Wie formbar ist das Energiesystem?

Vortrag von Jürgen Renn im Rahmen einer ESYS-Konferenz

Das virtuelle Treffen diskutierte am 17.06.2021 ein Papier mit zehn Empfehlungen an die neue Bundesregierung und den neuen Bundestag. Jürgen Renn, Direktor am Berliner Max-Planck-Instut für Wissenschaftsgeschichte und Mitglied im Direktorium des Projekts „Energiesysteme der Zukunft“ der Akademie der Technikwissenschaften acatech: „Das Papier an dem wir arbeiten, ist ein Papier im Fluss. Es geht dabei um die Formbarkeit des Energiesystems, gerade auch vor dem Hintergrund historischer Erfahrungen und Pfadabhängigkeiten.“ (Foto: Pferdefuhrwerk mit Ölfässern um 1890 – aus U-Bahnstation in Baku, mit freundlicher Genehmigung © Benjamin Steininger, MPIWG) weiterlesen…

„Die letzten 100 Tage nutzen“

55 Organisationen legen Klimaschutz-Sofortprogramm vor

Die Bundesregierung muss das überarbeitete Klimaschutzgesetz noch vor der Sommerpause mit konkreten Maßnahmen zur CO2-Minderung unterfüttern. Das fordert der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) zusammen mit 54 Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen sowie weiteren Akteuren der Zivilgesellschaft in einem am 16.06.2021 veröffentlichten Klimaschutz-Sofortprogramm. weiterlesen…

Sofortprogramm für klimafreundliche Häuser

Mehr Tempo für energetische Gebäudesanierung

Die neuen Klimaziele der Bundesregierung verlangen im Gebäudebereich deutlich mehr Tempo als bisher: 5,5 Millionen Tonnen CO2 muss die Bundesrepublik jedes Jahr laut der Novelle des Klimaschutzgesetzes in diesem Bereich einsparen. Damit der Treibhausgas­ausstoß von Häusern in Deutschland bis 2045 auf null sinkt, muss dieser bereits bis 2030 nahe­zu halbiert werden. Um den hierfür nötigen Umbau zu einem klimaneutralen Heiz- und Wärmesystem sozialverträg­lich sicherzustellen, schlagen Agora Energiewende und die Stiftung Klimaneutralität einer Agora-Medienmitteilung vom 10.06.2021 zufolge ein Sofort­programm vor. weiterlesen…

Grüner Wasserstoff ohne EEG-Umlage

„Marktoffensive Erneuerbare Energien“ begrüßt Regierungspläne, grünen Wasserstoff von EEG-Umlage zu befreien

Die Marktoffensive Erneuerbare Energien begrüßt einer Medienmitteilung der Deutschen Energie-Agentur (dena) vom 07.06.2021 folgend, dass die Bundesregierung die Herstellung grünen Wasserstoffs vollständig von der EEG-Umlage befreien will. Alle Sektoren, insbesondere die Industrie, benötigen große Mengen grünen Wasserstoff, um ihre individuellen Klimaschutzziele zu erreichen. Hierfür muss der heimische Markt dringend angereizt werden, so die Marktoffensive, die von der dena, dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag sowie dem Klimaschutz-Unternehmen e.V. im vergangenen Jahr gegründet wurde. weiterlesen…

Internationalen Markthochlauf von grünem Wasserstoff weiter voranbringen

Neues Förderinstrument H2Global startet – Stiftung gegründet

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyMit der Gründung der H2Global-Stiftung durch 16 namhafte Unternehmen sei ein weiterer wichtiger Meilenstein für den internationalen Markthochlauf grünen Wasserstoffs geschafft – so das BMWI in einer Medienmitteilung am 14.06.2021. Über die H2Global Stiftung würden grüner Wasserstoff oder Derivate im Ausland mit langfristigen Verträgen angekauft und in Deutschland über jährliche Auktionen wiederverkauft. weiterlesen…

6 % mehr Geld für Energieforschung als 2019

„Bundesbericht Energieforschung 2021 – Forschungsförderung für die Energiewende“

Die Bundesregierung hat 2020 im Rahmen des Energieforschungsprogramms knapp 1,22 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung im Bereich der Energiewende ausgegeben – etwa sechs Prozent mehr als im Vorjahr. „Insgesamt ist es mit Flexibilität und Kreativität gelungen, auch in diesem ungewöhnlichen Jahr die Forschung für die Energiewende weiter voranzubringen“, erklärte die Regierung in dem am 02.06.2021 als Unterrichtung (19/29810) vorgelegten 93seitigen „Bundesbericht Energieforschung 2021 – Forschungsförderung für die Energiewende“ mit Blick auf die Corona-Pandemie. weiterlesen…

Flexibilisierung teuer und nicht immer per se dauerhaft

VDE ETG stellt 7 Thesen zur Flexibilisierung des Energiesystems vor

Ein fundamentales Problem der Energiewende ist die Abkehr des „Erzeugung-folgt-Last“-Prinzips. Denn die Erzeugung elektrischer Energie aus volatilen erneuerbaren Energien führt zu immer größeren Schwankungen des Stromrestbedarfs (Residuallast). Heute gleichen die noch vorhandenen flexibel einsetzbaren (Kohle-)Kraftwerke die Differenz zwischen ungesteuerter Stromerzeugung und ungesteuertem Strombedarf aus. Aber mit dem Wegfall dieser Reserve steigt die Wahrscheinlichkeit von Netzengpässen. Die Energietechnische Gesellschaft im VDE (VDE ETG) hat am 10.06.2021 sieben Thesen aufgestellt und publiziert, wie eine Lastflexibilisierung sinnvoll zum Gelingen der Energiewende beitragen kann. weiterlesen…

Bundesregierung startet „Wasserstoff-Kompass“

Projekt H2-Kompass soll Fortschritte und Handlungsbedarf bei H2-Innovationen anzeigen

Das und das haben den Startschuss für das Projekt „H2-Kompass“ als Grundstein für die Erarbeitung einer Wasserstoff-Roadmap gegeben. Ziel ist es, in einem breit angelegten Dialogprozess Daten und Fakten zu strukturieren und zu bündeln, um so Fortschritte bei Wasserstoffinnovationen aufzuzeigen. Der H2-Kompass soll transparent darstellen, wo es Innovationsfortschritte gibt, aber auch wo noch Handlungsbedarf besteht, um Hürden abzubauen und Innovationen schneller voranzutreiben. weiterlesen…

H2 von Down Under

Wasserstoff-Vereinbarung zwischen Deutschland und Australien unterzeichnet

Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, teilte laut einer Medienmitteilung vom 13.06.2021 mit: Bundeskanzlerin Angela Merkel und der australische Premierminister Scott Morrison geben die Einigung der beiden Staaten über eine „deutsch-australische Wasserstoff-Vereinbarung“ bekannt, die von den zuständigen Ministern am 11.06.2021 formal unterzeichnet worden ist. weiterlesen…

Neuer Separator macht Niedrigtemperatur-Batterien sicherer

Zudem gesteigerte Batterieleistung bei extrem niedrigen Temperaturen

Gesucht werden Lithium-Ionen-Batterien, die Fahrzeuge auch in extremer Kälte antreiben können, wie zum Beispiel Raumfahrzeuge oder Satelliten. Eine neue Technologie könnte die Sicherheit dieser Batterien, die mit Gaselektrolyten bei extrem niedrigen Temperaturen arbeiten, drastisch verbessern. Nano-Ingenieure der University of California San Diego haben einen Separator entwickelt – den Teil der Batterie, der als Barriere zwischen Anode und Kathode dient – und verhindert, dass die gasbasierten Elektrolyte in diesen Batterien verdampfen. Dieser neue Separator könnte wiederum helfen, den Druckaufbau im Inneren der Batterie zu verhindern, der zu Schwellungen und Explosionen führt. weiterlesen…