Markthochlauf von grünem Wasserstoff erst 2035

Kurzstudie zeigt dies beim derzeitigen Ausbau der Erneuerbaren Energien

Prof. Andreas Luczak von der Fachhochschule Kiel bestimmte in seiner Kurzstudie „Zukünftige Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff in Schleswig-Holstein: Abschätzung der CO2-Vermeidungskosten“ diese Vermeidungskosten beim Einsatz von grünem Wasserstoff, um die optimale Hochlaufkurve der Wasserstofferzeugung zu bestimmen. Um Gesamtkosten zu minimieren, sollte jede fossile Anwendung möglichst mit der günstigsten Technologie dekarbonisiert werden. Wie „günstig“ eine Technologie ist, lässt sich anhand der Vermeidungskosten quantifizieren. Die Vermeidungskosten beim Einsatz von grünem Wasserstoff entscheiden also darüber, für welche Anwendungen dessen Einsatz grundsätzlich sinnvoll ist und wie die optimale Hochlaufkurve der Wasserstofferzeugung aussieht. Solarify dokumentiert Ausschnitte. weiterlesen…

DLR Projektträger koordiniert internationales Zukunftslabor für Grünen Wasserstoff

In München: „REDEFINE Hydrogen Economy (H2E)“

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyGrüner Wasserstoff gilt als Energieträger der Zukunft. Unter dem Titel „REDEFINE Hydrogen Economy (H2E)“ bringt das BMBF seit 01.12.2021 Spitzenforschende aus aller Welt zusammen, um in Deutschland klimaneutrale Erzeugungstechnologien für Grünen Wasserstoff zu entwickeln. Der DLR Projektträger koordiniert das Fördermittelmanagement und die internationale Öffentlichkeitsarbeit der neuen Einrichtung an der TU München. Sie soll neuartige CO2-freie Technologien für die saubere Erzeugung von Grünem Wasserstoff entwickeln. weiterlesen…

Solar- und Windkraft zur Dekarbonisierung der Schweiz

Mit Wind und Sonne gegen emissionsreichen Importstrom

Mehr Wärmepumpen in Gebäuden und mehr Elektroautos auf den Straßen führen künftig zu einem Anstieg des Stromverbrauchs. Zur Deckung dieses steigenden Bedarfs ist die Schweiz (und auch die Bundesrepublik Deutschland) auf Stromimporte angewiesen, die allerdings häufig einen großen CO2-Fußabdruck aufweisen, da sie etwa aus Gas- oder Kohlekraftwerken stammen. In einer in Energy Policy open access publizierten Untersuchung zeigen Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa und der Universität Genf UNIGE anhand verschiedener Szenarien auf, wie die Schweiz mit einem diversifizierten Zubau von erneuerbaren Energien die CO2-belasteten Stromimporte reduzieren kann. weiterlesen…

Merz will „vorurteilsfrei“ über Atomkraft reden

„Kein Plädoyer für Wiedereinstieg“

Der neue CDU-Chef Friedrich Merz will seine Partei für eine neue Debatte über die Nutzung der Atomkraft in Deutschland öffnen; er wolle „vorurteilsfrei“ auch über mögliche neue Nutzungsmöglichkeiten der Kernenergie sprechen, meldeten zahlreiche Medien am 07.02.2022 (siehe: tagesspiegel.de/merz-will-vorurteilsfrei-ueber-atomkraft-nachdenken). „Mit großer Skepsis“ sehe man bei den Christdemokraten und -sozialen die aktuelle Energiepolitik der Bundesregierung, sagte Merz bei einem Treffen der Unions-Fraktionsvorsitzenden in Saarbrücken. „Nicht erreichbar“ nannte er die Erneuerbaren-Ziele der Regierung. Denn die zu erwartende Verdoppelung des Stromverbrauchs sei mit dem Konzept der Regierung nicht zu erfüllen. weiterlesen…

„Wie viele Windräder braucht Deutschland für 100% Erneuerbare Energien?“

Neue Kurzanalyse von Energy Watch

Um diese viel diskutierte Frage zu beantworten, hat die Energy Watch Group am 11.02.2022 eine neue Kurzanalyse veröffentlicht. Obwohl Gegner der Erneuerbaren Energien stark in der Minderheit sind, dominieren ihre Argumente häufig die öffentliche Debatte. So befürworten 83% der Bundesbürger den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien. 51% der Befragten halten Windkraft in der Nachbarschaft sogar für „sehr gut“ oder „eher gut“. Die öffentliche Akzeptanz für Erneuerbare Energien ist somit deutlich größer als der durch eine laute Minderheit von Windkraftgegner geprägt Diskurs es vermuten ließe. weiterlesen…

Mikrometerfeine Körnchen, mit Polymeren umhüllt

Hereon-Team enträtselt, wie Metallhydride besser Wasserstoff speichern können

Gängige Druckgastanks für Wasserstofffahrzeuge sind sehr groß und aufgrund ihrer zylindrischen Geometrie nicht raumsparend in Fahrzeuge zu integrieren. Deshalb arbeitet die Fachwelt an Alternativen, den Metallhydrid-Speichern. Die zu feinen Pulvern gemahlenen Metallverbindungen können Wasserstoff in erstaunlichen Mengen binden: Ein Metallhydrid-Speicher kann bis zu 50% mehr Wasserstoff aufnehmen als ein gleich großer 700-bar-Drucktank. Das Helmholtz-Zentrum Hereon in Geesthacht hat ein besonders effizientes Metallhydrid-System entwickelt und weltweit patentiert. weiterlesen…

Moorböden mit Agri-PV-Anlagen überbauen

Habeck startet Solar-Offensive auf dem Acker

Mit deutlich mehr Solaranlagen auf landwirtschaftlichen Flächen will die Bundesregierung einer Medienmitteilung vom 10.02.2022 folgend den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben. Darauf einigten sich das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium, das Umweltministerium sowie das Landwirtschaftsministerium. Der Klimaschutzminister will Flächen sowohl landwirtschaftlich als auch energetisch nutzen. Wie ein Eckpunktepapier sagt, sollen Photovoltaik-Anlagen auf diesen Flächen sowie auf landwirtschaftlich genutzten Moorböden künftig im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gefördert werden. Die Solar-Offensive auf dem Acker soll einfließen in das von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) geplante „Osterpaket“: Bis Ostern soll das Kabinett umfassende Maßnahmen beschließen, um das Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien aus Wind und Sonne zu erhöhen. (Foto: Hier fing es an: Agri-Solar-Anlage Heggelbach vom Fraunhofer ISE – © Fraunhofer ISE) weiterlesen…

Deutschlands derzeit größte Floating-PV-Anlage

BayWa r.e. baut für die Quarzwerke GmbH

BayWa r.e. wird einer Medienmitteilung vom 07.02.2022 zufolge für das Familienunternehmen Quarzwerke GmbH am Standort Haltern am See nordöstlich von Marl die derzeit größte Floating-PV-Anlagen in Deutschland umsetzen. Die Anlage entsteht auf dem an das Werksgelände angrenzenden Silbersee III auf einer Fläche von knapp 1,8 Hektar. (Foto: Schwimmende PV auf dem Bewässerungsteich des Far Niente-Weinbergs in Kalifornien © SolarWriter – Own work, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Hy2gen will Produktionsanlage für grünes Ammoniak in Norwegen bauen

FEED-Studie im Gange

Das in Wiesbaden ansässige Unternehmen Hy2gen, Spezialist für Wasserstoffelektrolyse und Bau und Betrieb von Anlagen zur Herstellung von Derivaten auf Basis von grünem Wasserstoff, will zusammen mit dem niederländischen Rohstoffhändler Trafigura und dem dänischen Fondsmanager Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) in Sauda an der Südwestküste Norwegens eine Anlage für die Herstellung von grünem Ammoniak bauen. Denn während andere Bereiche mit der Energiewende langsam vorankommen, sieht es im Verkehr noch schlecht aus. Vor allem der Schwerlast- und Langstreckentransport macht noch Probleme. Ozeanriesen etwa fahren immer noch mit Schiffsdiesel. Ansätze, wie sie für andere Fahrzeuge schon auf dem Markt sind, eignen sich nur bedingt. Zahlreiche Medien (pv magazine, erneuerbare energien, u.a.) stiegen auf die Veröffentlichung ein. (Foto: Schmelzfabrik Sauda – © Jonas Rød (NRK) – Eig. Werk, FAL, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

ISE: Erste europäische OME-Produktion in industrienaher Umgebung

π-COMET-Technologie

Während der Trend bei Neuanschaffungen von Pkw zu Elektrofahrzeugen geht, werden im Schwerlast-, Schiffs- und Flugverkehr sowie im stationären Betrieb noch länger Flüssigkraftstoffe zum Einsatz kommen müssen. Dabei können Oxymethylenether (OME) als E-Fuels die Ruß- und Stickoxid-Emissionen von Dieselmotoren deutlich senken. Eine Hürde für deren großindustrielle Herstellung war bislang das Wassermanagement im Syntheseprozess. Im Projekt „COMET- Clean OME Technology“ haben das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und die Industriepartner ChemCom Industries B.V. und ASG Analytik AG einer Medienmitteilung vom 10.2.2022 zufolge eine technische Lösung entwickelt, die einen OME-Produktionsprozess im Industriemaßstab ermöglicht. (Foto: In einem adaptierten Dieselmotorrad der Firma Sommer wurde OEM bereits erfolgreich getestet © Andrea Sommer, CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…