Abfall als erneuerbare Energiequelle

Mali: Internationaler Austausch und Wissenstransfer

Die Stadt Bamako in Mali zählt heute mehr als zwei Millionen Einwohner und gehört zu den am schnellsten wachsenden Städten Afrikas. Die Urbanisierung stellt die Stadt vor Herausforderungen: eine funktionierende Abfallwirtschaft muss bereitgestellt und eine sichere Energieversorgung gewährleistet werden. Im internationalen Verbundprojekt ERA-SOLMAB arbeitet die TH Köln gemeinsam mit Projektpartnern daher an Konzepten und Strategien für eine energetische Verwertung von Reststoffen. (Foto: Müllhalde – © Karuvadgraphy auf pixabay) weiterlesen…

EE-Einbruch gefährdet Klimaziele und Standort

BEE: Neue Regierung muss Erneuerbare voranbringen

Der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) sieht die am 03.08.2021 veröffentlichten Zahlen der Zusammensetzung des deutschen Energie-Mixes im ersten Halbjahr 2021 mit großer Sorge und fordert die politische Konzentration auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Laut der AG Energiebilanzen (siehe solarify.eu/energieverbrauch-und-energiemix-veraendern-sich-durch-pandemie-und-wetter) hat sich der Anteil der Erneuerbaren Energien am gesamten Energiemix auf 16,8 Prozent im ersten Halbjahr verringert, das ist knapp ein Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (17,7). weiterlesen…

Lebensmittelabfälle verursachen 3,3 Milliarden Tonnen CO2

Mehr als alle Autos in den USA und Europa zusammen in einem Jahr

Jahr für Jahr werden schätzungsweise 2, 5 Milliarden Tonnen der weltweit erzeugten Lebensmittel verschwendet statt verzehrt. Allein in der Landwirtschaft gehen 1,2 Milliarden Tonnen aller global produzierten Lebensmittel vor, während und direkt nach der Ernte für den Verzehr verloren. Insgesamt erreichen etwa 40 Prozent der weltweit erzeugten Lebensmittel keinen Menschen. Neue Untersuchungen von FAO und WWF zeigen, dass Lebensmittelabfälle in einem Jahr mehr CO2 ausstoßen (und damit das Klima schädigen), als alle Autos in den USA und Europa zusammen. weiterlesen…

„Über Jahrtausende unumkehrbar“

Alarmierender IPCC-Bericht

Zuletzt haben haben Forschende 2013 den wissenschaftlichen Stand der Erforschung des Klimawandels für den Weltklimarat (IPCC) zusammengefasst. Seitdem ist vor allem die Rolle des Menschen deutlicher hervorgetreten. Der am 09.08.2021 im Rahmen einer virtuellen Pressekonferenz vorgestellte Bericht über die naturwissenschaftliche Grundlagen des Klimawandels (3.949 Seiten) zeigt klarer als alle Vorgänger, wie der Treibhausgasausstoß den Temperaturanstieg beeinflusst. 234 Experten aus 66 Ländern haben 14.000 seit dem letzten IPCC-Bericht erschienene Untersuchungen gesichtet. Ihr Bericht, der sechste, ist erster Teil von vieren, eine von den 195 Mitgliedsländern abgesegnete Zusammenfassung der Erkenntnisse für politische Entscheidungsträger – Grundlage für die Weltklimakonferenz COP26 Anfang November in Glasgow. (Bild: Titel der „Zusammenfassung für Politiker“ des 6. IPCC-Sachstandsberichts – © ipcc.com) weiterlesen…

Mit Sonnenenergie Boom entfesseln und Klima schützen

Greenpeace-Studie: Konsequenter Ausbau der Solarenergie kann in Deutschland Zehntausende Arbeitsplätze schaffen

Den Anforderungen der 1,5-Grad-Grenze gemäß die Solarenergie auszubauen, könnte in Deutschland einen deutlichen Wachstumsschub in der Branche bewirken und kumuliert bis zu 85.000 Arbeitsplätze schaffen; dazu müssten politisch geleitete regulatorische Hürden beseitigt werden. Dies zeigt eine am 06.08.2021 veröffentlichte Kurzstudie des Fraunhofer ISE-Instituts im Auftrag von Greenpeace. Die konsequente Nutzung von Sonnenenergie in der Bundesrepublik könnte zudem eine globale Strahlkraft entwickeln. weiterlesen…

EU-Beschwerde gegen Deutschland eingereicht

Breite Allianz nimmt „Untätigkeit der Bundesregierung zulasten der Bürgerenergie“ nicht länger hin

Ein breites Bündnis von Verbänden und Unternehmen unter Führung von BBEn und BUND hat ein EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland wegen Nicht-Umsetzung der für die Bürgerenergie wichtigen Artikel der EE-Richtlinie eingereicht. In einer gemeinsamen Pressemitteilung vom 06.08.2021 legen sie dar, Deutschland habe bis Ende Juni Zeit gehabt, die europäische EE-Richtlinie umzusetzen. Diese Frist habe die Bundesregierung verstreichen lassen. Laut BMWi bedürfe es keiner weiteren Umsetzungsschritte. Zur Begründung heißt es: Die Richtlinie sei im deutschen Recht vollständig umgesetzt. weiterlesen…

Energieverbrauch und Energiemix verändern sich durch Pandemie und Wetter

Kohlen legen kräftig zu – Erneuerbare holen Frühjahrsrückstand auf

Der Energieverbrauch in Deutschland lag in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres deutlich über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) erhöhte sich der Verbrauch im 1. Halbjahr um 4,3 Prozent auf 6.191 Petajoule (PtJ – 1.720 TW) beziehungsweise 211,2 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Nach drei Monaten hatte der Verbrauch noch leicht im Minus gelegen, teilte die AG Energiebilanzen weiter mit. weiterlesen…

1.261 Brennstoffzellen-Pkw zugelassen

Laut Definition des EmoG Elektrofahrzeuge

Am 01.06.2021 waren in Deutschland 1.261 Pkw mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb zugelassen. Diese Zahl nennt die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/31761) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/30905). Brennstoffzellen-Pkw seien laut Definition des Elektromobilitätsgesetzes (EmoG) Elektrofahrzeuge. Entsprechend gälten die Ziele der Bundesregierung für Elektrofahrzeuge. weiterlesen…

Bundesnetzagentur übernimmt Aufgaben bei Regulierung von Wasserstoffnetzen

Freiwillige Regulierung für Betreiber von Wasserstoffnetzen

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDie Bundesnetzagentur übernimmt mit dem am 27.07.2021 in Kraft getretenen Energiewirtschaftsgesetz neue Aufgaben im Bereich der Regulierung von Wasserstoffinfrastrukturen. Durch die Regelungen werden die notwendigen Rahmenbedingungen für einen zügigen Markthochlauf für Wasserstoff geschaffen, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. weiterlesen…

Klimaneutralität – realistische Vision oder Mogelpackung?

Viele Missverständnisse bei Begriffen rund um den Klimaschutz
-mit freundlicher Genehmigung von Mario Schmidt, Hochschule Pforzheim-

Nach Ansicht von Professor Mario Schmidt, Professor für Ökologische Unternehmensführung an der Hochschule Pforzheim, vergreifen sich selbst Klimaschützer nicht selten in der Wortwahl: „Klimaneutralität bedeutet, dass von menschlichen Aktivitäten keine Auswirkungen mehr auf das Klima ausgehen. So hat es der Weltklimarat definiert. In der öffentlichen Diskussion wird dagegen immer Treibhausgasneutralität gemeint, was etwas anderes ist.“ Das sei keine Haarspalterei: selbst wenn es gelänge, alle Emissionen in Deutschland zu vermeiden, so wären die Auswirkungen auf das Klima doch immer noch beträchtlich. weiterlesen…