Gesetz für 200 Mrd.-Euro-Abwehrschirm

Gas- und Strompreise bremsen

Mit einem „Abwehrschirm“ in Höhe von 200 Millionen Euro will die Bundesregierung den Folgen der gestiegenen Gas- und Strompreise begegnen. Finanziert werden sollen die Maßnahmen über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds aus Coronazeiten. Dazu haben die Koalitionsfraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – am 12.10.2022 einen Gesetzentwurf (20/3937) „zur Änderung des Stabilisierungsfondsgesetzes zur Reaktivierung und Neuausrichtung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds“ vorgelegt. weiterlesen…

Großes Fusionsforschungs-Problem anscheinend gelöst

Experimente zeigen, wie sich zerstörerische Plasma-Instabilitäten bei ITER vermeiden lassen

Plasma-Instabilitäten vom Typ-I ELM können die Wände von Fusionsanlagen zum Schmelzen bringen. Ein Team um Forschende des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) und der Technischen Universität Wien fand jetzt nach eigenen Angaben einen Weg, sie in den Griff zu bekommen – und veröffentlichte die Arbeit in Physical Review Letters als „Editors‘ Suggestion“. (Foto: Versuchsanlage ASDEX-Upgrade am MPl für Plasmaphysik, Garching, an der die Experimente durchgeführt wurden –  © IPP Garching, Helmut Faugel) weiterlesen…

Nachhaltig und klimaneutral: Aus Abfall wird Treibstoff

BMBF-gefördertes Projekt zur Gewinnung von reinem Wasserstoff gestartet

Wie lässt sich klimaneutral, unabhängig von Sonneneinstrahlung bzw. Windaufkommen reiner Wasserstoff herstellen, der dann zum Betrieb von Brennstoffzellen oder für den Einsatz in der Halbleiterindustrie verwendet werden kann? Dieser Frage widmet sich jetzt ein Forschungsprojekt, an dem neben dem Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST auch das Fraunhofer-Institut für Umwelt- Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT sowie die Veolia Umweltservice Süd GmbH & Co. KG beteiligt sind. Organische Abfälle sollen dabei als Ausgangsstoffe für die alternative Wasserstofferzeugung dienen. (Grafik: Ablauf des Prozesses zur Wasserstoffgewinnung aus biogenen Ersatzbrennstoffen – © Fraunhofer UMSICHT) weiterlesen…

EE-Ausbau bisher zu langsam

Leopoldina-Präsident Haug fordert mehr Tempo beim Klimaschutz

Der Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Haug, forderte mehr Tempo bei der Energiewende. Dem Deutschlandfunk zufolge sagte er der Deutschen Presseagentur und dem SPIEGEL am 07.10.2022, man müsse massiv in die erneuerbaren Energien investieren und den Kohleausstieg forcieren. Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine, forderte er, auch wenn man diesen und nächsten Winter etwas mehr Kohle brauche, müsse man den Ausstieg wirklich bis 2030 schaffen. Zudem würden weitere Gaskraftwerke benötigt, die auch mit Wasserstoff betrieben werden könnten. weiterlesen…

Endbericht Gaskommission – Stimmen

Die von der Bundesregierung eingesetzten Experten schlagen zweistufige Entlastung vor

Im Kampf gegen die hohen Gaspreise hat die Expertenkommission am 10.10.2022 laut tagesschau.de und weiteren Medienberichten ein zweistufiges Entlastungsverfahren vorgeschlagen: Gas- und Fernwärmekunden sollen in zwei Schritten entlastet werden. Der Staat soll den Ausgleich im Dezember komplett übernehmen. Die Abschläge für Industrie und Kraftwerke zur Stromerzeugung übernimmt der Staat nicht. In einem zweiten Schritt soll ab Anfang März 2023 bis mindestens Ende April 2024 eine Gas- und Wärmepreisbremse greifen. weiterlesen…

Regierung lehnt Ausnahmen von CO2-Bepreisung ab

Klimaschutz und Energie/Unterrichtung – 06.10.2022 (hib 520/2022)

Die Bundesregierung will ausnahmslos jede emittierte Tonne CO2 bepreisen. Deshalb sollen – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – sämtliche fossilen Brennstoffemissionen mit einem Preis versehen werden – auch in den Sektoren Wärme und Verkehr. Ab 2023 soll das auch für die Brennstoffe Kohle und Abfälle gelten. In seiner Stellungnahme zum Entwurf der Bundesregierung für ein zweites Gesetz zur Änderung des Brennstoffemissionshandelgesetzes (20/3438) forderte der Bundesrat, solche Anlagen auszunehmen, deren Hauptzweck die Verbrennung gefährlicher Abfälle ist. Das lehnt die Bundesregierung ab. weiterlesen…

Jährlich könnten eine Million Tonnen CO2 eingespart werden

PV-Module auf Lärmschutzbauten können wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten

Die Energiewende nimmt weiter Fahrt auf. Dabei ist auch der Ausbau von Photovoltaik auf Flächen im öffentlichen Raum gefragt. Das Potenzial für Lärmschutzbauten zeigt eine Analyse, die der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Zusammenarbeit mit dem Eisenbahn-Bundesamt (EBA) und der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) im Rahmen des Expertennetzwerks des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) durchgeführt hat. Laut Bundesminister Volker Wissing könnten entlang der deutschen Autobahnen und Bahngleise mit PV-Modulen ausgestattete Lärmschutzwände und -wälle pro Jahr bis zu 1 Million Tonnen CO2 einsparen. „Damit könnten wir einen substanziellen Beitrag zu den nationalen Klimaschutzzielen leisten,“ so der Minister wörtlich, dessen Klimabilanz nicht berauschend ausfällt. weiterlesen…

Fraunhofer demonstriert Verfahren zu Produktion klimaneutraler Kraftstoffe aus Klärschlamm

EU-Forschungsprojekt zu alternativen Kraftstoffen abgeschlossen

Im Projekt „To-Syn-Fuel“ wurde ein vom Fraunhofer Institut UMSICHT entwickeltes Verfahren zur Herstellung von Kraftstoffen aus Biomassereststoffen im Demonstrationsmaßstab umgesetzt. Aus 500 Tonnen Klärschlamm wurden laut einer Medienmitteilung vom 05.10.2022 bislang mehr als 50.000 Liter biogenes Rohöl gewonnen. Der Bau eines Großdemonstrators im bayerischen Hohenburg (Landkreis Amberg-Sulzbach) wurde im Rahmen eines EU-Vorhabens von 11 europäischen Partnern mit 12,5 Millionen Euro gefördert. Zum Abschluss des Projekts absolvierte ein Testfahrzeug mit dem Kraftstoff eine Rundreise von mehr als 2.000 Kilometern durch Europa. (Foto: Fraunhofer Groß-Demonstrator für die dezentrale Konversion von Klärschlamm in Benzin- und Dieselkraftstoff, und die Erzeugung von grünem Wasserstoff – © Fraunhofer UMSICHT) weiterlesen…

Röntgenquellen wie BESSY II beschleunigen Erzeugung grünen Wasserstoffs

Grüner Wasserstoff: Raschere Fortschritte durch moderne Röntgenquellen

Mit der Elektrokatalyse von Wasser lässt sich elektrische Energie aus Sonne oder Wind zur Erzeugung von grünem Wasserstoff nutzen und so speichern. Ein Überblicksbeitrag in Angewandte Chemie zeigt, dass moderne Röntgenquellen wie BESSY II die Entwicklung von passenden Elektrokatalysatoren vorantreiben können. Vor allem lassen sich mit Hilfe von Röntgenabsorptionsspektroskopie die aktiven Zustände von katalytisch aktiven Materialien für die Sauerstoffentwicklungsreaktion bestimmen – ein wichtiger Beitrag, um effiziente Katalysatoren aus günstigen und weit verbreiteten Elementen zu entwickeln. (Grafik: Manganoxide in verschiedenen strukturellen Varianten – spannende Materialklasse für Elektrokatalysatoren – © M. Risch, HZB) weiterlesen…

Eisen als Energiespeicher

Metallpulver: umweltfreundlicher Brennstoff der Zukunft?

Teams von Max-Planck-Institut für Eisenforschung und Technischer Universität Eindhoven untersuchten, wie Eisen zur Speicherung und zum Transport von Energie genutzt werden kann. Nachhaltige Energie kann aus Wind, Sonne und Wasser gewonnen werden. Solche erneuerbaren Energiequellen sind jedoch wetterabhängig: In Spitzenzeiten von Wind und Sonne wird überschüssige Energie erzeugt, die in Zeiten mit weniger Wind und Sonnenschein benötigt wird. Doch wie lässt sich diese überschüssige Energie effizient speichern und transportieren? (Bild: Eisenpulver als nachhaltiger Energieträger in einem Brenner im Industriemaßstab – © Laurine Choisez, Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH) weiterlesen…