Förderung für E-Autos nur bei positivem Klimaschutzeffekt

Anfrage der Unionsfraktion im Bundestag

Die Förderung für elektrische Fahrzeuge und Plug-In-Hybride soll nach Angaben der Bundesregierung degressiv ausgestaltet und so reformiert werden, „dass sie ab 1. Januar 2023 nur für Pkw ausgezahlt wird, die nachweislich einen positiven Klimaschutzeffekt haben“. So heißt es in der Antwort der Regierung (20/649) auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion (20/550). Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz erarbeite dafür ein neues Förderdesign, das anschließend abgestimmt wird. weiterlesen…

Energieproduktivität steigt rasant

70 Prozent der Unternehmen wollen ihre Produkte klimaneutral anbieten

Die EEI-Wintererhebung 2021/22 weist nach dem starken Einbruch im letzten Halbjahr deutlich höhere Investitionen für Effizienzmaßnahmen aus. Die Energieproduktivität ist rasant gestiegen. Insgesamt wollen 70% der befragten Unternehmen ihre Produkte klimaneutral anbieten. Das Institut für Energieeffizienz in der Produktion EEP der Universität Stuttgart erhebt seit 2013 halbjährlich aktuelle und geplante Maßnahmen sowie Ziele der deutschen Industrie mit Bezug zur Energieeffizienz. weiterlesen…

Von 12.300 geplanten km Netzausbau 1.900 fertiggestellt

Präsident Homann: „Energiewende braucht gut ausgebautes Stromnetz“

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck besuchte am 21.02.2022 die Bundesnetzagentur in Bonn und informierte sich über den Fortschritt des Stromnetzausbaus. Nach der letzten Erhebung der Bundesnetzagentur umfasst der geplante Ausbau insgesamt 101 Vorhaben mit einer Gesamtlänge von rund 12.300 km. 22 davon sind vollständig fertiggestellt (1.900 km), sechs weitere auf allen Abschnitten mindestens genehmigt. weiterlesen…

Katastrophale Umweltbilanz von Bio-Fuels

ifeu-Untersuchung der CO2-Opportunitätskosten von Biokraftstoffen – und ein Zweifel

Eine neue Studie im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zeigt, dass pflanzenbasierte Agrokraftstoffe aufgrund ihres enormen Flächenbedarfs noch klimaschädlicher sind als bisher bekannt. Das Heidelberger Institut für Energie- und Umweltforschung ifeu hat einer Medienmitteilung zufolge ermittelt, dass der Anbau von Raps, Getreide & Co. zur Produktion von Agrokraftstoffen für deutsche Autosweltweit mehr als 1,2 Millionen Hektar wertvolle Agrarflächen belegt. Dieser immense Flächenverbrauch mache den angeblichen Klimavorteil von Agrokraftstoff gegenüber fossilem Sprit mehr als zunichte. weiterlesen…

Industrie befürchtet Verknappung grüner Kraftstoffe wegen EU-Beschränkungen

Verantwortlich wird Erneuerbaren Direktive gemacht

Laut der vom European Biodiesel Board EBB in Auftrag gegebenen Untersuchung „Die Rolle von Biodiesel bei den Klimaschutzmaßnahmen der EU“ könnte Europa aufgrund der EU-Beschränkungen für Biofuels nicht in der Lage sein, die rasant steigende Nachfrage der Verkehrsindustrie nach umweltfreundlichen Flüssigkraftstoffen zu decken, schreibt Sean Goulding Carroll auf EURACTIV. Der Bedarf werde sich bis 2030 verdoppeln, weil die EU den See- und Luftverkehr sowie den schweren Straßenverkehr durch Ersatz fossiler Kraftstoffe dekarbonisieren wolle. weiterlesen…

IASS-Monitoring der globalen Wasserstoffwirtschaft

Wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierung

Grüner Wasserstoff gilt als wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierung der Industrie sowie des Luft- und Schwerlastverkehrs. Ein IASS Discussion Paper vom 09.02.2022 stellt ein Konzept zur systematischen Erfassung der wichtigsten Trends und Entwicklungen der globalen Wasserstoffwirtschaft vor. Ein entsprechendes Monitoring kann dabei helfen, Politikmaßnahmen im Rahmen der deutschen und europäischen Wasserstoffpolitik kontinuierlich zu verbessern. (Titel: Monitoring der globalen Wasserstoffwirtschaft – © iass-potsdam.de) weiterlesen…

Frankreich will 14 neue AKW bis 2050 bauen

Erneuerbare und Kernenergie

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will die Atomenergie und die erneuerbaren Energien ausbauen, um „mehr dekarbonisierten Strom“ zu erzeugen. Dazu kündigte er den Bau von zunächst sechs neuen Kernreaktoren der neuen Generation an, schreibt Davide Basso am 11.02.2022 auf EURACTIV.fr.. Der Bau von acht weiteren solle geprüft werden. In Belfort erklärte er, dass der schrittweise Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu einer um bis zu 60 Prozent höheren Stromnachfrage als heute führen werde. Dies bedeute eine „Renaissance der Atomkraft“ in Frankreich, sagte der Präsident. Die Atomenergie stehe im Zentrum der französischen Klimaschutzpolitik, so Macron weiter (auf tagesschau.de). weiterlesen…

RWE hat marktbeherrschende Stellung

3. Marktmachtbericht zur Stromerzeugung 2021 des Bundeskartellamtes – Reaktionen

Deutschlands größter Stromerzeuger RWE hat 2021 infolge des Abschaltens erster Kohlekraftwerke sowie einer vergleichsweise niedrigen Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien seine Vormachtstellung am Energiemarkt weiter gefestigt, stellte am 17.02.2022 das Bundeskartellamt in seinem dritten Marktmachtbericht fest. Allein 2020 produzierte der Essener Energiekonzern ein Viertel des deutschen Stroms. Laut Kartellamt überschreitet RWE damit als einziges EVU derzeit „die vom Bundeskartellamt verwendete Vermutungsschwelle für eine marktbeherrschende Stellung“ klar. Die Behörde hat zudem ermittelt, wer den Regelenergiemarkt dominiert. RWE jedenfalls hat seine Ergebnisprognose für 2022 deutlich erhöht. weiterlesen…

Power-to-Gas mit Biogas aussichtsreiche Perspektive

Windkraft + Elektrolyse + Biogas = Grünes Erdgas – Forschende bescheinigen dem Ansatz wirtschaftliches Potenzial

Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) und die Hochschule Flensburg haben in einer Studie ein Power-to-Gas-Konzept für einen Erneuerbare-Energien-Standort in Nordhackstedt in Schleswig-Holstein entwickelt. Das Konzept soll den Weiterbetrieb von zwei Windrädern ermöglichen, die keine gesetzlich garantierte Stromvergütung mehr bekommen. Die Berechnungen ergaben: Wirtschaftliche Methan-Gestehungskosten sind möglich – vorausgesetzt, es erfolgen Anpassungen bei den regulatorischen Rahmenbedingungen für die Energiewende. weiterlesen…

Europas Großbanken finanzieren weiterhin Fossile

Wortbruch der Geldhäuser

Die Zahl der Länder, die sich nach der COP26 vom November in Glasgow zu einem Net-Zero-Ziel verpflichtet haben, ist laut World Resources Institute (WRI) und ClimateWatch bis zum 07.02.2022 auf 83 gestiegen: bis Ende des Jahrhunderts sollen damit fast 75 % der Welt-Emissionen entfallen. Großbritannien hat sich als Vorreiter ausdrücklich dazu verpflichtet, bis 2050 bei allen Treibhausgasen und in allen Sektoren Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Europäische Großbanken, allen voran HSBC, Barclays, Deutsche Bank und BNP Paribas, scheint das nicht zu interessieren: Sie stellten innerhalb eines Jahres nach Vertragsabschluss großen Öl- und Gasfirmen trotz der Netto-Null-Zusagen 29 Milliarden Euro für Investitionen in neue Ölbohrungen und die Erschließung von Gasreserven zur Verfügung. Das veröffentlichte der britische Guardian über einen Bericht von ShareAction am 14.02.2022. weiterlesen…