2022: 2.043 MW Windenergiezubau = +25%

„Genehmigungen sind der Zubau der Zukunft“

22022 wurden in Deutschland 551 Windenergieanlagen an Land (WEA) installiert. Zusammen verfügen die neuen Anlagen über eine Leistung von 2.403 MW. Der Vorjahreszubau wurde damit um 25% übertroffen, und der Aufwärtstrend der Jahre seit 2019 setzt sich fort. Dennoch liegt der Zubau weiterhin deutlich unter dem der Rekordjahre 2014 bis 2017 – so eine Medienmitteilung des Bundesverbandes Windenergie. weiterlesen…

Technologieumbau, Suffizienz und negative Emissionen

Wissenschaftsakademien plädieren für gesamtheitliche Klimastrategie

22 Jahre hat Deutschland noch, um Netto-Treibhausgasneutralität zu erreichen. Hierfür braucht es rasche und ambitionierte Maßnahmen zum Umbau der Energieversorgung und zur Dekarbonisierung der Industrie. Das Akademienprojekt „Energiesysteme der Zukunft“ hat untersucht, wie diese Transformation gelingen kann. Ihre am 02.02.2023 veröffentlichte  aktuelle Stellungnahme zeigt: Nur im Zusammenspiel gesellschaftlicher, technischer und ökonomischer Lösungsansätze ist Klimaneutralität zu erreichen. Dabei spielt auch die Senkung der Energienachfrage eine entscheidende Rolle. (Bild: Cover ‚Deutschland klimaneutral‘ – © ESYS) weiterlesen…

Analyse enthüllt: Mehr als 90 % CO2-Kompensationen wertlos

Guardian und ZEIT enthüllen – Wirtschaftswoche legt nach

Kondensstreifen über Berlin - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyEinen „globalen Skandal“ nennt die Zeit das Ergebnis ihrer Recherche bezüglich der CO2-Zertifikate. Weltweit beruhigen Unternehmen ihr schlechtes Klimagewissen mit Kompensationen. Die Zeit nun (18.01.2023): „Dabei haben sie sich offenbar über Jahre mit Zertifikaten freigekauft, die viel weniger CO2 einsparen als versprochen. Die von der weltweit führenden Zertifizierungsstelle Verra genehmigten und von Netflix, Disney, Shell, Gucci und anderen Großunternehmen genutzten Kohlenstoffkompensationen sind einer neuen Untersuchung zufolge weitgehend wertlos und könnten die globale Erwärmung gar noch verstärken. Eine Untersuchung des Verra-Standards für Kompensationen zeigt, dass es sich bei den meisten um „Phantomgutschriften“ handelt, welche die globale Erwärmung verschärfen könnten (so der britische Guardian). weiterlesen…

Treibhausgas-Konzentrationen auch 2022 stark gestiegen

Immer noch keine Wende in Sicht

Vorläufige Analysen globaler Satellitendaten durch Forschende des Instituts für Umweltphysik (IUP) der Universität Bremen zeigen: Die atmosphärischen Konzentrationen der beiden wichtigen Treibhausgase Kohlenstoffdioxid (CO2) und Methan (CH4) sind auch in 2022 weiter stark angestiegen. Die neueste Copernicus-Mitteilung zur Treibhausgasentwicklung basiert wesentlich auf den vom IUP bereitgestellten Satelliten-Daten und deren Analyse. weiterlesen…

Rahmendaten für Klimaschutz-Projektionsbericht 2023 veröffentlicht

UBA lässt Projektionen erstellen

Werden Deutschlands Klimaziele mit der aktuellen Klimaschutzpolitik erreicht? Zur Beantwortung dieser Frage koordiniert das Umweltbundesamt die Erstellung von Projektionen. So können frühzeitig Lücken der Klimapolitik identifiziert werden. Die Ergebnisse fließen auch in den jährlichen Klimaschutzbericht ein. So wird jedes Jahr geprüft, ob die aktuelle Klimaschutzpolitik ausreicht, um Deutschlands Klimaziele zu erreichen oder ob nachgesteuert werden muss. Für den Projektionsbericht 2023 hat das UBA am erstmals die nun festgelegten Rahmendaten veröffentlicht, die für die Modellierungen verwendet werden. weiterlesen…

Verlust der biologischen Vielfalt bis 2030 stoppen

Carbon Farming kein Patantrezept

Mitte Dezember 2022 einigten sich 196 Länder im Rahmen der COP15 in Montreal auf ein „Global Biodiversity Framework“ für die Zeit nach 2020. Mit dem Ziel, den Verlust der biologischen Vielfalt bis 2030 zu stoppen und umzukehren. Im Einklang mit dem von den Vereinten Nationen ausgerufenen Jahrzehnt der Wiederherstellung von Ökosystemen zielt der neue Rahmen darauf ab, bis zum Ende des Jahrzehnts weltweit 30 % der geschädigten Ökosysteme (an Land und im Meer) wiederherzustellen. Eine Medienmitteilung des Ecologic Institut. weiterlesen…

WWF: Mehrweg läuft nur schleppend an

Alles anders und niemand merkt’s

Bisher war bei to go in Gastronomie und Co. Einweg das Grundnahrungsmittel, der Mehrweganteil höchstens ein Spurenelement. Das soll sich jetzt ändern, per Gesetz. Alles geklärt? Sicher nicht. Der World Wide Fund For Nature (WWF) hat den Status quo untersucht, Unternehmen gesprochen und Anbieter:innen gefragt. Der Verpackungsabfall in Europa ist um mehr als 20 Prozent in den vergangenen zehn Jahren gestiegen. Bis 2030 könnten noch einmal 19 Prozent hinzukommen, wenn nicht gegengesteuert wird. Deshalb hat die EU-Kommission nun zum ersten Mal ein Vermeidungsziel in ihrer Verpackungsverordnung vorgeschlagen und im Mehrwegbereich klare – wenn auch zu wenig ambitionierte – Zielvorgaben benannt. Die Mehrwegangebotspflicht ist zwar da, aber keiner merkt’s. weiterlesen…

Begrenzung der Erderwärmung „nicht plausibel“

Hamburg Climate Futures Outlook: 1,5-Grad-Grenze wird überschritten

Das 1,5-Grad-Ziel (besser: 1,5-Grad-Grenze) einzuhalten, sei nicht plausibel, heißt es in einem neuen Bericht, der zweiten Ausgabe des Hamburg Climate Futures Outlook. „Wir werden mit einer größeren Erderwärmung rechnen müssen“, sagt Klimatologe Jochem Marotzke, einer von 63 daran beteiligten Forschenden aus unterschiedlichsten Disziplinen in der neuen zentralen Studie des Exzellenzclusters Climate, Climatic Change, and Society (CLICCS) der Universität Hamburg. weiterlesen…

Gute Nachricht für Windenergie und Netzausbau

Umsetzung der EU-Notfall-Verordnung zündet Turbo bei Energiewende

Die Bundesregierung hat am 30.01.2023 eine Formulierungshilfe zur Umsetzung des Artikel 6 der EU-Notfallverordnung (EU-NotfallVO) in Deutschland vorgelegt. Diese erlaubt den EU-Mitgliedsstaaten unmittelbar Ausnahmen von der Artenschutzprüfung und der Pflicht zur Umweltverträglichkeitsprüfung für Erneuerbare Energien, Speicher und Netze vorzunehmen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. In Deutschland betrifft dies die Windkraft und Stromleitungen. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) begrüßt die zügige Umsetzung von Artikel 6 der EU-Verordnung ausdrücklich. weiterlesen…

BDE sieht Nichteinführung eines Batteriepfandes kritisch

Abstimmung im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments zur EU-Batterieverordnung

Der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft e.V. bedauert, dass die am 24.01.2023 im Umweltausschuss einstimmig bestätigte politische Einigung zur Batterieverordnung keine Einführung eines Batteriepfandes vorsieht. Damit werde eine Chance vertan, die Kreislaufwirtschaft zu stärken und knappe Ressourcen zu sichern, heißt es in einer BDE-Pressemitteilung vom 30.01.2023. weiterlesen…