- und Elektronikgerätegesetz in Kraft. Das Gesetz wird die Rückgabe alter Elektro- und Elektronikgeräte deutlich vereinfachen. Zudem stärkt das Gesetz den Zoll dabei, den illegalen Transfer von Altgeräten in ärmere Länder zu unterbinden, wo sie häufig auf gefährlichen Deponien landen. Mit dem Gesetz werden die europarechtlichen Vorgaben der sogenannten WEEE-Richtlinie (engl.: Waste of Electrical and Electronic Equipment) umgesetzt. weiterlesen…

Wissenschaft und Energiewende

Vortrag von Reinhard Hüttl in der Berliner Urania

In der Berliner Urania, einer „interdisziplinären Plattform zur Präsentation aktueller Ergebnisse aus Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft“, hielt Professor Reinhard Hüttl (Präsident der acatech-Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, Vorstandsvorsitzender des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZsowie Mitglied der „Ethikkommission Sichere Energieversorgung„) am 21.10.2015 einen Vortrag über die „wissenschaftliche Begleitung der Energiewende“. Erste Untersuchungen des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) hätten ergeben: Die Energiewende ist machbar, Sie benötigt aber wissenschaftliche Unterfütterung, etwa durch das Forschungsforum Energiewende. Zur Umsetzung gehören Ingenieurs-, Natur- und Gesellschaftswissenschaften. weiterlesen…