Koalition legt Grundstein für geringere CO2-Emissionen

Perspektiven für Gaskraftwerke und Erneuerbare

SPD, Grüne und FDP haben Ende November den Koalitionsvertrag 2021 – 2025 unterzeichnet. Zu den wesentlichen Schwerpunkten des neuen Regierungsbündnisses zählt, neben der Gesundheitspolitik, die Klima- und Energiepolitik. Sehr prominent wird bereits in der Präambel der 177 Seiten umfassenden Grundlage des Regierungshandels klargestellt, dass die Erreichung der Pariser Klimaschutzziele oberste Priorität hat und die Energiewende bis 2030 konsequent beschleunigt werden soll. Unterlegt wurden die hohen energiewirtschaftlichen Ambitionen Anfang 2022 in der Eröffnungsbilanz Klimaschutz des BMWi. Eine Medienmitteilung von enervis vom 18.01.2022. weiterlesen…

Schlüsselstrategien für Dekarbonisierung der Industrie

Neue Untersuchung des Fraunhofer ISI

Ohne die Umstellung der Industrie auf eine CO2-neutrale Produktion sind die klimapolitischen Ziele nicht zu erreichen. Während weitestgehend Einigkeit besteht, dass das erreichbar und schnelles Handeln erforderlich ist, so herrscht noch große Unklarheit dabei, welchen Beitrag einzelne Lösungen spielen sollten und können. Das Karlsruher Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI hat Szenarien berechnet (und am publiziert), um mögliche Transformationspfade für eine klimaneutrale Industrie aufzuzeigen. Die neue Studie berechnet drei Szenarien mit Schwerpunkten bei Elektrifizierung sowie der Nutzung von Wasserstoff oder synthetischen Kohlenwasserstoffen. Die Ergebnisse zeigen, welche Schlüsselstrategien über sehr unterschiedliche Transformationspfade hinweg robust und umsetzbar sind. weiterlesen…

Nach der Flut: Vom Ahrtal zum SolAHRtal

Künftige Modellregion für Erneuerbare Energien? Untersuchung von S4F

Dass die Klimakrise längst in Deutschland angekommen ist, spiegelt die Flutkatastrophe im Ahrtal wider, deren Bevölkerung sich angesichts der kommenden Monate vor dem Kälteeinbruch fürchtet: Voraussichtlich werden Tausende Haushalte im Winter ohne Heizung auskommen müssen, weil Reparaturen und Neuinstallationen noch bis Februar andauern. Schließlich zerstörten die Wassermassen im Sommer nicht nur große Teile der Wohnungen und Häuser, sondern auch fast zwei Drittel aller Heizungen, wie die Energieagentur Rheinland-Pfalz ermittelte. Deren Umfragen ergaben zudem, dass sich 84 Prozent der Menschen den Aufbau einer nachhaltigen Energieinfrastruktur wünschen. So das BDEW-Magazin Stadt Land Fluss am 13.01.2022. (Foto: Überschwemmung in Marienthal, Dernau – © mit freundlicher Genehmigung HwK Koblenz) weiterlesen…

Wertschöpfung von Batterien hat großes ökologisches Potenzial

Wissenschaftler plädieren in aktueller Publikation für Konzept „Design for Recycling“

In der zirkulären Wertschöpfung von Batterien liegt großes ökologisches und wirtschaftliches Potenzial. So senkt der Einsatz recycelter Materialien nicht nur die Kosten für die Ausgangsrohstoffe, sondern ermöglicht auch Energieeinsparungen in der Batterieproduktion. Ein am 10.01.2022 in Advanced Energy Materials veröffentlichter Artikel zum Batterierecycling gibt nun Aufschluss darüber, welche Herausforderungen neue Materialkonzepte für das Batterierecycling mit sich bringen, warum „Design for Recycling“ ein vielversprechender Ansatz für eine nachhaltige Batteriewirtschaft ist und welche rechtlichen Rahmenbedingungen in den USA, der Europäischen Union (EU) und China vorherrschen. weiterlesen…

Forbes-Energie-Prognosen für 2022: Kohleausstieg beschleunigt, EE-Förderung steigt, E-Mobilität wächst stark

Positiver Ausblick skeptisch unterlegt

„Das Jahr 2021 war ein Meilenstein in der sauberen Energie- und Klimapolitik“, schreibt Silvio Marcacci von Energy Innovationam 10.01.2022 in Forbes, dem erfolgreichsten Wirtschaftsmagazin weltweit: Dutzende von Staaten hätten sich zum Ausstieg aus der Kohle verpflichtet, die ehrgeizigsten bundesstaatlichen Klimavorschläge in der Geschichte der Vereinigten Staaten und die Autohersteller setzten voll auf die Elektrifizierung des Verkehrs. (Foto: „Bucyrus Erie 3850-B Power“ namens „Big Hog“ – © MichaelBNA – CC BY 3.0) weiterlesen…

„Müssen Geschwindigkeit der Emissionsminderung verdreifachen“

Habeck legt Eröffnungsbilanz Klimaschutz vor – Reaktionen

Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Bündnis 90/Grüne) hat am 11.01.2022 zusammen mit Staatssekretär Patrick Graichen die angekündigte Eröffnungsbilanz Klimaschutz vorgelegt und Sofortmaßnahmen präsentiert, um aufzuzeigen, wo Deutschland bei den einzelnen Handlungsfeldern steht. Das gilt sowohl für die Klimaziele in den verschiedenen Sektoren als auch für den Ausbau der erneuerbaren Energien und den Netzausbau. Die Eröffnungsbilanz zeigt, wie sehr der Klimaschutz in Deutschland hinter den Erwartungen liegt. Die Reaktionen fielen überwiegend positiv aus. weiterlesen…

Wissenschaftliche Basis für beschleunigten Kohleausstieg

Untersuchung des Öko-Instituts

Um die Klimaziele in Deutschland zu erreichen, wird der Ausstieg aus der Braunkohle idealerweise bis zum Jahr 2030 erfolgen. Das hat die neue Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag festgehalten. Eine am 11.01.2022 veröffentlichte Untersuchung des Öko-Instituts im Auftrag von Agora Energiewende trägt nun alle Daten und Fakten rund um Kraftwerke und Tagebaue, gesetzliche Regelungen und Stilllegungspfade, Beschäftigungszahlen und ökonomische Strukturen insbesondere in den Braunkohleregionen sowie zu ökologischen Aspekten der Braunkohlewirtschaft zusammen. Die Analyse will damit einen Beitrag dazu leisten, die Debatte über die Beschleunigung des Ausstiegs aus der Kohle faktenbasiert und transparent zu führen. weiterlesen…

Taxonomie: Greenwashing für Atomkraft und Gas – na und?

Kommentar von Harald Schumann
mit freundlicher Genehmigung

Was für ein Bohei! Auf Druck der französischen Regierung und einiger osteuropäischer Länder will die EU-Kommission die Stromerzeugung aus Atom- und Gaskraftwerken als „nachhaltig“ einstufen. NGOs und Klimaaktivisten sind empört. Die Kritik ist berechtigt. Aber die Aufregung steht in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Bedeutung des Vorhabens. Das Vorhaben unter dem Rubrum „Taxonomie“ sei eine „Lizenz zum Greenwashing“, empört sich Greenpeace. Das grüne Etiketts für die Technologien von gestern sei eine „Provokation“, ärgert sich Luxemburgs Umweltminister Claude Turmes. Die deutschen Regierungsparteien treibt das Vorhaben in ihren ersten Streit und Österreichs Regierung will sogar Klage beim Europäischen Gerichtshof einreichen (s. auch Randnotiz re.). weiterlesen…

„Greenflation“ bedroht Energiewende

CO2-Neutralität verteuert Rohstoffe

Eine „verhängnisvolle Paradoxie der Klimapolitik“ beschreibt Matthias Koch am 09.01.2022 im Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) – die „Greenflation“: „Je erfolgreicher die Klimaschützer im Bemühen sind, möglichst viele Staaten und Unternehmen in Richtung einer CO2-freien Wirtschaft zu schubsen, umso mehr treiben sie damit die Preise nach oben“. Vor allem soziale Folgen für Geringverdienende befürchten Wirtschaftsforscher wie Rudolf Hickel im Gespräch mit dem RND: „Die Greenflation kann noch erhebliche Probleme aufwerfen.“ Den Chef der Kölner IW-Consult, Karl Lichtblau, beunruhigt eine Tendenz, die nicht nur den einen oder anderen, sondern 22 Rohstoffe gleichzeitig betreffe. Und Ruchir Sharma, Chief Global Strategist bei Morgan Stanley, befürchtet gegenüber dem RND gar ein „Entgleisen der Klimapolitik“. (Foto: Panorama der Kupfermine Chuquicamata – © Berg2 – Eig. Werk, commons.wikimedia.org, CC BY-SA 4.0) weiterlesen…

Seit Neujahr PV-Pflicht in NRE und Ba-Wü

Erst 2023 weitere Länder

Mit dem neuen Jahr begann in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen die Photovoltaik-Pflicht, so Marian Willuhn in pv magazine. In Baden-Württemberg müssen nunmehr auf neugebauten Nicht-Wohngebäuden PV-Anlagen installiert werden. Auch Parkplätze mit über 35 Stellplätzen müssen zukünftig durch eine PV-Anlage überdacht werden. weiterlesen…