Weitgehend ungenutzte Reserve

Rechenzentren als Stromspeicher

Rechenzentren werden als Stromfresser angesehen. Dabei können sie mit ihren Speicherreserven wichtige Beiträge zur Energiewende leisten: Eine am 14.10.2021 publizierte Untersuchung (Data Centres and Decarbonisation: Unlocking Flexibility in Europe’s Data Centres) von BloombergNEF, Eaton und Statkraft analysierte, welche Stromreserven Rechenzentren schon jetzt vorhalten. Zumal in Zeiten, wo dank Atom- und Kohleausstieg mehr und mehr Kraftwerke aus dem Netz genommen werden. weiterlesen…

VW gründet eigenes Batterie-Unternehmen

Volkswagen macht Speicher-Aktivitäten kapitalmarktfähig

Volkswagen bündelt einer Medienmitteilung vom 13.12.2021 zufolge seine Batterie-Aktivitäten in einem eigens gegründeten Unternehmen – einer europäischen Aktiengesellschaft (SE) – und macht sie damit kapitalmarktfähig. Darin werden die Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette der Batterie gebündelt – von der Rohstoffverarbeitung über die Entwicklung der Volkswagen Einheitszelle bis zur Steuerung der europäischen Gigafabriken. Auch neue Geschäftsmodelle rund um die Weiterverwendung ausgedienter Fahrzeugbatterien bis hin zum Recycling der wertvollen Rohstoffe werden zum Aufgabenbereich gehören. weiterlesen…

Son­nen­ener­gie in Schwe­fel spei­chern

DLR: Chemischer Kreislaufprozess

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat zusammen mit europäischen Forschungspartnern ein Verfahren entwickelt, mit dem sich mit Hilfe von Sonnenenergie aus Schwefel klimaneutral Strom erzeugen lässt. Eine erste Testreihe im Technikumsmaßstab wurde nun erfolgreich abgeschlossen. Basis des Verfahrens ist ein chemischer Kreislaufprozess. Hierbei wird Schwefel in speziellen Kraftwerksturbinen verbrannt und zu Schwefelsäure umgewandelt. Die Schwefelsäure lässt sich mit Hilfe von Sonnenwärme CO2-frei wieder in reinen Schwefel umwandeln, der erneut als Brennstoff dienen kann. weiterlesen…

CCS als Ablass für CO2-Sünder

Neues Industriecluster zur CO2-Abscheidung und -Speicherung in Mittelnorwegen

„Totgesagte leben bekanntlich länger. Das gilt offensichtlich auch für die in Deutschland nicht mehr weiter verfolgte Carbon Capture and Storage-Technologie (CCS) zur Verpressung von CO2 in tieferen Erdschichten. Deutschland hat das Verfahren vor Jahren faktisch verboten. Nun will Norwegen im großen Stil CO2 unter den Meeresboden pumpen. „Es könnte zugleich die Rettung für Teile der deutschen Industrie sein“, hofft Daniel Wetzel in der WELT. weiterlesen…

EU will AKW als umweltfreundlich einstufen

Der europäische Streit um die Kernkraft – ist sie wirklich umweltfreundlich?

Vor gut drei Jahren nannte DLF-Autor Frank Grotelüschen (zu Recht) „Transmutation Verharmlosung des Atommülls“ und untersuchte in einer halbstündigen Sendung, wie der stark strahlende atomare Abfall wiederverwendet werden kann – gleich zu Anfang kam er zu dem Schluss: „zu teuer, zu aufwändig, zu ineffektiv“. Dabei ist die Auseinandersetzung um die CO2-Belastung durch AKW das kleinere Übel: bisher völlig ungelöst ist das Atommüll-Problem. Mit anderen Worten: Wir kippen unseren Nachkommen den atomaren Dreck ungerührt vor die Haustür. Und machen mit EU-Billigung weiter so. weiterlesen…

IEA-Prognose: Wie schnell wächst der Welt-Stromspeichermarkt bis 2026?

Erwartung: Steigerung um 56% auf mehr als 270 GW

Die Internationale Energieagentur IEA prognostiziert, dass die weltweit installierte Speicherkapazität in den nächsten fünf Jahren um 56 % steigen und bis 2026 über 270 GW erreichen wird. Der Hauptgrund dafür ist der zunehmende Bedarf an Systemflexibilität und -speicherung auf der ganzen Welt, um einen größeren Anteil an variablen erneuerbaren Energien (VRE) vollständig zu nutzen und in die Stromsysteme zu integrieren. weiterlesen…

Umfassender Überblick der Forschung über Heterojunction-Solarzellentechnologien

Erwartungen an künftige Entwicklungen in diesem Bereich

Wissenschaftler der Nankai-Universität (China) haben in einer in Nanophotonics veröffentlichten Arbeit einen umfassenden Überblick über die aktuelle Forschung zu Silizium-Tandemsolarzellen mit Heteroübergang (SHJ-TSCs) erstellt, zeigten die Chancen und Herausforderungen dieser Technologie auf und formulierten ihre Erwartungen an zukünftige Entwicklungen in diesem Bereich. weiterlesen…

Stilllegungen zum Jahresende: „RWE setzt Ausstieg aus Kohle und Kernkraft um und schaltet 2,2 GW Kraftwerksleistung ab“

In Medienmitteilung keine Rede von Entschädigungen

„Tue Gutes und rede darüber“: Am 30.12.2021 verbreitete RWE in einer Medienmitteilung noch einmal die Nachricht, man trenne am Silvesterabend planmäßig insgesamt 2.200 MW Kraftwerkskapazität vom Netz. Am Standort Gundremmingen werde als letzte Anlage der Siedewasserreaktor Block C mit rund 1.300 MW stillgelegt. Im Rheinischen Braunkohlenrevier schalte das Unternehmen die 300-MW-Blöcke Neurath B, Niederaußem C und Weisweiler E ab – und setze damit den vom Gesetzgeber beschlossenen Ausstieg aus der Kernkraft und der Kohle konsequent weiter um. Keine Rede von den Milliarden-schweren (argwöhnisch von der EU als verbotene Beihilfen beäugten) Entschädigungen für Kohle- und Atomausstieg, noch von den Dörfern, die immer noch in Gefahr stehen, abgebaggert zu werden. Solarify dokumentiert die RWE-Medienmitteilung und ergänzt ein paar Tatsachen. weiterlesen…

„Geschäfte machen, als ob der Planet wichtig wäre“

Leitartikel: Die Sicht des Guardian auf grüne Finanzen

„Der Klimawandel findet statt, und die Unternehmen wissen das. Warum also zeigen sie es nicht in ihren Berichten?“ fragte der Londoner Guardian eingangs eines Leitartikel am 08.12.2021. Kürzlich – so der Guardian – erklärte Shell mit der Aufgabe seiner Beteiligung an 170 Millionen Barrel Öl im Cambo-Ölfeld vor der Küste der Shetland-Inseln , die „wirtschaftlichen Argumente für Investitionen“ seien zu schwach (siehe: bbc.com/uk-scotland-59512742*)). Und das britische Blatt mutmaßt: „Wie bei einem politisch so sensiblen Projekt nicht anders zu erwarten, gab es viele Spekulationen darüber, welche anderen Faktoren eine Rolle gespielt haben könnten. Aber: Wie kam Shell überhaupt zu dem Schluss, dass das wirtschaftlich sinnvoll ist?“ weiterlesen…

Intelligente Batteriezellproduktion

BMBF-Förderung mit rund 44 Millionen Euro – erste Ergebnisse

Schnell und kostengünstig, zugleich aber wandlungsfähig und mit hoher Produktqualität sind die Anforderungen an die künftige Produktion von Batteriezellen. Das vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordinierte Batterie-Kompetenzcluster Intelligente Batteriezellproduktion (InZePro) zielt darauf ab, Produktionssysteme ganzheitlich zu optimieren und sie flexibler hinsichtlich Menge, Format, Material und eingesetzter Technologie zu machen. Gelingen kann dies etwa durch prozessübergreifende, datengetriebene Optimierungsansätze sowie Industrie 4.0-Lösungen. weiterlesen…