Aanthropogene Einflüsse verursachten 1965-2014 zunehmende Aridifizierung des Globus

Austrocknung gut dokumentiert, aber relativ wenig erforscht

Die weit verbreitete Austrocknung der Landoberfläche stellt die Umwelt vor erhebliche Herausforderungen und ist im Allgemeinen gut dokumentiert. Die Mechanismen, die der zunehmenden Trockenheit zugrunde liegen, sind jedoch noch relativ wenig erforscht. Wissenschaftler der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, der Universität von Nanjing (China) und der Universität von Knoxville sowie dem Oak Ridge National Laboratory (ORNL), Tennessee (USA), haben die anthropogenen und natürlichen Faktoren untersucht, die sich auf die langfristigen globalen Veränderungen der Trockenheit auswirken. (Foto: Dürre in der Folsom Lake Marina: „No Fishing“ nach vier Jahren Trockenheit in Kalifornien – © Robert Couse Baker – CC_BY_20) weiterlesen…

Auch ARD und ZDF setzen ab sofort auf grüne Energie

Aufschlag von 0,00066 ct/kWh für 2022

ARD und ZDF haben ihren Stromverbrauch seit dem 01.01.2022 zu 100 Prozent auf zertifizierte grüne Energie umgestellt. Grundlage dafür ist ein Stromlieferantenvertrag für 2022 bis 2024, den der Hessische Rundfunk ausgehandelt hat – für die gesamte ARD und das ZDF. In einer europaweiten Ausschreibung hatte der hr den wirtschaftlich günstigsten Anbieter für eine nachhaltige Energieversorgung ermittelt. weiterlesen…

Richtiger Ansatz, aber mehr Flexibilität für Energiewende nötig

BDEW zu Gaskraftwerken in der EU-Taxonomie

Es gehe darum, „Übergänge in Richtung Klimaneutralität zu organisieren“, erklärte Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, zu den im Entwurf der EU-Kommission für einen delegierten Rechtsakt zur EU-Taxonomie vorgeschlagenen Anforderungen für den übergangsweisen Einsatz von Erdgas in neuen Gaskraftwerken. Deshalb verfolge die EU-Kommission grundsätzlich einen richtigen Ansatz, wenn sie Gaskraftwerke zur Strom- und Wärmeerzeugung unter Einhaltung strenger Kriterien als nachhaltig einstufe. weiterlesen…

Deutschland entfernt sich 2021 vom Klimaziel

Ampel muss schnell ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen verabschieden

Obwohl Deutschlands Wirtschaft sich noch nicht vollständig von den Corona-Einschränkungen des Jahres 2020 erholt hat, steigen die Treibhausgasemissionen wieder. Gleichzeitig gehen die Erneuerbaren Energien im Strommix zurück – beides steht in Kontrast zu den jüngst angehobenen Klimazielen für 2030. Für eine Kehrtwende muss die Bundesregierung schnell ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen auf den Weg bringen – so der Think Tank Agora Energiewende in einer aktuellen Analyse. (Titel: „Die Energiewende in Deutschland – Stand der Dinge 2021“ – Agora – Untersuchung 1-2022 – © agora-energiewende.de) weiterlesen…

Vor uns die Sintflut?

Nach der Klimakonferenz von Glasgow besteht wenig Anlass für Optimismus
Mit freundlicher Genehmigung – von aus Neue Gesellschaft Frankfurter Hefte

Die COVID-19-Pandemie hat das Wachstum der Weltwirtschaft zwar deutlich gebremst und die globale Mobilität reduziert, aber im Kampf gegen den Klimawandel brachte das offenbar keine Atempause. Im Gegenteil: Dem diesjährigen Treibhausgas-Bulletin der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zufolge erreichte die CO2-Konzentration in der Atmosphäre 2020 einen neuen Höchststand von 413 ppm (parts per million), während der Wert 2019 noch bei 410,7 ppm lag. (Foto: COP26-Plenum Schlusssitzung – © UNFCCC-Team_Kiara Worth, unfccc.int, CC BY-NC-SA 2.0) weiterlesen…

Menschheit kann gerechte Klimawende schaffen

Prinzip „gemeinsamer, aber differenzierter Verantwortlichkeiten“ und „netto null Emissionen weltweit“

Laut einer Untersuchung unter Federführung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) gibt es zwar mehrere gangbare Wege, aber alle mit dem Risiko der Unfairness. Nur noch rund 320 Gigatonnen CO2 dürfen laut Weltklimarat IPCC dauerhaft in die Atmosphäre, wenn die Erderhitzung auf 1,5 Grad begrenzt werden soll. Doch wie tangieren die neuerdings geäußerten Netto-Null-Zusagen die globale Gerechtigkeit? Wie die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft entlang von Prinzipien fairer Lastenverteilung ablaufen kann, beleuchtet die jetzt in Climatic Change veröffentlichte MCC-Studie. weiterlesen…

Weitere Reaktionen auf EU-Atom-Taxonomie

BEE: Entwurf setzt falsche Signale

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) e.V. kritisiert die Vorschläge der EU-Kommission zur EU-Taxonomie für nachhaltige Investitionen scharf. Weder Erdgas noch Atomkraft entsprächen auch nur ansatzweise den Kriterien der Nachhaltigkeit. Auch BUND, BBI und die Kommentatoren deutscher Tageszeitungen wenden sich unterschiedlich scharf gegen den Brüsseler Vorschlag. weiterlesen…

Jahresrückblick 2021 – Teil I: Erneuerbare vs. Fossile

Status quo: Schwindelerregende Gaspreise, ernüchternde Klimakonferenz und grüngewaschene Atomenergie

Zwar legte der Ausbau Erneuerbaren Energien in Deutschland in diesem Jahr zu, aber auch die fossilen Energieträger hatten (leider) ihre Erfolgsmeldungen – und das weltweit. Teil 1 von zwei Jahresrückblicken der Redaktion energiezukunft – von Nicole Allé, Julia Broich, Petra Franke und Manuel Först – mit freundlicher Genehmigung weiterlesen…

Jahresrückblick 2021- Teil II – Die Erde im Klimastress

Die Erde im Klimastress

CO2-Emissionen klettern ungebremst in die Höhe. Extremwetter nehmen zu und Holz und Wald werden zum umstrittenen Gut. Ein Lichtblick: Das deutsche Bundesverfassungsgericht ordnet strengeren Klimaschutz an. Ob in der Arktis oder in Deutschland, in Sibirien oder Madagaskar, überall auf der Welt war 2021 die Klimakrise spürbar. Für den so wichtige Schutz des Waldes als CO2-Speicher wird trotzdem zu wenig getan, dasselbe gilt für die Verkehrswende. Immerhin lassen Gerichte klimaschädliches Verhalten nicht mehr ungestraft. Teil 2 von zwei Jahresrückblicken der Redaktion energiezukunft – von Nicole Allé, Julia Broich, Petra Franke und Manuel Först – mit freundlicher Genehmigung. (Foto: Überschwemmungen am 15. Juli in Marienthal, Dernau – © mit freundlicher Genehmigung HwK Koblenz) weiterlesen…

Vom Ölfeld ins Labor

Mikrobe Methanoliparia zerlegt ganz allein Öl in Methan und Kohlendioxid

Mikroorganismen können Öl in Erdgas, also Methan, umwandeln. Lange war man der Meinung, dass diese Umwandlung nur durch die Zusammenarbeit von verschiedenen Organismen möglich ist. Rafael Laso-Pérez und Gunter Wegener vom Bremer Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie schlugen 2019 aufgrund ihred Genom-Analysen vor, ein besonderes Archaeon könne dies allein. Nun ist ihnen in Zusammenarbeit mit einem Team aus China gelungen, die „Wundermikrobe“ im Labor zu kultivieren. So konnten sie genau beschreiben, wie die Mikrobe die Umwandlung vollzieht. Zudem stellten sie fest und publizierten das am 22.12.2021 in Nature, dass sie sich bevorzugt auf ziemlich sperrige Nahrung stürzt. (Foto: Ölfeld in China – © Yoshi Canopus, CC-BY-SA-4.0) weiterlesen…