USA: Mit Selbstverpflichtungen gegen Rep-Widerstand

Obama macht Klimafortschritte

US-Präsident Obama hat im Kampf gegen den Klimawandel weitere wichtige Großunternehmen gewonnen. Insgesamt sind bis jetzt 81 Konzerne entsprechende Selbstverpflichtungen eingegangen, schreibt die FAZ unter Berufung auf die Financial Times. Neu unter anderem: die Energiesparte der Investmentfirma Berkshire Hathaway von Multimilliardär Warren Buffet, der Computerchip-Hersteller Intel, Procter & Gamble, General Electric, der Pharmazie- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson, der Schokoladenfabrikant Hershey sowie 65 weitere Unternehmen sagten zu, den CO2-Ausstoß bis 2020 zu halbieren – manche wollen den Wasserverbrauch um 80 % senken. Ölkonzerne wie ExxonMobil und Chevron machen (natürlich) nicht mit. weiterlesen…

Bonner Klimaringen

Das Klima verträgt keinen Aufschub mehr

Sechs Wochen vor dem Pariser Klimagipfel ringen seit dem 19.10.2015 in Bonn 1.000 Diplomaten und Experten um einen Entwurf für das neue Klimaschutz-Abkommen, das dem Kyoto-Protokoll folgen soll.  Die UN-Konferenz soll bis Freitag viele Streitpunkte eines Vertrags-Entwurfs beraten und ausräumen, der im Rahmen der großen UN-Klimakonferenz COP21 Anfang Dezember in Paris von mehr als 190 Staaten beschlossen werden soll. weiterlesen…

Vattenfalls Braunkohle soll in Stiftung überführt werden

Greenpeace Nordic meint es ernst: Schwedische Umweltschützer reichen „Statement of Interest“ ein

„Alles nur ein PR-Gag“, mutmaßten Journalisten. „Nein“, sagt Greenpeace Nordic und hat seine formelle Interessensbekundung bei Vattenfall eingereicht, um sich für den Kauf der Tagebaue in Brandenburg zu bewerben. Die preislichen Vorstellungen sind allerdings ungewöhnlich: Die Umweltschützer haben ausgerechnet, dass Vattenfall – wegen der Folgekosten des Braunkohleabbaus – zwei Milliarden Euro draufzahlen muss. weiterlesen…

Preis für Schönauer Energierebellen

EWS-Gründerehepaar Sladek gewinnt Innovationspreis

Die Energiewende-Pioniere Ursula und Michael Sladek, Gründer des Elektrizitätswerke Schönau, sind mit dem Baden-Badener Innovationspreis ausgezeichnet worden. Am 16.10.2015 erhielten sie im Rahmen der Gala des Internationalen Wirtschaftsforums in Baden-Baden den Preis. In einer Videobotschaft würdigte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Schönauer als die „wahren Pioniere der Energiewende“. weiterlesen…

Informierte Mieter heizen effizienter

Zwischenergebnis im dena-Praxistest zeigt: Monatliche Verbrauchsinformation wirkt

Mieter, die monatlich über ihren Heizungsverbrauch informiert werden, benötigen im Durchschnitt 16 Prozent weniger Energie als Mieter, die keine regelmäßige Heizinformation erhalten. Das ist das zentrale Ergebnis des zweiten Zwischenberichts im Modellvorhaben „Bewusst heizen, Kosten sparen“, der am 19.10.2015 an Bundesbauministerin Barbara Hendricks in Berlin übergeben wurde. Das Pilotprojekt wird von der Deutschen Energie-Agentur (dena) gemeinsam mit dem Energiedienstleister ista, dem Deutschen Mieterbund und dem BMUB durchgeführt – so eine gemeinsame Pressemitteilung der dena mit Bundesbauministerium.
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Umstrittene AKW-Subventionen

Chinesische Investoren verringern offenbar Einsatz für Hinkley Point C

Chinesische Atomkonzerne verringern offenbar ihr finanzielles Engagement beim umstrittenen AKW-Projekt Hinkley Point C. Anders als geplant wird beim morgen (20.10.2015) beginnenden Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Großbritannien laut Medienberichten keine offizielle Investitionsvereinbarung zwischen der britischen Regierung und chinesischen Investoren für den Bau des Atomkraftwerks im Südwesten Englands unterzeichnet. Und die Investitionen werden laut Greenpeace Energy um ein Viertel gekürzt. weiterlesen…

Braunkohlereserve nur letzte Wahl

Grünen-Anfrage: Aktueller Stand Strommarktgesetz und Kohlereserve

Die Bundesregierung reagiert in Sachen Braunkohle zunehmend sensibel: Sie versteht – wie sie in ihrer Antwort auf eine kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/6141) schreibt – jetzt den Einsatz der Braunkohlekraftwerke, die in die sogenannte Kapazitätsreserve eingebracht werden sollen, lediglich als „ultima ratio“. Diese Braunkohlekraftwerke sollen nur dann angefahren werden, wenn es trotz freier Preisbildung am Strommarkt „keinen Ausgleich von Angebot und Nachfrage geben sollte und keine anderen Maßnahmen zur Verfügung stehen, um eine Gefährdung oder Störung der Sicherheit oder Zuverlässigkeit des Elektrizitätsversorgungssystems zu beseitigen“. Die Braunkohlekraftwerke würden vor allem erst dann eingesetzt, wenn die Gefährdung oder Störung der Stromversorgung nicht durch den Einsatz der Netz- oder Kapazitätsreserve beseitigt werden könne. (Nach hib/HLE) – Solarify dokumentiert das Frage- und Antwortspiel in der Vorabfassung – sie wird später durch die lektorierte Version ersetzt. weiterlesen…

Japan setzt auf Wasserstoff

DLR-Energieblog: H2-Welt Japan

Mit Solarenergie lässt sich mehr als nur Strom generieren. Die Energie der Sonne kann auch zur Herstellung chemischer Energieträger, sogenannter Solar Fuels, genutzt werden. Japans Regierung setzt mit einem ehrgeizigen Energieprogramm massiv auf den Energieträger Wasserstoff. Bis 2030, so die Vorgabe des japanischen Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie METI, soll massenweise Wasserstoff für die große Volkswirtschaft zur Verfügung stehen und genutzt werden. Die japanische Regierung will ihr Land, das über keine eigenen fossilen Energieressourcen verfügt, so unabhängiger vom Import von Öl und Kohle machen und gleichzeitig die Ziele des Kyoto-Protokolls erreichen – schreibt Dorothea Bürkle in den DLR Blogs. weiterlesen…

Biokerosin aus Algen

Produktion von chemischen Wertstoffen

Ein weltweit einmaliges Technikum für die Algenzucht hat die Technische Universität München (TUM) in Kooperation mit der Airbus Group auf dem Ludwig Bölkow Campus in Ottobrunn südlich von München aufgebaut. Hier sollen effiziente Verfahren zur Produktion von Biokerosin und chemischen Wertstoffen aus Algen erforscht werden. weiterlesen…

Streit um EEG-Umlage und Strompreise

Gabriels „Wunschdenken“

Industrie und Grüne in seltener Einigkeit – sonst gehen die Meinungen weit auseinander: Beide machen Bundeswirtschaftsminister Gabriel für die steigende EEG-Umlage und damit für die angeblich teurer werdende Energiewende verantwortlich. BDI-Präsident Grillo warf ihm wegen des Anstiegs der Ökostrom-Umlage auf Rekordhöhe „Wunschdenken“ vor. „Die hohe Belastung des Produktionsfaktors Strom gefährdet unsere Industrien“, sagte Grillo. Die Umlage steigt zwar nur um 3 Prozent – allerdings auf das Rekordhoch von 6,354 ct/kWh. weiterlesen…